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Assassin's Creed: Bloodlines


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Assassin's Creed: Bloodlines Review vom 30.11.2009

Als Anno 2007 der erste Konsolenteil Assassin's Creed erschien, fielen die Urteile recht unterschiedlich aus: War es nun das innovative und technisch brillante Meisterwerk, das alle erwartet haben? Fest steht, dass vor allem die Abwechslung fehlte und so vielen Spielern schon nach wenigen Stunden die Motivation abhanden kam, die ewig gleichen Missionen zu absolvieren. In diesem Jahr haben nun auch alle PSP-Besitzer mit Assassin's Creed: Bloodlines die Möglichkeit, im dunklen Mittelalter mit Altaïr zu meucheln. Doch wie spielt sich das Spiel denn nun, welches im Vorfeld so unter Verschluss gehalten und nur ausgewählten Spiele-Journalisten präsentiert wurde? Wir haben uns den ersten PSP-Ableger einmal näher angeschaut und sagen euch, warum wir mit eher gemischten Gefühlen zurückbleiben.

Bevor wir uns mit dem Spiel direkt beschäftigen, vorweg ein paar Worte zu den amerikanischen Entwicklern Griptonite Games: Diese haben nämlich bisher nur mit X-Men Origins: Wolverine Erfahrungen auf der PSP sammeln dürfen und der Titel schnitt bekanntlich nicht allzu gut ab – ob es daher sinnvoll war, diesem Entwicklerteam eine PSP-exklusive Produktion zu überlassen? Im Gegensatz zum Konsolenteil und dem Ableger für den Nintendo DS verfolgt man in Assassin's Creed: Bloodlines nicht die Geschichte von Ezio Auditore, sondern besucht mit dem Helden des ersten Teils, Altaïr, die Städte Limasol und Kyrenia auf der Mittelmeer-Insel Zypern. Zeitlich setzt das Spiel direkt nach dem 2007 erschienenen Teil für Konsole und PC an und bildet im Verlauf ein (zugegeben kleines) Verbindungsstück zum 2009 veröffentlichten Assassin's Creed II. Ein Problem an der ganzen Story ist allerdings der Umstand, dass Spieler, die nicht den Konsolenteil gespielt haben, Verständnisprobleme bekommen dürften – denn die Macher haben darauf verzichtet, auf (eigentlich) elementare Spielinhalte gesondert einzugehen.

Gameplay wie zu Hause?
Wenn man das erste Mal hört, dass sich das Spielkonzept des PSP-Teils an den Konsolenversionen orientiert und nicht etwa wie die DS-Version auf 2D-Gameplay setzt, dann schüttelt man erst einmal ungläubig mit dem Kopf. Doch die Entwickler haben die zypriotischen Städte Limasol und Kyrenia völlig offen gestaltet – so glaubt man zumindest im ersten Moment. Die Städte sind allerdings noch einmal in verschiedene Bezirke unterteilt, sodass ihr nie in sonderlich großen Abschnitten unterwegs seid und die Größe noch nicht mal annähernd mit der eines GTA vergleichbar ist. Dafür dürft ihr euch, ganz dem Konsolenvorbild entsprechend, in diesen Abschnitten frei bewegen und alles erklimmen, was ihr seht. Oftmals befinden sich an den Häuserwenden entsprechende Vorrichtungen, damit sich die Dächer leichter erreichen lassen – denn bekanntlich erreicht man entlegene Ziele schneller und einfacher, wenn man sich über die Dachlandschaft schlägt, als durch die engen Gassen zu rennen.

Denn vor allem auf dem Erdboden trefft ihr immer wieder auf schlecht gelaunte Wachen, die nichts Besseres zu tun haben, als euch umzulegen. Dies ist allerdings erst dann der Fall, wenn ihr sie anrempelt oder sonst wie auffällig werdet, wie z.B. durch den Mord an einem unschuldigen Zivilisten. Denn die befinden sich auch in den Straßen der zypriotischen Städte – zwar nicht so zahlreich wie im Konsolenvorbild, aber dennoch in einer kleinen Zahl vorhanden. Auf den Dächern selbst trifft man nur selten auf Wachen und wenn, dann sind diese meist mit Pfeil und Bogen bewaffnet und wollen euch damit ans Leder. Euer Assassine kann sich aber natürlich auch zur Wehr setzen - Kampfeinlagen sind zudem ein viel wichtigeres Spielelement als noch im ersten Konsolenteil. Neben Schwert, der versteckten Klinge, Kurzschwert und Wurfmesser dürft ihr euch auch mit den bloßen Fäusten wehren. Im 1:1 Kampf ist meist das Schwert die erste Wahl und natürlich kann euer Assassine neben den Offensiv-Attacken auch verschiedene Konter-Angriffe – meist genügt es allerdings mittels Quadrat-Taste auf die Gegner einzuschlagen, da diese nach einigen Schlägen bereits das Zeitliche segnen. Die künstliche Intelligenz im Kampf hält sich nämlich in Grenzen und so kann es Altaïr ohne große Probleme mit drei oder vier Wachen aufnehmen ohne ernsthaft gefährdet zu werden. Die Gegner wehren sich nämlich kaum und warten regelrecht darauf, von euch umgelegt zu werden. Bei der Verfolgung stellen sie sich zumindest ein wenig fähiger an und folgen euch (manchmal) auf Dächer oder werfen mit Steinen nach euch, wenn ihr an den Wänden entlang hangelt.

