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State Shift


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State Shift Review vom 08.10.2007

Des deutschen Durchschnittsmenschen liebster Motorsport ist eindeutig die Formel 1. Dieses wohl am häufigsten vorhandene Genre auf Sonys PlaystationPortable steht sicherlich noch immer als Vorzeigemarke für fetzige Racing-Titel. Wer jetzt Parallelen entdeckt, ist schon einmal auf einer guten und vor allem schnellen Spur gelandet - „State Shift“ heißt das gute Stück, welches sich erneut diesem Phänomen widmet und aus nicht all zu bekannter Feder stammt. Was Midas Entertainment und Engine Software hier aber letztendlich gebastelt haben, haben wir selber einmal aus der Cockpitperspektive angetestet. Eines lässt sich dabei schon vorwegnehmen: Es wird schnell. Verdammt schnell. Ohne Boxenstop darum direkt in die Vollen des aktuellen Testberichts gedüst...!

Der Krieg der Lenkräder und qualmenden Reifen
Und wieder einmal hat es ein Future Racer in die geheiligten Hallen unseres Testlabors geschafft. Dass derartige Titel in der Regel eher mit wenig Storyinhalt, dafür jedoch mit einem extrabeschwerten Bleifuß daherkommen, ist eine altbewährte Faustregel. Während sich die Rückseite der schlanken UMD-Hülle in Sachen Storyline also ausschweigt, verrät das Handbuch einen Hintergrund der etwas ungewöhnlicheren Art: Was man eher in anderen Genres suchen würde, verbindet „State Shift“ mit heißer Rennaction. So befinden wir uns im Anfang des 21. Jahrhunderts gefährlich nahe an einer chronischen Rohstoffknappheit (besonders erschreckend: Das entspricht sogar der Wahrheit!). Als selbst die mächtigsten Länder der Welt kurz vor dem Bankrott standen, kauften einige der größten Firmen alle Militärressourcen auf, die unsere schnöde Welt so hergab. Damit sollen neue Territorien, und damit auch die knappen Rohstoffe weitflächig in Beschlag genommen werden. Lange Rede und ein knapper Sinn - die Leidtragenden dieses Kriegs führen in den Slums der Tech-Städte ein tödlich langweiliges Dasein, und so rafft man kurzerhand Haus und Hof zusammen, um illegale Autorennen auszutragen. Und schwups – schon sind alle Zutaten für „State Shift“ angerichtet.

Weniger futuristisch, sondern eher klassisch präsentieren sich die ersten Schritte im PSP-Spiel. Nachdem der halsbrecherische Hobbyrennfahrer ein Profil samt Fahrer nach Wahl angelegt hat, kann es direkt losgehen: Wir entscheiden uns kurzerhand für den Career-Mode, denn praktisch jede Einzelheit des Spiels muss zunächst freigeschaltet werden, um überhaupt angewählt werden zu können - klingt logisch. Bestand vor dem Start noch die Hoffnung, an keinem Zwangstutorial teilnehmen zu müssen, löst sich dieser Gedanke vor dem Start leider in Nichts auf. Genug Zeit bis dahin vergeht vom ersten Moment an sowieso, denn das böse Stichwort „Ladezeiten“ hat Midas Interactives Werk wirklich heftig und vor allem langatmig erwischt. Dieser etwas bittere Geschmack verpufft später zum Glück ein wenig, denn schließlich geht es an einige Qualifizierungsrunden in Eigenregie, um sich und seinen schwerfälligen Rennboliden für die Rookie-Liga in Schuss zu bringen.

Betrachtet man dieses Verlangen einmal praktisch, dann hat diese Sache schon von Beginn an einen gemeinen Pferdefuß, der schmerzhaft zutreten kann. Zwar werden vor dem Start die Racer-typisch spartanischen Steuerungsfeatures erläutert, trotz allem benötigt es aber einiges an Eingewöhnungszeit, bis diese auch tatsächlich komplett verinnerlicht wurden. Während man genau diese wichtigen Elemente in praktisch allen anderen Racern von Grund auf direkt im Geschehen vermittelt bekommt, dreht „State Shift“ den Spieß um und lässt den Zocker von Anfang an gleich drei Herausforderungen auf einer Piste bestehen – oder auch nicht. So muss einige Sekunden gedriftet, der Turbo eingesetzt, und in recht strammen 1.30 Minuten ins Ziel gefunden werden. Erfahrene Gamer im Racing-Genre werden an dieser Stelle nicht unbedingt mit schwierigen Problemen konfrontiert werden, aber trotz allem hat dieses „Muss“ bisweilen einen etwas frustrierenden Charakter und hätte in dieser Form einfach nicht sein müssen, wie praktisch alle anderen Spiele mit ähnlicher Thematik wie selbstverständlich beweisen.

