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Echochrome


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Echochrome Review vom 31.07.2008

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Zu den großen „Mama, schenk mir was“-Festen erscheinen dutzende Videospiele und dann im Sommer, wenn sich ein Großteil der Spieler hinaus aus den dunklen Räumen traut, um die gepflegte Monitorbräune durch dieses hell leuchtende Ding am Himmel etwas zu tunen, scheint es oftmals, als ob uns die Industrie im Stich gelassen hätte. Weit und breit keine Top-Titel in Sicht! Dennoch schafft es auch in dieser Trockenzeit der ein oder andere Titel in die Händlerregale und wenn es dann auch noch einer der Titel ist, die wirklich neu erscheinen, darf man sich gleich doppelt freuen. echochrome ist zweifelsohne ein genau solches Spiel. Ein Spiel mit minimalistischer Optik, einem innovativen Gameplay und großem Umfang.

Hey, ho, PAL go!
Wir Europäer müssen uns nicht wenig gefallen lassen. In der Regel zahlen wir für sämtliche Games einen höheren Preis, verzögert sich die Veröffentlichung und manchmal schlampen die Verantwortlichen bei der Übersetzung und auch sonst glaubt man den Entwicklern oftmals nicht, dass Europa doch ein so wichtiger Markt sei. Bei echochrome kann man ganz klar sagen, dass wir die mit Abstand beste Version des Spiels bekommen haben. Warum? In Asien enthält die Version deutlich weniger Level und in den USA gibt es das Spiel nur zum Download – natürlich auch mit weniger Umfang.

Hä?
Durch den Schwenk der Kamera bzw. des kompletten Levels öffnen sich dem kleinen Protagonisten stets neue Wege. So kann ein Abgrund beispielsweise überwunden werden, in dem man diesen in den toten Winkel versetzt. Eine Säule, die aus dem Boden herausragt, kann hier zum Beispiel helfen. Manches Mal befinden sich auch schwarze Kreise auf dem Weg. Diese sorgen dafür, dass die kleine Marionette einen Stock tiefer fällt. Grundsätzlich in die endlose Tiefe fallend, kann man durch einen Dreh des Levels dafür sorgen, dass die Figur nach dem Fall wieder festen Boden unter den Füßen hat. Auch gibt es weiße Flecken, die als Katapult dienen und genau die gegensätzliche Wirkung zum schwarzen Pedanten haben. Auch hier wird der Kleine durch einen Dreh eine Stufe nach oben katapultiert. Dabei sollte man jedoch immer bedenken, dass oben nicht gleich oben ist und unten nicht gleich unten. Die Perspektive macht’s. Sind die weißen und schwarzen Felder nicht zu erkennen, weil bspw. eine Säule zwischen Kamera und Feld „gedreht“ wurde, so existiert dieses nicht.

Das Laufen übernimmt die Puppe dabei selbst. Durch einen Druck auf die Dreieck-Taste kann man dies jedoch stoppen, um die Zeit zum Nachdenken zu nutzen. Zu Beginn braucht man dies im Normalfall nicht, später aber ist die Funktion unerlässlich. Man sollte sich jedoch im Hinterkopf behalten, dass die Figur lediglich links abbiegen kann.

Die Einführung ins Spiel übernimmt ein gut gestaltetes Tutorial. Hier werden einige Möglichkeiten aufgezählt und das Spielprinzip genauer erklärt. Dieses kann man zwar überspringen, doch lohnt es sich auf jeden Fall, erste Schritte nach Anleitung zu wagen. Auch die Erläuterung des Levelziels wird hier erledigt. Ziel des Spiels ist es, mit der kleinen Marionette sämtliche im Level befindliche Puppen aufzusammeln. Ist dies geschafft, geht es ab in die nächste Ebene.

echochrome ist sicherlich kein Spiel für Jedermann. Während die ersten Missionen noch wirklich simpel gestaltet sind, wird der Durchschnittsspieler schon nach einigen Runden die erste Durststrecke erleben. Die späteren Level sind kaum mehr mit wenig Zeitaufwand und zwischendurch lösbar.

