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Harry Potter und der Orden des Phönix


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Harry Potter und der Orden des Phönix Review vom 12.08.2007

Schon einmal daran gedacht, wie es wäre, zaubern zu können? Der Gedanke, sich einfach mal unsichtbar zu machen und dann in die Mädchenumkleidekabine zu schlüpfen, hat sicherlich schon der eine oder andere gehabt – doch das ist ein anderes paar Schuhe und bei diesem Gedanken würde es wohl Lieschen Müller berechtigt den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Da ist es doch schon wesentlich interessanter, als naturbegabter Zauberschüler in die Fußstapfen des weltberühmten Harry Potter zu schlüpfen. Nur schwer lässt sich erahnen, in wie vielen Versoftungen der junge Zauberschüler gemeinsam mit seinen Freunden allerlei gefährliche Abenteuer bestehen musste. Jetzt ist es relativ zeitlich mit dem aktuellen Film „Harry Potter und der Orden der Phönix“ erneut mit einer passenden, gleichnamigen Videospielumsetzung so weit, und auch Sonys Taschenspieler in handlichem Format darf wieder frisch ans Werk.

Wie es eigentlich bei jeder Film-, und Serienumsetzung der Fall ist, orientiert sich „Harry Potter und der Orden des Phönix“ zumindest auf den aller, allerersten Blick an der gleichnamigen Filmvorlage. Um Fans nicht zu verschrecken, sei an dieser Stelle aus gutem Grunde nicht der rote Faden der Versoftung genannt – schließlich lebt ein solches Review von seinen Lesern. Also kommen wir gleich zu den Fakten der etwas härteren Sorte. So eine virtuelle Welt kann ganz schön groß sein, und da kommt die berühmte „Karte des Herumtreibers“ (eine Art altertümlicher Star Trek Tricoder in Papierform) dem nicht selten orientierungslosen Spieler zu gute – theoretisch. Was auf Playstation 3, Xbox 360 und Nintendos Wii gut funktioniert, sollte auf der PlaystationPortable doch eigentlich auch klappen, oder? Nicht wirklich – denn die PSP-Herumtreiberkarte ist nicht halb so kompetent wie die freundliche Karte auf den anderen Systemen dieser belebten Erde und führt den Zocker auch gern einmal in die Irre.

Oberflächlich betrachtet spielt sich der fünfte Harry-Teil wie jeder andere auch. Das bedeutet in erster Linie, dass die Orte des Films aufgesucht werden, um die Handlungen des Selbigen am eigenen Leib zu erleben. Dabei darf im fünften Lehrjahr natürlich auf Teufel komm raus gezaubert werden, was das filigrane Zauberstäbchen nur her gibt – das sollte man doch meinen.

Magie von einem anderen Stern
Was wäre ein Harry Potter, ja ganz Hogwarts ohne Magie? Richtig – höchstens ein Ort für mürrische Traumtänzer. Wie viel Spaß es selbst in einem Videospiel machen kann, magisch begabt zu sein und einmal so richtig die Fetzen fliegen zu lassen, lässt sich in „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ für die PlaystationPortable nur sehr schwer erahnen. Genau genommen ist das Wirken von Magie in der Realität wahrscheinlich wesentlich einfacher als in diesem Spiel. Was sowohl in knappen Tutorial-Happen, als auch im Handbuch steht, klingt in der Theorie erfreulich einfach. Leider gestaltet sich das simple drücken eines einzigen Knopfes nach dem anvisieren mit der L-Taste bereits praktisch unmöglich. In seltenen Fällen funktioniert es, in den Meisten hingegen alles andere als das, was sich jeder Logik und jedem Verstand entzieht und so gut wie immer in eine wilde Zuckorgie, als in kesser Magie endet. Wie es sich hingegen mit gleich zwei Knopfdrücken für einen anderen Zauberspruch verhält, sei an dieser Stelle erst recht nicht zu Papier gebracht. Hält man sich vor Augen, dass es sowohl in den guten Filmen, als auch in den bis jetzt erschienenen Harry Potter Spielen auf allen nur erdenklichen Systemen genau darum geht, dann landet „Der Orden des Phönix“ vor lauter Frust schon in den ersten Spielminuten in einer Ecke, um dort auf Nimmerwiedersehen zu verstauben.

Ene Mene Mu – wer hat das Spiel verhext?
Ein kleines Zwischenfazit gefällig? Na ja, vielleicht eher eine Bitte an die Macher dieses Spiels – warum so kompliziert? Eigentlich müsste man diese Frage anders formulieren – wie kompliziert kann es sein, einen einzigen Knopf für einen Zauber, und einen anderen zum Anvisieren zu benutzen? Scheinbar unglaublich schwer in Sachen Umsetzung. Auch die gesamte Storyline an sich ist weder für Nicht-Kenner, noch für Kenner von Harry Potter zu empfehlen. Warum das so ist, lässt sich leicht erklären. Der gesamte, rote Spielfaden ist komplett an den Film angelehnt – soviel zur Theorie. Doch das Theorie und Praxis manchmal soweit auseinander liegen wie Mars und Mond, ist dabei ein ungeschriebenes Geheimnis. Wer den Film auch nur im Ansatz kennt, wird mit dem Dargebotenen im Spiel nicht zufrieden sein. Und das ist kein Wunder, denn mit solch einem bemerkenswert-konfusen Ablauf würde der Film einfach nur in einem gigantischen Flop enden. Da kann man sich nur schwer des Gedankens erwehren, dass „Der Orden des Phönix“ auf der PlaystationPortable wild bei Wein, Weib und Gesang bunt zusammengewürfelt, bzw. gekürzt wurde.

