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Everybody's Golf 2


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Everybody's Golf 2 Review vom 02.07.2008

Games wie Burnout und FlatOut stehen zu Gran Turismo oder World Rally Championship wie Fifa zu Mario Strikers Charged und Tiger Woods zu Everybody’s Golf. Jede annähernd realistische Umsetzung eines Szenarios findet sein Gegenstück in der Welt der Videospiele und oft muss man sich als Spieler die Frage stellen, ob man in Richtung Simulation oder lieber Arcade gehen möchte. Ganz klar, dass unser heutiger Testkandidat auf keinen Fall als realistische Simulation daherkommt, doch versprühte die Everybody’s Golf-Reihe schon auf der grauen Playstation ihren Charme. Wir haben uns den zweiten PSP-Ableger genauer angesehen und berichten euch, warum Everybody’s Golf 2 einen Platz in (fast) jeder Spielesammlung sicher haben sollte.

Wer schon einmal selbst Hand an einen Everybody’s Golf-Titel legen konnte oder gar ein Spiel besitzt, darf diesen Absatz getrost überspringen – ihr wisst ohnehin schon, worum es geht. Grundsätzlich lassen sich die Spiele mit den schicken Charakteren im Anime-Stil als Arcade-Golf vom Feinsten bezeichnen. Hier geht es nicht so sehr darum, ein Feingefühl für den Schläger oder die Windrichtung zu bekommen und die Entwickler legten ganz klar nicht viel Wert darauf, eine möglichst reale Simulation der Sportart in Videospielform zu präsentieren. Dies geschah in der Vergangenheit bereits mit diversen Tiger Woods PGA Tour-Spielen.

Seit man auf der originalen Playstation geputtet hat, sind einige Jahre vergangen und doch ist das Grundprinzip der Spiele gleich geblieben. Der zweite PSP-Ableger kann in Sachen Umfang allerhand bieten: 24 spielbare Charaktere, 12 Kurse und mehr als 300 freischaltbare Accessoires wie Kleidung, Frisuren, Golfwägen und vielem mehr machen sofort Lust auf mehr. Dennoch ist die wohl größte Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger der Punkt, dass man einen Mehrspielermodus nun auch über das Internet implementiert hat.

Wie bereits kurz angesprochen hat sich das Gameplay an sich nicht großartig geändert. Wer einen Vorgänger in den Händen hatte, wird sich auch hier sofort heimisch fühlen und kann gleich loslegen. Auch Anfänger werden nach einer kurzen Lernphase recht oft einen perfekten Abschlag landen können. Immerhin gilt es nur, die X-Taste zweimal zum richtigen Zeitpunkt zu drücken. Einmal, um die Stärke des Schlags zu bestimmen und der zweite Druck entscheidet über die Genauigkeit. Zwar kann man bei Bedarf auch die Schlagrichtung anpassen oder auf Wunsch per Druck auf die Viereck-Taste einen kräftigeren Schlag aktivieren (später kommt eine weitere Variante hinzu, die per Dreieck aktiviert wird), doch wirklich viel muss man hier nicht selbst entscheiden. Ihr werdet auch gewinnen können, wenn man auf Schlägerwechsel oder Justierung der Richtung verzichtet. Leider hat man die neue - in der Playstation 3-Version von Everybody's Golf - World Tour enthaltene – Steuerungsoption nicht auch auf das mobile Golfen übertragen. Wünschenswert wäre dies in jedem Fall gewesen, da die zweite Steuerungsoption schon auf der stationären Konsole für frischen Wind in der Serie sorgen konnte.

Als kleine Motivation, und das Prinzip funktioniert klasse, hat man das Spiel bzw. die Beziehung zwischen Spielfigur und Spieler um den Faktor Loyalität erweitert. Nach einem Sieg füllt sich ein Herz mit einer gewissen Punktzahl auf. Hat man genügend Punkte gesammelt, so leert sich das Herz und man steigt ein Level auf. Dabei geht es nicht nur darum, eine möglichst gute virtuelle Beziehung zu erhalten, man profitiert durch die Freischaltung weitere Kleidungs-Slots, Power-Schläge und vielem mehr. Zu Beginn wird man sich ohnehin nicht schwer tun, die komplette Tour mit ein und demselben Charakter durchzuspielen – es stehen zu diesem Punkt sowieso nur ein junger Mann und eine freundliche Dame zur Verfügung.

Die Art der einzelnen Golfspiele unterscheiden sich zwar voneinander, einen großen Unterschied werdet ihr aber nicht erkennen können. Schlag, Wiederholungssequenz, Schlag. Spielt man zum Beispiel ein 9-Loch-Spiel, so kann man sich zwischendurch noch die Schläge des Kontrahenten ansehen. Nach wenigen Malen wird man diese jedoch auch einfach überspringen. Gewinnt man eine Partie, schaltet man neue Gegenstände frei – verliert man, muss man neu starten. Natürlich ist der Karriere-Modus nicht die einzige Möglichkeit, alleine zu zocken. Für Anfänger wurde ein umfangreicher Trainings-Modus bereitgestellt und außerdem gibt es auch eine Art "schnelles Spiel". Hier könnt ihr auf dem Kurs Eurer Wahl ganz einfach zum Zeitvertreib den Ball durch die Gegend kloppen.

