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Silent Hill: Shattered Memories


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Silent Hill: Shattered Memories Review vom 24.02.2010

Mit dem zumindest zeitweise exklusiven PSP-Titel Silent Hill: Origins erschien im Jahr 2007 bereits ein Vertreter der Reihe auf dem Sony-Handheld. In dem damaligen Titel bekam man es mit dem Trucker Travis O´Grady zu tun, welchen es unter mysteriösen Umständen in das kleine Örtchen Silent Hill verschlagen hatte. Das Spiel konnte damals zwar überzeugen, ein großes Manko hatte es aber dennoch: Es bot keine nennenswerten Neuerungen. Unser aktueller Testkandidat Silent Hill: Shattered Memories bietet dagegen eine ganze Reihe an Änderungen und neuen Features, welche wir euch in unserem Test aufzeigen wollen. Kann diese Neuinterpretation des ersten Teils für die PSone genauso überzeugen wie der damalige Teil oder ist es einmal mehr der Versuch an die ruhmreichen Zeiten der Serie anzuknüpfen? Lest die Antwort dazu in unserem Test!

Hey, alles glänzt so schön neu

Der bereits im Vorfeld der Ankündigung von vielen Fans geäußerte Wunsch, den ersten Teil aus dem Jahr 1999 neu aufzulegen, wurde von Konami 2009 endlich erfüllt. Allerdings erscheint das Spiel nicht als HD-Remake, sondern vielmehr als Neuinterpretation für Wii, PS2 und PSP. Silent Hill: Shattered Memories erzählt in wesentlichen Teilen die Ereignisse des ersten Teils der Serie, jedoch werden neue Wege und Ansichten geboten. Im Mittelpunkt steht wieder die Geschichte um Harry Mason, der das Rätsel um das mysteriöse Verschwinden seiner Tochter Cheryl zu lösen versucht. Seine Suche führt ihn in die nebelverhangenen und mit Schnee bedeckten Straßen des unheilvollen Ortes Silent Hill, welcher dieses Mal allerdings erstaunlich friedfertig daherkommt – dazu gleich mehr.

Eine Neuerung von Silent Hill: Shattered Memories ist das psychologische Profil, welches das Spiel von einem erstellt. Immer wieder erlebt man Sequenzen, in denen man vor einem Psychiater sitzt und verschiedene Fragen beantworten oder z.B. auch Dinge in einer bestimmten Reihenfolge ordnen muss. Jede Antwort beeinflusst das psychologische Profiling-System des Spiels und je nachdem, wie man sich verhält, verändert sich das spätere Geschehen. Es soll zwar an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden, aber es ist schon erstaunlich, wie sich dieses System auf das Spiel auswirkt – zum einen wird dadurch die beklemmende Atmosphäre noch weiter verstärkt, zum anderen wird somit natürlich ein Anreiz für ein erneutes Durchspielen geboten.

Ein weiteres Feature, welches die Enwickler von Climax in den neuen Teil der Reihe integriert haben, ist das Handy. Der kleine elektronische Helfer mutiert fast zum Alles-Könner, denn die Funktionen sind in vielen Situationen unverzichtbar. So bietet es eine GPS-Funktion samt detaillierter Karte des Ortes Silent Hill, welche neben der eigenen Position auch allerhand Wegpunkte generiert. Ebenfalls von erheblicher Wichtigkeit ist die Kamera: In manchen Situationen müssen Fotos von paranormalen Ereignissen gemacht werden, was dann eine weitere Aktion zur Folge hat. Man darf allerdings auch jederzeit seine eigenen Fotos schießen und sogar abspeichern, um sie später nochmals anzuschauen – leider funktioniert dies nur spielintern und nicht etwa über das XMB-Menü der PSP.

In einigen Situationen dient das Handy aber auch ganz banalen Zwecken: So bekommt man immer wieder SMS, Sprachnachrichten oder Bilder auf das Mobiltelefon geschickt, die dann meist mit den kuriosen Ereignissen in der Stadt zutun haben. Im Laufe des Spiels trifft man auch immer wieder auf allerhand Plakate und Schriftstücke, die Telefonnummern enthalten. In den meisten Fällen steht es einem frei diese Nummern auch zu wählen, aber eine willkommene Abwechslung stellen sie allemal da. Über das Handy lässt sich übrigens auch jederzeit der Spielstand abspeichern.

Gameplay mal anders

Eine ganz eigene Gameplay-Erfahrung stellt Silent Hill: Shattered Memories vor allem deswegen dar, weil es komplett auf den Einsatz von Waffen verzichtet. Sicherlich dürfte gerade Fans der Silent Hill-Reihe dieser Umstand im ersten Moment verwundern, allerdings funktioniert dieses „neue“ Spielkonzept auch so hervorragend. Das Spiel hält nämlich immer verschiedene Gameplay-Einlagen bereit: Meistens bewegt man sich völlig einsam durch die verlassenen Straßen und Gebäude der Stadt und muss zu einem bestimmten Ort gelangen, welcher auf der Karte eingezeichnet ist. Dabei wird in diesen Szenen auf den Einsatz von Gegnern verzichtet und eher durch die Atmosphäre selbst eine nicht zu verachtende Grusel-Stimmung erzeugt – was nicht zuletzt am hervorragenden Sound liegt, dazu aber gleich mehr. Auf seinem Weg trifft man immer wieder auf verschiedene Rätsel, deren Anspruch von einfach bis schwer reicht.

