Capcom Puzzle World
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Capcom Puzzle World
Review vom 05.08.2007
Des einen Freund, der Masse Leid – so oder so ähnlich lässt sich der Gemütszustand des breiten Spielerpublikums beschreiben, wenn man Wörter wie „Retro“ oder „Die guten, alten Zeiten…“ in den Mund nimmt. Und das hat seinen Grund, schließlich ist der Puls der Spielwelt nicht stehen geblieben. Trotzdem, und vielleicht gerade deswegen schicken Publisher um Publisher so manches Mal ihre antiken Retroschmankerl in das Rennen um die Gunst des geschundenen Freunds der PlaystationPortable.
Konnte zuletzt Epyx mit der neu-alten Auflage von „Impossible Mission“ kein Comeback feiern und blieb auf halber Distanz einfach liegen, steht nun Capcom erneut in den Startlöchern. Den hochexplosiven Zündstoff stellt diesmal erneut eine Komposition aus Spielen vergangener Tage dar. Wie weit das traditionsreiche Unternehmen diesmal kommt, haben wir für euch an der Zielgeraden einmal selbst in Augenschein genommen.
Schaut man sich im Lager der Konkurrenz ein wenig um, dann wird man recht schnell über die Sega Mega Drive Collection stolpern, welche ein großes Repertoir an Klassikern parat hält. Doch auch Capcom selbst brachte schon eine dieser Sammlungen an die Frau, bzw. den Mann. Beide hatten eines gemeinsam – der Umfang von angebotenen Spielen für noch nicht einmal den üblichen Vollpreis war beachtlich. Doch was Capcom jetzt mit „Puzzle World“ an den Tag lehnt, weiß doch ein wenig zu verwundern. Ganze fünf Titel strahlen dem etwas verdutzten Tester an. Und um diese namentlich zu nennen: Block Block, Super Puzzle Fighter Turbo II in drei Ausführungen sowie Buster Buddies, Buster Brothers und Super Buster Brothers. Tatsächlich – mehr ist nicht drin. Doch man soll die Suppe nicht vor dem Auslöffeln loben, und so gibt es noch neben der Option auf dem kabellosen Mehrspieler auch den Bereich Pictures and Screen sowie die Extras, unter denen Illustrationen aus den unterschiedlichen Spielchen näher angeschaut werden können.
Weil die gesamte, technische Aufmachung dieser armen, kleinen Universal Media Disc nicht wirklich der Rede wert ist –sieht man einmal von den völlig lächerlich langen Ladezeiten ab-, haben wir uns einmal die einzelnen Bestandteile zu Gemüte geführt.
Das Spiel mit 1000 Gesichtern – Block Block
Den Anfang macht „Block Block“. Das Spielprinzip ist einfach, schnell erklärt und wird bis zum heutigen Tag schier unendlich kopiert. Dem Spieler wird ein beweglicher Strich samt Ball anvertraut. Ziel ist es, die zahlreichen Blöcke mit Hilfe des Balls zu zerstören, um in den nächsten Level zu gelangen. Dabei gibt es zahlreiche Goodies wie zum Beispiel einen Magneten unter den zerstörten Blöcken zu finden. Dieser ermöglicht es, den Ball pro Kontakt mit dem Strich festzuhalten, und an einer Position nach Wunsch wieder loszulassen. Ist ein Level komplett abgeräumt, folgt das Nächste. Leider lässt sich das Spiel nicht im Vollbildmodus spielen, und so gibt es erdrückend breite, schwarze Balken links und rechts vom Bild zu sehen. Sound und Grafik fallen entsprechend nostalgisch aus. Um es auf den Punkt zu bringen – hier gibt es absolut nichts Besonderes oder Apettiterregendes zu sehen.
