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Kingdom Hearts: Birth by Sleep


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Kingdom Hearts: Birth by Sleep Review vom 19.09.2010

Nachdem bereits Nintendos Handheld einen Ableger der Kingdom Hearts-Serie spendiert bekommen hat und inzwischen bereits ein weiterer Titel, wenn auch nur als Remake, für den DS angekündigt wurde, war es nun definitiv an der Zeit für das PSP-Debut der Rollenspielreihe. Im Land der aufgehenden Sonne erschien Kingdom Hearts: Birth by Sleep bereits einige Monate früher, heimste zahlreiche Top-Kritiken ein und erzielte dort auch dementsprechende Verkauszahlen. Doch kann der Titel problemlos in die Reihe der Kingdom-Hearts Erfolgsserie eingeordnet werden - immerhin liegt die Messlatte dafür nicht gerade niedrig und kann das Konzept von Square Enix und Disney noch immer kleine Meisterwerke hervorbringen oder haben die japanischen Kritiker beim Testen durch herzförmige Brillen geblickt? Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir für euch unser Schlüsselschwert gezückt und uns in die Welt von Kingdom Hearts gestürzt.

Drei Freunde und ein Traum...
Eines Tages ein Schlüsselschwertmeister sein! Das ist es wovon die drei Freunde Aqua, Ventus und Terra bereits seit einiger Zeit träumen, der eine mehr, der eine weniger. Nichtsdestotrotz ist es dieses Ziel, das diese drei verbindet und die Ausbildung, die sie seit einigen Jahren bei ihrem Meister Eraqus genießen, sodass es kaum verwunderlich ist, dass mit der Zeit ein sehr starkes Band der Freundschaft entstanden ist. Als dann die Meisterprüfung für Aqua und Terra in greifbare Nähe rückt, verteilt Aqua am Vorabend des Examens sogenannte „Wegfinder“, welche an sternförmige Schlüsselanhänger erinnern. Diese sollen ein Symbol für die Freundschaft der drei sein und sollten sie jemals voneinander getrennt sein, den Weg zueinander weisen. Am nächsten Tag steht die Prüfung an und Aqua sowie Terra haben sich dem kritischen Blick ihres Meisters und einem weiteren Schlüsselschwertmeisters namens Xehanort zu unterziehen. Unerwarteter Weise wird der Test jedoch von letzterem manipuliert und es wird schnell klar, dass es sich bei ihm nicht um einen gewöhnlichen Schlüsselschwertmeister handelt. Zu allem Übel kommt während der Prüfung auch noch ein Teil von Terras dunkler Seite zum Vorschein, sodass es schließlich nur Aqua gelingt in den Rang einer Meisterin erhoben zu werden. Trotz des Scheitern seitens Terra erteilt Eraqus den beiden kurz darauf ihren ersten richtigen Auftrag,: Xehanort ist verschwunden und sie dürfen sich auf die Suche nach ihm begeben. Für Terra ist dies die Gelegenheit, seinen Meister doch noch von seinen Fertigkeiten zu überzeugen und begibt sich sofort auf die Suche. In der Zwischenzeit traf Ventus auf einen maskierten Jungen, der ihm prophezeite, dass sein Freund nach der Reise nicht mehr derselbe sein würde und kurzerhand zieht auch Ventus unerlaubterweise los. Als Meister Eraqus sieht wie sein jüngster Schüler ebenfalls davon fliegt, trägt er Aqua zusätzlich auf, Ventus sofort zurückzubringen und nur wenige Augenblicke später begibt auch sie sich auf ihre Reise...

Was hier zu Beginn vielleicht nicht gerade nach einer besonders außergewöhnlichen Story anhört, entwickelt sich bereits nach kurzer Zeit zu einer unglaublich spannenden und komplexen Geschichte, welche unzählige Fragen auf vorhergehende Ableger der Serie beantwortet, da Kingdom Hearts: Birth by Sleep chronologisch vor diesen spielt. Aber auch wer die Serie bislang noch nicht kannte, kann dem Storyverlauf problemlos folgen.

Starten wir nun das Spiel, dürfen wir uns zunächst zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsmodi entscheiden, welche von "Leicht" bis hin zu "Veteran" reichen. Wählen wir einen der härteren Modi aus, kann ein alternatives Ende leichter freigeschaltet werden. Doch jetzt bleibt noch immer eine Frage offen: Wer ist denn eigentlich unser Held den wir durch die Story begleiten dürfen, schließlich gibt es ja nicht nur einen, sondern gleich drei Protagonisten? Die Lösung ist ganz einfach: Alle drei, denn jeder Charakter hat seinen eigenen Handlungsstrang, der später mit denen der anderen beiden zusammenläuft. Folglich ist es notwendig mit allen dreien die Geschichte abzuschließen, um diese vollends zu verstehen. Haben wir uns nun für einen von ihnen entschieden, kann unser Abenteuer endlich beginnen...

