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Obscure: The Aftermath


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Obscure: The Aftermath Review vom 25.11.2009

Eigentlich haben PSP-Spieler von Konsolen-Portierungen die Nase voll – gerade in den ersten Jahren wurden sie mit meist minderwertigen und lieblosen Spielen abgespeist, welche sowohl technisch als auch spielerisch nicht an die Vorbilder heranreichten. Mit Obscure: The Aftermath veröffentlicht der niederländische Publisher PlayLogic allerdings trotzdem eine Portierung des gut zwei Jahre alten Konsolenteils Obscure II. Doch bereits im Vorfeld ließ man verlauten, dass die PSP-Umsetzung eben nicht eine solche Beschneidung erfahren solle, sondern als vollwertiges Spiel daherkommt. So verfügt die PSP-Version über den gesamten Inhalt des Konsolen-Vorbilds und bietet sogar einen Coop-Modus via AdHoc. Bereits auf der Gamescom 09 hatten wir die Möglichkeit uns die PSP-Version von den Entwicklern zeigen zu lassen – wir sagen euch in unserem Test, ob sich ein Kauf lohnt!

Wenn Blumen böse werden…
Solltet ihr bereits den Vorgänger auf der Konsole gespielt haben, dann werdet ihr keinerlei Schwierigkeiten haben, der Story zu folgen. Alle Neulinge können aber beruhigt sein: Auch ohne Vorkenntnisse lassen sich die Ereignisse in der Fallcreek University und deren unmittelbarer Umgebung nachvollziehen. Ganz im Stile der Teenie-Horror-Filme begleitet man in Obscure: The Aftermath eine Gruppe junger Menschen, die zum Teil noch aus dem Vorgänger stammen. Sie führen mittlerweile ein beschauliches Leben und gehen auf eine Universität. Doch dann beginnen überall auf dem Campus schwarze Blumen zu wuchern. In ihrem Experimentierdrang decken sie merkwürdige Chemikalien auf, die ebenso eigenartige wie lebhafte Träume hervorrufen. Sie finden heraus, dass hinter den Blumen mehr steckt als das, was sich dem bloßen Auge bietet. Storytechnisch solltet ihr allerdings nicht zu viel Anspruch erwarten und euch zudem auf eher flache Dialoge einstellen.

Im Spiel seid ihr stets mit zwei Protagonisten unterwegs, die zudem unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. So ist beispielsweise Corey dafür prädestiniert, an Wänden entlang zu hangeln oder hohe Wände hinauf zu klettern – Kenny wiederum kann besonders gut schwere Gegenstände, wie z.B. Kisten oder Regale verschieben. So lassen sich oftmals die verschiedenen Talente der Charaktere geschickt kombinieren. Dennoch merkt man an etlichen Stellen, dass sich die Entwickler an Genre-Größen wie Resident Evil oder Silent Hill bedienen – vor allem einzelne Schauplätze kommen einem verdächtig bekannt vor. Allerdings gilt hier wieder einmal das bekannte Motto: Lieber gut kopiert, als schlecht ausgedacht. Ihr navigiert eure Charaktere meist durch düstere Levelabschnitte und trefft dabei natürlich auf allerhand böses Gesocks – dieses wartet nur darauf, von euch mit diversen Waffen bearbeitet zu werden.

Die französischen Entwickler von Hydravision geben euch allerhand Werkzeuge zur Hand, welche von Baseball- und Hockey-Schlägern über Pistolen und Schrotflinten bis zur elektrischen Kettensäge reichen. Letztere ist vor allem dahingehend interessant, da sie an Ladestationen wieder aufgeladen werden muss. Stellt ihr euch nicht zu verschwenderisch an, dürftet ihr aber nie unter Munitionsmangel leiden – auch Medipacks lassen sich genügend finden. Zudem lässt sich aus einer bestimmten Anzahl an besiegten Gegnern ein Serum gewinnen, welches ebenfalls für die Gesundheitsregeneration verwendet werden darf. Immer wieder wird der Spielverlauf auch durch kleinere Rätsel aufgelockert. Hier müssen z.B. Buchstaben in die richtige Reihenfolge gebracht oder auch Regale so verschoben werden, dass sie einen Mechanismus aktivieren. Auch wenn diese kleinen Einlagen nie besonders große Anstrengungen abverlangen, dienen sich doch in angenehmer Weise der Abwechslung.

Spiel mit mir!
Bereits auf den heimischen Konsolen konnte Obscure: The Aftermath vor allem mit seinem besonderen Coop-Feature punkten. Das Spiel lässt sich sowohl alleine als auch zu zweit komplett durchspielen – an dieser Stelle sei aber gesagt, dass ihr jeweils eine UMD benötigt, um das Spiel zusammen zu spielen. Das bekannte Game-Sharing-Feature vermisst man an dieser Stelle genauso wie einen Online-Support. Habt ihr allerdings einen menschlichen Coop-Partner zur Seite, wertet dieses Feature das gesamte Spiel um ein Vielfaches auf. Wie anfangs beschrieben seid ihr immer zu zweit unterwegs – sowohl im Einzelspielermodus, als auch im Coop-Modus. Im erst genannten Modus übernimmt natürlich die KI den zweiten Charakter, was so aber manches Mal ungewollt zu Problem führt: Diverse Aktionen im Spiel verlangen nämlich die Zusammenarbeit zwischen beiden Protagonisten. Zwar dürft ihr euren Charakter jederzeit wechseln, aber soll der KI-Partner beispielsweise eine Kiste selbstständig verschieben, erweist sich dieses Unterfangen als Nervensache. Aber auch im Kampf passiert es immer wieder, dass ihr durch euren Partner verletzt werdet – hier hätten die Entwickler durchaus mehr Feingefühl investieren können.