Steuerung:
Die einzige Steuerung, die man bei echocrome vornimmt ist das Justieren der Kamera. Wie bereits angesprochen, muss man das kleine Männchen nicht bewegen, sondern lediglich die Perspektive ändern. Die geschieht entweder via Analog-Stick oder dem Steuerkreuz. Es braucht jedoch eine Zeit, bis man mit wenig Zeitaufwand die Drehung vollziehen kann, die man auch wirklich möchte. Leider funktioniert das Ganze nicht so gut wie auf der stationären Playstation 3 – nach ein wenig Übung sollte man aber gut klar kommen. Kleine Fehler bei der Justierung kann man dann recht schnell ausgleichen und sollte es dennoch mal nicht klappen, darf man mit der Dreieck-Taste das Spiel kurzzeitig anhalten. Bei Nichtgelingen (der Charakter fällt in die Unendlichkeit), erscheint dieser im Anschluss wieder auf dem Spielfeld.

Grafik:
In diesem Bereich muss nicht viel gesagt werden. Einige Striche, Balken und ein Protagonist. Mehr ist auf dem Display nicht zu erkennen. Braucht man auch nicht, denn dieser Titel lebt nicht von pompöser Optik sondern von dem einzigartigen Spielprinzip. Das Wesentliche reicht hier komplett aus!

Sound:
Auch hier hält die Minimalität Einzug – und das ist nichts Schlechtes. Zwar gibt es keine Möglichkeit, eigene Lieder ins Spiel zu integrieren, die Hintergrundmusik ist jedoch für ein Rätselspiel gut gewählt und entspannend. Streichmusik und kleine Sprachsamples sind das, was das Spiel bietet. Erfreulicherweise auch in sehr guter Qualität.

Features und Besonderheiten:
Das wohl größte Feature von echochrome ist der mitgelieferte Level-Editor. Hier ist es – wie der Name schon sagt – möglich, eigene Rätsel zu erstellen und zu spielen. Wer einen Freund hat, der den Titel ebenfalls sein Eigen nennen kann, darf diesem auch seine erstellten Level zusenden. Leider funktioniert dies nur lokal. Das Nunplus-Ultra im Bezug auf den Level-Editor wäre ohne Zweifel eine Onlinedatenbank gewesen, in die jeder Spieler seine Ebenen hochladen kann. Ein Online-Support hätte auch im Bereich der Bestzeiten interessant werden können (Wie lange brauchen andere für dieses Level?).
Die Bedienung des Editors ist recht simpel gehalten und um Fehler zu vermeiden, darf man zu jeder Zeit eine Proberunde des erstellten Levels noch während der Aufbauphase spielen.

Fazit:
echochrome ist eine bisher nicht dagewesene Spielerfahrung und bringt endlich frischen Wind ins Genre. Wir Europäer bekamen die mit Abstand umfangreichste Version des Spiels – zahlen dafür aber auch den höchsten Preis. Ob man sich mit dem Spielprinzip anfreunden kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man kann nicht pauschal sagen, dass der Lumines- oder Tetris-Spieler auch Gefallen an echochrome finden wird. Eine Demo im PSN-Store schafft hier Abhilfe. Technisch gibt es nichts zu meckern und gefällt das Spielprinzip, wird man mit Sicherheit etliche Stunden mit dem Spiel verbringen. Wenn man alle Level erfolgreich abschließen möchte, sollte man sich am besten einige Tage frei nehmen.
Einfach zu lernen, schwer zu meistern? Auch hier zählt dieses Prinzip. Und was will man mehr, als Bestzeiten schlagen, eigene Level erstellen und diese im Anschluss spielen?

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Eine komplett neue, schöne Idee, die aber nicht für alle Spieler ist.
GRAFIK
7 von 10
Minimalistisch, zweckmäßig.
SOUND
7 von 10
FEATURES
6 von 10
Level-Editor, Bestzeiten, leider nichts in Richtung online
MULTIPLAYER
4 von 10
Level tauschen, aber kein wirklicher Multiplayer
GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Zu Anfang noch optimal für unterwegs, später einfach zu kompliziert."







Details
Spielname:
Echochrome

Publisher:
Sony Computer Entertainment

Developer:
Sony Japan Studio

Genre:
Denkspiel

Release:
Mai 2008 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (43)

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