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Die Sims 2 - Gestrandet


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Die Sims 2 - Gestrandet Review vom 25.11.2007

„Die Sims“ - ein Name, eine Erfolgsgeschichte. Jeder kennt die kleinen und großen Racker, welche auf unterschiedlichste Weise versuchen in Titeln wie „Die Sims“ oder „Die Sims 2“ ihr Unwesen zu treiben, indem sie dem interessierten Gamer die Möglichkeit bieten, ihr eigenes, gewünschtes oder verehrtes Leben virtuell in einer kleinen, unbekannten Stadt wiederzugeben. Häuser da, Möbel hier, Kleider und Familie dürfen natürlich auch nicht fehlen: Alles hat seinen geregelten, alltäglichen Gang. Wer würde da vermuten, dass diese klugen Geschöpfe auch bald in der tiefsten Wildnis vorzufinden sind?

„Die Sims 2 – Gestrandet“ zeigt einen komplett anderen Stil der Erfolgssaga auf: Verunglückt auf einer einsamen Insel, muss man mithilfe verschiedenster Überlebensstrategien versuchen von dem Eiland zu entkommen. Aber hat dieses völlig andere Szenario wirklich das Potential mit den Vorgängern mitzuhalten? Wir haben uns diesen Titel einmal genauer unter die Lupe genommen und den „Sims-Spielspaßfaktor“ gemessen. Doch beginnen wir ganz von vorn…

„Lost in Blue“ auf der PSP - Verschollen in den unendlichen Weiten der See…
Das Spiel startet man wie gewöhnlich mit der Erstellung eines eigenen Charakters. Geschlecht und Name sind dabei genauso wichtig wie der auszuführende Beruf, denn durch ihn bekommen eure Sims gewisse Grundkenntnisse in bestimmten Fachgebieten (wie z.B. Kochen oder in der Kreativität) auferlegt, die ihn besonders machen. Auch Haarfarbe und Frisur dürft ihr wie die Hautfarbe selbst bestimmen, schließlich sollen die Protagonisten (Ihr und eure Crew-Mitglieder) so nah wie möglich euren persönlichen Vorstellungen entsprechen. Doch keine Angst, wenn zu Beginn nicht gleich eure Lieblingsklamotten zur Auswahl stehen - im Laufe des Spiels werden weitere, schicke Accessoires von euch angefertigt werden können, die dem lahmen Bürolook ein Ende bereiten und stattdessen wirkliches Insel-Flair aufkommen lassen. Ist dies vollbracht, erwartet euch ein kurzes aber knackiges Intro bestehend aus einer Bilderreihe, welche erklären soll, wie ausgerechnet IHR an diese anscheinend gottverlassene Insel verschlagen werdet. Euer Schiff mitsamt eurer Mannschaft ist in einen wütenden Sturm geraten und ihr konntet -wie durch ein Wunder- der tobenden See entkommen. Ein Glück, denn sonst wäre das Spiel ziemlich fix über die Bühne gegangen. Anstatt aber doch noch einen grauenvollen Tot durch Ertrinken zu erlangen, findet ihr euch mutterseelenallein und abgekämpft an einem trist wirkenden Strand wieder, ohne jegliche Hoffnung auf menschliche Zivilisation und eine erwärmende Thermoskanne voll heißem Wasser. Das klingt nach harten Stunden auf der eigentlich so paradiesischen Insel. Doch keine Bange, beim Kampf ums nackte Überleben seid ihr anfangs nicht auf euch allein gestellt: Mithilfe eines kleinen Tutorials, das euch die Grundzüge des Titels genauestens erklärt, steht dem vollen Spielspaßvergnügen à la Robinson Crusoe von Seiten des Verständnisses erst einmal nichts im Wege.

So wird man sanft in das Spielgeschehen eingegliedert und erfährt wie man Früchte aufnimmt, Nahrung verspeist und sein Nachtlager errichtet. Der Sinn dieser Aktionen ist dabei natürlich die Verbesserung der Bedürfnisleisten, welche sich auch bei dem vorliegenden Ableger mit ins Spiel eingeschlichen haben. Auf dem Screen bekommt man die Anzeigen für Hunger, Energie, Freunde, Komfort, Hygiene und Harndrang zu sehen, die euch über die aktuellen Begierden eures Protagonisten informieren. Im Laufe des Spiels ist es euch ermöglicht, diese durch gezieltes Training immer konsequenter steigern zu lassen, da man beim Ausführen verschiedener Aktionen (z.B. das Kochen, Jagen oder Holz sammeln) immer mehr Erfahrungspunkte sammeln kann. Sims-Kennern werden hier die Begriffe Charisma, Mechanik, Körper und Kreativität mehr als bekannt vorkommen.