Unsere Reise führt uns durch verschiedene Welten mit zahlreichen Charakteren des Disney-Universums, so zum Beispiel Cinderella, Schneewitchen und die sieben Zwerge, Peter Pan, natürlich Micky und Co. sowie vielen weiteren. Als wir jedoch in diesen ankommen, tauchen dort plötzlich unzählige Monster auf, die so genannten "Unversierten", welche es selbstverständlicherweise zu bekämpfen gilt. Dafür stehen uns einige Möglichkeiten zur Verfügung, denn hier ist nicht nur bloßes Draufhauen mit dem Schlüsselschwert angesagt. So bietet das Kampfsystem auch "Kommandos", welche von einfachen Schlüsselschwertangriffen bis hin zu mächtigen Zaubern reichen. Setzen wir diese gezielt ein, ist es sogar möglich unser Äußeres in Form eines so genannten "Kommandostiles" zu verändern. Dieser lässt unseren Protagonisten nicht nur schöner aussehen, sondern fügt ihm neben netten Attributen auch meist einen guten Finisher hinzu, der gleich mehrere Gegner ins Nirvana befördern kann. Des Weiteren gibt es auch noch den "Multifokusangriff": Je nach dem welches entsprechende Kommando ihr hierfür angelegt habt, könnt ihr mehrere Gegner gleichzeitig anvisieren und meist mit Projektilen bombardieren. Wem das noch nicht reicht, der kann auch noch auf "D-Links" zurückgreifen, welche eine Verbindung zu euren Freunden, denen ihr bis dahin bereits begegnet seit herstellt. Dadurch könnt ihr Kommandos dieses Charakters ausführen und zusätzlich wird euch eine besondere Fähigkeit hinzugefügt, welche euch beispielsweise vor Magieangriffen schützt. Alles in allem also eine Menge Möglichkeiten, die uns während des Kampfes zur Verfügung stehen, doch stellt sich einem hier unweigerlich die Frage, ob sich dies überhaupt noch ordentlich steuern lässt? Die Antwort lautet hier ganz klar ja. Denn trotz der zahlreichen Optionen die wir hier geboten bekommen, geht einem die Steuerung bereits nach wenig Spielzeit kinderleicht von der Hand und verursacht keinerlei Verknotungen in den Fingern.

Doch nun erst einmal zurück zu den "Kommandos", welche nämlich nicht nur bloß angelegt und dann im Kampf verwendet, sondern auch fusioniert werden können. So erhaltet ihr zusätzlich zu den Kommandos, die ihr in den verschiedenen Welten finden oder kaufen könnt, einige, teilweise sogar sehr mächtige, Angriffe dazu. Wird zu dieser Kommandofusion auch noch ein Item hinzugefügt lässt sich auch so manche "Fertigkeit" kreieren, welche beispielsweise die erhaltenen Erfahrungspunkte erhöht und nahezu vollkommen im Hintergrund läuft. Alles was wir tun müssen ist sie lediglich anzulegen und schon erhalten wir zusätzliche Unterstützung im Kampf.

Ein Königreich voller Überraschungen und Schätze...
Wie nahezu jeder Kingdom Hearts-Ableger hält auch der PSP-Teil einen unglaublichen Umfang an Inhalten für uns bereit: Unzählige Schatzkisten, die es erst einmal zu finden gilt, ein Stickeralbum, das vervollständigt werden muss, diverse Minispiele, die von einer Art Racer über Brettspiele bis hin zu kleinen, rythmischen Einlagen reichen und einer Arena, in der zahlreiche Herausforderungen im Single- und Multiplayermodus auf uns warten sowie viele weitere Inhalte warten hier auf uns. Ein besonders interessantes Feature ist hierbei die Arena oder vielmehr die "Mirage-Arena". Hier können zahlreiche Herausforderungen bestritten und auch Minispiele gespielt werden, sowohl im Single- als auch im Multiplayermodus. Ein weiteres nettes Feature ist das "Kommandobrett", welches eine Art Brettspiel darstellt. Bei diesem Minispiel können wir gegen zahlreiche Disney-Helden oder auch gegen Freunde antreten und gleichzeitig unsere "Kommandos" verbessern oder um ein paar neue erweitern.

Für einen solch gigantischen Umfang muss jedoch auch ein gewisser Preis gezahlt werden, welcher neben einer fehlenden Synchronisierung, den einzigen größeren Kritikpunkt des Titels darstellt: Die Ladezeiten. Zwar haben die Entwickler hier vorgesorgt und eine Datenistallation integriert mit der das Spiel dann auch sehr flüssig und nahezu komplett ruckelfrei läuft, wer jedoch nicht viel Speicherplatz entbehren kann, muss schon ein wenig mehr Geduld mitbringen. Allerdings ist diese Wartezeit relativ leicht zu verschmerzen und auch die fehlende Synchronisierung tut dem Spielspaß keinen Abbruch, denn über die Untertitel lässt sich der Storyverlauf problemlos mitverfolgen und wer des Englischen mächtig ist, dürfte sich sowieso schnell an die englischen Synchronstimmen gewöhnen.