Nachdem die erste Hürde (und das im wahrsten Sinne des Wortes) überwunden ist, darf es auch in die Roockie-Liga gehen, um gegen andere Fahrer antreten zu können - dabei starten nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig, sondern zeitversetzt. So wird der Spieler durch einen fliegenden Transporter auf der Rennpiste abgesetzt bzw. entladen. Auf diese Weise darf direkt aus dem Fluggerät an dem Rennen teilgenommen werden. Prinzipiell wird nämlich immer an letzter Position gestartet, sodass man sich wieder an die Spitze kämpfen muss. Das gestaltet sich in der Regel nicht unbedingt schwierig, sind die einzelnen Tracks doch eher moderat und großzügig ausgebaut. Ein wenig Schwierigkeiten bereitet hingegen eher die fachmännische Beherrschung des eigenen Fahrzeugs, welches zwar sehr schön in Szene gesetzt, aber dafür auch nicht unbedingt einfach zu lenken ist. Insgesamt bedarf es an dieser Stelle ein wenig Eingewöhnungszeit, bis die richtige Kombination aus Drift und Bleifuß erreicht ist. Dann steht großartigen Rennen jedoch nichts weiter im Wege, als die allem Anschein nach geklonten Rennboliden selbst. Wer ein wenig Abwechslung möchte, der muss sich seinen Weg über die Karriereleiter bis nach ganz oben erspielen, um den Titel in seiner vollen Pracht genießen zu können, denn „State Shift“ erinnert ganz klar an ein gewisses Betriebssystem für Netzwerke, bei dem prinzipiell alles gesperrt ist, bis sich irgendjemand erbarmt und etwas für andere zugänglich macht.

So werden zum Beispiel mit dem Erspielen der besonderen Fahrzeuge, welche sich ganz wie der Titel selbst „State Shift“ nennen, unter anderem Waffen für die Rennen freigeschaltet. Dann mutiert das Spiel zwar nicht direkt zu einem „Wipeout“, versprüht aber dafür einen ganz eigenen Charme mit einer gewaltigen Portion hochexplosiver Renn-Action. Hierzu gesellt sich neben dem Career-Mode, welcher das Herzstück ist, auch ein Quick Race-, Time Race-, und Challengesmode für diverse Herausforderungen mit zu der Partie; von einem Multiplayer via Ad-Hoc nicht zu schweigen.

Auf beide Augen – Die Grafik
Was mit langatmigen Ladezeiten zu Buche schlägt, kann doch eigentlich nur hübsch aussehen, oder? In diesem Fall trifft genau diese Vermutung zumindest fast genau so gut wie der Hintern den Eimer. Tatsächlich kommt der futuristische Racer in Sachen Grafik sehr hochauflösend, und vor allem bunt daher. Zwar hätten einigen Strecken mehr Details sehr gut getan, doch trotzdem ist das Gesamtbild wirklich mehr als passabel ausgefallen. Ob es die satten Effekte oder die Rennboliden selbst sind – „State Shift“ weiß zu gefallen und vor allem zu überzeugen. Hässliche Macken wie Clippingfehler oder ähnliches sind hier ein absolutes Fremdwort, und auch Ruckler oder Aussetzer halten sich der Piste glücklicherweise fern.

Sounds und Anhang – Wie von einem anderen Stern
Was die gute Grafik hermacht, das lässt die musikalische Kulisse samt Sounds beinahe wieder einstürzen. So zeigt sich der Titel unter diesem Punkt verdammt nervig und ist ein Garant für einen kostenlosen Aufenthalt in der Klapsmühle, wenn man bis dato sowieso nicht schon taub ist. Zwar sind die Tracks mit relativ viel Abwechslung gesegnet, doch trotzdem weiß das Gebotene eher eine abschreckende Wirkung zu erzielen, als auch nur im Ansatz zu gefallen. Wer ohne Sounds und Co. allerdings gar nicht auskommen will und kann, der sollte sich nebenbei lieber gleich den Mp3-Player umhängen und anschmeißen, um größere Schäden vom Gehörgang und allem, was dazu gehört, abzuwenden.

Mit beiden Händen am Lenker – Die Steuerung
Prinzipiell geht hier alles in Ordnung. Ein wenig leichtgängiger hätte das Ganze zwar schon sein können, auch wenn es sich bei den Fahrzeugen eher um die Sorte „Extragewichtig“ handelt. Obwohl die einzelnen Strecken weitläufig aufgebaut sind, flutscht es hier erst nach Einübung so richtig gut. Trotzdem: Die wichtigsten Elemente wurden gut bedacht und vor allem sehr gut erreichbar platziert. So muss man nicht zwingend ein Fingerakrobat par Excellenze sein, um „State Shift“ nach Übung sicher beherrschen zu können.

Fazit:
Nicht schlecht, nicht schlecht – zwar ist „State Shift“ nicht mit dem Genrekönig „Wipeout Pure“ in Sachen Futureracer direkt vergleichbar bzw. auf eine Stufe zu stellen, doch das Spiel hat Charme und weiß zu gefallen. Sieht man einmal über das nervige Zwangstutorial und den absolut käsigen Sound hinweg, bekommt man durchaus ein abwechslungsreiches, farbenfrohes Spiel mit schicker Grafik und nur stellenweise nervig langen Ladezeiten mit leichten Schwächen im Leveldesign geboten. Wer Spaß an diesem Genre hat, sollte bei Gelegenheit einen Blick auf diesen unpopulären Titel werfen, welcher trotz einiger weniger Mängel empfehlenswert ist.

Dreht noch ein paar Runden: Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Mit etwas Übung gut zu beherrschen.
GRAFIK
8 von 10
Ziemlich charmant und fein – so muss es sein.
SOUND
4 von 10
Grässlich stumpfe Musiken. Ein Tiefpunkt im Spiel!
FEATURES
7 von 10
Durchaus in Ordnung: Einiges zum Freispielen ist dabei.
MULTIPLAYER
6 von 10
2-4 Spieler via Ad-Hoc: passabel.
GESAMT-
WERTUNG:
71%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Dank nerviger Ladezeiten nicht wirklich gegeben…"







Details
Spielname:
State Shift

Publisher:
THQ

Developer:
Engine Software

Genre:
Fun-Racing

Release:
27.07.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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