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What Did I Do to Deserve This, My Lord!?


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What Did I Do to Deserve This, My Lord!? Review vom 05.11.2009

Mit Nippon Ichi Software (kurz: NIS) verbindet die PSP-Gemeinde vor allem positive Eigenschaften: Der Publisher bringt immer wieder erfolgreiche japanische PSP-Spiele in den Westen und macht somit auch hiesigen Zockern diese meist ungewöhnlichen Titel zugänglich. Zu nennen wären hier z.B. die Disgaea-Teile, Mana Khemia, Prinny oder auch unser aktueller Testkandidat Holy Invasion of Privacy, Badman! What Did I Do to Deserve This?. In Japan gehört der Titel zu einer bisher drei Teile umfassenden Reihe und der Nachfolger Holy Invasion of Privacy Badman 2!: Time to Tighten Up Security wurde bereits für den Westen angekündigt. In unserem Review erfahrt ihr aber erst einmal, warum Teil eins einen Kauf wert ist.

Mein Herr, Gott der Zerstörung!
Wenn ihr bereits einmal die Gelegenheit hattet, den PC-Klassiker Dungeon Keeper zu spielen, dann dürfte euch das Spielprinzip dieses Titels hier schnell geläufig sein: Denn die Entwickler lassen euch in die Rolle des vermeintlich bösen „Gott der Zerstörung“ schlüpfen, welcher die Aufgabe hat, den eigenen Dungeon vor eindringenden Helden zu schützen. Dies hört sich erst einmal simpel an, doch schnell merkt man, dass es mehr bedarf, als ein paar Tunnel zu graben und so den jeweiligen Helden zu vernichten. Doch erst einmal der Reihe nach: Holy Invasion of Privacy, Badman! verfügt eigentlich nur über einen echten Spielmodus. In diesem müsst ihr nach und nach euren Dungeon erweitern und die in Abständen erscheinenden Helden abfertigen.

Mit jedem neuen Helden (manchmal kommen auch zwei oder drei auf einmal) steigt natürlich auch der Anspruch - und vor allem im späteren Spielverlauf müssen die Eigenheiten der Bewohner eures Dungeons genauestens bekannt sein. Denn immerhin stellen diese auch gleichzeitig eure Armee dar und haben allesamt unterschiedliche Bedürfnisse - so braucht beispielsweise ein „Omnom“ eine gewisse Menge an „Schleimmoos“ um sich zuerst in eine „Omnomlarve“ zu verwandeln und dann zu einer „Omnomfliege“ zu werden. Und nicht anders sieht es bei übrigen Monstern aus, was vor allem im späteren Spielverlauf für ordentlichen Anspruch sorgt. Einige eurer Einheiten können zudem manuell von euch hoch-geskillt werden - denn nachdem ein Held besiegt wurde, bekommt ihr für die übrig gebliebene „Buddelpower“ Bonuspunkte zugeteilt. Die Buddelpower wird benötigt, um euren Dungeon anzulegen und ihr habt nur eine begrenzte Menge zur Verfügung. Ist die Buddelpower also entsprechend hoch, können auch viele Punkte in das Monster-Upgrade investiert werden.

Die eindringenden Helden haben übrigens nur ein Ziel: Sie wollen den so genannten „Overlord“ entführen. Dieser Bösewicht befindet sich während des Spiels an einer von euch gewählten Position und daher bietet es sich natürlich an, euren Dungeon in ein Labyrinth zu verwandeln. So müssen die Helden nämlich erst einmal alle Gänge absuchen, um den Overlord zu finden - allerdings hinterlassen sie auf ihrem Weg kleine Fackeln, damit sie sich nicht verlaufen. Wurde der Overlord von einem Helden gefunden, ist das Spiel noch nicht automatisch vorbei. Denn erst wenn das Gespann den Ausgang des Dungeons passiert hat, ist das Spiel tatsächlich vorüber. Zuvor könnt ihr noch weitere Monster mobilisieren, um dem Helden den Weg zu versperren. Ihr merkt also schon, dass Holy Invasion of Privacy, Badman! What Did I Do to Deserve This? auf ein erfrischendes Spielprinzip setzt, welches sich so noch in keinem anderen PSP-Spiel gezeigt hat.