Gameplay:
Wie weiter oben bereits beschrieben, geht die Steuerung schon nach sehr kurzer Eingewöhnungszeit spielend leicht von der Hand. Auch die Kameraführung ist sehr geschmeidig geworden, sodass man das Geschehen eigentlich immer perfekt im Blick hat. Ein weiterer wichtiger Faktor ist hierbei außerdem die Story, welche, schon beinahe typisch für Square Enix, nahezu perfekt inszeniert wurde, da die Spannung selbst nach über 20 Spielstunden kaum nachlässt und selbst Neueinsteiger der Serie dem Handlungsstrang problemlos folgen und genießen können. Lediglich die Ladezeiten stellen hier einen nicht ganz unwichtigen Kritikpunkt dar, sofern man keine Dateninstallation durchgeführt hat. Nichtsdestotrotz schafft es auch der PSP-Ableger das typische Kingdom Hearts-Flair auf den Handheld zu zaubern und uns zahlreiche Stunden vor Selbigen zu fesseln.

Grafik:
Kingdom Hearts: Birth by Sleep zeigt uns nochmals eindrucksvoll zu was Sonys kleiner Handheld eigentlich fähig ist: Wunderschöne Landschaften, liebevoll gestaltete Charaktere und zahlreiche versteckte Details erzeugen eine großartige Atmosphäre. Zudem lässt sich die Grafikeinstellung von 16 auf 32 Bit umstellen, wodurch das Spiel noch brillanter wirkt, jedoch sollte hierbei wirklich eine Dateninstallation durchgeführt worden sein, weil eine solche Einstellung der PSP verständlicherweise ein bisschen mehr Leistung abverlangt.

Sound:
Auch hier wurde mehr als nur gute Arbeit geleistet, denn die Spielmusik unterstreicht die Atmosphäre des Titels nahezu perfekt, tritt niemals zu sehr in den Hinter- oder Vordergrund und bietet ein Spektrum, welches von Disney-typischen Melodien bis hin zu Orchesterstücken reicht.

Features und Besonderheiten:
Allein der Umfang den der Titel mit sich bringt, macht ihn zu einem außergewöhnlichen Spiel: Diverse Minispiele, zahlreiche Herausforderungen, die es zu bestreiten gilt, einen Multiplayermodus der durchaus zu überzeugen weiß sowie viele weitere Inhalte werden uns hier geboten. Allein die unzähligen Kommandos und Schätze die es zu entdecken gilt, sorgen für einige Stunden vor der PSP. Die Möglichkeit der Datensicherung ist ebenfalls ein weiteres nettes, wenn nicht sogar notwendiges, Feature, das der Titel für uns bereit hält. Wer die Story abgeschlossen hat, muss die UMD also noch keineswegs aus dem Laufwerk holen, sondern darf noch einiges in der Welt von Kingdom Hearts entdecken oder sich an einem der härteren Schwierigkeitsmodi versuchen.



Fazit:

Auch wenn die PSP in Sachen Ladezeiten an ihre Grenzen stößt und eine deutsche Synchronisierung fehlt, ist "Kingdom Hearts: Birth by Sleep" ein rundum gelungenes PSP-Rollenspiel geworden. Denn es versteht es wie kaum ein anderes Spiel auf der PSP in nahezu allen Kriterien mehr als nur zu begeistern. Die unglaublich spannende Story, die liebevolle Charaktergestaltung oder das für die Serie typische Gameplay zeigen eindrucksvoll, dass das bewährte Konzept von Disney und Square Enix noch immer aufgeht. Fans der RPG-Serie oder des Genres sollten hier also auf jeden Fall zugreifen und auch für Neueinsteiger können wir eine eindeutige Kaufempfehlung aussprechen.

Endlich in den Rang eines Schlüsselschwertmeisters erhoben worden: Patrick Heiner für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars




GAMEPLAY
10 von 10
Das typische Kingdom Hearts-Flair nun auch auf Sonys kleinem Handheld
GRAFIK
9 von 10
Der Titel zeigt hier nochmals eindrucksvoll zu was die PSP eigentlich fähig ist - zum Preis von langen Ladezeiten
SOUND
8 von 10
Unterstreicht die Atmosphäre sehr gelungen, aber nur englische Sprecher
FEATURES
10 von 10
Der Umfang des Spiels braucht sich mit seinen zahlreichen Inhalten nirgends zu verstecken
MULTIPLAYER
8 von 10
Im Multiplayer macht der Arenamodus glich doppelt so viel Spaß
GESAMT-
WERTUNG:
93%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Die Herausforderungen oder Minispiele in der Arena eignen sich auch gut für unterwegs"







Details
Spielname:
Kingdom Hearts: Birth by Sleep

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
01.09.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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