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FlatOut: Head On


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FlatOut: Head On Review vom 15.05.2008

Manches Mal spielt man ein Videospiel und schnell steigt einem der Gedanke in den Kopf, dass man das alles schon einmal irgendwo zuvor gesehen hat – ein anderes Mal fragt man sich jedoch, ob denn auf diese simple Idee vorher noch nie jemand gekommen sei und das wirklich komplett neu ist. Recherche schafft Abhilfe und genau das taten Spieler aus aller Welt bereits vor rund vier Jahren, als FlatOut für PC, PlayStation 2 und Xbox veröffentlicht wurde. Das von Bugbear Entertainment entwickelte Spiel brachte nicht nur Unmut bei der USK, es ist auch eines der wenigen Rennspiele, die der deutschen Zensur bei Videospielen zum Opfer gefallen sind. Es konnte sich jedoch dank der neuartigen Thematik und der guten Umsetzung dieser schnell zum Geheimtipp avancieren und doch musste man beim ersten Spiele feststellen, dass der Handheld-Ableger FlatOut: Head On gar nicht so neu und revolutionär ist, wie es scheint. Warum? Wir verraten es Euch!

Bereits im Voraus wurde bestätigt, dass FlatOut: Head On kein eigenständiges Spiel darstellt. Viel mehr ist es eine Portierung des Konsolen- und PC-Spiels FlatOut 2. Wer also entweder diesen Titel oder die aufgemachte Xbox 360-Fassung FlatOut: Ultimate Carnage bereits gespielt hat, wird sich in jedem Falle sofort heimisch fühlen und kann gleich beginnen, seinen Bleifuß auf dem Gaspedal abzulegen.

Head On kommt dabei mit einem ganzen Haufen verschiedener Spielmodi daher, die allesamt ihren eigenen Reiz und Charme versprühen. Schon im Hauptmenü unterteilt sich das Rennspiel in zwei Arten: Carnage- und FlatOut-Mode. Dabei zeigt sich der Carnage-Modus als eine Art Ansammlung von Mini-Spielen – insgesamt 36 in der Zahl. Beim Spielmodus Carnage fällt dabei wohl die größte Zensur auf, denn hier ist es beispielsweise das Ziel, den Fahrer durch die Windschutzscheibe möglichst hoch gegen ein Fangnetz zu schleudern, ihn nach dem selben Prinzip in einen Basketballkorb zu verfrachten oder ihn – wer hätte es erwartet – durch die Scheibe zu katapultieren, um Bowling-Pins umzuwerfen. Hat man in den Versionen außerhalb Deutschlands hier einen „richtigen“, menschlich anmutenden Fahrer, muss man sich im Land der Dichter und Denker mit einem langweiligen Crash-Test-Dummy begnügen. Um bei derartigen Mini-Games erfolgreich zu sein, zählt nicht nur das fahrerische Können, auch ist eine gute Einschätzung der Flugbahn von Nöten. Dabei bestimmt man jedoch ausschließlich den Winkel, in dem der Dummy aus dem Fahrzeug geschleudert wird. Für Anfänger dürfte dies das erste Anzeichen für den durchaus knackigen Schwierigkeitsgrad sein, denn nur wer oft ausprobiert und nach einer Zeit den Dreh raus hat, kann hier ganz oben auf dem Treppchen stehen und dementsprechend hohe Gewinne einfahren.

