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Phantasy Star Portable


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Phantasy Star Portable Review vom 09.07.2009

Schimmernde Lichtschwerter, spitze Elfenohren, Roboter mit Emotionen, ein einzigartiger Anime-Stil und jede menge Team-Echtzeitkämpfe: So gestaltet sich seit jeher das Phantasy Star-Universum. Jene anmaßende Mischung aus Science Fiction und mystischer Fabelwelt sorgt dafür, dass sich Fans beider Lager mit der Serie anfreunden können - egal ob typischer Trekkie oder getreuer Tolkien-Sympatisant. Und wie sagte Albert Einstein einst so schön: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Mit mehr als 20 Lenzen auf dem Buckel, hat Sega sich entschlossen, den Staub von der Mottenkiste zu wischen und den Zauber von Fantasie und Rollenspiel wieder im Handheldsektor aufblühen zu lassen. Den Anfang macht Phantasy Star Portable für Sonys Edelhandheld. Später in diesem Jahr erscheint mit Phantasy Star Zero der nächste Ableger für Nintendos Doppelbildschirmer. Wir haben es uns nicht nehmen lassen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und haben die neue Saga auf Herz und Nieren geprüft.

Die Phantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines jeden.
Phantasy Star mag zwar nicht für jeden Alltagszocker ein Begriff sein, doch die Serie ist ein wahrlich alter Hase unter den Rollenspielen. 1987 erblickte der erste Teil der Saga das Licht der Welt und durfte sich seine ersten Fans auf dem japanischen Sega Master System angeln. Ein Jahr später zog die Auflevel-Suchtwelle weiter und erreichte die USA. Bis heute zeigt sich Phantasy Star als das Vorzeige-Rollenspiel aus dem Hause Sega und erschien auf nahezu jeder Konsole. Wirkliche Maßstäbe wurden im Jahre 2000 gesetzt, als man mit Phantasy Star Online das erste Mal auch global mit Begleitern aller Herren Länder spielen konnte. Das Online-Spiel wurde ursprünglich auf der Dreamcast veröffentlicht. Aber nach dem stillen Tod der Konsole erschien es auch für die Xbox, Nintendo GameCube und PC. Der ein oder andere Nintendo-Anhänger wird eventuell noch heute fluchen, warum er sich nur für dieses Spiel den Netzwerkadapter für Nintendos Spielewürfel gekauft hat. Denn die Bandbreite an Onlinespielen war zu dieser Zeit noch sehr schmal im Konsolensektor. Mit Phantasy Star Universe setzte man sechs Jahre später eins drauf. Breit angelegte Online-Rollenspiele rund um die SEED-Kriege erfreute sich enormer Beliebtheit.

Chronologisch macht Phantasy Star Portable da weiter, wo Universe aufgehört hat. Nach den großen SEED-Kriegen versucht man als Guardian-Mitglied einigen zwielichtigen Machenschaften auf den Grund zu gehen. Im Schlepptau: der neue CAST-Prototyp, ein humanoider Cyborg mit Emotionen namens Vivienne. Schon nach kurzer Zeit stellt das Team fest, dass etwas im Busch ist und eine Geschichte um Terror, Welteroberungspläne und expressiven Abnormitäten beginnt... Erneut liegt das Schicksal des gesamten Universums in den Händen des Helden.

Hier ist irgendwas Lebendiges drin! - Ja, deine Fantasie!
In Sachen Story erfindet man das Rad nicht neu und auch sonst sollte man nicht zu viel erwarten. Nicht umsonst haben die Story-Autoren mit ihren geistigen Ergüssen dieser Serie noch nie einen Preis gewonnen. Die Geschichte bleibt eine Randerscheinung, die sich hinter zahlreichen Sammelobjekten und unzählbaren Echtzeitkämpfen versteckt. Denn das Filetstück des Spiels ist das stetige Streben nach immer besseren Gegenständen. Außerdem will man seinen Charakter nach und nach von einem verweichlichten Amateur zu einem universellen Kämpfertalent entwickeln. Bevor es jedoch soweit ist, gilt es einen langen und beschwerlichen Weg zu bestreiten, der damit beginnt, dass man seinen Protagonisten erstmal auswählt und nach eigenem Belieben personalisiert.

