Spectral vs Generation
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Spectral vs Generation
Review vom 08.10.2007
„Das Schicksal einer Landes liegt in den Händen furchtloser Kämpfer, die ein Ziel vereint: die Kontrolle über die Kraft des Tempels von Earth. Meistere vernichtende Angriffe und besiege deine Gegner in diesem ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse!“ In dieser Form kündigt sich „Spectral vs Generation“ aus dem Hause THQ bereits auf der Rückseite der dünnen UMD-Hülle an. Was darf es denn heute sein? Ein Prügler im Anime-Gewand? Richtig – mit viel Fantasie, Farbe und vor allem Action sind eigentlich alle Elemente für zünftige Schlägereien auf digitaler Basis zusammengetragen. Einen Rekord hat das Spiel schon vor dem Zocken ganz klar gewonnen: So prangen satte fünf Logos von unterschiedlichen Beteiligten auf der Rückseite. Doch wie sooft, kommt es auch bei Handheld-Spielen auf die inneren Werte an, weshalb wir uns auch gleich in das große Kampfgetümmel stürzen und alle Äußerlichkeiten erst einmal außen vor lassen.
Nächste Mission: Wehrt euch mit Händen und Füßen!
Ein Prügler im Stil von „Tekken“ mit einer Geschichte – schon von Anfang an kann das nicht so wirklich gut gehen, und so entpuppt sich auch dieses Mal die Storyline als Alibifaden, um in dieser Hinsicht überhaupt etwas an den Start zu bringen. Praktisch gesehen spielt das so oder so keine Rolle, denn hier stehen handfeste Argumente an oberster Stelle, und eher weniger die Story von der Stange - der geneigte Prügelknabe wird sicher aber trotzdem ganz zuhause fühlen. Neben einem klassischen Arcademodus haben es auch noch Versus-, Survial-, Trainings- und Optionsmodi in ein spartanisch eingerichtetes Menü geschafft. Von Grund auf Neues darf zwar nicht erwartet werden, aber warum das Rad auch jedes Mal neu erfinden? Getreu diesem Motto die große Lupe herausgekramt, und die einzelnen Möglichkeiten einmal genauer betrachtet. Der Arcademodus ist eindeutig das Kernstück vom Spiel. Hier lässt sich zunächst ein Fighter nach Wahl auswählen, um dann gegen die unterschiedlichsten Kämpfer anzutreten. Dabei hat jeder Charakter natürlich eine eigene Storyline, welche in knappen Standbildern mehr oder minder ziemlich dröge vermittelt wird. Der Versusmode zeigt sich ein wenig spezieller. Hier darf der Gegner der Begierde frei gewählt werden. Noch flugs einen eigenen Klopper gewählt, und ab in das Vergnügen. Wer es gerne mehr als nur schwer haben möchte, knüpft sich den Survivalmodus vor. Hier geht es darum, mit nur einem Lebensbalken gegen so viele Kämpfer wie möglich zu bestehen, bevor die eigenen Lichter ausgehen. Individuell einstellen lässt sich „Spectral vs Generation“ unter den Optionen, welche allerlei Einstellungsmöglichkeiten anbieten.
Wer einen Blick in das Handbuch wirft, wird recht schnell von den vielen Tastenkombos überrannt, welche auch im Geschehen selbst für jeden Fighter aufgelistet, und ständig abrufbar sind. So beherrscht jede Figur eine Vielzahl von Moves, Specialmoves und allem, was sonst noch in den fantastischen Köpfen der Entwickler gespukt hat. Außerdem sind einige dieser Attacken an besondere Bedingungen wie zum Beispiel einen vollen Energiebalken gebunden. Neben der obligatorischen Story zur Figur im Handbuch darf also sehr viel auswendig gelernt werden, wenn man einmal so richtig Hölle und Verwesung loslassen möchte. Einziges Problem diesbezüglich: Die Tastenkombinationen sind so manches Mal alles andere als genießbar. Das für den stärksten Move einer Spielfigur eine achtstellige Kombination eingegeben werden muss, mag noch irgendwo vertretbar sein. Dass aber selbst relativ einfache Attacken, die irgendwelche Effekte hinter sich herziehen, auch noch vier Kombinationen zum Auslösen brauchen, hingegen nicht mehr wirklich. Besonders ärgerlich ist das vor allem dann, wenn man auch noch „rechts und unten“ auf dem D-Pad drücken soll. Jeder, der schon einmal irgendwie eine PlaystationPortable in der Hand gehalten hat, wird an dieser Stelle sicherlich einen Salto machen. In der Praxis lassen solche Attacken nur sehr schwer, und in der Regel nur durch absoluten Zufall auslösen - ganz davon einmal abzusehen, wer sich derartiges auch noch bis in das letzte Detail merken und dann per fantastischer Fingerakrobatik auslösen kann…
So wird dem Gelegenheitszocker und all denen, die nicht Ewigkeiten mit dem Spiel verbringen wollen, nichts anderes übrig, als aus dem eher mageren Repertoire der Standartangriffe zu wählen, welche sich auch mit Zweier- bzw. Dreierkombinationen ohne Probleme auslösen lassen. Zur großen Erleichterung kann auch das zu raschen, wenn auch nicht allzu abwechslungsreichen Erfolgen führen, denn der Schwierigkeitsgrad ist frei wählbar und auf niedrigster Stufe auch wirklich zu schaffen. Auf höheren Stufen hingegen erwartet das Spiel einfach die perfekte Beherrschung der einzelnen Angriffsmöglichkeiten und tendiert dann absolut in Richtung Hardcoregaming. Zum guten Ton gehört natürlich auch ein Multiplayermodus, welcher via Ad-Hoc für zwei Spieler daherkommt und dadurch die Möglichkeit bietet, sich zu Zweit gegeneinander zu dreschen.