Aber auch neue Kleidung, pompöse Inselhütten mitsamt einer immensen Ausstattung könnt ihr euch im Laufe des Games durch konsequente Arbeit und eine Menge Disziplin erwirtschaften. Nach einer Weile werdet ihr ebenfalls eure anfangs verloren geglaubte Crew wieder finden, welche euch nach der Aufnahme in euren Stamm Aufgaben, wie die Nahrungssuche, erleichtern und dem Spieler dadurch eine gewisse Entlastung bieten. Hier gilt natürlich das einfache Prinzip der Mathematik: Umso mehr Teammitglieder anfangs erschaffen worden, umso mehr Hände können euch letztendlich unter die Arme greifen. Denn ob man es glaubt oder nicht, ihr seid nie allein! Tatsächlich scheint sich jedes Teammitglied auf das einst so verlassen wirkende Eiland gerettet zu haben; und wie sich später auch herausstellen soll: Zum Glück, denn ohne sie würde man (ohne allzu viel verraten zu wollen) am Ende des Titels nicht von der „gottverlassenen“ Einöde verschwinden können - so lautet natürlich das Hauptziel des Titels. Dabei kann man festhalten, dass je nach Beruf, welchem ihr jeden Sim am Anfang des Spiels auferlegt habt, unterschiedliche Aufgaben in unterschiedlicher Zeit erledigt werden können: Mechanisch versierte Sims werden z.B. das Bauen des Unterschlupfs viel schneller bewerkstelligt haben, als die ernannten Kochkünstler.

Durch Jagen und Sammeln, Fische fangen, Fallen stellen und Muscheln suchen, ist eure Nahrungsaufnahme weitestgehend gesichert. Gebadet wird am Meer, erleichtert im Busch und geschlafen im Unterschlupf, der durch aufgesammelte Produkte wie Palmenwedel oder Holz entsteht. Der Speicherpunkt des Spieles ist jedoch nicht wie in der DS-Version das Nachtlager selbst, sondern die jederzeit aufrufbare Aktion im Menübildschirm, welche durch das einfache Drücken des Start-Knopfes erreicht werden kann. Unterschiedliche Teile der Insel(n) und Orte sind dabei auch keine Seltenheit, denn die Umgebungen zeichnen sich sehr vielfältig aus: Von samtig weißen Sandstränden, über Vulkane und Meere bis hin zu alten Schiffwracks und der immergrünen Wildnis ist alles vorhanden, was durch die 3D-Grafik gut zur Geltung kommt. Einzig und allein an manchen Stellen sieht das Spiel etwas verpixelt aus.

Ein weiteres, aber viel größeres Manko ist aber die vorhandene Ladezeit, welche schon beim bloßen Wechsel diverser Themenwelten (vom Strand zum Dschungel usw.) komplett den gemäßigten Zeitrahmen sprengt. So passiert es durchaus, dass man bis zu einer halben Minute vor seiner PSP verbringt, bis das Spiel einmal fortschreitet und selbst die eingebauten Affen, die als Konversationspartner und Helfer in der Not zur Verfügung stehen, können nicht darüber hinwegsehen lassen.

Gameplay:
Was aber noch viel störender ist, ist definitiv die großmotorische Steuerung des gesamten Spektakels. So ist die Kameraführung miserabel und oft einfach nur belastend. So sieht man nämlich niemals, was gerade direkt unter einem passiert und nicht selten kann es dadurch zu Koordinationsschwierigkeiten kommen, besonders wenn man den Silberling gerade frisch in die PSP eingelegt hat oder sich eine ungünstig gewucherte Pflanze im Weg befindet. Man merkt hier einfach, dass es sich nur um eine schnelle Portierung handelt.

