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Prinny: Can I Really Be The Hero?


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Prinny: Can I Really Be The Hero? Review vom 23.07.2009

Was? Ihr kennt die Prinnys nicht? Die holzbeinigen Pinguine hatten ihren ersten Auftritt im PS2-Titel Disgaea: Hour of Darkness und besuchten seitdem immer wieder die Spiele aus dem Hause „Nippon Ichi Software“ (kurz „NIS“). Allerdings haben die Entwickler den liebenswürdigen Tierchen erst jetzt mit dem exklusiven PSP-Titel Prinny: Can I Really Be The Hero? einen eigenen Ableger spendiert. Eine Besonderheit der Prinnys ist vor allem ihre Aussprache – an jeden Satz wird ganz ungeniert ein einfaches „Dood“ rangehängt, was ihnen schon einmal einen gehörigen Sympathie-Bonus bringt. Zudem ist ihre Form zu sterben ebenfalls ziemlich ungewöhnlich: Die Prinnys kippen nicht bloß um und verabschieden sich damit ins virtuelle Jenseits, sie verschwinden nämlich mit einem lauten Knall und einer passenden Explosion. Ziemlich verrückt, oder? Wir haben uns den PSP-Teil einmal näher angeschaut und sagen euch, warum Prinny: Can I Really Be The Hero? ein Must-Have für Jump’n Run Fans ist.

Ein leidiges Thema bei PSP-Spielen, die es nach langer Wartezeit auch auf den europäischen Kontinent geschafft haben, ist die Synchronisation. Denn nicht allzu selten verzichtet der lokale Publisher darauf, das Spiel entsprechend zu synchronisieren – auch eine Übersetzung fehlt oftmals komplett. Ein gehöriger Nachteil vor allem von RPGs, da gerade diese sehr textlastig sind – aber auch bei anderen Genres macht sich eine Übersetzung einfach besser. Unser aktueller Testkandidat muss zwar auch auf eine deutsche Übersetzung bzw. Synchronisation verzichten, allerdings kann man auch mit rudimentären Englischkenntnissen der verrückten aber oberflächlichen Story folgen. Zudem ist es fraglich ob eine deutsche Sprachausgabe die Qualität des englischen Originals erreicht hätte. Dafür hat der Publisher „Flashpoint AG“ ein deutsches Handbuch beigelegt, welches auf jeden Fall einen Blick wert ist. Denn auch hier wird mit Wortwitz nicht gegeizt – ein Beispiel aus den FAQ: Frage: “Was hat es mit der Selbstzerstörungsfunktion auf sich, Dood?“, Antwort: “Keine Ahnung, sieht einfach geil aus! Außerdem gibt es Gelegenheiten, wenn Sie sofort sterben möchten, aus welchen Gründen auch immer…“

Here weg go, Dood!

Natürlich darf in diesem Disgaea-Spin Off auch eine passende Story nicht fehlen: Denn in Prinny: Can I Really Be The Hero? vermisst die Herrin Etna ihr Dessert, wofür sie kurzerhand die Prinnys verantwortlich macht und sie allesamt über den Jordan schicken will. Allerdings räumt sie kurze Zeit später den Prinnys die Möglichkeit ein, ihr das „Ultra Dessert“ zu besorgen, wofür sie die „Todesstrafe“ zurücknehmen würde. Und darin besteht auch schon eure Aufgabe: Ihr müsst aus unterschiedlichen Spielwelten die Zutaten für das ominöse Dessert zusammensuchen. Die Entwickler haben dem Jump’n Run zudem zwei Schwierigkeitsgrade spendiert, von welchen der „normale“ Modus aber keineswegs einfach ist. Hier dürft ihr dreimal getroffen werden, bevor euch ein Leben abgezogen wird. Im zweiten, so genannten „Hell´s Finest“ Schwierigkeitsgrad ist das dann schon ein wenig anspruchsvoller: Denn hier stirbt die Spielfigur schon nach einem Treffer. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Schwierigkeitsgrade aber nicht voneinander, die Events sowie das Ende bleiben gleich. Wer will, kann auch während des Spiels den Schwierigkeitsgrad noch einmal ändern. Ebenfalls habt ihr für den gesamten Spieldurchlauf „nur“ 1.000 Leben zur Verfügung – dies sorgt zusätzlich dafür, dass man in gewissen Situationen mehr Sorgfalt walten lässt.

Dennoch werdet ihr die ein oder andere Situation erleben, die erst nach mehreren Versuchen zu schaffen ist. Bereits Capcoms Ultimate Ghosts'n Goblins hat eindrucksvoll gezeigt, wie anspruchsvoll ein Jump’n Run auf der PSP sein kann. In Prinny: Can I Really Be The Hero? bekommt ihr eine zusätzliche Erschwernis durch die mager verteilten Checkpoints: Hat man gerade eine schwierige Situation überstanden und scheitert kurz danach, muss man erneut beim letzten Checkpoint starten – manchmal ein wirklich nicht zu unterschätzender Frustfaktor. Gerade Anfänger werden also mit dem Spiel zu kämpfen, Jump’n Run-Veteranen wiederum aber sicher ihre helle Freude haben. Eine besondere Herausforderung stellen zudem die Endgegner am Ende eines jeden Levels dar. Hier gilt es, erst einmal den Schwachpunkt des jeweiligen Levelbosses auszukundschaften, aber selbst dann bedarf einer gehörigen Portion Glück und Können, um dem Endboss die Zutat für Etnas Dessert abzunehmen.