Der zweite Teil des Hauptspiels wird vom FlatOut-Mode verkörpert. Hier geht es in verschiedenen Pokal-Events an den Start. Dabei macht man sich die Vielfalt der Rennarten zu Nutze und bringt hier und da ein bisschen Off-Road-Feeling, ein klein wenig klassisches Rennen, aber auch Fahrten auf abgesperrten Straßen auf die UMD. Insgesamt zeigt sich vor allem, dass die Entwickler gegen die oftmals in diesem Genre auftretende Monotonie angegangen sind und sich jede Strecke bei diesem Titel wirklich von der vorher gefahrenen unterscheidet. Durch den Punkt, dass man das Spiel auf verschiedene Areale verteilt und sich nicht auf ein spezielles Thema beschränkt hat, kann wirklich jede einzelne Rennstrecke für sich glänzen. Wie so oft, so wird auch hier vom Spieler verlangt, einen Pokal bzw. eine ganze Rennserie zu bestehen, bevor es in die nächste Runde gehen kann – nur wenige Titel haben sich bisher diesem Prinzip entzogen, muss auch nicht, es funktioniert einfach.

Für jeden gewonnen Pokal verdient man sich – je nach Platzierung – mehr oder weniger Bares, welches man im spieleigenen Shop in neue Dinge investieren kann. Neben dem obligatorischen Kauf neuer Fahrzeuge verschiedener Klassen (leider finden sich keine lizenzierten Fahrzeuge wieder) gibt es zusätzlich die Option, sein eigenes Fahrzeug technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Auspuff, Motor, Reifen bzw. Bremsen – sämtliche groben Änderungen lassen sich gegen einen kleinen Aufpreis durchführen.

Willkommen in der Welt von Burno… ähm FlatOut!
Wer selbst Hand an den aktuellen FlatOut-Titel legt, kann die Nähe zu seinen Genrekollegen Burnout Legends und Burnout Dominator sofort fühlen. Vor allem in Sachen Geschwindigkeitsgefühl bewiesen diese Titel, wie sich 200 Kilometer die Stunde auch auf einem Handheld bemerkbar machen können. Einige Elemente, die auch in Head On eine ganz essentielle Rolle einnehmen, sind ebenfalls in den Burnout-Games zu finden. So verdient man sich im Laufe eines Rennens durch verschiedene Aktionen wie einem Sprung oder dem Rammen eines Kontrahenten so genannten Boost. Ähnlich dem NOS-Feature in den Need for Speed-Spielen sorgt dieser für einen temporären Geschwindigkeitsschub. Wo man bei Burnout jedoch nur bedingt auch die Umwelt zerstören konnte, zeigt sich der aktuelle Testkandidat hier von seiner Schokoladenseite: So gut wie alle Dinge, die sich auf der Stecke befinden, können auch zerstört werden. Absperrungen, Fässer, Reklametafeln. Nichts ist wirklich sicher.

Gameplay:
Die Entwickler haben es geschafft, Simulation und Arcade unter einen Hut zu bringen und so trifft man zwar weder genau den Geschmack eines Gran Turismo-Fans, noch befriedigt man die Ridge Racer-Gemeinde, das Gesamtbild passt jedoch vollkommen. Es ist für Anfänger nicht sonderlich schwer, die Steuerung auszutüfteln und dass oftmals etwas schief geht, sorgt auch nicht wirklich für Frust. Ein Druck auf die Dreieck-Taste und schon ist man wieder auf der Strecke. Das Fahrverhalten der Kontrahenten ist durchaus durchdacht und sie trumpfen von Zeit zu Zeit mit waghalsigen Manövern auf, die Euch schnell von der Ideallinie abweichen lassen. Dies sorgt auch dafür, dass der Schwierigkeitsgrad dementsprechend angehoben wird; anfangs ist es ein Leichtes, bei jedem Event den ersten Platz zu belegen, doch später im Spiel nimmt auch das Können der Gegner - die allesamt mit verschiedenen Charaktereigenschaften daherkommen – zu. Man sollte nicht erwarten, immer sofort an die Spitze zu springen.

