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Die Simpsons: Das Spiel


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Die Simpsons: Das Spiel Review vom 15.11.2007

„Ich hab alles getan was in der Bibel steht - selbst den Mist, der an anderer Stelle widerrufen wird!“
EA beantwortet eine der größten Fragen der Menschheit: Ja, es gibt einen Gott! Und nicht nur das: Denn die spirituelle Omnipotenz ist gelb, hört die Scorpions und ist ein aufräumfauler, Bier trinkender Oblivion und Tanzmattenzocker. Doch dass selbst Allvater nicht unfehlbar ist, beweist die neueste Reinkarnation der Simpsons im Videospielformat. Während sie friedlich in Springfield ihr Leben leben, geschieht das Unfassbare, eine Spielanleitung fällt vom Himmel und genau in die Hände von Rotzlöffel Bart. Sein Erstaunen wird umso größer, als er merkt, dass auf Minilektüre in großen Lettern steht: Die Simpsons – Das Spiel. Gespannt blättert der durch das Booklett und erfährt, dass er und seine gesamte Familie eigentlich mit Superkräften ausgestattet sind. Die muntere Persiflage á la Matt „Endboss“ Groening, auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist, kann beginnen…

Seit 1989 sorgt die Kult-Familie in gelb für Chaos, jede Menge Lacher und dass das Wörtchen „Neinnnn!“ häufiger gebraucht wird als bei jedem anderen herkömmlichen Weichspüler, ähhmm bei jeder anderen Zeichentrickserie, natürlich. Mit mehr als 400 Folgen in derzeit 19 Staffeln gehört die amerikanische Durchschnittsfamilie zu den beliebtesten Comichelden im TV und sie prägen nicht nur die Medienlandschaft, sondern sorgten auch mit zahlreichen Querschlägern dafür, dass politische, gesellschaftliche und soziale Alltagsphänomene mächtig aufs Korn genommen wurden. Nach mehr als 20 Videospielumsetzungen und dem in diesem Jahr veröffentlichten Kinofilm, fand Electronic Arts den Zeitpunkt günstig, dass die Simpsons wieder die Konsolen und Handhelds unsicher machen. Mit einem gewöhnlichen Jump ´n Run wollte man sich aber nicht zufrieden geben und so holten sich die Jungs von EA Redwood Shores die original Storyschreiber Tim Long, Matt Selman und Matt Warburton an Board. Mit so viel geballter „Yellow-Power“ als Ass im Ärmel, selbstrefferenziellem Videospiel-Zynismus und den echten Synchronsprechern als Tüpfelchen auf dem „i“ kann eigentlich nichts schief gehen, oder? Dieser Frage sind wir natürlich nachgegangen und verraten euch ob Die Simpsons – Das Spiel den hohen Erwartungen gerecht werden kann.