Insgesamt stehen vier verschiedene Spielertypen zur Auswahl. Die Humans, auch besser bekannt als der 08/15-Mensch, mit recht ausgeglichenen Werten und Attributen. Die Newmans, eine elfenartige Spezies mit schnelleren Reflexen als die Menschen. Sie haben aber auch eine schlechtere physische Kondition – das macht sie zu idealen Schützen. Die Casts sind künstliche Lebensformen voller Kraft und logischer Raffinesse. Und -last but not least- die Beasts, die sich in wilde Bestien verwandeln können und dem Gegner mächtig eins auf die Mütze geben können.

Hier beginnt die erste große Wahl. Danach geht es direkt weiter mit der Klassenwahl. Denn die Startklassen eines Guardians sind Hunter, Ranger und Force. Je nachdem für welche Art man sich entscheidet, werden andere Waffen genutzt oder Zauberkräfte in den Vordergrund gestellt. Ein Ranger beispielsweise ist ein Meister am Gewehr und er wird zahlreiche Kombinationen aus Laser-Schusswaffen verwenden können. Der Hunter ist stärker im Nahkampf und am Bogen und der Force-Begabte wird mit mächtigen Zauber-Techniken umgehen können. Klassen können im Laufe des Spiels noch gewechselt werden, Rassen hingegen bleiben permanent bestehen. Erst mit dem Neuanfang des Spiels kann auch hier ein Wechsel stattfinden. Löblicherweise gibt es mehrere Speicherstände zur Auswahl.

Dürfte ich wohl darum bitten, sich aller Schusswaffen zu entledigen!
Fakt ist, dass gerade die Waffenvielfalt und auch Upgrade-Kombinationen von Phantasy Star Portable das Non-Plus-Ultra sind. Als Spieler wird man sich öfter vor dem Schirm gefesselt finden, um nur noch eine kleine Runde zu spielen, da am anderen Ende des Levels die nächste S-Rang-Waffe wartet. Bis man seinen Charakter voll aufgepowert hat, können gut und gerne zahlreiche Stunden ins Land gehen. Die magische 20 Stunden-Grenze ist bei diesem Spiel keine Hürde. Schade ist nur, dass das Spielkonzept auf den Multiplayermodus abzielt. Sprich wer keine Freunde im Schlepptau hat, wird sehr schnell Müde werden, denn das Spielprinzip ist sehr monoton mit 3 KI-Kumpels als Möchtegern-Mithelfer. 99% aller Missionen verlaufen nach dem gleichen Schema-F: Finde den Ausgang, löse diverse Schalterrätsel und besiege den großen fliegenden Drachen-Endboss zum Schluss.

Gameplay:
Alles in Allem steuert sich Phantasy Star Portable sehr leichtfüßig. Die Kamera lässt sich frei justieren und die Schnellauswahl der Waffen ist eine echte Erleichterung im Kampf. Denn einfach mal ins Menü schauen während der Kampfphase kann verehrend sein. Man merkt, dass alle Aspekte des Spiels auf den Multiplayer zielen, denn wenn das Geschehen während des Menü-Herumfuchtelns weiterläuft, können die Partner in Ruhe die Gegner ausschalten ohne Pausieren zu müssen.
Einzig und allein die Endgegner können richtig nervig sein, denn jeder zweite Obermotz ist ein fliegender Drache, der nur darauf wartet in die Lüfte zu schwingen und von schwindelerregender Höhe aus anzugreifen. Ohne Fernkampfwaffen ist es vergebene Liebesmüh` und auch die KI-Mitstreiter zeigen in dieser Situation oftmals, dass sie wahre No-Brainer sind... In dieser Situation schwenkt die Kamera um, man sieht nur noch die Füße des Protagonisten und wenn Häuptling böser Drache sich doch noch entscheidet auf den Boden der Tatsachen zurück zu kehren, ist man oftmals nicht schnell genug zur Stelle. Nervtötend...