Zu den größten Kritikpunkten des Spiels gehört aber auch die störrische Kamera: Oftmals verhindert die automatische Einstellung eine ausreichende Übersicht und vor allem in hektischen Situationen können so wertvolle Sekunden für die Nachjustierung draufgehen. Ihr steuert euren Charakter mit dem Analog Nub und könnt mittels Steuerkreuz die Kamera frei einstellen – so manches Mal hätte es sich aber angeboten, einfach eine feste Kameraeinstellung zu wählen, anstatt auf ein rein dynamisches System zu setzen. Zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Lokalisierung: Die Stimmen wurden komplett in englischer Sprache belassen, allerdings erwarten euch deutsche Untertitel und Menüs. Bezüglich der Alterseinstufung hat die USK eine 16er-Freigabe springen lassen, doch müssen wir uns an so mancher Stelle fragen, ob diese gerechtfertigt war: Wenn wir auf Leichen mit abgerissenen Gliedmaßen treffen und dies in aller Deutlichkeit dargestellt wird, wäre vielleicht eine höhere Einstufung angebracht gewesen.

Eine Technik zum Gruseln?
Vor allem in grafischer Hinsicht kann das Spiel punkten: Unzählige Details lassen sich erspähen und sogar eine kleine Physikengine haben die Entwickler integriert – beachtlich, wenn man bedenkt, dass Obscure: The Aftermath das erste PSP-Spiel von Hydravision darstellt. Darüber hinaus dürft ihr allerlei Effekte wie Taschenlampen oder auch einen Stör-Filter wie bei Silent Hill: Origins erwarten. An dieser Stelle kann das Spiel mit den Genre-Größen mithalten, was auch bei der soundtechnischen Umsetzung nicht anders ist: Zwar wirken die Synchronsprecher in einigen Momenten unfreiwillig komisch, dafür sogen Musik sowie Umgebungsgeräusche für die nötige Atmosphäre. So manches Mal schreckt man dann doch auf, wenn man durch die dunklen Level läuft und plötzlich ein Schockmoment entsprechend unterlegt wird. Allerdings sind Kopfhörer Pflicht bei diesem PSP-Titel – ebenso wie eine entsprechend dunkle Umgebung. Den Soundtrack zum Spiel könnt ihr euch übrigens hier von der offiziellen Website kostenlos downloaden.



Fazit:
Wenn euch Filme á la „Scream” oder „The Faculty“ zusagen, dann dürfte auch die Geschichte rund um die Ereignisse in der Fallcreek University etwas für euch sein. Auch wenn die Dialoge meist recht flach und somit unfreiwillig komisch ausfallen, gleicht die ansonsten wirklich gelungene Atmosphäre dieses Manko wieder aus. Dies liegt vor allem an der hervorragenden soundtechnischen Unterstützung u.a. durch den Pariser Kinderchor. Bei entsprechender Umgebung und Kopfhörer in den Ohren vermag das Spiel eine gewisse Spannung zu überzeugen – auch wenn zusätzlich die störrische Kamera eure Nerven auf die Probe stellt. Ebenfalls vermag die grafische Präsentation zu überzeugen und man kann nur hoffen, dass die Entwickler nach ihrem ersten PSP-Spiel dem Handheld treu bleiben. Gerade der zwei Spieler Coop-Modus sollte ein Vorbild für andere PSP-Titel dieser Art sein – solltet ihr mit den angesprochenen Kritikpunkten leben können, ist Obscure: The Aftermath auf der PSP einen Kauf wert.

Lauscht noch ein wenig dem Soundtrack: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Playlogic für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Orientiert sich an Vorbildern aus den 90ern, Kamera sorgt für Frustmomente
GRAFIK
8 von 10
Für PSP-Verhältnisse sehr gelungen, Ladezeiten stören gelegentlich
SOUND
8 von 10
Schöner Soundtrack, mit Kopfhörern kommt Gruselatmosphäre auf
FEATURES
7 von 10
Ein paar Extras in Form von Artworks, Videos, etc freizuschalten
MULTIPLAYER
8 von 10
Genialer zwei Spieler Coop-Modus - leider nur Offline
GESAMT-
WERTUNG:
78%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Dunkle Umgebung & Kopfhörer Pflicht – daher zu Hause spielen!"







Details
Spielname:
Obscure: The Aftermath

Publisher:
Playlogic

Developer:
Hydravision

Genre:
Action Adventure

Release:
15.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
2-Spieler Coop

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (19)

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