So müssen beispielsweise des Öfteren verborgene Schlüssel gefunden werden, die meist in Schränken oder ähnlichen Behältnissen versteckt sind. Steht man vor einem solchen Schrank, wechselt man von der 3rd-Person Sicht in die Ego-Perspektive und muss „per Hand“ beispielsweise Türen oder auch Reißverschlüsse öffnen. In diesen Situationen positioniert man via Analog-Nub den Cursor über dem „Hot Spot“ (z.B. dem Türknauf) und muss via gedrückter X-Taste die Tür aufmachen. In anderen Situationen müssen beispielsweise Dosen gedreht werden, damit deren Inhalt herausfällt. Aber auch normale Schalter-Rätsel oder einfaches Knöpfe drücken gehören zum Rätsel-Repertoire von Silent Hill: Shattered Memories. Wer nun allerdings glaubt, dass sich diese Puzzles ständig so leicht lösen lassen, der irrt. Einige benötigen nämlich um einiges mehr Gehirnschmalz, was vor allem im späteren Spielverlauf deutlich wird. Noch ein Wort zur Steuerung in diesen Einlagen: Hier merkt man deutlich die Herkunft von Nintendo’s Wii, welche bekanntlich auf eine Bewegungssteuerung setzt und somit prädestiniert für die manuelle Bedienung ist. Aber auch auf der PSP kann die steuerungstechnische Umsetzung überzeugen und bietet keinerlei Nachteile.

Das Spiel hält aber auch immer wieder Action-Sequenzen bereit - hier kann es dann sogar passieren, dass man einen Spielabschnitt wiederholen muss, da die Lebensenergie erschöpft ist. Das hört sich so gesehen erst einmal nach einem völlig selbstverständlichen Umstand an, allerdings ist es in Silent Hill: Shattered Memories eher schwierig zu sterben – doch erst einmal etwas zu diesem Gameplay-Element selbst: Die Spielfigur Harry Mason wird immer wieder von merkwürdigen Alpträumen heimgesucht, in denen er vor missgebildeten und bösartigen Kreaturen flüchten muss. Er kann sie selbst nicht angreifen, sondern nur mittels auffindbaren Fackeln zurückhalten oder durch umstürzende Schränke, etc aufhalten. Die Kreaturen selbst bewegen sich ähnlich wie Menschen und sind dementsprechend schnell – immer wieder fallen sie einen an und erst dann kann man sich ihnen zur Wehr setzen. Es gilt dann in kurzer Zeit eine der vier Aktionstasten zu drücken, damit sich Harry von ihnen befreien kann. In einigen Situationen wird man auch von mehreren Gegnern auf einmal angefallen und muss dann die dementsprechende Tastenanzahl drücken. Auch wenn man seine eigene Lebensanzeige nicht sehen kann, wird durch das Verhalten von Harry selbst deutlich, wie viel man noch übrig hat: Nach einigen Angriffen bewegt dieser sich nämlich nur noch humpelnd vorwärts.

In diesen Action-Einlagen muss man aber nicht nur vor den Kreaturen flüchten, sondern ist ebenfalls dazu angehalten, durch verschiedene Türen zu laufen, über Zäune zu klettern oder üebr Schluchten zu springen. Damit man zumindest eine Orientierung hat, wo man hinmuss, haben die Entwickler hier eine kleine Hilfe integriert: All diese Orte sind nämlich mit einem hellblauen Rand umzogen, sodass man immer weiß, wo sich der nächste Ausgang befindet – hier kommt dann aber auch schon ein Manko zum Vorschein: Oftmals trifft man nämlich auf mehrere Ausgänge und muss dann entscheiden, welchen man nimmt. Dies führt dann nicht selten dazu, dass man im Kreis läuft und erst den richtigen Ausgang finden muss – allerdings wissen das auch die Gegner und wird es sehr frustrierend, wenn eine komplette Action-Sequenz wiederholt werden muss, nur weil man den „richtigen“ Ausgang nicht findet.

Funktioniert so ein Spiel auf der PSP?

Diese Frage haben wir uns zwar auch schon beim Vorgänger Silent Hill: Origins oder Konkurrenten Obscure: The Aftermath gestellt, allerdings kann sie auch bei unserem aktuellen Testkandidaten mit einem klaren Ja beantwortet werden. Allerdings sollte das Spiel nicht unterwegs im Bus oder Zug gespielt werden, denn das Spiel setzt –oh Wunder– fast ausschließlich auf dunkle Schauplätze. Meist besteht die einzige Lichtquelle aus der endlos leuchtenden Taschenlampe in der rechten Hand des Protagonisten. Im Gegensatz etwa zur Wii-Version kann man mit dieser allerdings während des Laufens nicht frei in der Gegend herumfuchteln, sondern ist an die Körperstellung des Hauptcharakters gebunden. Man bewegt sich mittels Analog-Nub kann erst im Stand mittels gedrückter rechter Schultertaste die Taschenlampe frei herumschwenken – dies funktioniert nach einer gewissen Eingewöhnungszeit auch recht gut und macht nur selten Probleme.

