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Crisis Core: Final Fantasy VII


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Crisis Core: Final Fantasy VII Review vom 20.06.2008

Es gibt schon wunderliche Dinge auf der Welt: Kleine indische Mädchen, welche winzige Steine weinen, Menschen mit angeblich angeborenem Röntgenstrahlblick und Elefantenleitkühe, die sich durch das Knacken aller Sicherheitsschlüssel mithilfe ihres Rüssels selbst aus einem Gehege befreien können. – Man mag davon glauben, was man will. Klar ist jedoch, dass alles auf die Gutgläubigkeit und den ungelernten Blick der Zielgruppe gerichtet ist. Auch im Videospielsektor ist dieses Phänomen oft zu beobachten: 0815-Spiele werden mithilfe einer fetten Lizenz und versiert gemachter Werbung zu propagierten Top-Titeln, der ungeschulte Käufer gibt sich dem Hype hin und kauft sich das später eigens entlarvte Schrottspiel. Auf der PSP gibt es von diesen schon mehr als eine Hand voll. Doch woran erkennt man die Klassiker?

Interessant ist zum Beispiel, wie sich ganz bestimmte Spieleserien über Jahre hinweg halten, Fans immer wieder begeistern und jedes Mal aufs Neue wahre Adrenalinstöße auslösen, wenn der offizielle Releasetermin eines Ablegers immer näher rückt. Am 20. Juni 2008 ist für viele zum Beispiel solch ein Tag, an dem Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten vergessen, und jede Faser des Körpers nur auf die Sekunde des ersten Anspielens wartet. Crisis Core: Final Fantasy VII, exklusiv für die PSP entwickelt und als Vorgeschichte von einem der erfolgreichsten FF aller Zeiten verpackt, erscheint in Deutschland. – Der Hype war groß, die Fangemeinde tobt: Haben wir es hier wirklich mit einem Must-Have-Titel zutun?

Der Anfang vom Ende, oder: Das verlorene Kapitel.
1997 war es, als das in Europa und Amerika bis dato relativ unbedeutende Genre der japanischen Rollenspiele seinen absoluten, bis heute anhaltenden Durchbruch schaffte. Final Fantasy VII erschien und konnte zunächst auf der Playstation, später auch auf dem PC mehr als nur überzeugen und wurde ein grandioser Bestseller landesweit. Mit einer beeindruckenden Grafik, welche für damalige Verhältnisse durchaus nicht Gang und Gebe war, sowie einem fordernden Kampfsystem wurde eine Marke geschaffen, die bis heute für Qualität steht. Trotz einiger Unzulänglichkeiten in der Übersetzung und einer technisch sehr fehlerhaften PC-Version konnte das Spiel mit seinem vielfältigen Gameplay eine große Reihe westlicher Spieler faszinieren. Als Kernstück des Spiels gilt dabei vor allem die epische und sehr komplexe Story. Um einige Unzulänglichkeiten des Plots jedoch zu entwirren, veröffentlicht Square-Enix seit 2005 die so genannte „Compilation of Final Fantasy VII“. Nach einem Film und dem PS2 Action-Game Dirge of Cerberus, welche die Erlebnisse nach dem berühmten Urspiel erzählen, gibt es nun ein Prequel für die PSP, dass vorallem die Vorgeschichte um Cloud und der SOLDAT-Einheit näher beleuchten soll.

Crisis Core: Final Fantasy VII startet man diesmal aber in der Haut des jungen Manns Zack, der seine Karriere bei der Elite-Militär-Einheit SOLDAT mit einer Beförderung zum Klasse-1-SOLDAT krönen möchte, damit er zur lebenden Militär-Legende aufsteigen kann. Seine Chance sieht er in einer Mission, in welcher er zusammen mit seinem Mentor und Rang-1-SOLDAT Angeal das plötzliche Verschwinden von einem Einsatzleiter des 1. Ranges namens Genesis in der Region um Wutai klären soll. Seit diesem Vorfall sind eine Menge an Massendesertationen aufgetreten und niemand weiß den Grund für das Verschwinden der Soldaten.

Was zu Beginn vielleicht eher nach einer Story der unspektakuläreren Art klingt, entwickelt sich im fortschreitenden Spiel zu einem spannenden, komplexen Sachverhalt. Viele offene Fragen zu den Vorgängertiteln werden beantwortet und einige Hintergrundinfos über die Firma Shinra und die Stadt Midgar gegeben, in welcher sich euer Protagonist befindet. Neueinsteiger in die Materie sollten sich jedoch keine Gedanken machen. Auch ohne Vorkenntnisse kann man ohne größere Probleme in die Geschichte eintauchen, da in Crisis Core hauptsächlich Zacks Abenteuer im Vordergrund steht.

„Fight for your honor!”
Crisis Core: Final Fantasy VII besitzt dabei insgesamt zwei unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, zwischen denen man zu Beginn des Spieles wählen kann: normal und schwer. Wagt ihr euch in den härteren Modus, so dürft ihr euch über ganz neue Herausforderungen freuen, die selbst in der japanischen Version des Spieles nicht enthalten sind. Über solch ein Extra freut man sich als langwartender Europäer natürlich immer gern und dafür gibt es zweimal einen Daumen nach oben.

Neben dem eigentlichen Hauptspiel stehen einem ebenfalls eine Reihe von Sidequests sowie 300 Nebenmissionen zur Verfügung, in denen man Accessoires, Items und besondere Fähigkeiten erwerben kann. Schade ist hierbei, dass sich diese Nebenmissionen hauptsächlich nur auf das Bestreiten von Endgegnern (jene, die man schon einmal besiegt hat, nur diesmal in anderen Schwierigkeitsstufen), sowie das Aufspüren eines bestimmten Gegners beschränken.

Der Kampf selbst bedient sich in Crisis Core einem Mix aus dem altbewährten ATP (Active Time Battle) und einem Echtzeitkampfsystem. Das heißt, ihr tretet mit Zack allein gegen eure Gegner an. Als Soldat-Einheit vollführt ihr dabei Bewegungen über die Richtungstasten oder das Analog-Pad. Kommandos zum Angriff werden über die Schultertasten angewählt und mit dem Aktionsknopf X ausgeführt. Dabei kann man ganz konventionell mit dem Schwert oder aber auch mit Materiakraft angreifen. Zuletzt genanntes setzt jedoch Magiepunkte voraus. Sinken diese auf Null, können keine Zauber mehr ausgeführt werden.

Neu ist in Crisis Core, dass der Dreieck-Button dem Spieler ermöglicht, eine Verteidigungshaltung einzunehmen, sowie einen Ausweichsprung mittels des Viereck-Buttons einzuleiten. Damit kann man Gegnern auf möglichst einfache Art bei schädlichen und sogar tödlichen Attacken aus dem Weg gehen. Aber: Beide Aktionen verbrauchen AP (Aktionspunkte). Auch diese dürfen nicht auf Null sinken, da Zack sich folglich weder verteidigen kann, noch die Möglichkeit besitzt, auszuweichen.

Ebenfalls erstmals in einem FF-Titel vertreten, ist das so genannte DBW (Digital Mind Wave), welches Einfluss auf Spezialattacken und die Charakterentwicklung von Zack nimmt. Hierfür bewegen sich im Kampf drei rotierende Walzen mit Symbolen und Zahlen am oberen Rande des Bildschirms um ihre eigene Achse - kommen diese nach regelmäßigen Abständen zum Stehen und drei Bilder stimmen überein, erfolgt eine Spezialattacke oder ein Aufrufzauber. Die Stärke des Angriffs entscheidet dabei die Häufigkeit der übereinstimmenden Zahlen. Das heißt: Erscheinen bei einem Trio „Angeal“-Bilder zweimal die Nummer 6, steigt die Höhe der Spezialattacke in dem Moment um mehrere Stufen. Einen besonderen Platz nimmt aber die Zahl „7“ ein, da durch dreimaliges Erscheinen dieser Zack um einen Level ansteigt und damit die Leisten TP (Lebenspunkte), AP und MP ausgebaut werden. Im Kampf gegen starke Gegner ist das natürlich Gold wert.

Man muss zugeben, dass diese Art zu kämpfen natürlich seine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt und besonders Nostalgiker werden ihre Probleme haben, sich mit dem neuen System anzufreunden. Fakt ist, dass Crisis Core sehr viel arcadelastiger wirkt, als vielleicht noch seine Vorgänger. Wir persönlich empfanden diese Art Kampfsystem jedoch als sehr auflockernd. Bereits nach wenigen Minuten hat man sich an dieses gewöhnt und möchte es eigentlich gar nicht mehr missen.

Doch kommen wir nun zu einem anderen Fakt. Aus den Vorgängerteilen bzw. chronologisch von der Story her gesehen den Nachfolgertiteln kennt man bereits das so genannte Materia (Substanzen)-System. Diese kann dafür verwendet werden, um besondere Zauber oder Techniken im Kampf auszuführen, damit man seinen Gegner zum Beispiel Schaden zufügen kann oder positive Statusveränderungen für sich selbst herbeiführt. Soweit sogut. In Crisis Core besitzt man nun die Möglichkeit, zwei verschiedene Materia miteinander zu koppeln. Das geschieht, indem man sie miteinander fusioniert. Dabei entsteht immer genau ein neues Materia, dass in seinen Eigenschaften den beiden vorherigen überlegen ist. Ein Beispiel: Fusioniert man die Materia „Blitzra“ (Befähigt zu einem Zauber, der mittleren Elektrizitätsschaden verursacht) mit „Regena“ (Befähigt zu einem Zauber, der sukzessiv TP heilt), so erhält man ein höherwertiges Materia „Regena“.

