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Soul Calibur: Broken Destiny


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Soul Calibur: Broken Destiny Review vom 08.09.2009

Ein Indiz dafür, dass die Spielewelle für die PSP so langsam wieder ins Rollen kommt, sind aktuelle Veröffentlichungen, zu denen auch Soul Calibur: Broken Destiny gehört. Als Entwickler treten auch auf der PSP die Jungs von Project Soul auf, die sich bereits mit dem vierten Teil der Serie auf den HD-Konsolen einen Namen gemacht haben. Während in den USA und Asien Namco Bandai als Publisher auftritt, wird das Spiel bei uns von Ubisoft vertrieben. Mit Dissidia: Final Fantasy erscheint in diesen Tagen ebenfalls ein hochklassiger Titel, welcher zudem in einem ähnlichen Genre anzusiedeln ist - allerdings setzt das Spiel auf eine etwas andere Spielmechanik und dürfte zudem wohl eher die Final Fantasy-Fans ansprechen. Als Genre-König thront nach wie vor der ebenfalls aus dem Hause Namco Bandai stammende Titel Tekken: Dark Resurrection, welcher vorgemacht hat, wie ein ordentliches Beat’em Up auf der PSP auszusehen hat.

Doch genug der allgemeinen Worte – kommen wir direkt zum exklusiven PSP-Titel Soul Calibur: Broken Destiny: Das Spiel kommt mit zwei neuen Kämpfern daher, die noch in keinem vorherigen Teil verfügbar waren. Es handelt sich dabei um den bekannten God of War-Helden Kratos, der sich perfekt in die Riege der insgesamt 28 Kämpfer einfügt. Kratos beherrscht einige wirklich ansehnliche Attacken, die man so zum Teil auch aus den bisherigen Spielen der Playstation-Reihe kennt. Weniger gut integriert sich der zweite Neuling namens Dampierre in die Riege der auswählbaren Charaktere: Weder sein Auftreten noch sein Kampfstil offenbaren wirkliche Akzente – hier hätte ein weiblicher Charakter mit schlagenden Argumenten sicherlich einen besseren Eindruck hinterlassen.

Ein Feature, welches bisher leider noch in viel zu wenigen PSP-Spielen verwirklicht wurde, ist die Möglichkeit einen gewissen Teil der Daten auf dem Memorystick zu installieren. Bei Titeln wie Monster Hunter Freedom: Unite oder auch Dynasty Warriors: Strikeforce zeigt sich, dass eine solche Installationsmöglichkeit wirklich auch Sinn machen kann. In Soul Calibur für die PSP haben die Entwickler ebenfalls davon Gebrauch gemacht, auch wenn die Ladzeiten schon ohne Installation angenehm kurz ausfallen. Solltet ihr euch dennoch dazu entschließen, den insgesamt 260 Megabyte großen Datensatz zu installieren, müsst ihr euch ca. zehn Minuten gedulden. Erst dann dürft ihr mit noch angenehmeren Ladezeiten weiterspielen. Brauchte das Spiel ohne Installation ca. 13-14 Sekunden für das Laden eines Kampfes, darf nach der Installation mit ca. fünf Sekunden Ladezeit gerechnet werden.

Großes Manko: Der fehlende Onlinemodus

Die Entwickler haben versucht möglichst viel für die Bedürfnisse einer mobilen Plattform zu bieten. Dafür dürft ihr im „Schnellen Spiel“ nach Auswahl eures Kämpfers in einer virtuellen Kampf-Lobby einen geeigneten Gegner auswählen. Ihr trefft meist auf wahllos erstellte Charaktere, die nicht im Aufgebot der Originalkämpfer stehen. Hier wird augenscheinlich eine Online-Lobby simuliert und ihr könnt gegen Widersacher mit Kampfnamen wie z.B. „Praktikant“ oder auch „Scheues Lamm“ kämpfen. Ihr seht vor den Kämpfen außerdem noch wie viele Siege oder Niederlagen ein gegnerischer Charakter hat – somit könnt ihr euch den Schwierigkeitsgrad nach diesem Kriterium selbst auswählen. Im Unterschied zu den anderen Spielmodi braucht ihr hier auch insgesamt drei siegreiche Kampfrunden, um den Kampf für euch zu entscheiden. Habt ihr den Kampf erfolgreich abgeschlossen, dürft ihr neben einigen Statistiken euch zudem über den eroberten Kampfnamen freuen. Als „Furzender Baron“ weiter zukämpfen hat doch auch etwas für sich.