Die einzigen technischen Schnitzer lassen sich in einigen hektischen Situationen ausmachen: Flüchtet man in einer der Action-Szenen vor den missgebildeten Kreaturen, muss man wie bereits erwähnt durch allerhand Türen hetzen. Dies hat allerdings in einigen Fällen zur Folge, dass beim Öffnen dieser Türen die Framerate in die Knie geht. Ebenfalls ist dies bei vielen Gegnern in einem weitläufigen Areal zu beobachten. Ansonsten ist die technische Umsetzung sehr löblich ausgefallen: Vor allem die Ladezeiten fallen wirklich kurz aus, was einem Spiel dieser Art natürlich entgegenkommt. Imposant wirkt ebenfalls die dynamische Ausleuchtung durch die Taschenlampe und auch die dargestellten Schatten können überzeugen. Befindet man sich in den Außenarealen von Silent Hill, hat man meist mit dem Wetter zu kämpfen: Es schneit fast ununterbrochen und der Wind sorgt für viele Schneewehen und Nebel in der Stadt. Damit haben die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Denn zum einen wird so das jeweilige Areal beispielsweise durch einen riesigen Schneeberg in einer Straße begrenzt und zum anderen fällt so die geringe Sichtweite nicht auf.

Ein besonderes Lob geht dieses Mal allerdings an die Soundabteilung bei den Climax Studios. Es fängt damit an, dass der neue Soundtrack vom Serien-Komponisten Akira Yamaoka erstellt wurde und auch in diesem Teil absolut überzeugen kann. Immer wieder wird das Spielgeschehen mit den genialen Musikstücken des Komponisten unterlegt und verstärkt meist noch einmal die ohnehin schon beklemmende Atmosphäre. Wenn ihr Spiele mit englischer Synchronisation nicht mögt, dann werdet ihr wohl auch mit Silent Hill: Shattered Memories eher weniger Spaß haben – das gesamte Spiel wurde nämlich mit englischen Sprechern ausgestattet. Diese machen ihren Job allerdings wirklich sehr gut und bringen die spannenden Geschehnisse der Story glaubwürdig rüber. Das restliche Spiel wurde allerdings komplett in deutscher Sprache gehalten und so werden nicht nur die Dialoge untertitelt, sondern ebenfalls Schriftzüge auf Plakaten, etc. Auch die Bedienoberfläche haben die Entwickler eingedeutscht.



Fazit:
Sicherlich dürfte das „neue“ Spielkonzept von Silent Hill: Shattered Memories nicht jedem gefallen: Man darf nun nicht mehr mit diversen Waffen auf Monsterjagd gehen und auch die Tatsache, dass es sich bei dem Spiel um eine Neuinterpretation des ersten Teils aus dem Jahre 1999 handelt, macht es sicherlich für einige uninteressant. Uns konnte das Spiel allerdings fast durchweg überzeugen, was an dem gelungenen Zusammenspiel aus Grusel-, Rätsel- und Actioneinlagen in Verbindung mit der Inszenierung liegt. Ebenfalls fallen die neuen Elemente wie z.B. das Handy oder das psychologisches Profiling-System positiv auf – gerade letzteres sorgt für so manchen Überraschungseffekt im Spiel. Besonders erfreulich ist zudem, dass den Climax Studios die technische Umsetzung auf der PSP fast fehlerlos gelungen ist. Lediglich die Framerate macht in einigen Situationen so ihre Zicken, was aber verschmerzbar ist. Wir hoffen, dass wir noch weitere Teile der Reihe auf dem Sony-Handheld zu sehen bekommen und können euch vorerst den Kauf von Silent Hill: Shattered Memories wärmstens empfehlen.

Freut sich schon auf den nächsten Teil: Jakob Koch für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
9 von 10
Mischung aus Grusel-, Rätsel- und Actioneinlagen weiß zu überzeugen
GRAFIK
9 von 10
viele Details, dynamische Taschenlampe, aber gelegentliche Framerate-Probleme
SOUND
10 von 10
geniale Soundkulisse, hitverdächtiger Soundtrack von Akira Yamaoka, überzeugende (englische) Synchronsprecher -> aber: Kopfhörerpflicht!
FEATURES
7 von 10
Spielumfang liegt im guten Durchschnitt, psychologisches Profiling-System sorgt für Wiederspielwert
MULTIPLAYER
0 von 10
nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
84%
Mobilitätsfaktor: [1 /10]
"Dunkle Schauplätze und Kopfhörerpflicht sorgen für Frust im Bus"







Details
Spielname:
Silent Hill: Shattered Memories

Publisher:
Konami

Developer:
Climax Studios

Genre:
Action Adventure

Release:
23.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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