PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Disgaea - Afternoon of Darkness


  • Testbericht
  • Screenshots (15)
  • News & Videos (11)
  • User (57)
  • Spiel Kaufen
Disgaea - Afternoon of Darkness Review vom 12.02.2008

Es ist wohl kein Geheimnis mehr: Während Nintendos aktueller Handheld mit neuartigen Konzepten und Unmengen an versiert gemachten Zielgruppenspielen neue wie alte Käuferschichten zu mobilisieren versucht, werden auf der PSP vor allem Fans von bewährten Spielinhalten beglückt. Insbesondere die Gattung der Strategie-Rollenspiele, welche erst durch die glorreiche GBA-Ära der breiten Masse zugänglich gemacht worden ist, erlebt mit Final Fantasy Tactics und Jeanne D’Arc abermals ihren Höhepunkt. Mit Disgaea: The Afternoon of Darkness erreicht uns nun ein weiterer Vertreter des ehemaligen Nischengenres. Obwohl es sich hier letztlich wieder nur um ein Remake handelt, sollten sich alle Neulinge, die Nippon Ichis PS2-Klassiker noch nicht in- und auswendig kennen, die folgenden Zeilen mit erhöhter Aufmerksamkeit zu Gemüte führen, denn wir haben die PSP-Fassung bis aufs kleinste Detail auf Spielspaß überprüft und das Ergebnis unserer Untersuchung in den kommenden Zeilen voller Spannung, Spiel und Überraschung präsentiert!

Willkommen in der dunklen Welt der Dämonen!
Der junge, unerfahrene und etwas naive Dämonen-Prinz Laharl, der als rechtmäßiger Nachfolger des ehemaligen Herrschers über die Dämonenwelt Netherworld gilt, möchte das Erbe seines verstorbenen Vaters antreten. Doch nach seinem zweijährigen Schlummer scheint sich so manches in seiner Welt getan zu haben. Etwas Böses liegt in der Luft und tatsächlich entpuppt sich sein Ziel schon nach kurzer Zeit als gar nicht so einfach zu erreichen, denn verächtliche Widersacher sind dem jungen Thronfolger auf den Versen und trachten nach seinem rechtmäßigen Erbe. Doch unser kleiner, junger Held ist nicht allein auf seinen Reisen, so begleiten ihn eine Reihe von illustren Gestalten, allen voran die sehr eigentümliche „Sklavin“ Etna sowie die stets lustigen Prinnys - selbst im weiteren Verlauf der über weite Strecken absurden, mit Klischees spielenden, aber durchaus überzeugenden und sehr humorvoll inszenierten Handlung stößt er auf viele weitere Charaktere, die im Laufe der Geschichte eine Rolle spielen werden. Der Engel-in-Ausbildung „Flonne“ oder einen „Superhelden“ aus der Menschenwelt und den dazugehörigen „Sidekick“ sind dabei nur als wenige Beispiele zu erwähnen.

Die in mehrere Kapitel untergliederte Story präsentiert sich insgesamt jedoch ziemlich abgedreht und mag den einen oder anderen europäischen Spieler wohl zu Beginn etwas abschrecken, denn nicht jeder kann sich sofort an die skurrile Darstellung der Tatsachen gewöhnen. Aber keine Angst, nach einer gewissen Zeit werden die meisten sich in die Geschichte einfitzen können und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, darf man immer noch mittels Knopfdruck vorhandene Story-Sequenzen abbrechen und pur in den Genuss des sehr komplexen und detailverliebten Spielsystem kommen.

Jedes Kapitel beginnt nun also im Schloss Laharl’s mit den nötigen Vorbereitungen für kommende Schlachten. Hier wird die eigene Truppe aufgefrischt, neu ausgerüstet und mit nützlichen Items ausgestattet. Ein netter Laden mit allerlei Kleinkram für den immer perfekt ausgestatteten Spieler steht dabei jederzeit zur Verfügung. Die Kriegsschauplätze selbst erreicht man danach kinderleicht über das Hauptquatier von Laharl.

