PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

LittleBigPlanet


  • Testbericht
  • Screenshots (22)
  • News & Videos (81)
  • User (91)
  • Spiel Kaufen
LittleBigPlanet Review vom 16.11.2009

Als zu Beginn des Jahres 2009 der PS3-Hit LittleBigPlanet auch für die Playstation Portable angekündigt wurde, war die Freude groß: Endlich das geniale Spielprinzip auch auf dem kleinen Handheld genießen – doch gleichzeitig waren die Bedenken da, dass so ein umfangreiches und technisch ausgereiftes Spiel niemals 1:1 auf die PSP umgesetzt werden kann. Miese Konsolenportierungen kennen PSP-Spieler zu Genüge – doch zeigen Spiele wie MotorStorm: Arctic Edge oder auch PixelJunk Monsters Deluxe, dass gerade ehemalige PS3-Spiele auf der PSP sehr gut funktionieren können. Doch letztlich muss sich auch ein namhafter Titel wie LittleBigPlanet erst einmal beweisen – wir haben uns bereits jetzt das Spiel der SCE Studios Cambridge einmal näher angeschaut und sagen euch, ob sich eine Investition lohnt!

Die SCE Studios Cambridge haben das Spiel zusammen mit Media Molecule, den Machern der PS3-Version erschaffen, können aber selbst auf kaum Erfahrungen im PSP-Sektor zurückgreifen – bisher befindet sich lediglich Medievil - Die Rückkehr auf dem Konto der Briten. Dass man also gleich mit einem der erwarteten Top-Spiele für den Sony-Handheld betraut wurde, ist eine kleine Überraschung. Die Entwickler haben versucht, das gesamte Spielgefühl des Konsolenvorbilds einzufangen – am Wichtigsten war dabei nach eigener Aussage die Umsetzung des erfolgreichen Mottos Play.Create.Share: Also neben dem genialen Spielprinzip auch den umfangreichen Level-Editor sowie die Möglichkeit die Level mit Spielern aus aller Welt zu teilen auf der PSP zu verwirklichen. Einen ersten Dämpfer mussten PSP-Besitzer allerdings bereits im Vorfeld hinnehmen: LittleBigPlanet verfügt auf der über keinen Mehrspielermodus – lediglich Levels dürfen online und offline ausgetauscht werden. Dazu aber später mehr.

Willkommen in der Welt von LittleBigPlanet
Widmen wir uns erst einmal dem Story-Modus des Spiels, denn dieser ist genau wie auf der Playstation 3 überaus gut gelungen. Die Entwickler übernehmen dabei das Konzept der Konsolen-Version und schicken euch in verschiedene Spielwelten auf der ganzen Welt – natürlich entsprechend angepasst an die jeweilige Kultur. Auch der PSP-Teil verfügt über keine echte Story: Eure Aufgaben bestehen meist darin kleinere Rätsel zu lösen und so den jeweiligen Auftraggebern vermisste Gegenstände wiederzubringen oder auch unliebsame Kontrahenten vertreiben.

Grundsätzlich ist LittleBigPlanet in das Genre der Plattformer einzuordnen. Es geht kurzum darum, von links nach rechts an das Ende des Levels zu gelangen. Dabei müssen verschiedene Hindernisse überwunden werden, zum Beispiel, indem man Kisten verschiebt, sich an eine Art Liane hängt und so über ein Feuer schwingt oder einen Wagen als schnelles Transportmittel benutzt. Dabei steht oft auch der Punkt Physik im Vordergrund. Geht es also bergab, dann rollt ein Wagen, hält man sich an einem sich drehenden Objekt fest und lässt dann los, so fliegt man durch die Luft und so weiter. Wer die PlayStation 3-Version schon gezockt hat, der weiß sowieso, um was genau es geht – aber auf der PSP wirkt das Ganze noch beeindruckender, da der kleine Handheld nun mal viel weniger Hardware-Power besitzt.

Die akrobatischen Fähigkeiten eures Sackboys halten sich aber in Grenzen: Springen andere Jump’n Run Helden noch wie wild durch die Level, kann der Protagonist aus LittleBigPlanet gerade einmal einen normalen Sprung ausführen – das war’s. Beziehungsweise doch noch nicht ganz: Denn in manchen Situationen darf man das bereits von der PS3 bekannte Jetpack verwenden, welches auch auf dem Handheld an eine Kette angebunden ist. Damit soll gewährleistet werden, dass ihr nicht den ursprünglich angedachten Radius für den Gebrauch des Fluggerätes verlasst. Hinzu kommt ebenfalls noch, dass via Steuerkreuz verschiedene Grimassen geschnitten werden können, die den eigenen Sackboy bzw. das Sackgirl niedlich grinsen oder auch böse schauen lassen. Auch wenn dieses Feature keine besondere Funktion hat, macht es einfach Spaß dem kleinen Protagonisten dabei zuzuschauen.