Eine Besonderheit in Prinny: Can I Really Be The Hero? ist zudem der Ablauf der Zeit: Diese ist nämlich nicht gleich der Zeit in der realen Welt. Nach dem Abschluss eines Levels wird angezeigt, wie viel Zeit euch noch bleibt, um das Spiel zu beenden. Aber keine Angst: Egal wie lange ihr euch in einem Level aufhaltet, die Zeit wird immer um eine Stunde verringert, sobald ein Endgegner erfolgreich erledigt wurde. Allerdings hat der Ablauf der Zeit dennoch Auswirkung auf das Spielgeschehen: Ihr könnt nämlich vor jeder Mission auswählen, welchen Level ihr als nächstes spielen wollt – die spielinterne Uhrzeit hat dann Einfluss auf das Leveldesign sowie Anzahl und Schwierigkeit der Gegner. Wer also gerne ein Spiel mehrmals durchspielt, der wird hier einen besonderen Anreiz finden, nochmals mit den Prinnys auf die Jagd nach dem „Ultra Dessert“ zu gehen.

Wie ist die Steuerung, Dood?

Besonders wichtig bei einem Jump’n Run ist natürlich die Steuerung: Reagiert sie präzise auf die Befehle des Spielers oder hat man es mit einer schwammigen Umsetzung der Eingabemöglichkeiten zu tun? Die Schwäche gleich vorweg: Ihr steuert euren Prinny mithilfe des Steuerkreuzes und nicht via Analog Nub. Das funktioniert auch sehr präzise solange sich eure Spielfigur nicht in der Luft befindet – hat sie nämlich erst einmal den Boden verlassen, lässt sich die Richtung nicht mehr beeinflussen. Ihr habt also lediglich die Möglichkeit, beim Absprung Einfluss darauf zu nehmen. Gerade bei kniffligen Sprungpassagen muss man so das ein oder andere Leben lassen. Ansonsten ist aber an der Steuerung nichts auszusetzen, denn euer Prinny hat neben der normalen Schlag-Attacke noch einiges mehr auf dem Kasten: Springt ihr beispielsweise in die Luft und drückt die Quadrat-Taste mehrmals, vollführt der Prinny einen Spezial-Move. Hierbei verbleibt die Spielfigur einige Augenblicke in der Luft und „schießt“ währenddessen mehrere Säbel Richtung Gegner. Besonders eindrucksvoll ist dabei aber die Inszenierung. Denn jedes Mal, wenn ihr diesen Move ausführt, verändert sich auch der Kamerawinkel von der normalen 2D-Ansicht in die so genannte Iso-Perspektive.

… und die übrige Technik, Dood?

Die Entwickler von „Nippon Ichi Software“ haben mit Prinny: Can I Really Be The Hero? einen überaus farbenfrohen Titel erschaffen. Die Spielfiguren sind ganz in Disgaea-Stil sehr liebevoll umgesetzt worden und auch die Spielwelt ist durchaus ansehnlich. Das Leveldesign ist zwar komplett in der dritten Dimension gehalten, allerdings schaut die Kamera außer während des bereits erwähnten Spezial-Moves frontal auf das Spielgeschehen. Diese Darstellungsart kennt man aus anderen 2.5D-Jump’n Runs wie Ultimate Ghosts'n Goblins oder auch Castlevania: The Dracula X Chronicles . Neben flotten Ladezeiten läuft das Spielgeschehen zudem absolut flüssig ab. Die musikalische Untermalung passt perfekt zu dem knuddeligen Grafikstil, ist aber reine Geschmackssache.

Fazit:
Mit dem exklusiven PSP-Ableger „Prinny: Can I Really Be The Hero” haben die Entwickler einen gelungenen Genre-Vertreter auf den Handheld gebracht. Allerdings sollte man sich nicht von der bunten Aufmachung täuschen lassen – das Spiel ist nichts für Warmduscher. Selbst auf dem „normalen“ Schwierigkeitsgrad wird die Belastbarkeit eurer Nerven nicht selten auf die Probe gestellt. Wer mit diesem Umstand leben kann, den erwartet ein liebevoll inszeniertes, aber kurzweiliges Spiel der „Disgaea“-Macher. Dennoch sollten sich Fans des Jump’n Run Genres das Spiel nicht durch die Lappen gehen lassen.

Muss erst einmal eine Pause einlegen, Dood: Jakob Koch [el-burro] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Flashpoint AG für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Sehr anspruchsvoll – nichts für Anfänger
GRAFIK
8 von 10
Knuddlige und farbenfrohe Darstellung, die durchweg flüssig ist
SOUND
8 von 10
Passende musikalische Untermalung, englische Sprachausgabe
FEATURES
8 von 10
Viele Extras sorgen für Motivation, Wiederspielwert durch Einfluss der spielinternen Uhr
MULTIPLAYER
4 von 10
lediglich Daten-Austausch möglich
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Mager verteilte Checkpoints, dennoch für unterwegs nicht ungeeignet"







Details
Spielname:
Prinny: Can I Really Be The Hero?

Publisher:
Flashpoint AG

Developer:
NIS

Genre:
Jump 'n Run

Release:
21.07.2009 (erschienen)

Multiplayer:
-

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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