Die eigentliche Schlacht und der dazugehörige Kampfbildschirm gleichen dabei dem vieler anderer Strategierollenspiele und präsentieren sich in einer isometrischen Sichtweise. Der Gegner und der Spieler ziehen abwechselnd sowie rundenbasiert, sodass man zunächst seine eigenen Charaktere setzen darf, ehe dann die KI seine Protagonisten zieht. Im eigenen Spielzug besteht jederzeit die Möglichkeit, einen gesetzten Kämpfer nochmals auf seine Ausgangsposition zu bringen; es sei denn, ihm wurde die Order gegeben diesen sofort auszuführen und dem Gegner ordentlich eins auf die Rübe zu hauen. Tatsächlich ist es nämlich euer Hauptziel, diesen komplett vom Schlachtfeld zu hauen, ehe ihr gesiegt habt. Dem Spieler selbst bleibt dabei überlassen, wie er die verschiedenen Kampfboni nutzt. Denn: Greift er mit mehreren Charakteren einen Gegner hintereinander an, ohne das Ergebnis abzuwarten, gibt es auf die jeweils folgenden Angriffe einen immer höher werden Schadensboni, was sich als besonders sinnvoll bei starken „Boss“-Gegnern entpuppt. Dafür sind die entsprechenden Charaktere dann aber leider auch schon für den jeweiligen Zug verbraucht, wenn der Gegner bereits beim Ersten von vier geplanten Angriffen das Zeitliche segnet. Weiterhin besitzt man ebenfalls die Möglichkeit, Team-Angriffe zu absolvieren, soweit man seine Recken nebeneinander aufgestellt hat. Neben diesen Angriffsoptionen gibt es eine Menge von unterschiedlichen Attacken der einzelnen Charaktere, die Spezialattacken dieser sowie die Gelegenheit des Charakter-Werfens, um etwaige Abstände zu den Feinden in kürzerer Zeit zu überbrücken. Dass bei all diesen Vorgängen jede Klasse seine spezifischen Vor- und Nachteile hat, versteht sich von selbst.

Ein Krieger ist nur so gut wie seine Waffe.
Den Kern des Spiels bilden neben dem Storypart des Titels ebenfalls die recht frisch anmutenden Inhalte der „Dark Assembly“ und die der umfangreichen „Item World“. Zuerst genanntes ist dabei eine ebenfalls im Schloss erreichbare Institution, in der man allerlei Ausrüstungsgegenstände verändern oder Charakterfähigkeiten verbessern kann. Das Ganze funktioniert dabei so, dass jeder Charakter gewisse Prüfungen bestehen muss, um in seinem „Rang“ und seiner „Influence“ aufzusteigen. Je höher der Rang ist, desto mehr Veränderungsmöglichkeiten (wie zum Beispiel das Freischalten neuer Ausrüstungs- und Nutzgüter oder einmalig nutzbare Bonis) stehen dem Protagonisten zur Verfügung. All diese Dinge werden durch Mana erwirkt, welches jeder Charakter durch das Besiegen von Gegnern auf Schlachtfeldern oder der Item-World erlangt.

Weiterhin lassen sich in der Dark-Assembly neue Charaktere aus Mana erschaffen - Je mehr Mana der Mentor (Der Erschaffer) ausgibt, desto höher die Statuswerte des neuen Recken. Der Vorteil des Mentors ist dabei die Fähigkeit, Spezialangriffe der Schüler mit der Zeit selber erlernen zu können. Ebenso kann jeder Protagonist durch die Zurücksetzung seines Charakterlevels eine nächst höhere, aber auch eine beliebig andere Klasse annehmen. Die Anzahl dieser ist dabei zunächst überschaubar, wobei durch das Besiegen mancher Monster oder Erreichen gewisser Levelstufen immer mehr und mehr solcher Klassen freigeschaltet werden können. Diese reichen dann sogar von verschiedenen Magiergattungen, über Schwertspezialisten, Priestern und Dieben bis zu exotischeren Vertretern wie Spähern oder Ninjas. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unendlich und jeder Spieler wird seine eigene, individuelle Truppe ganz nach seinem Belieben zusammenstellen können, um so glorreich aus kommenden Kriegen zu ziehen.

Neben diesem Feature bietet auch die Item-World dem Spieler eine Menge Abwechslung. Man wählt einen beliebigen Ausrüstungsgegenstand (ob HP auffüllender „Candy“ oder Waffe ist egal) und taucht dann in dessen Innenleben ein, um diesen zu verstärken. Es werden hierbei zufällige Kampfareale generiert, in denen ihr entweder von Ebene zu Ebene hüpfen könnt, um nur das Item zu verbessern oder aber alle Feinde besiegen müsst, um entsprechende Boni und Erfahrung einzuheimsen. Ebenso gibt es bestimmte „Einwohner“ der Items, bei denen sich die Werte des Gegenstandes sofort deutlich von ihren Ausgangswerten erhöhen. Diese gilt es natürlich mit Vorzug zu erledigen. Der ein oder Andere fühlt sich jetzt sicher an die Ahnen-Höhle aus Lufia für das SNES erinnert. Mit recht, denn die Schlachten in der Item-World können einem manchmal schon ähnlich langwidrig vorkommen wie im RPG-Klassiker von 1995. Doch keine Angst: Der Story-Modus kann auch weitestgehend ohne die Hilfe der Item-World bezwungen werden.

Schade ist lediglich, dass der Titel immer noch nur in englischer Sprache daherkommt, was besonders bei einem Rollenspiel sehr belastend für all diejenigen sein kann, welche in dieser nicht so bewandert sind. Trotzdem kann der Titel durch seine Komplexität und fordernden Inhalte nahezu auf ganzer Linie überzeugen und sorgt für viele Stunden voller Spielspaß.