Kurios - Super Puzzle Fighter II Turbo
Ein wenig kurioser und vor allem famoser zeigt sich “Super Puzzle Fighter II Turbo”. Gleich in drei Modi kommt das gute Stück daher, und zwar in der X, Y, und Z-Variante. Unterschiede lassen sich hier jedoch nicht ausmachen. Hat man sich erst einmal einen Kämpfer aus der weltberühmten Street Fighter Saga ausgesucht, geht es auch direkt los in das Puzzlevergnügen. Das Gebotene erinnert ein wenig an Tetris. Der Unterschied besteht darin, dass einzelne, farbige Blöcke in einem Raster getauscht werden, um sie zerstören zu können. Schlussendlich geht es darum, den Kontrahenten –ob KI oder realer Gegner- mit möglichst vielen Klötzchen zu bombardieren, bis dieser die Last nicht mehr bewältigen kann. Mit den üblich verdächtigen Items gespickt, macht „Super Puzzle Fighter II Turbo“ durchaus recht schnell süchtig und bildet eine interessante Symbiose aus Puzzlespiel und Street Fighter.
Buster Bros, Buster Bros, und noch einmal Buster Bros.
Wenn zwei Drittel des Inhalts mit „Buster Bros“ belegt sind, dann sollte man meinen, dass das einen Grund haben mag. Es mag Geschmackssache sein und man kann sich darüber streiten, aber eines haben alle der insgesamt drei Teile dieser Sammlung gemein – sie sind praktisch identisch und unterscheiden sich nur in ihrer Aufmachung. Das Ziel des Spiels ist es, bunte Blasen zu zerstören, ohne, dass man von ihnen berührt wird. Hierfür steht eine Art Enterhaken zur Verfügung, welcher die Blasen in viele kleinere zerploppen lässt. Wird die eigene, kleine Spielfigur von einer der fiesen Blasen berührt, so garantiert dies ein sang- und klangloses Ableben. Auch hier sind die obligatorischen und schon damals beinahe Standarisierten Upgrades und Goodies mit von der Partie.
Aller guten Dinge sind fünf – oder nicht?
Kurz vor Zwölf sollte man sich genau diese Frage stellen. Denn das war es auch schon, was uns Capcom hier schmackhaft machen will. Das dabei allerdings nur ein Mini-, statt Maximenü mit ordentlich Fritten samt reichhaltigem Burger auf den Tisch kommt, merkt man allerspätestens dann, wenn man sich die Rückseite des Titels anschaut. Nicht nur die Konkurrenz aus dem Hause Sega macht es hier wesentlich besser, sondern auch Capcom selbst mit der „Classics Collection Reloaded“. Wer also absolut nicht die Finger von Retrosammlungen lassen kann, sollte sich tunlichst in diese Richtung orientieren, und die Puzzle World nicht weiter beachten.
Fazit:
Capcoms „Puzzle World“ macht keinen guten Eindruck. Ob es das hässliche Menü, die extrem sparsamen Extras und vor allem der schlechte Umfang ist. Gerade einmal fünf Spiele sind vertreten – und davon sind drei Buster Bros., welches sich von Version zu Version praktisch nicht unterscheidet. Zwar kostet diese Minisammlung gerade einmal 30€, doch selbst für das hier Gebotene ist dieser Betrag hoch. Wer von den beschriebenen Titeln nicht genug bekommen kann, sollte zugreifen – der Rest hingegen sollte so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen und das hier zügig vergessen.
Malte Latton für playstationportable.de
Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Zu wenig für das gute Geld! |
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GRAFIK
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Erfüllt ihren Zweck – viel mehr nicht. |
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SOUND
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Piep, piep, piep – nostalgisch hoch zehn. |
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FEATURES
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Ziemlich wenig mit von der Partie. |
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MULTIPLAYER
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Spielspaß für zwei Fans. |
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GESAMT-
WERTUNG:
59%
Mobilitätsfaktor: [6 /10] "Durchaus vorhanden - trotz nervigen Ladezeiten."
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Details
Spielname:
Capcom Puzzle World
Publisher:
Capcom
Developer:
Capcom
Genre:
Geschicklichkeit
Release:
16.03.2007 (erschienen)
Multiplayer:
1-2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (8)
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