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Alien vs. Predator: Survival Of The Fittest


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Alien vs. Predator: Survival Of The Fittest Review vom 20.11.2007

Der Feind meines Feindes ist mein Freund.
Am 26. Dezember, passend zur besinnlichen Weihnachtszeit, entbrennt ein neues Blutbad in einer amerikanischen Kleinstadt. Nein, es handelt sich dabei nicht um rachesüchtige Revolverhelden oder liebeslüsterne Herzensbrecher, sondern um einen extraterrestrischen Krieg, der auf der Erde ausgefochten wird. Zwei außerirdische Rassen kämpfen um die Vorherrschaft und getreu dem Motto: „Survial of the fittest“, steht auch das Überleben der Menschheit auf dem Spiel. Mit Alien vs. Predator 2 bringen die Regisseure Gregg und Colin Strause den zweiten Teil des berühmten Crossover zwischen den Alien- und den Predator-Filmen. Das erste Treffen der Giganten fand im November 1989 statt, als erstmals ein Alien vs. Predator-Comic vom Dark Horse Comics-Verlag distributiert wurde. Später wurde dieses reizvolle Thema auch als Vorbild für Videospiele genutzt, wie beispielsweise die „Alien vs. Predator“-Spiele der frühen 90er für das SNES, den Game Boy oder Atari Jaguar. Nun hat sich Vivendi Games die Lizenz gekrallt und schickt das erste PSP-Spiel zu Alien vs. Predator ins Rennen. Dank Vivendi hatten wir schon vorzeitig die Möglichkeit gehabt, die UMD im Laufwerk rotieren lassen zu können und berichten nun von unseren Erfahrungen.

Die wohl bedeutendsten Monstermacher Stan Winston und H. R. Giger haben schon zahlreiche Male ihre extraterrestrischen Schöpfungen aufeinandertreffen lassen. Wenn die Kriegerkultur der Predatoren die instinktgeleiteten Aliens ausnutzt, um ihren Jagdtrieb nachzukommen, nehmen sie schlichtweg keine Rücksicht auf Verluste. Die Xenomorph-Spezies, bekannt aus der Ridley Scott Alien-Reihe sind parasitäre Wesen, jene eines Wirtes bedürfen, um vollends auszureifen. Gewöhnlich sind humanoide Kreaturen das Hauptziel der so genannten Facehuger, damit durch spätere DNS-Assimilation auch eine kräftige Drohne heranwächst. Diese Säure sabbernden Geschöpfe suchen sich dann neue Wirte, die sie ähnlich wie in einem Bienenstock, zur ihrer Königin schleifen können. Eine Endlosschleife des Todes, wenn Gigers-Kreaturen nicht aufgehalten werden. Hier kommt die Rasse der Predatoren ins Spiel, denn diese technologisch fortschrittliche Spezies verfügt nicht nur über Strahlenwaffen und Sprengkörper mit gewaltiger Detonationskraft, sondern auch über einen mehr als ausgeprägten Jagdinstinkt. Sie nutzen somit die Aliens aus, um eine würdige Beute zu schaffen und in diversen Ritualen ihre Manneskraft zu demonstrieren. Nicht selten kam es aber dazu, dass ganze Planeten dadurch ausgerottet werden mussten, aufgrund der Tatsache, dass die Alien-Plage überhand genommen hatte und somit eine Bedrohung darstellte. In den Tiefen des Weltraums kräht sicherlich kein Hahn danach, doch wenn die Schlacht „Alien vs. Predator“ auf der Erde entbrennt, wird das Schicksal der Menschheit in die Waagschale gelegt…

Der Dämon, der aus unseren Männern Trophäen macht.
Im Spiel schlüpft der geneigte Jäger in die Rolle eines Predators und darf nun durch die Gegend streifen, die Spuren seiner eigenen Rasse vertuschen und dafür sorgen, dass die Menschheit vor einer drohenden Alien-Plage nicht überrollt wird. Doch in der Haut eines aufbrausenden Außerirdischen stellen die Menschen nur eine kleine Hürde im großen Spiel dar. Wenn mal ein niederes Homo Sapiens das Zeitliche segnet, ist was zwar suboptimal in der laufenden Jägerbewertung, aber kein Beinbruch. Das vorliegende Spiel präsentiert sich als klassisches Action Jump `n Run gepaart mit traditionellen Predator-Elementen. So darf natürlich die Tarnungsvorrichtung sowie der High-Tech-Visor nicht fehlen, der es dem heimtückischen Jäger ermöglicht seine Sicht auf Wärmesensoren, Technologiesensoren oder Alien-Sensoren umzustellen. Mit einem friedlichen Grünstich ist es um einiges Leichter, die flinken und listigen Aliens auszuschalten und die menschliche Rasse lässt sich mithilfe von Thermosensoren natürlich schon aus der weitesten Ferne betrachten. Typischerweise stehen dem Jäger auch die althergebrachten Waffen zu Verfügung, die im Laufe des Spiels und je nach Bewertungskriterien aufgerüstet werden können. Ähnlich wie Marvel-Held Woverine verfügen die Predatoren über ausfahrbare Krallen, die im Nahkampf sehr von Vorteil sein können, als weitere Direk-Clinch-Waffe eignet sich der allseits beliebte Kampfstab. Wenn die Schlacht einmal in die Ferne verlagert wird, ist der praktische Visor gepaart mit der Schulterkanone das ideale Vernichtungswerkzeug. Sollte eine wild gewordene Alienhorde auf den Hightech-Krieger losstürmen, bringt jedoch alles nichts und die Fäuste müssen fliegen.

