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The 3rd Birthday


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The 3rd Birthday Review vom 26.04.2011

Immer wenn ein Entwickler sich dafür entscheidet, einer alten Spiele-Serie neues Leben einzuhauchen, geht dabei ein gewisses Risiko mit ein. Denn für gewöhnlich gibt es immer zwei Möglichkeiten wie das ablaufen kann; entweder man beruht sich auf die alten Werten der Serie, und wird danach als Kreativ- und Inspirationslos abgestempelt; oder man führt die Serie in eine neue Richtung und wird von den enttäuschten Fans der alten Titeln als untreu in der Luft zerrissen. Mit dem Projekt, die Parasite Eve-Serie wieder aus der Versenkung zu holen, stand Square-Enix nun vor genau dieser Entscheidung. Entschieden hat sich der, heutzutage etwas in Verruf geratene, Rollenspiel-Gigant nun für letzteres und führt die Serie mit The 3rd Birthday in eine neue Richtung. Der Titel stellt dabei den dritten Teil der Parasite Eve-Serie dar, welche in Form eines Rollenspiels (Parasite Eve 1) und eines Survival-Horror-Spiels mit leichten RPG-Elementen (Parasite Eve 2) auf der Playstation 1 heimisch ist. Mit The 3rd Birthday steht uns nun ein Third-Person-Shooter, mit einigen leichten Rollenspiel-Einflüssen ins Haus. Doch kann Square-Enix damit die alten Fans der Serie zufrieden stellen und zugleich Neulinge begeistern? Wir haben uns auf eine Reise durch Raum und Zeit gemacht, um euch ebendiese Frage zu beantworten.

In The 3rd Birthday übernehmt ihr erneut die Kontrolle über Aya Brea, einer ehemaligen Polizistin, welche nun für das CTI -Counter Twisted Investigations- arbeitet. "Anti Twisted Ermittlungen?" fragt ihr euch nun? Richtig, denn wie schon so oft, steht auch in The 3rd Birthday die Menschheit kurz vor der Auslöschung. Die Ursache ist hier allerdings keine Alien-Invasion, oder irgendein geheimer Steinmetz-Zirkel; sondern die sogenannten Twisted. Dies sind Kreaturen welche sich durch Raum und Zeit bewegen können, und somit jederzeit und allerorts aus dem Nichts erscheinen können. Desweiteren wachsen überall in den Städten riesige, pflanzenartige Gewächse aus dem Boden und legen dabei ganze Häuserblocks in Schutt und Asche. Diese turmartigen Gewächse, genannt Babel, scheinen außerdem der Ursprungsort der Twisted zu sein.

Doch ein Videospiel wäre kein Videospiel, wenn nicht in der Form des Protagonisten Hoffnung bestehen würde. Und somit ist es kein Wunder, dass Aya tatsächlich der Schlüssel zum Sieg zu sein scheint. Denn die junge Dame besitzt die Fähigkeit, mithilfe einer Maschiene im CTI-Hauptquartier, ihren Geist durch eine Reise durch die Zeit zu schicken, und somit die Kontrolle über andere Personen in der Vergangenheit zu übernehmen um den Ablauf der Geschehnisse zu verändern. Dies kommt allerdings nicht ohne ein Risiko einher. Stirbt sie während eines solchen Overdive in die Vergangenheit, heißt es auch in der Gegenwart Game Over. Wieso die gute Aya diese Fähigkeit hat, weiß sie selbst nichtmal. So tappt auch sie während den ersten Spielstunden genauso im Dunkeln wie der Spieler selbst. Dies kommt daher, da sie, wie schon zahlreiche Videospiel-Helden vor ihr, unter Gedächtnisverlust leidet. Außer ihrem Namen weiß sie weder genau wer sie ist, woher sie kommt oder warum sie diese Fähigkeiten besitzt. Es ist nur bekannt dass sie eines Tages bewusstlos in den Ruinen des halb zerstörten New Yorks, mysteriöserweise in einem blutverschmierten Brautkleid, aufgefunden wurde. Eine düstere Welt kurz vor dem Untergang, Zeitreisen und Gedächtnisverlust; durchaus ein interessantes Setting für ein Abenteuer.

Und das Abenteuer startet dann auch relativ zügig. Das Spiel besteht aus sechs Kapiteln, welche für gewöhnlich aus einer einzigen, relativ langen Mission bestehen. Zwischen diesen Missionen befindet ihr euch in eurem Hauptquartier, wo ihr mit anderen Charakteren plaudern, durch die umfangreiche Datenbank blättern, oder eure Ausrüstung verwalten könnt. Gerade die Datenbank ist relativ nützlich, da durch die Tatsache dass ihr während den Missionen die Vergangenheit verändert, viel zwischen den Missionen passiert. So ändert sich regelmäßig die Zeitline der Geschichte, manche Charaktere sind plötzlich tot, während andere am leben sind - alles durch euren Eingriff in die Vergangenheit. In der Datenbank könnt ihr euch dann Texte über die Schlüssel-Ereignisse der Story, über einzelne Charaktere und persönliche Mails anderer Charaktere an euch durchlesen. Und damit ihr nicht durcheinander kommt, könnt ihr stets zwischen den Versionen der Texte der einzelnen Episoden hin und her wechseln, und euch Änderungen farblich anzeigen lassen.

Doch kommen wir nun zu der Action - denn davon bietet euch The 3rd Birthday genug. In den Missionen selbst steuert ihr Aya aus der dritten Person, während ihr euch mit allerlei Schusswaffen gegen die Twisted zur Wehr setzt. Euer Sortiment reicht hier von Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehren, über Schroftlinten und Granatwerfern, bis hin zu futuristischen Waffen wie z.B. ein schweres Laser-Gewehr. Mit fortschreitendem Storyverlauf schaltet ihr ständig neue Waffen frei, welche ihr euch dann mit diversen Upgrades und Modifikationen anpassen könnt. Egal also ob ihr lieber aus der Entfernung mit einem Präzisionsgewehr arbeitet, oder euch mit Sturmgewehr und Schroftlinte direkt ins Gefecht schmeißt, die Wahl bleibt euch überlassen. Doch so schön sich das auch anhört, wer schonmal einen Shooter auf der PSP gespielt hat, weiß dass die Steuerung aufgrund des fehlenden zweiten Analogsticks oft einen Strich durch die Rechnung macht. The 3rd Birthday schlägt sich hier zwar besser als die meisten anderen Titel des Genres, kommt aber auch noch nicht an die Perfektion heran. Ihr steuert Aya mittels des Analognubs, die vier Aktionsknöpfe übernehmen diverse Aktionen wie Ausweichrollen, Waffenwechsel und den Overdive, die rechte Schultertaste betätigt den Abzug eurer Waffe und die linke Schultertaste visiert den Gegner an. Das Lock-On-Feature funktioniert dabei relativ gut, ihr habt euren Gegner stets im Visier und könnt euch auf das Schießen und Ausweichen konzentrieren. Nur in einigen seltenen Momenten visiert das Spiel einen weit entfernten Gegner an, während ein anderer unmittelbar euch steht und sich gerae bereit macht um euch die scharfe Seite seiner Klinge vorzustellen. Dies passiert allerdings nicht allzu oft, und größtenteils verrichtet die Steuerung einen mehr als soliden Dienst.

Einen großen Dämper bekommt das Gameplay allerdings durch das lasche Leveldesign verpasst. Im Grunde läuft es immer darauf hinaus, sich durch Massen von Gegnern in immer gleichen Gängen und Hallen zu schießen, nur um gelegentlich von Barrieren aufgehalten zu werden, welche sich erst durch das Beseitigen aller Gegner oder bestimmter Gewächse auflösen. Ein kleiner Lichtblick ist allerdings, dass das Geschehen immer mal von bestimmten Events aufgelockert wird. So müsst ihr an einer Stelle des Spiels unter Zeitdruck vor einem übermächtigen Gegner fliehen, übernehmt das Geschütz eines Militärjeeps oder fliegt sogar einen Kampfhubschrauber. Diese Stellen kommen zwar nicht allzu oft vor, sind aber eine willkommene Abwechslung im Baller-Alltag. Das große Merkmal, welches The 3rd Birthday allerdings von anderen Shootern abhebt, ist der Overdrive. Da ihr in den Missionen in der Vergangenheit nicht an einen Körper gebunden seit, könnt ihr per Knopfdruck von einer Person in die nächste springen. So seid ihr für gewöhnlich mit einer Gruppe von Soldaten unterwegs, welche allesamt je eine individuelle Waffe bei sich tragen. Dies gibt euch die Möglichkeit Gegner gezielt zu flankieren, indem ihr einfach in einen Soldaten auf einer andere Stelle des Schlachtfeldes springt. Desweiteren habt ihr die Möglichkeit per Knopfdruck eure Kameraden einen bestimmten Gegner angreifen zu lassen. Durch dieses Feature bietet euch The 3rd Birthday an vielen Stellen verschiedene Möglichkeiten wie ihr Gefechte angehen könnt, was das Gameplay letztendlich vor zu großer Monotonie rettet.