Dennoch muss hierbei angemerkt werden, dass zwischen den einzelnen „Helden-Wellen“ nicht abgespeichert werden kann. Sobald der Overlord gefangen und abtransportiert wurde, muss man von vorne beginnen. Vor allem wenn ihr bereits weit vorangeschritten seid, sorgt dieser Aspekt natürlich für Frust. Neben dem Story-Modus haben die Entwickler ein umfangreiches Training implementiert, damit ihr nach und nach den steigenden Anspruch des Spiels erlernen könnt. Hier wird auf viele Besonderheiten eingegangen und ohne erfolgreiche Bewältigung des Trainings ist das Hauptspiel nicht zu bestehen - da einfach viele elementare Sachen erst im Trainingsmodus erklärt werden. Im Almanach, also einem Lexikon, bekommt ihr einige Informationen zu den vielen Monstern im Spiel. Allerdings könnt ihr auch nur diejenigen Monster betrachten, die euch während des Spiels bereits begegnet sind. Eine Prozentzahl gibt hierbei an, wie viele ihr schon entdeckt habt. Leider verfügt das Spiel über keinen Mehrspielermodus. Es gibt aber einen Editor, in dem man seine eigenen Helden erschaffen kann, die dann in den Dungeon anderer Spieler eindringen.

Ein Blick auf die Technik
Die Entwickler haben bewusst auf eine pompöse 3D-Grafik verzichtet und stattdessen einen zweidimensionalen Grafikstil gewählt, welcher sehr an Spiele aus den 80ern erinnert. Man merkt aber deutlich, wie viel Liebe zum Detail die Entwickler in die grafische Umsetzung gesteckt haben - jede Monsterart hat ihre Besonderheiten und man entdeckt an vielen Stellen interessante Dinge. Die Ladezeiten fallen erfreulich kurz aus und sind vor allem in der Download-Variante aus dem PSN-Store so gut wie nicht vorhanden. Die UMD-Variante benötigt im Vergleich deutlich mehr Zeit zum Laden.

Hinsichtlich des Sounds müssen schon mehr Abstriche hingenommen werden: Denn außer den Musikstücken ist die soundtechnische Umsetzung kaum der Rede wert: Die Stimmen fehlen komplett (es ist lediglich ein unverständliches Gemurmel zu vernehmen) und auch die übrigen Geräusche etwa der Monster wiederholen sich recht schnell - hier wäre trotz des offensichtlich beabsichtigten Retro-Feelings mehr drin gewesen. Die Steuerung hingegen ist sehr gut an die Möglichkeiten der PSP angepasst worden. Eure vorrangig benutzten Tasten sind zum einen das Steuerkreuz (hiermit navigiert ihr die Spitzhacke) und die Quadrat-Taste, welche den „Buddel“-Vorgang startet. Zwar lässt sich auch der Analog-Nub für das Navigieren verwenden, allerdings ist dieser weitaus unpräziser und eignet sich somit weniger.



Wir hatten Anfang September 2009 die Möglichkeit ein Interview mit Allison Walter (Project and Development Manager for Europe) sowie der deutschen Übersetzerin Teresa Hochmuth zu führen. Ihr könnt das Interview hier nachlesen: Klick.

Fazit:
Wer auf der Suche nach einem frischen Spielkonzept auf der PSP ist, der sollte sich 'Holy Invasion of Privacy, Badman! What Did I Do to Deserve This?'einmal näher anschauen. Der Titel aus dem Hause NIS vermischt nämlich bekannte Elemente aus verschiedenen Genres und bringt so ein süchtig machendes Spielprinzip hervor. Allerdings solltet ihr die niedliche Aufmachung nicht unterschätzen – denn der Schwierigkeitsgrad und Anspruch des Titels ist nicht von schlechten Eltern und dank fehlender Speicherfunktion manchmal sehr frustrierend. Erfreulich ist aber, dass es trotz japanischer Herkunft eine gelungene Lokalisierung gab - diese ist stimmig und hält allerhand Anspielungen auf bekannte Videospiel-Highlights der Vergangenheit bereit. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob das Spiel etwas für euch ist, dann probiert doch einfach mal die Demo im PSN-Store aus. Wir können euch aber Holy Invasion of Privacy, Badman! trotz einiger Schwächen dennoch empfehlen.

Gräbt einen Tunnel zwischen den Genres: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Flashpoint für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Interessanter Genre-Mix, anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad
GRAFIK
7 von 10
Retro-Feeling samt vielen Details, biedere Menüs
SOUND
6 von 10
Außer der Musik nicht der Rede wert
FEATURES
7 von 10
Mehr Spielmodi wären wünschenswert gewesen, gelungene Lokalisierung
MULTIPLAYER
0 von 10
nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
72%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Dank fehlender Speicher-Funktion für unterwegs eher ungeeignet"







Details
Spielname:
What Did I Do to Deserve This, My Lord!?

Publisher:
NIS

Developer:
Acquire / SCE Studios Japan

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
02.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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