Als wären wir wie Ratten in einem Labyrinth…
Von den serientypischen Inhalten abgesehen, wird aus dem Jäger der Gejagte und so muss die Versoftung zu Alien vs. Predator selbst von dem drohenden Stempel mit der Aufschrift 08/15 weglaufen. Entwickler Rebellion hat schon öfter bewiesen, dass man sie ordentliche Konzepte abliefern können, doch was hier geboten wird, ist die repräsentative Lizenz-Einheitskost. Uninspiriertes Leveldesign mit einem beinahe zu linearen Handlungsstrang, eine künstliche Intelligenz bei der man sich fragt, ob es eine solch ausgeprägte menschliche Dummheit gibt und ansonsten auch ein Konzept, bei dem viel Potential aus dem Fenster geworfen wurde. Gerade auf dem PC hat die Serie schon bewiesen, was sie auf dem Kasten hat. Natürlich wäre eine 1 zu 1-Umsetzung eines Shooters nicht ratsam, doch hätten die Entwickler ein wenig mehr Ideenklau betreiben können? So springt der sonst so erbarmungslose Krieger durch karge Wald- und Wiesenlandschafen, vermöbelt hier ein Alien, zerstört da ein abgestürztes Predator-Raumschiff oder sabotiert anderenorts menschliche Einrichtungen. Der spielerische Tiefgang geht über traditionelle Schalterrätsel nicht hinaus und wäre da nicht das technische Spielzeug des High-Tech-Hunters, könnte man mit den Inhalten wohl die Basis für jedes Standard-Lizenz-Actionspiels ausfüllen.

In Sachen Missionsumfang wird der bereitwillige Serien-Fan zwar seine Portion Action bekommen, auch diverse Sammelobjekte laden zum erneuten Spiel ein, doch es fehlt ein wenig die Würze, um das Spiel zu einem echten Hit avancieren zu lassen. Im Endeffekt bekommt man einen halb-drögen Predator-Alien-Mix, bei dem noch viel Raum für Verbesserung vorhanden war.

Gameplay:
An sich hat man als Entwickler an dieser Stelle nicht viel falsch gemacht, außer der Tatsache, dass zu jederzeit die Kamera von Hand nachjustiert werden muss. Gerade in Schlachten, bei dem der Protagonist von Aliens nur so umzingelt wird, kann dieser Aspekt mehr als nervig sein und so manchen Nerv rauben. Auch was die Fernwaffen anbelangt, hätte man mit ein wenig mehr Feintuning in Sachen Zielvorgaben weitaus mehr Spielspaß rausholen können. Knopfbelegung okay, aber das Gesamtkonzept leidet noch an Kinderkrankheiten.

Grafik:
Das Hauptaugenmerk eines Predators liegt auf der Nutzung der verschieden Sichtspektren. Doch gerade diesen Fakt haben die Entwickler wohl zum Anlass genommen, bei den Haupttexturen etwas liebloser umzugehen. Insgesamt wirkt Alien vs. Predator auf der PSP sehr Dunkel, die Texturen schwammig und auch das Leveldesign hätte hier und da ein paar mehr Details verkraftet. Positiv anzurechnen sind die Zwischensequenzen, die zumindest den Storyteil des Spiels ein wenig atmosphärisch aufflackern lassen.

Sound:
Was zischt denn da am frühen Morgen? Habe ich meine Vitamintablette vergessen oder frisst sich gerade das Säureblut des soeben getöteten Aliens durch den Wohnzimmerboden? In Sachen Sound und Musik hat man solide Kost abgeliefert und es gibt nur geringe Kritikpunkte in diesem Sektor.

Features und Besonderheiten:
Neben dem eigentlichen Storymodus sorgt zumindest der Mehrspielerpart für etwas Abwechslung. Aber auch mit diesem Feature reißt man keine Bäume aus dem Boden, geschweige denn, dass man an das Flair der alten AvP-Spiele herankommt. Hier schlüpft man nur in die Rolle des Jägers; Aliens und Marines sind tabu.

Fazit:
Mit der Bekanntgabe eines neuen „Alien vs. Predator“-Titels ist so mancher Serien-Fan hellhörig geworden. Actiongeladene Duelle zwischen außerirdischen Rassen mit diversen Fähigkeiten und Hightechspielzeug, stellen die Basis für ein ordentliches Actionspiel dar. Leider kam alles ein wenig anders. So rennt man mit einem Predator durch die „Tomb Raider“-Klonlandschaft und darf gelegentlich Alienhorden mit seinen Waffen den Garaus machen. Selbst für manch alteingesessenen Fan dürfte diese Umsetzung des Themas zu trocken sein und man sehnt sich nach einem besseren Ableger, mit mehr Action und Tiefgang. Schade eigentlich, denn hier wurde eindeutig viel Potential verschenkt.

Geht niemals mit einem Facehugger ins Bett: Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Vivendi für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars



GAMEPLAY
6 von 10
Gerade das Nötigste, um AvP-Fans bei der Stange zu halten.
GRAFIK
6 von 10
Triste Landschaften und schwammige Texturen, dafür gelungene Visor-Optik.
SOUND
8 von 10
Knackige Sounds und angenehme Musik.
FEATURES
4 von 10
Bitte weitergehen, hier gibt es nicht viel zu sehen.
MULTIPLAYER
6 von 10
Bedingt unterhaltsame Mehrspielerschlachten.
GESAMT-
WERTUNG:
62%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Angenehme Ladezeiten und lineares Konzept, laden auch in Bus und Bahn zu einer Partie ein. "







Details
Spielname:
Alien vs. Predator: Survival Of The Fittest

Publisher:
Vivendi

Developer:
Sierra/Rebellion

Genre:
Action Adventure

Release:
23.11.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

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