Grafik:
Grundsätzlich ist in diesem Bereich alles stimmig. Natürlich wird man nur an der schönen Charakterdarstellung und den butterweichen Animationen Freude finden, wenn man Spielfiguren im Anime-Stil gerne hat oder sie zumindest nicht störend findet. Der Flug des Balls wird stets mit einer schönen Sequenz gezeigt, die beliebig oft wiederholt werden kann. Alteingesessene Gamer werden jedoch nach spätestens zehn Runden sofort nach dem Abschlag wie wild auf die X-Taste hämmern, um die Einblendung zu überspringen. In Sachen Detailgrad hat man sich nur wenig weiterentwickelt, was aber nicht weiter störend auffällt.

Sound:
Die Geräuschkulisse im Freien ist zwar in Ordnung, man braucht sie aber nicht wirklich. Es scheint, als ob man in Sachen Musik nur ein einziges Lied auf die Disk gepresst hat, welches sich stets wiederholt. Einige Sprachsamples (z.B.: „Oh noooooooo!“) sind ebenfalls zu hören – in englischer Sprache. Es wirkt leider nicht, als ob man etwas verpasst, wenn man den Ton runterdreht, wie es bei vielen anderen Titeln der Fall ist. Der Drang dazu ihn einzuschalten, hält sich dementsprechend in Grenzen.

Multiplayer:
Hell yeah! Endlich – nach langer Zeit – haben die Entwickler sich den Faktor Onlinegaming auch bei Handheld-Spielen zurück ins Gedächtnis gerufen. Es kam uns fast so vor, als ob man diese Möglichkeit bei vergangenen Produktionen komplett ignoriert hatte, doch wir wurden eines besseren belehrt. Es gibt zwar die Option, auch lokal gegen Freunde zu spielen, doch vor allem der Infrastruktur-Modus sorgt für spaßige Stunden. Angefangen bei großen Turnieren, über kleinere Spiele bis hin zu komplett selbst angepassten Runden gibt es kaum etwas, das nicht online gespielt werden kann. Dabei trifft man grundsätzlich auf gegnerische Spieler, die ungefähr dieselben Erfolge im Onlinemodus gefeiert haben. Man kann sich auf Wunsch jedoch auch gleich mit in das Schlangennest stürzen und gegen die „Profis“ antreten. Da kein Sprachchat vorhanden ist bzw. das erhältliche Headset nicht unterstützt wird, hat man verschiedene Kommentare eingebaut, die bei Bedarf eingeblendet und so für die gegnerischen Spieler sichtbar sind. Lustige Smilies, Kritik an den Regeln, Glückwünsche, Gnadengesuche und vieles mehr ist hier verfügbar. Zudem kann man selbst entscheiden, ob man gegen Spieler der gleichen Region oder lieber gegen weltweit jeden verfügbaren Zocker antreten möchte. Ein Kritikpunkt muss jedoch auch hier ausgesprochen werden: Man kann sich nicht mit Freunden online treffen und dann gegen diese spielen – die Auswahl der Kontrahenten kann folglich nicht beeinflusst werden.

Fazit:
Everybody’s Golf 2 macht alles richtig, was auch schon das Vorgänger-Spiel zufrieden stellend erledigt hatte und wurde vor allem inhaltlich mächtig aufpoliert. Der Singleplayer macht Spaß und kann für etliche Stunden fesseln, bis man auch die letzte Schleife freigeschalten hat und ist man damit fertig, wartet der Online-Modus auf seinen Einsatz. Dieser ist gut umgesetzt, wenn auch Kritik geübt werden musste. In Sachen Grafik muss sich der Titel ebenfalls nicht verstecken. Hoffentlich fügt man bei einem etwaigen Nachfolger die von der PS3 bekannte Schlagoption hinzu und verpasst dem Online-Spiel den letzten Schliff. Unterm Strich kann hier bedenkenlos zugegriffen werden!

Greift immer wieder gern zum Schläger: Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Simpel, doch kommt die Steuerungsvariante langsam in die Jahre
GRAFIK
8 von 10
Schöne Charaktermodelle, gut umgesetzte Kurse und tolle Sequenzen
SOUND
6 von 10
Die Sprachsamples passen gut, die Musik braucht man nicht unbedingt
FEATURES
7 von 10
Tonnen an Freischaltbarem auch auf PSP
MULTIPLAYER
9 von 10
Vorzeigbarer Onlinemodus mit kleinen Macken
GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Kurze Spiele, durchdachtes Speichersystem: Putten klappt auch unterwegs hervorragend."







Details
Spielname:
Everybody's Golf 2

Publisher:
Sony

Developer:
Clap Hanz

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
17.06.2008 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (34)

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