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PoPoLoCrois


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PoPoLoCrois Review vom 01.07.2006

Die Fangemeinde der Rollenspieler ist größer als man vermuten könnte. Dennoch erscheinen nur wenige der oft japanisch angehauchten Spiele im Westen. Mit Popolocrois ändert sich diese Tatsache. Endlich hat ein deutscher Publisher Mut gezeigt und schenkte dem Klassiker ein Flugzeugticket für Übersee. Hat der Titel aus dem Land der aufgehenden Sonne knapp 10 Jahre nach dem Release noch immer das Potential zu fesseln? Wir haben uns das umfangreiche Spiel näher angeschaut und schildern unsere Eindrücke.

Die PSP Version von Popolocrois ist jedoch nicht nur ein einfaches Remake der ursprünglichen Version des Japano-Klassikers, sondern die Entwickler haben zudem die Einflüsse aus den ersten zwei Episoden der Serie und sogar Ansätze einer frischen Story in ein neues Gesamtkonzept fusioniert. Das Spiel aus der Entwicklerschmiede der G-Artists gehört zu der Rollenspielgattung, die sich ideal für Einsteiger eignet. Man bekommt eine recht einfache Story präsentiert, niedliche Charaktere und ein Abenteuer welches man fast intuitiv aufnehmen und spielen kann. Ob auch die Genre-Veteranen ihre Freude an dem Spiel haben werden, stellt sich wohl im Laufe des Testberichts heraus. Nun wollen wir natürlich erstmal ein wenig von der Story präsentieren.

Alles dreht sich, um den kleinen Jungen Pietro. Dieser ist der Prinz der Provinz Popolocrois und im Alter von nur 10 Jahren erfährt er, dass seine Mutter nicht bei einer tragischen Rettungsaktion gestorben, sondern in ein tiefes Koma gefallen ist. Bei einem Kampf gegen einen finsteren Eisdämonen ist ihre Seele in die Welt der Finsternis gebannt worden und unser junger Held möchte sich aufmachen, die Seele seiner Mutter zu retten. Er muss sich durch zahlreiche Sidequests arbeiten, neue Freunde finden und steht in der Mitte des Abenteuers einem finsteren Erzdämonen gegenüber…

Da die PSP-Version jedoch über mehrere Episoden der Popolocrois-Saga verfügt, hört die Geschichte nicht dort auf, sondern setzt sich eher abrupt fort. Einige Jahre später: Pietro ist nun 15 Jahre alt, und sieht noch immer reichlich jung aus. Alerdings wendet sich das Blatt und die Seele seines Vaters wurde in die Finsternis gebannt. Auch hier muss ein dunkles Geheimnis gelüftet werden und Pietro und seine Freunde machen sich erneut auf die Reise...

Die Story des Spiels ist sehr seicht und einfach zu verstehen. Dies mag ein Vorteil für Genreneulinge sein und für jene, die der englischen Sprache nicht ganz so mächtig sind. Den alten Hasen auf dem Sektor fehlt aber womöglich etwas der Tiefgang. Diese Tatsache spiegelt sich auch im Aufbau der Geschichte wieder, denn sie ist recht gradlinig und man erhält klare Befehle. Mit der neuen Mission im Schlepptau heißt es dann den nächsten Dungeon auskundschaften, ein seltenes Artefakt suchen oder einfach den nächsten Bösewicht zu meucheln. Wenn man nicht mehr so recht weiß wie es weiter geht, hilft das einfach strukturierte Menü weiter. Hier findet man übersichtliche Levelkarten, die üblicherweise den Standort der nächsten Aufgabe genau preisgeben. Während der zahlreichen Spaziergänge durch die recht große Welt von Popolocrois wird man immer mal wieder in typischen RPG-Zufallskämpfe geraten. In Sachen Kämpfe hat man jedoch einiges an Möglichkeiten parat. Der Entwickler hat sich nicht nur darauf beschränkt ein einfaches Gegenüber zu gestallten und ein rundenbasiertes Geplänkel abzuhalten, sondern es kommen sogar marginale Strategieelemente hinzu. Ähnlich wie bei Taktik-RPGs ist ein Gitternetz auf dem Boden abgebildet und vor jedem Angriff, können die diversen Charaktere noch einige Schritte laufen, um sich richtig zu positionieren. Ein Angriff von Hinten ist hierbei natürlich effektiver als ein Frontalschlag. Falls man sich mal nicht in der Reichweite der Gegner aufhält, kann man auch warten, dass diese auf einen zukommen und seine Kräfte für den nächsten Angriff aufsparen. Eine Funktion im Angriffsmenü ermöglicht einem, das man diese Energien sogar manchmal mit anderen Charakteren bündeln und mächtige Kombo-Attacken starten kann. Neben den gewöhnlichen Differenzen mit Schwert und Schild können auch Spezialattacken und Zaubersprüche genutzt werden, um die Feinde ins Nirvana zu schicken. Gerade die Kombo-Attacken mit aufgeladenen Helden und die Zaubersprüche können sich nicht nur sehen lassen, sondern manchen auch beim Einsatz Spaß.