Weitere Möglichkeiten euch die Zeit im Singleplayerpart zu vertreiben, bieten die Spielmodi „Spießrutenlauf“, „Prüfungen“ und das Training. Ersteres ist eine Art Herausforderungsmodus, in welchem ihr bestimmte Bedingungen für den Sieg erfüllen müsst. Dabei haben gerade Anfänger den Vorteil, dass sie die Steuerungsbefehle langsam erlernen und anwenden können. Dieser wohl als Storymodus gedachte Part bringt euch eine Soul Calibur-typische Story in Dialogen und kleinen Manga-Bildchen näher, die aber keineswegs so etwas wie Anspruch für sich verzeichnen kann. Schade, dass hier nicht etwas mehr Sorgfalt hineingesteckt wurde. Der Modus der bereits erwähnten „Prüfungen“ gestaltet sich dabei ähnlich wie der aus den Konsolenvorgängern bekannte „Survival“-Modus – hier gilt es entweder in der Kategorie Angriff oder Verteidigung besonders viele Punkte zu sammeln, zusätzlich darf noch ein Endlos-Modus genutzt werden. Im Training lassen sich Kämpfer und Arenen selbst auswählen und ihr könnt nach Herzenslust eure Kampf-Moves perfektionieren.

Der Charakter-Editor

Ein besonders gut umgesetztes Feature in Soul Calibur: Broken Destiny stellt der umfangreiche Charakter-Editor dar. Andere Spiele wie z.B. die WWE Smackdown vs. Raw-Teile bieten zwar ebenfalls ein vergleichbares Feature, allerdings ist die technische Umsetzung bei weitem nicht so gelungen wie im ersten PSP-Soul Calibur. Ihr habt hier die Möglichkeit 16 Speicherdatensätze für selbsterstellte Kämpfer bzw. angepasste Originalcharaktere zu verwenden. Letztere lassen sich zumindest in einigen Kategorien wie beispielsweise der Waffe oder der Kampfstellung anpassen.

Besonders interessant ist es aber einen eigenen Charakter zu erschaffen – dieser kann männlich oder weiblich sein. Hier könnt ihr so gut wie jeden Aspekt selbst festlegen und habt eine riesige Auswahl an Möglichkeiten. Angenehm kurz fallen zudem die Ladepausen aus, die nach der Auswahl z.B. eines Kleidungsstücks anfallen. Nachdem ihr euren Kämpfer bzw. eure Kämpferin erschaffen habt, dürft ihr in einem umfangreichen Fotomodus das Menü-Bild festlegen. Hierbei stehen zahlreiche Hintergründe und Rahmen zur Verfügung. Die Auswahl eines selbst erstellten Charakters für einen Kampf wirken sich übrigens nicht auf die Ladezeiten aus – diese fallen genauso (kurz) aus, wie bei einem Originalcharakter.