Wie gemalt – Und zwar 16:9
Fans von Prügelspielen im Anime-Look werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Ein tiefer Griff in die Farbpalette und bisweilen magisch wirkende Szenarien sind nämlich an der Tagesordnung. Dabei präsentieren sich die unterschiedlichen Kämpfer sehr fantasievoll und vor allem abwechslungsreich dargestellt. Betrachtet man aber die Kampfeffekte, so wird man hier erst nach sehr, sehr viel Übung wirklich große Spielereien entdecken können. Sonst hält sich das Spiel in dieser Hinsicht nämlich recht bedeckt und geht eher sparsam mit besonderen Momenten um. Addiert man alle diese Dinge, dann entwickelt sich die komplette Präsentation leider zu einem echten Sorgenkind. Zwar sieht es grafisch insgesamt ganz nett aus, kommt aber genau darüber einfach nicht hinweg und wird sicherlich nur bei Fans Anklang finden. Das Stichwort lautet „altbacken“, und dies schwebt wie ein böser Geist über den gesamten Titel. Wenigstens hat der Zahn der Zeit auch an den Ladezeiten genagt und allen Spielern geringe Wartemomente beschert.
The Sound of War
Was besonders im Bereich Sounds und Musik auf einer UMD alles möglich ist, zeigen sehr viele Spiele aus den unterschiedlichsten Bereichen. So verwundert es so manches Mal, wenn sich Titel so anhören, als würde kräftig auf Lieschen Müllers Blechtrommel nach Herzenslust herumgedonnert werden. Bei „Spectral vs. Generation“ ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber trotzdem klingt der Prügler verdächtig nach Sparflamme. Gleiches gilt auch für den Rest: Der große Wurf ist hier definitiv nicht gelungen, und so fällt auch diese Kategorie eher in „nur für Fans“.
Fazit:
„Spectral vs Generation“ ist insgesamt nicht wirklich eine Konkurrenz für den Genrekönig „Tekken - Dark Resurrection“. Zu diesem Umstand trägt die äußerst altbacken wirkende, aber alles andere als hässliche Grafik, und ebenso die unglaublich langen, nervigen und tierisch schlecht umzusetzenden Tastenkombinationen für größere Attacken bei. Dass das Spiel zwar nur mit einer Alibistory daherkommt, kann man in einem derartigen Genre noch ohne weiteres verkraften, aber Sound samt Musik drücken euphorische Gedankensprünge dann doch mächtig in Richtung Naserümpfen. Wirklich zu empfehlen ist dieser Titel deswegen nur Fans von Prüglern im bunten Animestil, die gerne und vor allem sehr viel Zeit darin investieren wollen. Alle anderen können an dieser Stelle getrost zurück zu ihrer persönlichen Spiele-Tagesordnung übergehen.
Kann Karate mit seinem linken Daumen: Malte Latton für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Aufgrund verzwickter Tastencombos nur für Fans wirklich geeignet. |
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GRAFIK
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Knalliger und actionreicher Zeichentrick-Style – schön! |
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SOUND
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Qualitativ nicht so wirklich prall geraten… |
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FEATURES
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Hey...! Immerhin, es funktioniert! |
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MULTIPLAYER
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Auf das Mindeste beschränkt, was ein Prügelspiel benötigt. |
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GESAMT-
WERTUNG:
63%
Mobilitätsfaktor: [8 /10] "Kurze Ladezeiten, deshalb immer für Unterwegs bereit."
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Details
Spielname:
Spectral vs Generation
Publisher:
THQ
Developer:
Idea Factory
Genre:
Beat 'em Up - Sidescroller
Release:
28.09.2007 (erschienen)
Multiplayer:
2-4 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:
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