In Sachen Zufallskämpfen auf der Weltkarte hat man einiges zu tun und oftmals hat man das Gefühl zu viele dieser Wanderpausen hinnehmen zu müssen. Typisch für Rollenspiele ist auch das Inventar voller nützlicher Dinge. Ob man nur die fiktionale Ratte am Stock herausnimmt, um den nächsten Gegner einzuschüchtern, oder seine Helden mit immer besseren Waffen und Rüstungsgegenständen ausstattet. Obligatorisches Leveln der Charaktere gehört natürlich zu den Basiseigenschaften eines jeden Rollenspiels und darf auch hier nicht fehlen. Aus den einstmals schwächlichen Möchtegern-Helden werden nach und nach richtige Draufgänger, die auch den größten Gegnern eines auswischen können.

Während des Abenteuers wird Pietro zahlreiche neue Wegbegleiter finden, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ob jetzt junge Tochter der Waldhexe, der mutige Ritter oder ein finsterer Samurai an der Seite des Protagonisten Kämpfen ist oftmals storyabhängig. Insgesamt stehen elf Charaktere während der gesamten Story zur Verfügung. Alle haben ihre eigenen Attribute, Spezialfähigkeiten und Kampftechniken, die sich nach und nach verbessern. Wie man die verschiedenen Helden nun einsetzt, ist dem Spieler überlassen. Dennoch sollte man darauf achten, dass die eher physisch schwachen und magiebegabten Personen im Hintergrund agieren und man den Muskelprotzen mit Hiebwaffen den Vortritt gewährt. Hat man einmal den Dreh raus, so gestallten die Kämpfe sich als recht einfaches Unterfangen, das man geschickt ausnutzt, um die Fähigkeiten zu verbessern.

Eine gesonderte Autofunktion ermöglicht es sogar, dass die weiteren NPCs nicht selbst gesteuert werden müssen, sondern selbst agieren. Wer also die Lust verloren hat, jeden dahergelaufenen Hasen mit der gesamten Truppe zu plätten, bekommt somit Abhilfe. Im Menü gibt es diverse Optionen die man ändern kann, um das Verhalten der jeweiligen Mitläufer genau einzustellen.

Insgesamt gesehen bekommt man ein recht gutes Abenteuer mit einer ordentlichen Länge. Zwischen 25 und 30 Stunden wird man schon brauchen, um alles gesehen zu haben, wobei die zahlreichen Zufallskämpfe das Spiel ein wenig künstlich in die Länge ziehen. Auch die zeitweilig auftretenden Ladezeiten, unterbrechen ab und an den Spielfluss.


Gameplay:
Das Spiel zeigt vorbildlich, wie einfach man das Steuerungsprinzip eines komplexen Spiels umsetzen kann. Hier ist kein stundenlanges Studieren der Anleitung nötig, denn man nimmt das Spiel auf und kann sofort loszocken. Die Funktionalität der Tastenbelegung ist durchdacht und die Kämpfe sowie die Handlungen im Spiel gestalten sich recht einfach und übersichtlich. Der Analogstick hat zwar im Kampfeinsatz und im Menü ab und an seine widerspenstigen Momente, doch insgesamt gesehen kann man sich mit der Steuerung anfreunden. Nervig sind die gelegentlichen Ladezeiten zwischen Levelabschnitten und Türen zu Gebäuden.

Grafik:
Die Präsentation des Spiels mag auf den Screenshots zwar etwas altbacken und detailarm aussehen, doch dies täuscht. Popolocrois sieht aus wie aus einem Kinderbuch übernommen und die Mischung aus animierten Sequenzen und liebevoller 2D-Grafik bringt ein ganz eigenes Flair mit. Zwar kann es in Sachen Optik bei weitem nicht mit Genrevertretern wie Tales of Eternia mithalten und man merkt, dass es schon seit einer Dekade auf dem Markt umherstreift, dennoch hat es einigen Charme. Es ist immer die Frage „Was will der Spieler?“. Möchte man schwammige 3D-Grafiken á la Breath of Fire 3, die klassische 2D-Optik wie bei Popolocrois oder die wohlige Mischung beider Stilmittel wie vergleichsweise bei Tales of Eternia? Hier entscheidet wohl schlicht und einfach der persönliche Geschmack. Obgleich man sagen muss, das gerade im Sektor der Rollenspiele, die Story und die Spieltiefe eindeutig die wichtigeren Faktoren darstellen sollten.

Sound:
Die musikalische Begleitung des Spiels ist recht annehmbar. Nette Melodien die sich jedoch bei längerer Spielzeit zu oft wiederholen. Ähnliches gilt für das Kampfgeschrei in den Zufallsbegegnungen. Die animierten Zwischensequenzen und die kurzen Spracheinlagen könne sich jedoch sehen lassen und tragen ein wenig zur positiven Atmosphäre des Spiels bei.

Features und Besonderheiten:
Popolocrois ist eigentlich eine neuartige Fusion aus zwei PSX-Klassikern und einigen neuen Elementen. Man bekommt ein langatmiges aber recht lineares Abenteuer geboten und braucht mehr als 20 Stunden, um die Credits lesen zu können. Eine breite Auswahl von insgesamt 11 Charakteren, vielen Waffen und Rüstungsgegenständen und die taktischen Kämpfe sind ideal für den Einsteiger geeignet.

Fazit:
Popolocrois ist ein niedlich gemachtes Rollenspiel mit sehr viel japanischem Einfluss. Es ist schön, dass wir auch in Europa die Möglichkeit geboten bekommen diesen Klassiker, der ideal für Genreeinsteiger ist, ausprobieren zu können. Das einfache und intuitive Spielprinzip gepaart mit einer seichten, linearen Story sorgt für wenig Probleme beim Vorankommen. Die Sprachhürde Englisch ist in diesem Falle auch für weniger Sprachbegabte kein Problem. Alteingesessene Genrefans werden wohl weniger zu tun bekommen und keine großen Überraschungen erleben, können aber dennoch den Blick wagen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an Flashpoint für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Langatmiges und etwas lineares Abenteuer für Einsteiger.
GRAFIK
6 von 10
Comiclook der klassischen Sorte.
SOUND
6 von 10
Nette Sprachsamples recht monotone Klänge.
FEATURES
8 von 10
Eine Fusion von mehreren Abenteuern mit zahlreichen Charakteren und Möglichkeiten.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Auch wenn das Spiel ideal für den Gerne-Einstieg ist, sollte man besser einiges an Zeit mitbringen. Also weniger geeignet für Bus und Bahn."







Details
Spielname:
PoPoLoCrois

Publisher:
Flashpoint

Developer:
G-Artits

Genre:
Rollenspiel

Release:
15.05.2006 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

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