Die Missionen gestalten sich nach einem recht einfach gestrickten Schema: Meist gilt es eine Person auszumachen, diese dann umzubringen, ihr etwas zu übergeben oder sie einfach nur zu verfolgen. Dies wird dann meist durch eine entsprechende Anzahl an Wachen erschwert, z.B. dann, wenn es darum geht einer Person eine Nachricht zu überbringen und nicht entdeckt zu werden. Besteht diese Einschränkung nicht, ist es meist einfacher, die entsprechenden Wachen umzulegen, als an ihnen vorbei zu schleichen. Wie man es aus der Konsolenversion kennt, dürft ihr noch allerhand optionale Nebenaufgaben erledigen: Diese verlangen von euch beispielsweise Diebstähle, Verhöre, Attentate oder Botengänge. Für bestandene Missionen bekommt ihr Bonuspunkte, die ihr dann in allerhand Upgrades investieren könnt, um so z.B. eine schnellere Tarnung, mehr Lebensenergie oder erhöhte Angriffskraft zu bekommen. Ebenfalls dürfen PSP- und PS3-Spieler miteinander interagieren: So können Besitzer von Assassin’s Creed II für PS3 zusätzliche Gesundheit und Aufwertungen für die versteckten Klinge freischalten und diese dann an die PSP übertragen. Ebenso können in der PSP-Version gefundene Templer-Münzen und Spezialwaffen auf der Playstation 3 verwendet werden. Es bleibt dabei euch überlassen, dieses Feature zu nutzen – letztlich ist es nicht mehr als ein kleines Gimmick.

Ein Blick auf die Technik
Im Vorfeld sorgte vor allem die schier unglaubliche Grafik auf Screenshots sowie in einigen Trailern für Verblüffung – sollte tatsächlich nach Grafikperlen wie God of War: Chains of Olympus ein weiterer Titel alles aus der PSP herausholen? Das Ergebnis im fertigen Spiel ist keineswegs schlecht: Eine offene Spielwelt mit schönen Charaktermodellen und ansehnlichen Animationen. Doch der erhoffte Knaller ist es dennoch nicht geworden – dafür sorgt schon die wenig berauschende Weitsicht. Allzu oft fragt man sich, wer denn die Nebelmaschine angeschmissen hat. Vor allem die erste Stadt Limasol wartet zudem noch mit einem Überschuss an braunen Farbtönen auf und auch einige Texturen dürfen als matschig bezeichnet werden. Dafür läuft das Spielgeschehen absolut flüssig ab und auch die Ladezeiten halten in Grenzen.

Ubisoft hat der deutschen Version von Assassin's Creed: Bloodlines sogar eine eigene Sprachausgabe spendiert. Somit erwarten euch zu den einzelnen Charakteren passende Stimmen, auch wenn die Synchronsprecher an der einen oder anderen Stelle recht lustlos wirken. Musik und die Soundeffekte können überzeugen – neben den bekannten Soundsamples aus dem Konsolenteil wird jede Situation mit entsprechender Musik unterlegt. Begebt ihr euch z.B. auf die Flucht vor den Wachen wird sofort eine atmosphärische Musik eingespielt, welche die Dramatik noch einmal unterstreichen soll. Zu guter Letzt widmen wir uns der Steuerung: Seit jeher ein Reizthema auf der PSP, welche bekanntlich nicht über den so schmerzlich vermissten zweiten Analogstick verfügt. Die Entwickler haben sich in unserem aktuellen Testkandidaten dazu entschlossen, dass Altaïr mit dem Analog-Nub gesteuert wird. Dazu kommt die Kombination aus der linken Schultertaste sowie den vier Aktionstasten, um die Kamera zu bewegen. Dies kann allerdings getrost als misslungen bezeichnet werden, da die Kamera sich nur schwerfällig bewegen lässt – auch ist es in hektischen Situationen unmöglich mit dieser Kombination den Überblick zu bewahren. Dafür funktioniert die Steuerung von Altaïr nach einiger Eingewöhnungszeit recht gut und ihr könnt mit ein wenig Übung bald in bekannter Manier über die Dächer hüpfen.



Fazit:
Mit "Assassin's Creed: Bloodlines" liefern uns die Entwickler keineswegs ein schlechtes Spiel ab – es ist nur leider nicht der erhoffte Überflieger auf der PSP geworden. Denn auch der PSP-Ableger kränkelt wie schon das 2007 erschienene Konsolenvorbild an einem wenig ausgereiften Spielprinzip. Auf der PSP wirkt die Story zudem lieblos zusammengeschustert und auch die Nebenmissionen bieten nichts Neues. Mit einer Spielzeit von rund fünf Stunden ist der Umfang zudem erschreckend gering ausgefallen, was auch die Möglichkeiten einer PS3-Verbindung oder die Jagd nach versteckten Münzen nicht wettmachen kann. Die technische Seite kann ebenfalls nicht die Ansprüche erfüllen - zwar weiß das Open-World-Konzept auch auf der PSP zu gefallen, allerdings müssen bei der Handheldumsetzung natürlich in jeder Hinsicht Abstriche hingenommen werden. Auch die Steuerung kann nur bedingt überzeugen, da vor allem die manuelle Kamerajustierung relativ unbrauchbar ist – Hier erwarten wir beim nächsten Mal mehr Feingefühl!

Hofft auf einen besseren Nachfolger: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Orientiert sich stark am ersten Teil für Konsole, unterirdische Gegner-KI
GRAFIK
7 von 10
(Kleine) Open-World auch auf der PSP, schöne Animationen
SOUND
8 von 10
Deutsche Stimmen, bekannte Sounds, atmosphärische Musik
FEATURES
5 von 10
Recht kurze Spielzeit (ca. 5-6 Std.), versteckte Münzen in den Levels, PS3-Verbindung
MULTIPLAYER
0 von 10
nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
72%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Meist helle Levels, z.T. kurze Missionen eignen sich gut für unterwegs"







Details
Spielname:
Assassin's Creed: Bloodlines

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Griptonite Games

Genre:
Action Adventure

Release:
15.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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