Gameplay:
Die Steuerung geht flüssig von der Hand und sorgt für keine sonderlichen Frustmomente. Die Menüs sind übersichtlich gestaltet und verschaffen selbst Neulingen einen sehr guten Überblick über alle Attacken und Items sowie weiteren speziellen Eigenschaften der Charaktere. An dieser Stelle gibt es nicht viel zu meckern, eine gute Leistung die hier an den Tag gelegt wurde. Weiter so!

Grafik:
Obwohl es sich um einen Port der Leistungsfähigen Playstation 2 handelt, kann sich die Grafik leider nicht mit aktuellen Knallern wie Jeanne D’Arc messen. Im Großen und Ganzen ist die Optik mit Final Fantasy Tactics: The War of the Lions vergleichbar - nur ohne Zwischensequenzen. In Disgaea: The Afternoon of Darkness wird die Handlung in schön gezeichneten, aber dennoch altmodisch wirkenden Mangabildern der Hauptfiguren vorangetrieben. Im Vergleich zur PS2-Version ist vor allem der PSP Bildschirm hervorzuheben. Das Bild und die Texturen wirken deutlich schärfer, auch wenn beim Laufen leider der typische Nachzieheffekt des PSP-Bildschirms übel aufstoßen kann. Ärgerlich: Das Schlachtfeld lässt sich weiterhin nicht stufenlos drehen. So kommt es, wie im Original, manchmal zu Unübersichtlichkeiten auf den diesem, was vor allem in der Item-World der Fall ist.

Sound:
Die musikalische Untermalung ist dagegen doch wieder sehr positiv hervorzuheben, wenn auch in seiner Variation etwas eingeschränkt. Ebenfalls positiv zu erwähnen, ist die sehr gute englische und für den Fan auch sehr erfreuliche (im Original nicht vorhandene) japanische Sprachausgabe. Beide Versionen überzeugen durch eine abgedrehte, dem Spiel entsprechende Inszenierung und eine überwiegend sehr gute Sprecherwahl.

Features und Besonderheiten:
Hier kann Disgaea massiv punkten. Unzählige Charakter/Monsterklassen, Item-World, umfangreicher Story-Modus und schier unerschöpfliche Ausrüstungsmöglichkeiten waren schon bei der PS2-Version inklusive. Zu den PSP Sonderfeatures zählen hingegen ein komplett neuer Story-Modus, sowie der neu integrierte Multiplayermodus. Der neue Storypart kann vor allem für Fans des Originals durchaus als Kaufargument herhalten. Mit der nicht weniger genialen Handlung, welche wir aufgrund von Spoilergefahr jedoch nicht genauer darlegen möchten, wie wir es bereits im Vorfeld getan haben, wirkt das Spiel noch eine Spur abgedrehter. Kenner der PS2-Version können den neuen Etna-Modus bei Bedarf auch gleich per Tastenkombination freischalten, ohne sich vorher noch mal durch den Standardmodus spielen zu müssen.

Multiplayer:
Ein weiteres neues Feature der PSP-Version sind die Mehrspieleroptionen. So ist es nun endlich möglich Ad-hoc Duelle gegen andere PSP Besitzer auszutragen. Des Weiteren ist der Handel der Ausrüstungsgegenstände möglich. Schade: Auf eine Online-Unterstützung wurde gänzlich verzichtet.

Fazit:
„Disgaea: Afternoon of Darkness“ ist und bleibt ein Remake. Trotz der immer noch überzeugenden Spielmechanik und sehr guter, neuer Features muss sich jeder Besitzer der Ur-Version ernsthaft fragen, ob er die Konvertierung unterstützt. Im Grunde hätten die Entwickler aus dem Etna-Modus gleich ein ganz neues Spiel mit modifiziertem Gameplay machen oder zumindest der Grafik eine rundum Erneuerung spendieren können. Doch auch wenn man ihnen eine gewisse Faulheit vorzuwerfen vermag, kann das nicht vom wesentlichen Ablenken: In Sachen Umfang und Spielbarkeit ist Disgaea für die PSP Referenz. Neulinge im Disgaea-Universum dürfen die Wertung gerne noch um einige Prozentpunkte aufwerten. Doch letztlich gilt für jeden PSP Besitzer mit Interesse am Strategischem: Ohne "Disgaea: Afternoon of Darkness" verpasst ihr eine echte Perle des Genres!

Ist immer noch an seine PSP gefesselt: Michael Haiduk [vivichibi] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
SRPG at it‘s best: Leicht zu lernen, schwer zu meistern.
GRAFIK
6 von 10
Nett, aber nicht mehr zeitgemäß.
SOUND
8 von 10
Sprachsamples genial, Musik & Sound entspannend.
FEATURES
10 von 10
Nahezu unerschöpflich & umfangreich.
MULTIPLAYER
7 von 10
Endlich Duelle und Tauschgeschäfte im Disgaea-Universum.
GESAMT-
WERTUNG:
89%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Kaum Ladezeiten, aber zuhause doch gemütlicher."







Details
Spielname:
Disgaea - Afternoon of Darkness

Publisher:
THQ

Developer:
Nippon Ichi Software

Genre:
Rollenspiel

Release:
17.12.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (15)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop