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Breath of Fire 3


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Breath of Fire 3 Review vom 08.03.2006

Es war einmal vor langer, langer Zeit eine begeisterte Fangemeinde einer Rollenspielserie namens Breath of Fire. Nach zwei spannenden Abenteuern auf dem Super Nintendo Entertainment System erschien 1997 erstmals der dritte Teil der Saga rund um Ryu, der bösen Göttin Myria und dem Drachenclan. Damals spielten die begeisterten Rollenspieler auf der altehrwürdigen klassischen PlayStation. Fast zehn Jahre später feierte diese Serie nicht nur ihr Revival auf dem Game Boy Advance, sondern so erschien mittlerweile auch die besagte dritte Instanz des Epos vor kurzem auch auf Sonys Edelhandheld. Haben wir es mit einem gelungenem Old-School Rollenspiel zu tun, oder hat der Zahn der Zeit doch ein wenig zu sehr am Programmiercode genagt?

Ein Abenteuer beginnt…
Alles beginnt in einer tiefen Mine, in der zwei Mienenarbeiter einen jungen Drachen aus einem ewigem Verlies befreien. Das verwirrte und niedliche Ungeheuer versucht aus dem tiefen Erdloch zu entkommen und geht sprichwörtlich über Leichen. Als sein Ausbruchsversuch scheitert, wird er gefangen gehalten und in seinem Käfig per Zug transportiert. Erst als der kleine Drachen sich erneut befreien kann und später in Form eines kleinen Jungen von zwei Strauchdieben gefunden wird, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Der blauhaarige Knabe ist niemand anderes als Ryu, der letzte Überlebende einer einstmals zu Höherem berufenen Rasse der Drachen. Erst im Laufe des Abenteuers erfährt der kleine Junge mehr über seine Gattung, der Brood heraus und über sein Schicksal, erneut die dunklen Machenschaften der Göttin der Zerstörung zu vereiteln.

Der Spieler durchlebt nicht nur die Jungendzeit des Protagonisten und baut eine große emotionale Bindung zu den weiteren Gefährten auf, sondern muss während eines lang andauernden Abenteuers so manche Gefahren und Abenteuer bestehen. An sich ist Breath of Fire III ein klassisches Rollenspiel, wie es im Buche steht. So gibt es massenhaft Zufallskämpfe, (für den modernen Geschmack können diese sogar eine Spur zu oft auftreten), Sidequests, Storywendungen, weitere Gefährten, etc.

Das Abenteuer beginnt damit, dass man von zwei Strauchdieben gefunden wird. Und da man als unwissender, junger Drache der von der Welt und was auf ihr passiert keine Ahnung hat, lässt man sich von diesen Burschen mitreißen. Teepo und Rei mögen zwar nichts Gutes im Sinn haben, doch eigentlich wollen sie nichts Böses, sondern nur ihre Mägen mit reichlich Nahrung füllen. Im Laufe des Abenteuers trennen sich jedoch die Wege und man lernt die Prinzessin Nina kennen. Die junge Dame aus Wyndia gehörte einst zum einen Volke an, welches fliegen konnte. Doch im Laufe der Zeit hat man diese Fähigkeit verloren. Kenner der Saga werden wissen, dass diese Gefährtin noch eine ganz besondere Rolle spielen wird, doch wollen wir an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten.

Alle Charaktere die man im Laufe des Abenteuers trifft verfügen über spezielle Eigenschaften, Kampftechniken oder Zauber. So kann Rei beispielsweise Schlösser knacken, Ryu mit seinem Schwert Büsche zerhacken oder Nina mit dem Zauberstab so manchen Effekt erzeugen. Viele der Rätsel in Dungeons basieren auf den Eigenschaften der Charaktere, die man jederzeit beliebig wechseln und trainieren kann.

Weitere Fähigkeiten können hinzugewonnen werden, indem man entweder mit Hilfe eines Gegenstandes namens „Skill Ink“ direkt von Gegnern lernt. Dazu nutzt man im Kampf den Befehl „Examin“ und je nachdem kann es sein, dass man die Fähigkeiten der Monster direkt und permanent für den jeweiligen Helden anwenden kann. Alternativ kann man die Hilfe der so genannten Meister in Anspruch nehmen. Diese sonderbaren Meister sind überall auf der Weltkarte versteckt und man kann selbst entscheiden, welcher Charakter als Lehrling dienen soll. So ändern sich die Attributwerte der Helden, je nachdem welchen Meister man definiert hat. So sollte Nina mit ihren starken Kampfzaubern, am Besten von einem Zauber-Meister trainiert werden und kampfstarke Helden wie der mächtige Garr von einem Schwert-Meister. Erreicht man unter diesen Bedingungen einen höheren Level und kehrt zu seinem Meister zurück, kann es sein, dass man starke neue Fähigkeiten erlernt.