Die Unterschiede zur PS3-Version
Wir sprachen bereits von dem nicht vorhandenen Multiplayer auf der PSP, doch es gibt noch mehr: So waren die Welten in LittleBigPlanet nicht als flaches Brett aufgebaut, man hatte quasi drei Ebenen, mit Hilfe derer man „in den Bildschirm“ hineinhüpfen konnte, um einem Feind zu entgehen. Dies ist auch auf der PSP möglich, doch gibt es hier anstatt drei nur noch zwei Ebenen, auf denen man sich bewegen kann. Abgesehen von diesen zwei (großen) Änderungen bleibt alles beim Alten.

Interessanter als die weggelassenen Features sind aber die Dinge, die es letztlich in die PSP-Version geschafft haben: So spielen beispielsweise die unzähligen Luftblasen eine große Rolle, welche über die jeweiligen Level verteilt sind. Innerhalb dieser Blasen finden sich nicht nur Punkte, sondern ebenso Sticker oder Kostüm-Teile. Letztere können dem eigenen Sackboy nach Erwerb sofort angelegt werden – manchmal kommt es sogar vor, dass man ein ganzes Kostüm-Set findet. Darüber hinaus finden sich auch haufenweise Sticker in den Luftblasen, die für die eigenen Level im Editor verwendet werden können. So manches Mal finden sich aber auch Sticker in den Blasen, die für den zu spielenden Level von großer Wichtigkeit sind: Denn erst nach Aufkleben auf ein bestimmtes (vorgegebenes) Feld, wird eine Aktion ausgelöst - so werden dann z.B. erst Türen geöffnet oder Brücken ausgefahren. Einziger Nachteil bei den Luftblasen: Oftmals erkennt man vorher nicht, was sich darin befindet, da die Symbole einfach zu klein gehalten wurden.

Play.Create.Share.
Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wie umfangreich die Gestaltung eines eigenen Levels in LittleBigPlanet ist, dann solltet ihr euch den Level-Editor einmal näher anschauen. Hier dürft ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und eigene Welten kreieren – nach Aussagen der Entwickler ist es möglich, alle im Story-Modus zu sehenden Dinge auch im Editor nachbauen zu können. Erst einmal die Frage nach dem Umfang: Dieser bietet schier unendliche Auswahlmöglichkeiten: Neben vorgefertigten Formen, bei denen ihr Größe, Dicke oder Muster bestimmen könnt, dürft ihr ebenfalls eure eigenen Ideen umsetzen: Mittels Analog-Nub können eigene Formen gezeichnet und sogar abgespeichert werden – auch auf der PSP sind euch (fast) keine Grenzen gesetzt. Immer gilt es nämlich die Physik zu bedenken: Gerade die dynamischen Objekte verlangen eine korrekte Platzierung, da sie z.B. nach der Platzierung zu Boden fallen – ihr könnt sie auch rotieren lassen oder mit anderen Gegenständen verbinden. Ebenfalls gilt es zu beachten, dass nur eine gewisse Anzahl an Objekten im Level platziert werden kann, was durch ein Thermometer am rechten Bildschirmrand bildlich dargestellt wird.

Gerade in einem solch umfangreichen Feature stellt sich natürlich die Frage nach der Bedienung: Alle Aktionen werden via Analog-Nub gesteuert und mit Hilfe aller anderen Tasten der PSP beeinflusst – so dient die Viereck-Taste zum Aufrufen des „Popit“-Menüs, die Dreieckstaste zum Löschen oder die X-Taste zum Bestätigen – aber auch die beiden Schultertasten sind ein wichtiger Bestandteil im Editor: Mit der rechten Schultertaste bestimmt ihr nämlich die Dicke eines Objekts, während die linke Schultertaste die Ebene (also vorne oder hinten) bestimmt. Das Steuerkreuz kann z.B. dafür verwendet werden, getätigte Aktionen rückgängig zu machen oder zu wiederholen. Der Editor bietet also schier unendliche Möglichkeiten – und diese müssen erst einmal ergründet werden. Dabei helfen euch kurze Tutorial-Videos, ohne die es schwierig sein würde, den komplexen Editor auf Anhieb zu beherrschen.

Habt ihr nach einer gewissen Zeit euren Level erstellt, dürft ihr diesen mit der ganzen Welt teilen: Wie auch auf der Playstation 3 könnt ihr im PSP-Ableger von LittleBigPlanet nämlich eure erschaffenen Levels online stellen oder diejenigen anderer Spieler herunterladen. Somit habt ihr neben den gut 30 Levels des Story-Modus ebenfalls noch die selbstgemachten Kreationen von Spielern aus aller Welt – wie man es von der PS3 kennt, wird es auch hier ein Bewertungssystem geben, damit man die besten Eigenkreationen auf einen Blick findet.