Gameplay und Technik vom Feinsten

Für die verschiedenen Kampfeinlagen haben die Entwickler den 28 Originalkämpfern ein umfangreiches Repertoire gegönnt. Jeder von ihnen besitzt seine individuellen Techniken und ist somit natürlich auch unterschiedlich zu spielen – während ein Dampierre sich vornehmlich mit seinen Kurzmessern zur Wehr setzt, agiert z.B. Seong Mi-Na mit einer Lanze, die logischerweise ganz andere Vorzüge bietet. Die Steuerung wurde dabei möglichst einfach gehalten und ihr könnt mit einigen Tastenkombinationen schnell eine mächtige Attacke hinlegen. Die Navigation eures Charakters könnt ihr entweder über den Analog-Nub oder das Steuerkreuz vornehmen. Wenn ihr Wert auf die freie Belegung der Tasten legt, dann werdet ihr in Soul Calibur: Broken Destiny ebenfalls nicht enttäuscht – hier geben euch die Entwickler freie Hand. Genauso dürft ihr entscheiden ob ihr die Sprachausgabe in Englisch oder Japanisch haben wollt. Auch wenn es weiterhin deutsche Untertitel sowie Menütexte gibt, sorgt die Sprachauswahl natürlich für Pluspunkte.

Die Grafik des Spiels lässt im ersten Moment keine Wünsche offen: Für PSP-Verhältnisse haben die Entwickler eine enorm hohe Detailvielfalt erschaffen, die seinesgleichen im Genre sucht. Sowohl Kämpfer als auch Arenen machen einen sauberen Eindruck und auch die stabile Framerate sowie die kurzen Ladezeiten sorgen für eine Top-Wertung in diesem Bereich. Einziger Kritikpunkt, der relativ schnell ins Auge fällt, sind die verschwindenden Fragmente der zerstörten Umgebung: Wird ein Kämpfer auf den Boden, die Wand oder ein Geländer geschmettert, zersplittert die jeweilige Stelle eindrucksvoll – doch schon nach wenigen Augenblicken verschwindet der Schutthaufen wieder und es scheint, als wäre nichts passiert. Die soundtechnische Umsetzung in Soul Calibur: Broken Destiny macht einen genauso gelungenen Eindruck wie die übrige Technik des Spiels: Sowohl Musik, Kampfgeräusche als auch Sprachausgabe können überzeugen.



Fazit:
Der erste PSP-Ableger der „Soul Calibur“-Reihe feiert einen überaus gelungenen Einstand auf dem Sony-Handheld. Wer bereits auf den Konsolen die Vorgänger gespielt hat, der wird auch auf der PSP keine Probleme haben, mit der Spielmechanik warm zu werden. Die reichhaltige Auswahl an Kämpfern sowie deren Moves machen jeden Kampf zu etwas Besonderem. Auch die überaus ansehnliche Technik und die kurzen Ladezeiten sorgen für Höchstwertungen. Aber wo viel Licht ist, da muss auch Schatten sein: Neben dem schmerzlich vermissten Onlinemodus sorgen die Spielmodi für zu wenig Abwechslung – hier hätten sich die Entwickler stärker an die Konsolenvorlage halten sollen. Auch wenn der Genre-König „Tekken: Dark Resurrection“ weiterhin auf dem Genre-Thron verharrt, stellt „Soul Calibur: Broken Destiny“ eine gelungene Alternative dar.

Jakob Koch [el-burro] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Umfangreiches Repertoire an unterschiedlichen Moves sowie leichte Bedienung
GRAFIK
10 von 10
Detailverliebtheit sowohl bei Kämpfern als auch Arenen, durch Installation fixe Ladezeiten
SOUND
10 von 10
Musik, Kampfgeräusche, Sprachausgabe (wahlweise englisch oder japanisch) können überzeugen
FEATURES
7 von 10
Tiefgang in Sachen Spielmodi wird vermisst, dafür aber umfangreiche Statistiken für Singleplayer
MULTIPLAYER
7 von 10
nur Ad-Hoc-Mehrspielermodus für 2 Spieler, leider kein Onlinemodus
GESAMT-
WERTUNG:
86%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Durch kurze Kämpfe auch für unterwegs sehr gut geeignet"







Details
Spielname:
Soul Calibur: Broken Destiny

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Project Soul

Genre:
Fighting

Release:
04.09.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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