Gameplay:
Besonders positiv hervorzuheben, ist die Kameraführung. Diese kann man außerhalb eines Gefechts mittels der Schultertasten nach Belieben drehen, wobei sie sich (nebenbei gesagt) auch schon von allein geschmeidig den Bewegungen Zacks anpasst. Dadurch kommt man wirklich nie in Bedrängnis, einmal im falschen Winkel im Raum zu stehen oder aber auch versteckte Items nicht zu sehen. Klasse gemacht!

Grafik:
Eine wahre Augenweide: Bereits beim Einschalten der PSP und beim Abspielen des Intros merkt man, wie atmosphärisch das gesamte Spiel gestaltet wurde und selbst im eigentlichen Spiel wirken Umgebungen und Charaktere äußerst detailreich und schön. Zu Slowdowns kommt es eigentlich nie und selbst die Ladezeiten halten sich im Vergleich zu anderen PSP-Titeln sehr in Grenzen. Besonderes Schankerle ist, dass während des gesamten Spielverlaufs zahlreiche Videosequenzen euer Abenteuer unterstreichen. Selbst bei Endgegnerkämpfen ist ein Aufrufzauber oder eine Spezialattacke so schön in Szene gesetzt, dass man quasi mitspüren kann, wie zum Beispiel der feurige Ifrit gerade Zack ordentlich einheizen will. Wirklich sehr, sehr atmosphärisch!

Einziger Wehrmutstropfen: Eine Weltkarte hat leider nicht auf der schicken UMD Platz gefunden, weshalb man quasi jedes Mal zu entsprechenden Ort (z.B. vom Hauptquartier zu Wutai) „gebeamt“ wird.

Sound:
Ohne dick aufzutragen: Hier punktet das Spiel wirklich von vorne bis hinten und noch nie haben wir auf Sonys portablen Playstation solch eine musikalische Meisterleistung gesehen bzw. gehört. Von sanften Balladen, über rockige Songs bis hin zu technoartigen Musikstücke findet man in diesem Spiel alles wieder. Besonderes Lob gilt aber ebenfalls der perfekten englischen Synchronisation, welche den gewünschten Flair des Titels nochmals unterstreichen und für stimmungsgeladene Stunden vor der PSP sorgen kann. Übrigens in diesem Atemzug ebenfalls positiv erwähnenswert: Der Titel bedient sich deutschen Bildschirmtexten, womit den Gesprächen ohne eventuellen Verständnisproblemen gefolgt werden kann – bravo!

Fazit:
Es kommt nicht oft vor, dass auf Sonys portabler Playstation ein sprichwörtliches Top-Spiel geboten wird, welches noch nicht in irgendeiner Art und Weise auf anderen Standbeinen Sonys erschienen ist. Die Remake-Welle mag zwar unglaublich groß sein, doch neben ihr befinden sich immer wieder neuartige, wahre Lichtblicke. „Crisis Core: Final Fantasy VII“ ist ohne jeden Zweifel ein absoluter Must-Have-Titel für jeden PSP-Besitzer. Die Story ist spannend, kann auch ohne Vorkenntnisse der Serie verstanden werden, die optische Untermalung glänzt zusammen mit musikalischen Höchstleistungen heller als eine polierte Goldmünze und auch das neue Kampfsystem wirkt erfrischend der Serie entgegen. „Final Fantasy“-Veteranen haben eh blind zuzuschlagen, da hier wohl endlich einige Geheimnisse um Clouds Vergangenheit beleuchtet werden. Neueinsteiger sollten auf alle Fälle einen Blick riskieren! Schade ist nur, dass das Abenteuer dann doch nicht ewig geht…

Schwingt ihr Schwert mutig gegen den Feind: Elisabeth Grunert [Liese] für PlaysationPortable.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Optimale Kameraführung und ausgefeilte Steuerung sorgen für keinerlei Probleme.
GRAFIK
8 von 10
Sehr schicke Videosequenzen und detailreiche Umgebungs- und Charaktermodelle. Leider keine Weltkarte.
SOUND
10 von 10
Ein wahres musikalisches Meisterwerk. Mehr davon!
FEATURES
8 von 10
Zack kann auf der PSP durchaus überzeugen – mit insgesamt 300 Nebenquests.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
90%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"- Crisis Core ist aufgrund knackiger Nebenmissionen auch schnell einmal für kürzere Unternehmungen ein guter Partner in eurer PSP!"







Details
Spielname:
Crisis Core: Final Fantasy VII

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
20.06.2008 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (114)

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