Technische Meisterleistung
Natürlich müssen im Vergleich zur PS3-Variante grafische Einbußen in Kauf genommen werden, das ist klar. Aber LittleBigPlanet kann auch auf der PSP mit einem unverwechselbaren Charme punkten und strotzt nur so vor Details. Die verschiedenen Szenarien wurden wirklich liebevoll kreiert und wissen zu überzeugen. Auch die Animationen wirken satt und rund – hier gibt es nichts zu bemängeln. Aber viel beeindruckender als die detaillierte Grafik ist die umgesetzte Physikengine: Diese ist nämlich so noch nie auf der PSP zu sehen gewesen. Unzählige Gegenstände und gelegentlich auch Teile der Spielwelt lassen sich durch verschiedene Aktionen beeinflussen – sei es die Aktivierung durch einen Schalter oder auch, indem man selbst den Gegenstand schiebt, zieht oder sich einfach dranhängt, um zu sehen was passiert. Vor allem im Editor demonstriert die Physikengine ihre Macht, da man hier alle Vorzüge und Nachteile der Formen und Gegenstände in die Levelgestaltung mit einberechnen muss. Doch wo Licht ist, zeigt sich bei LittleBigPlanet zumindest ein bisschen Schatten: Gerade wenn Sackboy mit der Spielumgebung interagiert, offenbaren sich immer wieder kleinere Clipping-Fehler – auch gelegentliche Slow-Downs müssen in Kauf genommen werden. Diese Kritikpunkte sind aber wirklich marginal im Vergleich zur ansonsten unglaublich gut gelungenen technischen Präsentation.

Denn vor allem der Sound kann mit dem PS3-Pendant mithalten: Nicht nur die Musikstücke gehen sofort ins Ohr, auch die deutsche Synchronstimme von Gordon Piedesack (Arne Elsholtz steht zwar in der Anleitung, musste auf Grund einer Krankheit aber absagen) ist auf der PSP gelungen. Allerdings können die Figuren im Spiel selbst nicht sprechen, sondern geben nur unverständliches Gemurmel von sich – aber das ist auch der einzige Kritikpunkt in diesem Feld. Wenn ihr den vollen Soundgenuss erleben wollt, sind Kopfhörer oder der Anschluss an richtige Lautsprecher Pflicht. Über die PSP selbst wird die soundtechnische Umsetzung der genialen Qualität nämlich nicht gerecht. Wenn wir uns zuletzt die Steuerung von LittleBigPlanet anschauen, bleibt derselbe Eindruck zurück, den wir auch schon von der übrigen Technik bekommen haben: Die Navigation der Spielfigur erfolgt über den Analog-Nub, mittels X-Taste vollführt ihr einen Sprung und die rechte Schultertaste benötigt ihr zum Greifen von Gegenständen. Mit der Quadrat-Taste wird das Popit-Menü aufgerufen, welches Sticker bereit hält oder eure Sack-Figur neu einkleiden kann. Auch befindet sich hier die Möglichkeit, eure Spielfigur sterben zu lassen, um so am letzten Checkpoint neu zustarten – das ist insbesondere dann nötig, wenn ihr einmal im Level feststeckt und euch selbst nicht mehr befreien könnt.



Fazit:
Wenn ihr auch nur das Geringste mit dem PS3-Vorbild anfangen konntet, dann ist LittleBigPlanet auf der PSP ein Pflichtkauf. Das Spiel der SCE Studios Cambridge ist ein weiteres Beispiel dafür, dass ehemals PS3-exklusive Spiele auf dem Sony-Handheld eine sehr gute Figur machen – das haben bereits MotorStorm: Arctic Edge und PixelJunk Monsters Deluxe bewiesen. Die PSP-Version bietet zwar keine grundlegenden Neuerungen und muss durch den schmerzlich vermissten Multiplayer-Modus sogar einige Abstriche hinnehmen, aber der Rest ist überraschend gut an die Möglichkeiten der PSP angepasst worden. Neben der gut 30 Level umfassenden Kampagne dürft ihr eure Kreativität im umfangreichen Editor des Spiels ausleben. Auch die Möglichkeit Levels anderer Spieler herunterzuladen, verlängert die Spielzeit noch einmal um ein Vielfaches. Am meisten hat uns aber die Physikengine beeindruckt, die wir so noch in keinem anderen PSP-Spiel bewundern durften. Wir können euch einen Kauf nur ans Herz legen (Getestet wurde die Download-Version)!

Ist den Entwicklern im Level-Editor auf den Fersen: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
LittleBigPlanet auch auf der PSP
GRAFIK
9 von 10
Details in Hülle und Fülle, geniale Physik
SOUND
10 von 10
Toller Soundtrack samt schöner Synchronisation
FEATURES
8 von 10
Umfangreicher Level-Editor, Online-Community und ordentlicher Story-Modus
MULTIPLAYER
0 von 10
leider nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
89%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Das Spielprinzip sorgt auch unterwegs für eine Menge Spaß"







Details
Spielname:
LittleBigPlanet

Publisher:
Sony

Developer:
SCE Studios Cambridge / Media Molecule

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
20.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop