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Dante's Inferno


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Dante's Inferno Review vom 12.03.2010

Als Electronic Arts im April 2009 auch eine PSP-Version von Dante’s Inferno angekündigt hatte, war die Euphorie groß: Ist das endlich der ersehnte Thronfolger von Sony’s God of War - Chains of Olympus? Die Voraussetzungen klangen schon mal nicht schlecht: Das Spiel erscheint nur für PS3, Xbox 360 und PSP - somit war klar, dass EA uns nicht mit einem Wii- oder PS2-Port abspeisen wird. Ebenfalls setzt das Spiel auf eine opulente Story, welche auf den Werken des italienischen Dichters Dante Alighieri aus dem 13. Jahrhundert basiert. Doch kann Entwickler Visceral Games einen ähnlichen Kracher abliefern, wie es Ready at Dawn Anno 2008 schaffte? Immerhin stellt Dante’s Inferno erst das zweite PSP-Spiel des kalifornischen Entwicklerstudios dar (nach Der Pate). Ob uns der PSP-Auftritt von Dante gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Review!

Obwohl der Hauptcharakter des Spiels den Namen Dante trägt, hat er nichts mit Capcom’s Devil May Cry-Serie zu tun. Die Story des Spiels dreht sich um den ehemaligen Kreuzritter, der nach seiner Rückkehr in die Heimat seine Geliebte Beatrice ermordet vorfindet. Da Luzifer ihre Seele in die Unterwelt entführt hat, bleibt Dante nur die Möglichkeit ihre Seele zu retten, indem er selbst in die Hölle hinabsteigt. In der Hölle jedoch muss er sich auch seinen eigenen Dämonen stellen – und ihm wird deutlich, dass hier auch seine eigene Rettung und Erlösung auf dem Spiel steht.

Kratos vs. Dante

Schon bei den Konsolen-Versionen stellten sich viele Spieler die Frage, wie sehr Dante’s Inferno der bekannten God of War-Serie aus dem Hause Sony ähnelt. Da sich auch die PSP-Version mit Kratos messen muss, vergleichen wir EA’s Machwerk natürlich ebenfalls mit dem Genre-König. Wer bereits in den Genuss von Chains of Olympus gekommen ist, der weiß auch sofort, wie sich uns aktueller Testkandidat spielt.

Dante verfügt über zwei unterschiedliche Waffen: Seine mächtige Sense kann mittels verschiedenen Kombo-Attacken für verheerende Zerstörung sorgen. Im Laufe des Spiels sammelt man einen Haufen an Skill-Punkten, die nach Herzenslust in verschiedene Attacken bzw. Kombos investiert werden können. Dieses Prinzip sorgt dafür, dass man auch nach einer gewissen Zeit im Spiel neue Angriffe ausprobiert und sich nicht auf das monotone Button-Mashing verlässt. Eine weitere Angriffsmöglichkeit ist das heilige Kreuz von Dante’s Geliebter Beatrice. Dies eignet sich vor allem gegen Flug-Einheiten und man kann ähnlich wie bei der Sense via Skill-System neue Kombo-Attacken erlernen.

Die Gegner-Horden sind auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad eher nettes Beiwerk als schlau agierende Widersacher. Meist müssen die jeweiligen Tasten nur entsprechend malträtiert werden, um ihnen den Garaus zumachen. Wählt man aber einen der anderen drei Schwierigkeitsgrade (von denen der anspruchsvollste noch freigespielt werden muss), dann ist taktisches Vorgehen Pflicht. Gerade im späteren Spielverlauf kommt man dann nicht um den geschickten Einsatz von Block- und Ausweich-Manövern herum. Den riesigen Endgegnern muss eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, da diese natürlich um einiges mächtiger sind, als die Standard-Gegner. Meist gilt es hier eine bestimmte Taktik anzuwenden und danach in einem Quick-Time-Event dann die entsprechenden Tasten zu drücken, um diesen Biestern den letzten Rest Lebensenergie zu entziehen. Der Anspruch in Dante’s Inferno ist also definitiv vorhanden.

Ein abwechslungsreiches Feature ist zudem die Möglichkeit, riesige Kreaturen für seine Zwecke zu missbrauchen: Ähnlich wie in Crash - Herrscher der Mutanten können einige der Riesen für eine gewisse Zeit gesteuert werden – dafür muss nur zu einem bestimmt Zeitpunkt die rechte Schultertaste gedrückt werden und nach einem kurzen Quicktime-Event schwingt sich Dante auf den Rücken der jeweiligen Bestie. In diesen Sequenzen können natürlich so mächtige Attacken ausgeführt und ganze Gegner-Horden auf einmal weggefegt werden. Ein weiteres Feature in Dante’s Inferno kennt man ebenfalls schon aus anderen Spielen: Dante kann Gegner nämlich bestrafen oder erlösen. Je nachdem wie man sich entscheidet, bekommt man Unheiligkeitspunkte bzw. Heiligkeitspunkte, die dann in verschiedene Attacken investiert werden können.

Konsolen-Port oder eigenständiges Spiel?