Die zerstörbare Umgebung kann in gewissen Situationen ebenfalls von Vorteil sein, sich aber auch als kleine Schikane entpuppen, wenn man zum Beispiel ein Fass rammt und dieses im Anschluss daran eine ganze Weile vor der Karosse her schiebt. Verringerung der Geschwindigkeit inklusive. Manchmal zeigt sich der Titel auch von einer sehr unberechenbaren Seite, wenn umgefahrene Objekte deutlich mehr Einfluss auf den Spielverlauf haben, als es eigentlich geplant war; hoher Verlust von Geschwindigkeit, das Fahrzeug gerät außer Kontrolle - doch ein wirkliches Problem stellt dies nicht dar.

Grafik:
Die zum Teil zerstörbare Umgebung sieht relativ gut aus und vor allem die Animationen zeigen sich von ihrer Schokoladenseite, doch die Zweischneidigkeit von FlatOut: Head On fällt spätestens beim Betrachten der Texturen auf, die oftmals einfach unsauber und unschön daher kommen. Auch in Sachen Framerate gibt es Punktabzug. Durchweg flüssig ist das Spiel auf keinen Fall!

Sound:
Der Soundtrack ist durchaus thematisch passend gewählt, doch wiederholen sich die Titel leider verhältnismäßig oft und es gibt auch keine Möglichkeit, sich eine eigene Playlist zu erstellen oder gar eigene MP3-Titel ins Spiel zu integrieren. Zudem fehlt in der deutschen Version des Spiels das serientypische Schreien des Fahrers, wenn er aus der Windschutzscheibe geschleudert wird – die Motorengeräusche gehen aber in Ordnung.

Features und Besonderheiten:
In Sachen Umfang braucht sich der heutige Testkandidat nicht hinter seinen Genrekollegen verstecken. Die Unterteilung des Spiels in verschiedene Modi, und das erneute Untergliedern dieser kommt dem Langzeitspaß zu Gute. Gerade dieses Genre hat oft mit der Monotonie zu kämpfen, doch in Head On ist dies nicht der Fall. Die Tuning-Elemente tun dabei ihr Übriges.

Leider müssen wir uns aber auch hier damit abfinden, dass die Entwickler komplett auf einen Online-Mehrspieler verzichtet haben. Und das, obwohl Rennspiele gerade prädestiniert hierfür sind. Wer dennoch mit einem Freund zocken möchte, muss dies offline tun.

Fazit:
Bei all der Ähnlichkeit und den vielen Gemeinsamkeiten mit den Genrekollegen schafft es „FlatOut: Head On“ dennoch, sich als eigenständiges und sehr solides Produkt zu präsentieren. Zwar sieht man in der Handheld-Fassung nichts, was wirklich neu ist, den Spielspaß beeinflusst dies aber auf keinen Fall - und auch trotz der kleinen technischen Mängel im Bereich der Grafik kann Head On einiges bieten. Vor allem die serientypischen Mini-Spiele bringen Abwechslung und strecken die Spielzeit um ein gutes Stück. Ein sehr standfestes, oftmals auch ziemlich chaotisches Rennspiel mit kleinen Abzügen in der B-Note und einem vorzeigbaren Soundtrack - das ist „FlatOut: Head On“!

Nimmt den Fuß nicht mehr von der Pedale: Max Zeschitz [Zeschitz] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Emipre Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Zu Beginn gewöhnungsbedürftig, ansonsten jedoch super.
GRAFIK
7 von 10
Die Einbrüche der Framerate sind unschön, alles andere passt aber.
SOUND
7 von 10
Der Soundtrack ist abwechslungsreich und passt zum Thema, man hätte dennoch mehr bieten können.
FEATURES
8 von 10
Viele Spielmodi, Cheats, viel Freischaltbares. Es bleiben kaum Wünsche offen.
MULTIPLAYER
6 von 10
Offline ja, online nein – wirklich schade!
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Akzeptable Ladezeiten, kurze Events, optimal für unterwegs!"







Details
Spielname:
FlatOut: Head On

Publisher:
Empire Interactive

Developer:
SixbyNine

Genre:
Sonstiges

Release:
21.02.2008 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (41)

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