„Maggie! Einfach toll, was aus dir kleiner Unfall geworden ist!“
Insgesamt 16 große Level warten darauf, von der fünfköpfigen Gelblingsfamilie bewältigt zu werden. Dabei hat man auf spielerischer Sicht zwar nicht das Rad neu erfunden, aber dafür umso größeren Wert auf den Humorfaktor gelegt. Je nach Mission schlüpft man in die Rolle von Bart, Lisa, Homer, Marge oder Maggie und nutzt die jeweilig spezifischen Superheldenfähigkeiten, um ein Voranschreiten zu ermöglichen. Typisch für ein Jump ´n Run gibt es zahlreiche Sprungeinlagen, Schalter- und Türenrätsel und natürlich gilt es auch jede Menge Fieslinge zu vermöbeln. Alle Mini-Episoden enthalten zahlreiche Sidekicks, die entweder auf die Serie, dem gewöhnlichen Alltag oder der Videospielindustrie zurückzuführen sind. Den Anfang macht die wunderbare Schokoladenwelt aus Homers Träumen. Alles aber wirklich alles ist in dieser heißhungrigen Illusions-Welt aus dem conchierten, kakaohaltigen Genussmittel enthalten. Während Homer nun durch die zuckersüße Schoki-Welt rennt, gilt es alles Erdenkliche anzunagen, freizufressen oder abzuschlabbern. Erst wenn das Tutorial überwunden und der weiße Schokohase gemampft wurde, geht es weiter mit dem eigentlichen Storyteil und man findet sich im Haus der Simpsons wieder. Nach und nach können nun Missionen angewählt werden und die Sippschaft erlernt immer neue Fähigkeiten dazu. So kann Homer sich nach einem Fresswettbewerb in eine fette Riesenkugel verwandeln und á la Super Monkey Ball durch die Gegend rollen. Mit einem Boost können verschieden Levelobjekte zertrümmert werden, um so neue Wege zu eröffnen. Bart hingegen ist der dunkle Rächer der Nacht und mit dem Bartcape im attraktiven Purpur kann er über Abhänge schweben, oder via Bart-Enterhaken zu luftigen Höhen hoch katapultieren. Der Clou an der Geschichte ist, dass die Charaktere wahlweise zum Einsatz kommen und sich passend ergänzen. So kann es sein, dass man die Fettmops-Homer-Kugel durch die nächste Wand preschen muss, während auf der anderen Seite angekommen, Bart via Capesprung ein Gebläse ausnutzt, um zu einem höher gelegenen Schalter zu gelangen. Wie bereits angesprochen gilt es neben all dem Rumgehüpfte auch die zahlreichen Gegner zu vermöbeln, denn ebenfalls im Nahkampf hat die Yellow-Family einiges auf dem Kasten. Mit all den Essenresten, die sich in Papa Homers Magen ansammeln, kann er mit einem stinkenden Megarülps so manchen Feind ins Jenseits befördern. Bart ist mit seiner obligatorischen Zwille ausgestattet, und Lisas Saxofonspielereien können die Sinne der Feinde vernebeln. Zudem hat sie die Gabe mit der sprichwörtlichen Hand Buddhas in das Levelgeschehen reinzupfuschen, um so Gebäude zu errichten, Brücken oder Baumstämme zu bewegen und damit neue Pfade zu ebnen. Marge und Maggie gibt es nur im Zweigespann, wobei Mama die Massen anheizen kann, um diese mit Aufräum- oder Abrissaufgaben zu nötigen. Auch ein rachelüsterner Mob kann immer wieder praktisch sein, wenn zu viele Gegner daherstapfen. Die Jüngste im Bunde der Simpsons kann zeitweilig durch Luftschächte krabbeln und dort versteckte Schalter betätigen. Jedes Mitglied der comicgelben Anarcho-Familie ist also mit einer eigenen Gabe ausgestattet, die es sinnvoll in den einzelnen Leveln einzusetzen gilt.

„Ein ca. 10-jähriger Junge befindet sich auf unserem Grundstück!“ – „Lassen Sie die Hunde los, Smithers!“
Dabei ist das Leveldesign stets an diverse Serieninhalte angelehnt oder stellt eine direkte Persiflage auf die Videospielkultur dar. So dürfen auch die berüchtigten, extraterrestrischen In-den-Helm-Sabberer und Weltenvernichter in Grün nicht fehlen und selbst vor Ausflügen in die wundersame Welt der Bits und Bytes ist man nicht sicher. Fans der "World of Warcraft"-Folge der Simpsons werden sich freuen, denn mit NeverQuest schlüpft man in die Rolle von Elfen-Marge und kämpft gegen Saurons Schergen im Moe- und Ottoformat. Des Weiteren sollte zwar die "Grand Theft Scratchy"-Episode aufgrund eines Rechtstreits seitens Rockstars ummodelliert werden, doch kam es so nicht und man zieht das scheinbare Vorbild dennoch mächtig durch den Schmutz, ebenso wie nicht minder unverkennbare Titel „Medal of Homer“. Eine Warnung vorab: Franzosen könnten sich mit der deutschen Fassung direkt angegriffen fühlen. Aber ist Frankreich aus Sicht der Welt nicht das, was für die Deutschen Bayern ist? Darüber lasse ich euch lieber selbst Philosophieren.

Das wirklich Besondere an dem Titel ist einfach, dass es sich in keinster Weise selbst ernst nimmt. Gefolgt von einem ständigen selbstrefferenziellen Witz sorgt Die Simpsons – Das Spiel dafür, dass Schmunzeln und gelegentliche Lachanfälle vorprogrammiert sind. Müsste man eine Liste aller Filme, Personen, Spiele, Ereignisse oder Sonstiges machen, die während des Spiels verspottet werden, könnte man mühelos damit ein ganzes Buch füllen. Selbst eingebundene und auffindbare Videospiel-Klischees sind vorhanden und es ist zum Brüllen, wenn man wieder sieht, welche offensichtlich geklauten Spielinhalte übernommen wurden und über diese währenddessen noch gewitzelt wird.

Gameplay:
Insgesamt sorgen die rabiat-zynischen Sprüche während des Spiels fast für mehr Unterhaltung als die eigentliche Spielmechanik selbst. Was die Spieldauer angeht, wird man mit den 16 Leveln recht schnell fertig, doch bis die Perfektion erlangt wird, kann einige Zeit vergehen, denn neben dem typischen „Ab zum Ende des Levels“ oder repräsentativen Bossvermöbeln gilt es auch, diverse Extras einzusammeln. Erst wenn man alle Missionen schafft, dabei alle versteckten Gegenstände findet, ohne zu sterben durch die Welten saust und zudem ein Zeitlimit einhält, wird man alle Boni freispielen und begutachten können. Gerade was die Genauigkeit bei den Sprungeinlagen angeht, hätte man noch fleißig an der Steuerung des Spiels arbeiten können. Gepaart mit der mäßigen Kameraführung, schafft man es nicht, die Kult-Familie geschmeidig durch die Level zu bewegen und oftmals verliert man ein Leben, weil sich mitten im Sprung auf einmal der Blickwinkel verändert. Schade eigentlich, denn mit ein wenig mehr Liebe in diesem Sektor hätte Die Simpsons - Das Spiel wesentlich mehr Wertungspunkte abräumen können. Es ist alles da, was man für einen Toptitel benötigt, doch es mangelt einfach am Feintuning.

Grafik:
Der kunterbunte Cel-Shading-Look mit Gelbstich und dem typischen Comicflair ist mehr als ansehnlich. Doch auch hier haben die Entwickler an manchen Ecken und Kanten geschlampt und es kommt nicht selten vor, dass Clippingfehler den positiven Eindruck lindern. Selbst manche Hintergrundgrafiken sind nicht ganz so hochauflösend und ebenfalls die Hauptcharaktere wirken in vielen Lebenslagen etwas zu kantig. Mehr als 40 Minuten Zeichentrickmaterial von den originalen Storyschreiberlingen sorgen aber für massig Pluspunkte. Somit bekommt man durch die regelmäßigen Videoeinblendungen und zahllosen auch grafisch eingebundenen Real-Life-Sticheleien eine wahrlich simpsontastische Atmosphäre geboten.

Sound:
Was wäre ein Simpsons-Spiel ohne die echten Synchronstimmen? Richtig, nur halb so gut. Demnach gibt es auch in diesem Sektor reichlich Positives zu verbuchen. Mit den original Stimmen, der typischen Serienmusik und zahllosen knackigen Soundeffekten, bekommt man als Simpsons-Freund genau das, was man von einem guten Spiel erwartet. Zumindest in Sachen Sound und Musik, gibt es nichts zu beklagen. So soll es sein.

Features und Besonderheiten:
Ingesamt 16 Level hört sich zunächst wenig an, bei genauerer Betrachtung wird man aber feststellen, dass die Missionen gar nicht so klein sind und zahlreiche Sammelobjekte beinhalten. Bis man wirklich alles freigespielt hat, wird also einige Zeit vergehen. Den eigentlichen Storymodus, kann man schon an ein bis zwei ausgedehnten Nachmittagen absolvieren.

Fazit:
Skurril, bissig und entschieden sozialkritisch: So präsentiert sich die Versoftung der Simpsons in aktueller Fassung. Während die spielerischen Inhalte das Rad nicht neu erfinden und aufgrund einiger Kinderkrankheiten das Spiel auch nicht über die mit 08/15 bedruckte Messlatte hinauskommt, avancieren die grotesken Storyinhalte, reißerischen Sprüche und endlosen Anspielungen den Titel in Gelb beinahe zum Kult. Mit über 40 Minuten Zeichentrickmaterial ist es annähernd so, als würde man seine eigene Simpsons-Episode nachspielen, der Geschichte entgegenfiebern und über alles lästern, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Zwar sorgen die mäßige Kameraführung und die häufigen Clippingfehler für Abzüge in der B-Note, doch "Die Simpsons – Das Spiel" zockt man nicht maßgeblich wegen des spielerischen Mehrwerts, sondern vielmehr aufgrund der gebotenen Quintessenz.

Ist nun von der Gelbsucht geheilt: Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Spielerisch akzeptabel, inhaltlich ein sozialkritisches Feuerwerk.
GRAFIK
6 von 10
Nette Cel-Shading-Effekte, aber mit zahlreichen Clippingfehlern.
SOUND
9 von 10
Hier gibt es reichlich Gelb auf die Ohren.
FEATURES
7 von 10
Gelungen Levelanzahl mit viel zu Entdecken, vor allem Sidekicks.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Als Umsetzung der Konsolenfassung nur bedingt unterwegs geeignet."







Details
Spielname:
Die Simpsons: Das Spiel

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Adventure

Release:
07.11.2007 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden.

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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