Die Entwickler scheinen auf der PSP das Ziel gehabt zu haben, einen möglichst würdigen Port zu verwirklichen. Wer also bereits die Versionen für Playstation 3 oder Xbox 360 gespielt hat, wird mit dem PSP-Ableger keine wirklich neuen Dinge erleben. So wurde das Leveldesign der Konsolen-Version fast komplett übernommen, allerdings mit einigen Einbußen: Neben offensichtlichen technischen Einschränkungen haben die Entwickler auf einige Teile des Spiels verzichtet. Diese Lücken werden auf der Playstation Portable mittels Video-Sequenzen überbrückt – meist ist dies dann der Fall, wenn die Szenen einen zu hohen technischen Anspruch gehabt hätten. Neben einigen Abschnitten wurden aber auch noch weitere Spielinhalte wie z.B. Rätsel oder die Reliquien beschnitten bzw. komplett entfernt.

Natürlich kann die PSP-Version aus technischer Sicht nicht mit der bombastischen Inszenierung der HD-Konsolen mithalten. Dennoch haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben, auch auf der Playstation Portable einen würdigen Vertreter zu erschaffen. Wie bereits erwähnt, hält sich die Handheld-Version an das Konsolen-Vorbild und für PSP-Verhältnisse kann das Gezeigte durchweg überzeugen. Das gesamt Szenario ist stimmig auf den kleinen Bildschirm gebannt worden und bietet eine durchweg flüssige Darstellung. Natürlich bedarf es bei einer derartigen Atmosphäre eine entsprechend dunkle Umgebung – es bietet sich also eher weniger an, wenn ihr Dante’s Inferno mal eben im Bus spielen wollt. Denn nicht nur das Spiel bietet fast ausschließlich dunkle Abschnitte, auch die Zwischensequenzen wurden durchweg dunkel gehalten – zu dunkel sogar. Selbst bei entsprechender Umgebung erkennt man in manchen Sequenzen nur Umrisse von Teilen der Bildschirm-Handlung. Hier hätte die Feinabstimmung besser funktioniert müssen. Ansonsten haben bezüglich der grafischen Leistung aber nichts zu meckern und das Spiel gehört auch auf der PSP zu den technisch stärksten Titeln der letzten Zeit.

Auch die soundtechnische Umsetzung vermag zu überzeugen: Das gesamte Spiel bietet neben einer entsprechend atmosphärischen musikalischen Untermalung eine gelungene deutsche Synchronisierung. Gerade letzteres bekommt man auf der PSP nicht allzu oft geboten, weswegen wir dies daher besonders hervorheben möchten. Lediglich die teilweise schwankende Lautstärke ist uns negativ aufgefallen. Hinsichtlich der Steuerung kann die PSP-Version von Dante’s Inferno ebenfalls punkten: Ähnlich wie in Sony’s Konkurrenzprodukt God of War - Chains of Olympus verfügt Dante über ein ausgeklügeltes Steuerungssystem. Mittels Analog-Nub steuert man den Protagonisten durch die diversen Level und führt mittels Aktionstasten verschiedenen Attacken aus. Steuerkreuz und Schulterasten werden im Laufe des Spiels ebenfalls immer wieder für verschiedene Manöver gebraucht, weswegen hier trotz allem eine gewisse Eingewöhnungszeit nötig ist. Lediglich beim Einsatz des bereits erwähnten heilige Kreuzes von Dante’s Geliebter Beatrice kommt es gelegentlich zu Übersichtsproblemen: Dante schießt so manches Mal blind auf Gegner, die sich nicht im Bildschirmausschnitt befinden. In diesen Szenen mangelt es dem Spiel also an der nötigen Übersichtlichkeit.

Fazit:
Mit Dante’s Inferno bringt Entwickler Visceral Games einen überraschend gelungenen God of War-Klon auf die Playstation Portable. Denn nicht nur das Gameplay kann überzeugen, vor allem die dargebotene Technik ist für PSP-Verhältnisse überaus viel versprechend. Wenn man bereits eine Version des Spiels für PS3 oder 360 besitzt, macht es aber nur wenig Sinn auch noch den PSP-Ableger zu spielen. Die Handheld-Version bietet nämlich fast 1:1 dieselben Inhalte wie das Konsolen-Vorbild und muss sogar auf einige Features verzichten. Dennoch stellt Dante’s Inferno einen würdigen Genre-Vertreter dar und kann die God of War-Gemeinde sicherlich entsprechend gut bis zum nächsten Teil bei Laune halten.

Jakob Koch für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
8 von 10
Schnetzeln wohin das Auge reicht, Kratos lässt grüßen
GRAFIK
9 von 10
Beeindruckende Technik auf der PSP, Cut-Scenes gelegentlich zu dunkel
SOUND
8 von 10
Atmosphärische Musik, gelungene deutsche Synchro
FEATURES
7 von 10
Einige Features der Konsolen-Version wurden gestrichen
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Dank dunkler Umgebungen eher für zu Hause geeignet"







Details
Spielname:
Dante's Inferno

Publisher:
EA

Developer:
Visceral Games

Genre:
Action Adventure

Release:
04.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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