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Puzzle Quest: Challenge of the Warlords


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Puzzle Quest: Challenge of the Warlords Review vom 19.02.2008

Eine Mischung aus forderndem Puzzlespiel und einem ausgewachsenen Rollenspiel? Was auf den ersten Blick als ein sehr merkwürdiger Genremix anmutet, wirkt auf den zweiten gleich schon interessant - zuständiger Publisher D3 Publisher scheint zumindest guter Dinge zu sein, sind doch immerhin Versionen für DS, PS2, Wii, für XBox Live Arcade, Windows PCs und demnächst sogar für Handys in Planung, teilweise bereits erschienen. Vergessen wir jedoch nicht die PSP-Version des einzigartigen „Puzzle Quest: Challenge of the Warlords“! Funktioniert das auch in der Praxis, oder verhindert die absolut untypische Spielidee klassischen Spielspaß? Quest angenommen, wir probieren es einfach mal aus.

Man nehme 200 Gramm „Puzzle“…
„Puzzle Quest: Challenge of the Warlords“ greift das schon aus „Zoo Keeper“ und „Bejeweled“ (inklusive zahllosen Klonen) bekannte Spielprinzip auf, verfeinert es aber enorm. Es geht im Prinzip darum, auf einem Spielfeld mit 8x8 Feldern jeweils drei passende Steine nebeneinander zu bringen. Die verschwinden dann, die darüber liegenden Steine fallen runter und so weiter. Eines der wohl bekanntesten Puzzlespielprinzipien, möchte man meinen. „Puzzle Quest“ peppt das Ganze allerdings mit zwei Tricks auf: Zuerst spielt man nicht alleine gegen die Zeit, sondern gegen einen Gegner. Gezogen wird immer abwechselnd und es gilt natürlich, den Widersacher zu besiegen. Zum anderen haben die unterschiedlichen Steine auch unterschiedliche Eigenschaften. Mit Totenschädeln kann man dem Gegner beispielsweise direkt Schaden zufügen, rote, gelbe, blaue und grüne Steine füllen das entsprechende Mana auf, Erfahrungssteine und Geldsteine machen wiederum genau das, was deren Name vermuten lässt: Mit dem Mana kann man diverse Zaubersprüche ausführen, die dann entweder dem Gegner Schaden zuführen, das Spielfeld umwälzen, die eigenen Stats erhöhen oder andere tolle Boni.

Dadurch bekommt das an und für sich simple Gameplay eine bemerkenswerte taktische Komponente: Hol‘ ich mir jetzt das rote Mana, das ich für den mächtigen Angriffsspruch noch brauche? Oder heile ich mich vorher sicherheitshalber erstmal? Oder doch etwas ganz anderes, bislang unbedachtes? Und wie schaffe ich es so, dass der Gegner in der nächsten Runde keinerlei Vorteil bekommt? Verschärft wird die ganze Tüftelei dadurch, dass man einen Extrazug bekommt, wenn man vier oder mehr Steine mit einem einzigen Zug abräumt. Nimmt man also den Extrazug mit, verhindert dadurch aber die Möglichkeit, den Gegner mit Totenschädeln direkt anzugreifen?

Besonders mächtig sind die Zaubersprüche. Mit dem passenden Spruch in petto, kann man dem Gegner nicht nur ordentlich Schaden zufügen, sondern auch z.B. alle blauen Steine in gelbe verwandeln oder die eigenen Fähigkeiten verbessern, den Gegner eine oder mehrere Runden zum Aussetzen zwingen oder sich selbst heilen. Fakt ist: Ohne den passenden Einsatz von Zaubersprüchen sind Kämpfe nur sehr schwer zu gewinnen. Gleichzeitig gibt es neben der ganzen Taktik aber auch einen gehörigen Glücksfaktor - der Ausgang eines Spiels und vor allem die Möglichkeiten für den nächsten Zug des Gegners hängen natürlich auch davon ab, welche Steine von oben nachfallen. Und genau die sieht man erstmal nicht. Daher ist es auch sinnvoll, dass das Spiel euer Verlieren nicht bestraft - man darf gesammelte Erfahrung und Gold behalten und sich dann gleich nochmal in den Kampf stürzen. Um es kurz zu sagen: Der Kampfmodus bietet neben dem einfachen Puzzlen eine Menge taktischer Möglichkeiten und er macht wirklich Spaß. Sogar so dermaßen „frisst“ er sich ins Gehirn, dass man nach dem Abschalten der PSP geistig immer noch bunte Steinchen verschiebt - ein Gütesiegel für Puzzlespiele.