Möge die Macht mit dir sein
Unser blauhaariger Held Ryu ist bekanntlich Abkömmling der Drachenfamilie und kann sich somit während der Kämpfe in einen starken Drachen verwandeln, um somit die Gegner zu eliminieren. Auch hier ändern sich im Laufe des Abenteuers die Möglichkeiten, wenn man bestimmte Drachen-Gene finden kann. Diese sind auch überall auf der Weltkarte verstreut und je nachdem welche Kombinationen man im Kampf nutzt, verwandelt sich Ryu beispielsweise in einen Drachen-Welpen oder in ein mächtiges Ungetüm mit diversen Elementeigenschaften, dass nur so von Kraft strotzt. Bei diversen Endbossen ist diese Verwandlung auch bitter nötig, denn einfach ist Breath of Fire III keineswegs. „Leveln“ der Charaktere ist zwingend notwendig und auch Rüstungen und Waffen, sollten stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Für manche Leute dürfte die Vielzahl der Zufallskämpfe sehr nervig und frustrierend sein. Andere wiederum, wollen wissen wie es weiter geht und nehmen diesen Faktor billigend in Kauf. Die Ladezeiten zwischen den Kämpfen sind jedoch nicht gerade kurz, wenngleich auch nicht übertrieben lang. Das Spiel wirkt einfach ein wenig träge und veraltet in dieser Hinsicht und man bemerkt, dass es etwas in die Jahre gekommen ist.

Auch die Zwischenmissionen und Storyverläufe sind sehr vorhersehbar, klassisch und man merkt das Alter. Mit Elementen von „Suche Person XY an Ort AB“, banalen Schalterrätseln oder das aufstellen eines Trainingsprogramm für einen verzweifelten Liebhaber, können den Zeitfaktor auch gezwungen in die Länge ziehen.

Etwas Ruhe nach einem harten Arbeitstag
Neben dem kampfgeladenen Alltag kann man sich auf der Weltkarte ein wenig entspannen. Jederzeit ist es möglich ein Zeltlager aufzuschlagen um zu Speichern, die Helden ausruhen zu lassen oder auch die Teamkameraden zu wechseln. Alternativ kann man sich auch einen ruhigen Angelplatz suchen und mit ein paar gekauften Utensilien seine Fischfangtauglichkeit unter Beweis stellen. Die gefangenen Fischchen und andere diverse Meeresfrüchte dienen den Helden als Attribut-Aufputschmittel. Das nette Minispiel ist sogar Game-Sharing tauglich. Kurzerhand kann man seinen Freunden eine Demo des Minispiels über die WiFi-Technologie zukommen lassen und auch diese am gemütlichen Angelabend teilnehmen lassen.

Gameplay:
Die Charaktersteuerung und Menüführung ist recht intuitiv und man hat schnell die volle Kontrolle über die Truppe. Etwas genauer hätte man die Anpassung des Analogsticks realisieren können, denn so ist diese nicht so präzise wie man sich es erhofft hätte. Ein weiterer kleiner Mangel ist, dass es nervige Ladezeiten vor den Einkäufen in Shops oder Gesprächen mit den INN-Besitzern gibt.

Grafik:
“Back to the roots!“ Die Mischung aus zweidimensionalen Spritegrafiken und 3D-Poligonen war gerade Mitte der 90er sehr beliebt. Die Geburtstunde von Breath of Fire III lässt sich auf dieses Zeitspanne zurückführen und so bekommt man einen eher schlichten Grafikstil, welcher die volle Leistung der Playstation Portable nicht im Geringsten nahe kommt. Gespielt wird aus einer schrägen Draufsicht und die Kamera ist leider nur bedingt drehbar. So kann man manche Gegenstände hinter Objekten, Häusern oder Bäumen verstecken. Diese Tatsache wird auch genutzt, um diverse Rätsel auszuschmücken.

Sound:
Auch hier ist das Spiel eher altbacken und die Musikstücke sind zwar ganz nett, dennoch recht monoton. Die Kampfgeräusche sind japanisch angehaucht und passen zum Gesamtprodukt. Zwar nichts Spektakuläres und keine Ohrwurmgefahr, dennoch annehmbar.

Features und Besonderheiten:
Ein lang andauerndes und klassisches Abenteuer mit zahlreichen Charakteren, Storyereignissen, packenden Endgegnern, Minispielen und mehr erwartet den Spieler. Leider wurde auch bei der Playstation Portable Version eine Übersetzung außer Acht gelassen, so dass sich die Rollenspieler mit der englischen Sprache begnügen müssen. Via Game-Sharing ist es möglich ein Angel-Minispiel mit Freunden zu tauschen. Einen speziellen Multiplayermodus gibt es nicht.

Fazit:
Zusammenfassend kann man sagen, dass man mit Breath of Fire III einen Kult-Klassiker mit Alterserscheinungen aufgetischt bekommt. Das Spiel überzeugt einerseits durch die enorme Spieltiefe und Dauer, doch auf der anderen Hand haben wir es mit einem sehr linearen und altbackenen Abenteuer zu tun. Die Meinungen sind gespalten: Für den Einen ist es ein wahrer Genuss das Retro-Spiel erneut in die Finger zu bekommen, für die Anderen ist es einfach langatmig und langweilig. Genrefans die der englischen Sprache mächtig sind und über die diversen Mängel hinweg schauen können, werden jedoch eine lange Zeit mit diesem Spiel zu schaffen haben und Ryu erneut helfen sich gegen die Göttin der Zerstörung aufzulehnen.

Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Andauerndes und unterhaltsames, wenngleich lineares Abenteuer.
GRAFIK
4 von 10
Hier merkt man das Alter des Spiels sofort.
SOUND
5 von 10
Nicht wirklich spektakulär.
FEATURES
8 von 10
Es gibt einiges zur tun, zahlreiche Secrets und Game-Sharing.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Mäßige Ladezeiten, aber Game-Sharing."







Details
Spielname:
Breath of Fire 3

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Rollenspiel

Release:
10.02.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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