Musik, Musik und noch mehr Sound
Allem Anschein nach scheint der kleine, runde Silberling namens Universal Media Disc mit dem guten Harry samt Konsorten insgesamt recht überfordert zu sein. Anders lässt sich die stellenweise abenteuerlich zusammen gewürfelte Geschichte in Kombination mit manchmal vorhandener, und manchmal nicht vorhandener Synchronisation in deutscher Sprache inklusive deutschem Untertitel (wer braucht das dann eigentlich noch?) nicht erklären. Zu allem Überfluss läuft die Stimme dem Untertitel auch noch weg –oder umgekehrt? So genau weiß das bei diesem Machwerk wohl niemand, mehr als nur nervig ist das aber schon. Äußerst irritierend ist auch das komisch-knappe Intro, welches komplett an Atmosphäre verliert – denn neben dramatischer Musik darf man sich hier lediglich mit einem Untertitel begnügen. Apropos Musik – jedem Star War Film das typische, musikalische Schmankerl, und so überrascht auch „Der Orden des Phönix“ nicht weiter mit der altbekannten Melodie. Einziges Manko: die Mini-Lautsprecher des Breitbildhandhelden machen bei den orchestralen Tönen schon mal schlapp, ächzen und stöhnen vor sich hin – wer es also unbedingt darauf anlegen möchte, sollte sich Kopfhörer über die Lauscher stülpen.

Eine magische Welt im Fokus
Hogwarts und Co. einmal grafisch betrachtet – gar nicht schlecht, was sich hier präsentiert. Genau genommen ist von wirklich sehr ansehnlich bis hin zum guten Durchschnitt absolut alles vertreten, was die bunte Welt der Videospiele so zu bieten weiß. Ob es schöne Lichteffekte, oder sehr feine und abwechslungsreiche Texturen sind – Harrys neuester und möglicherweise finaler Streich auf Sonys mobiler Playstation macht eine schicke Figur und fängt sehr gut den Gesamtmagischen Flair ein. Zwar bieten die einzelnen Zaubersprüche nicht unbedingt ein effekttechnisches Highlight, gehen aber ansonsten voll in Ordnung. Sehr schön anzusehen sind die einzelnen Charaktere, welche neben dem Widererkennungswert über dies hinaus auch über eine recht hohe Auflösung verfügen.

Das gewisse Tröpfchen Etwas…
Was wäre ein Spiel ohne eine Hand voll Features? Wohl eher ein missglücktes Zauberkunststückchen. Und weil das so ist, bietet natürlich auch „Der Orden des Phönix“ ein wenig Stoff abseits des roten Fadens, welcher in Harrys Koffer in Augenschein genommen werden kann. Insgesamt bietet die magische Welt rund um Hogwarts und co. so einiges zu entdecken, zu erleben und zu finden – insofern man dazu bereit ist, danach zu suchen. So werden kleine Entdecker, die Spaß an dem Titel gefunden haben, jenseits der abgehackten Geschichte und der verkorksten Zaubersteuerung noch so einige Stunden verbringen.

Fazit:
Der fünfte Harry Potter Teil schießt sich leider schon zu Beginn sehr schnell ins magische Abseits. Die absolut schlechte Ausführung der einzelnen Zaubersprüche ist im Prinzip schon ein Killerargument gegen das Spiel, denn hier gibt es Frust bis zur Entleerung des eigenen Magens. Doch damit nicht genug - weil sich garantiert nur Fans oder Freunde der Filme und Bücher für das Spiel interessieren werden, folgt sogleich das nächste, dicke Brett vor dem Kopf – die Storyline ist nicht mehr das, was sie im Film ist. Zu all diesen negativen Seiten gesellen sich dann die alteingesessenen Mankos in Grafik und Sound, was hier aber noch das geringste Übel ist. Versionen für andere, gängige Systeme sind hier wesentlich besser und kommen durchdachter daher. Schade – ein unwürdiger Aufenhalt für Harry Potter auf der PlaystationPortable.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
4 von 10
Dank absolut missratener Zauberei ätzend!
GRAFIK
7 von 10
Mit vielen Höhen, und vielen Tiefen.
SOUND
6 von 10
Nicht wirklich gut und alles andere als ordentlich!
FEATURES
5 von 10
„Mehr“ lautet hier das Zauberwort.
MULTIPLAYER
6 von 10
Minispielchen mit bis zu sechs Spielern.
GESAMT-
WERTUNG:
57%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Dank schmalen Ladezeiten durchaus vorhanden."







Details
Spielname:
Harry Potter und der Orden des Phönix

Publisher:
EA

Developer:
EA

Genre:
Adventure

Release:
18.07.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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