Nun mit Vorsicht in 1,5 Liter „Quest“ einrühren…
Was „Puzzle Quest“ aber wirklich von anderen Puzzlespielen abhebt, ist der einzigartige Storymodus. Zwar bieten auch andere Puzzlespiele eine Hintergrundgeschichte, aber meistens ist deren inhaltliches Niveau nicht gerade hoch. („Die Tiere im Zoo rebellieren! Bring sie wieder in Ordnung!“ in „Zoo Keeper“ oder „Böse Dinger greifen Planeten an“ aus „Meteos“). „Puzzle Quest“ bietet im Gegensatz dazu einen ausgefeilten Abenteuermodus mit Rollenspielelementen, der es wirklich in sich hat. Unter der Haube steckt nämlich ein ausgewachsenes Rollenspiel mit einigen Möglichkeiten. Ganz genretypisch sammelt man durch die Kämpfe und das Absolvieren diverser Quests Erfahrungspunkte, steigt Level auf und die sieben verschiedenen Statuswerte steigen. Seinen Charakter könnt ihr aus vier Klassen wählen, die jeweils unterschiedliche Zaubersprüche zur Verfügung haben. Es gibt auch jede Menge Ausrüstungsgegenstände, von denen man insgesamt vier verschiedene tragen kann, die die Statuswerte verbessern. So kann ein Ring die Resistenz gegen einen bestimmten Magietyp erhöhen, eine Rüstung Schaden lindern oder eine mächtige Waffe macht Extraschaden.

Die umhüllende Geschichte weiß auch zu gefallen: Im Königreich Bartonia tauchen immer mehr Untote auf und die Monarchin schickt einen Helden los, um diese Bedrohung gründlich zu untersuchen - und genau DEN spielen wir. Nach und nach erkundet man immer größere Teile der Landkarte und erfährt immer mehr über die finsteren Hintergründe der Untoten-Invasion. Bis zum bitteren Ende dauert es aber einige Zeit… Auch neben der Hauptquest gibt es reichlich zu tun, werte Abenteurer! Da sind natürlich die vielen Nebenquests, die einem nützliche Gegenstände, Erfahrung oder Geld bringen können. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich ein eigenes kleines Imperium zu erobern. Jede Stadt im Spiel kann belagert werden und zahlt dann regelmäßig Tribute. Oder man kann Monster einfangen und ihnen in einem weiteren kleinen Puzzlespielchen Zaubersprüche entlocken, sich Reittiere fangen und trainieren.

Die Kombination aus spannendem Puzzlemodus und einer Fantasygeschichte wirkt ungemein motivierend. Man puzzelt nicht einfach so, aus Langeweile oder gegen den Highscore, sondern man absolviert Quests, erobert Städte oder sammelt einfach Gold, um neue Ausrüstung zu sammeln und die Rahmenhandlung voranzutreiben. Oder aber man stößt in ganz neue Bereiche der Landkarte vor. Und so reiht sich dann ein Spielchen an das nächste und schon wieder hat man eigentlich viel zu viel Zeit verzockt. „Puzzle Quest“ entfaltet einen enormen Suchtfaktor, der eigentlich erst endet, wenn man das Spiel durch hat. Und selbst dann gibt es noch einige Nebenquests zu erledigen, ein paar Städte zu erobern oder weitere Monster zu fangen. Im Instant Action-Modus kann man dann auch sofort gegen seinen Wunschgegner zu Felde ziehen. Der Begleiter-Bug aus der englischen Version des Spieles wurde übrigens in der deutschen Version behoben - bloß gut.

Gameplay:
Da die PSP natürlich weder Maus noch Touchscreen hat, wird ganz klassisch mit dem D-Pad gesteuert. Damit wählt man den entsprechenden Stein aus und verschiebt ihn dann einfach mit einem Klick in die gewünschte Richtung. Das geht auch recht schnell von der Hand, aber es erreicht natürlich nicht die Geschwindigkeit eines Touchscreens. Trotzdem funktioniert das ganze ohne größere Probleme und man kann auch fix Zaubersprüche entfesseln. Auch die Navigation auf der Karte, das Akzeptieren von Missionen und das Einkaufen im Laden funktionieren ohne Macken.

Grafik:
Hier kann die PSP gegenüber dem Nintendo DS auftrumpfen - auf dem großen Bildschirm wirkt die schöne 2D-Grafik einfach besser, die Spielsteine sind detaillierter und die gezeichneten Zwischensequenzen erstrahlen in voller Pracht. Eigentlich ein klarer Punktsieg für die PlaystationPortable - dummerweise kämpft Sonys eigentlich so leistungsstarker Handheld mit Slowdowns und Rucklern. Wenn mehrere Steine gleichzeitig fallen oder ein Zauberspruch ausgeführt wird, merkt man deutliche Hackler im Spielfluss. Schade, denn eigentlich sollte die PSP durchaus in der Lage sein, so ein Spielfeld ohne größere Slowdowns darzustellen. Auch sonst merkt man die Ladezeiten unmittelbar im Spiel. Sie sind zwar nicht so extrem wie in einigen anderen Titeln, aber man merkt dem Produkt an, dass es vor jedem Gespräch, jedem Kampf und jeder Zwischengrafik erstmal von der UMD zu laden hat.

Sound:
Die UMD bietet jede Menge Speicherplatz und daher kann sich auch der mitreißende Soundtrack von „Puzzle Quest“ hören lassen. Orchestrale Klänge ertönen aus den Lautsprechern der PSP und begleiten den Spieler über die Karte und in schweißtreibenden Kämpfen. Auch die Soundeffekte während der Gefechte lassen nicht zu wünschen übrig. Zwar kein „Lumines“, aber für ein Puzzlespiel ist der Sound mehr als ordentlich.

Multiplayer:
Zwei Spieler können sich im Multiplayer bekriegen. Dabei werden die Helden verwendet, die auch im Storymodus benutzt werden, inklusive der Ausrüstung. Praktischerweise gibt es auch eine Handicap-Funktion, die verhindert, dass stärkere Helden schwächere sofort plattmachen. Es lassen sich ebenso Zeitlimits für die Züge einstellen, die einem Spieler nur wenige Sekunden für die richtige (und natürlich auch übereilte) Entscheidung lassen.

Fazit:
Auch die PlaystationPortable-Version von „Puzzle Quest“ kann überzeugen. Sie hat zwar mit Hacklern zu kämpfen, aber die stören das zugrunde liegende, spaßige Spielprinzip nicht. Das schon aus diversen anderen Puzzlespielen bekannte Konzept wird dabei durch den Kampf gegen Gegner und vor allem die Rollenspielelemente enorm motivierend. Man daddelt nicht ohne Ziel vor sich hin, sondern will doch den bösen Ork noch schnell besiegen, dann gucken, welche Quests es in der nächsten Stadt gibt, zwischendurch stellt sich einem vielleicht noch ein weiterer Zwischengegner in den Weg und schon hat man wieder mehr Zeit verspielt, als man wollte. Durch die lange Story und die vier Charakterklassen ist auch die Langzeitmotivation gesichert.

Es gibt übrigens auch eine PC-Version mit einer Demo. Daher können interessierte Spieler das Puzzle-RPG auch erstmal antesten, bevor sie es kaufen - wobei das Fehlkauf-Risiko ziemlich gering sein sollte. Interessierte Zocker, die sich nicht entscheiden können, ob sie die PSP oder Nintendo DS-Version kaufen sollen, finden einen Vergleich in unserem Wiki.


Überträgt den enormen Puzzle-Faktor in sein Questlog: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
Gesteuert per Tasten, gibt es hier keine größeren Einwände.
GRAFIK
7 von 10
Schöne Optik, die nicht vom Puzzle-Geschehen ablenkt.
SOUND
8 von 10
Gute Qualität, aber auch nichts weltbewegendes.
FEATURES
9 von 10
Leckere Zutaten in einer gesunden Mischung - genreübergreifend zu empfehlen!
MULTIPLAYER
7 von 10
Selbst zuzweit kann mein sein persönliches Puzzle Quest bestreiten.
GESAMT-
WERTUNG:
87%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Solche Spiele sind eher etwas für zuhause."







Details
Spielname:
Puzzle Quest: Challenge of the Warlords

Publisher:
Koch Media

Developer:
1st Playable

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
08.06.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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