Grafik:
Optisch braucht sich Phantasy Star Portable nicht verstecken. Die 3D-Landschaften sind meist schön gestaltet, es gibt eine gute Weitsicht und nur selten ruckelt das Ganze. Die Story wird in Standbildern erzählt und ab und an wartet ein kleines Video darauf abgespielt zu werden. Gerade die Bebilderung hätte jedoch besser ausfallen können, denn oftmals wirken die Grafiken starr und öde. Besonders anstrengend ist, dass man die frei begehbaren Städte des Spiels wegrationalisiert und durch Menüoberflächen ersetzt hat. Kein Herumwandern in funkelnder SciFi-Umgebung mehr, sondern einfach ein Klick hier und ein Klick da, schon ist die nächste Mission gestartet.

Sound:
Fetzige Beats und immer wieder monotone Kampfgeräusche, so kennt man das Phantasy Star-Universum. Entweder man kann sich mit der eigenwilligen Musik anfreunden oder man sucht schnell den Lautstärkeregler. Großartig etwas dazwischen gibt es nicht.

Features und Besonderheiten:
Waffen in allen Farben und Formen: Scharfschützengewehre, Lichtschwerter, Kampfstäbe, Zauberstäbe, Projektilwaffen, Schrotflinten, Kampfbots und und und. Es gibt eigentlich nichts was es nicht gibt und zudem gibt es immer einen größeren Fisch ahh... größere Wumme natürlich! Bis man hier alles gesammelt hat, können Tage vergehen. Der wirkliche Kritikpunkt am Spiel ist jedoch die mangelnde KI der Mitstreiter. Ausweichen? Gegenangriffe? Mitdenken? Fehlanzeige! Ohne echte Freunde als Helfer wird man schnell verzweifeln oder einfach Han-mäßig durch die Landen streifen. Nämlich Solo!


Fazit:
Phatasy Star Portable hat gute Ansätze, doch macht auch viele Fehler. Wo ist der Onlinemodus, der aus diesem Spiel einen echten Kracher gemacht hätte? So bekommt man ein frustrierendes Solospiel, dass nur mit 4 Ad-Hoc-Spielern in der Nähe wirklich Spaß macht. Wenn man seine Freunde dazu überreden kann mitzukämpfen, so kann man mehrere Wochen lang gemeinsam auf Monsterjagd gehen und stört sich nicht daran, dass stets ein großer Drache am anderen Ende des Tunnels wartet. Solospieler werden schon bald merken, dass man immer und immer wieder einfach nur das gleiche monotone Spielverhalten durchläuft und irgendwann aufgeben. Außer der Sammeltrieb hat einen gepackt und man lässt von diesem Spiel nicht mehr los...

Hat nun erstmal genug von fliegenden Drachen: Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Wenn kein Endboss in der Nähe ist: optimal.
GRAFIK
7 von 10
Hübsche Landschaften, monotones Leveldesign.
SOUND
6 von 10
Eigenwillige Melodien und ständige Kampfgeräusche.
FEATURES
7 von 10
Packt den Sammler in dir oder lässt dich kalt.
MULTIPLAYER
8 von 10
Mit 4 Freunden eine echte Monster-Metzel-Gaudi.
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Schnelle Ladezeiten, aber nur im Sofa-gebundenen Multiplayer stark."







Details
Spielname:
Phantasy Star Portable

Publisher:
Sega

Developer:
Alfa System

Genre:
Rollenspiel

Release:
15.04.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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