Grafik:
Auch an dieser Stelle muss man -verständlicherweise- Einbußungen zu denselbigen Ablegern auf Standkonsolen hinnehmen, denn wurde „Die Sims 2 - Gestrandet“ zwar komplett von der PS2-Version importiert, jedoch haben sich an so mancher Stelle einige Ruckler einfangen lassen. Der Titel präsentiert sich in kompletter 3D-Ansicht und vermittelt durch den hoch angesetzten Blickwinkel der Kamera eine komplett unübersichtliche Art und Weise. Landschaften und Vegetation sehen aber als Ausgleich recht liebevoll gestaltet aus und erwecken einen positiven und einladenden Eindruck. Lediglich die Spielfiguren selbst kommen bei der Nahrungsnahme etwas komisch daher, da Früchte oder ähnliches mehr in der Luft zu hängen scheinen, als wirklich in den Händen eures Sims zu liegen. Schutz vor den gierigen Affen eurer Insel? Nun, wohl eher nicht…

Sound:
Mysteriös: Die Titelmelodie kommt einem irgendwie leicht bekannt vor und nach intensiverem Lauschen wird es einem bewusst; tatsächlich! Es ist ein Verschnitt der berühmtberüchtigten, ohrwurmgarantierenden Musik aus dem PC-Ableger „Die Sims 2“ - es muss also wirklich ein gewisser Grad an virtueller Verwandtschaft vorliegen, den man leider bei der Vielfalt an Möglichkeiten, seine Kreativität freien Lauf zu lassen, nicht vollends bemerken konnte. Was den Sound anbelangt, kann man bei den gestrandeten Sims jedoch keine großen Abstriche machen, denn entspanntes Meeresrauschen und angenehme Urwaldgeräusche runden den Ausflug in die fernen Weiten der karibisch angehauchten Insel nahezu perfekt ab. Einzig und allein die Effektgeräusche, wie das Antippen einiger Gegenstände, können einem auf Dauer den einen oder anderen Nerv rauben.

Features und Besonderheiten:
Neben der reinen Durchspielzeit, in welcher man getrost dem Finale seines Aufenthalts auf der Insel entgegenfiebern kann, ist einem als Spieler ebenfalls die Möglichkeit geboten worden, eine Sammlung im Inventar aus verschiedenen Gegenständen zu komplettieren, die ihr auf der Insel finden könnt. Auch ein Tag- und Nachtwechsel wurde in das Spiel eingebaut, der im Fünf-Minuten-Takt die Sonne am Horizont erscheinen oder verschwinden lässt; eine Uhr befindet sich dabei rechts auf dem oberen Screen. Positiv lässt sich dabei festhalten, dass man hierbei nicht denselben bösen Fehler wie auf der DS-Version begangen hat - so ist dieser Zeitraum nämlich keinesfalls zu kurz angesetzt und hält den Spielfluss zumindest an dieser Stelle nicht auf. (Über die dafür enorm hohen Ladezeiten kann man deswegen trotzdem nicht hinwegsehen.)

Fazit:
„Die Sims 2 - Gestrandet“ ist ganz klar einer der Hoffnungsträger vieler Robinson Crusoe-Fans, doch leider müssen alle, die zuviel Erwartungen in diesen Titel gesteckt haben, enttäuscht werden. Zwar ist ganz klar ersichtlich, dass Mängel, die vor allem in er DS-Version vorhanden sind (man bedenke nur die Lahmfüßigkeit der einzelnen Charaktere oder die viel zu kurzen Tag- und Nachtwechsel) ausgemerzt worden, sich jedoch stattdessen neue Negativaspekte eingeschlichen haben. Die Ladezeit ist einfach enorm hoch und entlockt dem Spieler so manches Mal ein lautes Stöhnen, aber auch die Kameraführung ist einfach nur grottenschlecht. Auch die Tatsache, dass man sich nach wenigen Stunden wieder voll und ganz in alter „Sims“-Manier befindet, wie man sie von den PC-Klassikern kennt, ist nicht immer vorteilhaft, da man das Gefühl eines simplen Add-Ones nicht wirklich los wird. Alles im allen bleibt es deshalb abzuwägen, ob man diesen Vollpreis-Titel in seiner Sammlung begrüßen sollte; Sims-Fans werden jedoch sicherlich nichts falsch machen.

Wäre lieber im warmen Süden: Elisabeth Grunert [Liese] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Hilfe: Die PSP mutiert zum Kameraschreck!
GRAFIK
8 von 10
Grundsolide und ansehnlich, nur vereinzelte Ruckler stören den Spielverlauf.
SOUND
7 von 10
Versiert gemachte Hintergrund- und Soundkulisse erzeugen Karibik-Atmosphäre.
FEATURES
6 von 10
Kann Serien-Fans einige Stunden vor die PSP fesseln.
MULTIPLAYER
0 von 10
nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
71%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Sie sind lang, nervtötend und immer vorhanden: Die Ladezeiten bei den gestrandeten Sims."







Details
Spielname:
Die Sims 2 - Gestrandet

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Sonstiges

Release:
23.06.2007 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (14)

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