Doch den vielen frischen Ideen zum Trotz, ist The 3rd Birthday kein perfektes Spiel geworden. Eines der größten Mankos ist hier die Spieldauer von gerademal 5-8 Stunden, je nach Schwierigkeitsgrad. Es werden durch mehrmaliges Durchspielen zwar einige Extras, wie alternative Kostüme und neue Waffen, freigeschaltet, aber dies kann nicht davor verdecken dass ihr hier eine relativ kurzes Spiel, mit sich viel zu sehr ähnelnden Missionen vor euch habt. Die große Rettung ist hier allerdings die Story, welche zugegebenermaßen ein zweischneidiges Schwert darstellt. Das Spiel stellt euch oft vor harte Tatsachen und erklärt nur selten warum dies und jenes nun geschehen ist; wobei es dem Spieler oft schwer gemacht wird, durch die sich ständig ändernde Zeitline wirklich zu verstehen was nun gerade los ist. Die anderen Titel der Serie gespielt zu haben bringt hier auch keinen wirklichen Vorteil, abgesehen davon dass man einige Anspielungen als Neuling nicht mitkriegt. Wenn man sich allerdings auf die Story einlässt, und mehr als einmal den Kopf etwas anstrengt um bei den Geschehnissen auf den neusten Stand zu bleiben; bekommt hier eine tolle Geschichte voll mit Vertrauen, Verrat, Familienbande und der Verzweiflung durch die bevorstehende Auslöschung der Menschheit geboten.

Gameplay:
Leider bietet der Titel insgesamt nur wenig Abwechslung im Bereich des Gameplays. Die Missionen laufen meist darauf hinaus, dass ihr euch durch Horden von Gegnern durch sehr lineare Level bahnt. Die Rettung sind hier einige auflockernde Szenen in denen ihr ein stationäres Geschütz übernehmt oder einen Kampfhubschrauber fliegt; sowie das Overdive-Feature. Ein weiterer Pluspunkt ist außerdem die Möglichkeit seine Ausrüstung selbst zusammenzustellen und zu modifizieren, sowie die Charaktereigenschaften durch das DNA-Board. Abgesehen davon, bekommt ihr leider außerhalb der Missionen nur wenig geboten, abseits von kurzen Gesprächen mit anderen Charakteren, sowie das Stöbern in den Datenbanken.

Grafik:
Hier kann The 3rd Birthday im Gegensatz zum Gameplay wirklich glänzen. Die Umgebungsgrafik ist schön dargestellt, und vermittelt gut das Gefühl dass man sich in einer zerstörten Metropole befindet und die Menschheit kurz vor der Auslöschung steht. Ganz große Klasse sind außerdem die ständig ablaufenden CGI-Sequenzen, die in ihrer Qualität locker mit denen Crisis Core: Final Fantasy VII mithalten können. Zu erwähnen ist hier allerdings dass in einigen Sequenzen nicht mit Blut und Brutalität gegeizt wird. Dies vermittelt zwar gut die raue, düstere Atmosphäre und den Ernst der Lage in denen sich die Charaktere befinden, allerdings ist der Titel somit definitiv nichts für Kinder.

Sound:
Genau wie bei der Grafik, kann The 3rd Birthday auch hier glänzen. Die Musikstücke variieren zwischen schnellen, elektronischen Songs während den Kämpfen, über nervenaufreibende Tracks die in brenzligen Situationen den Spieler ins Geschehen ziehen, bis hin zu dramatischen Stücken während einigen Gesprächen und Zwischensequenzen. Hier hat Square-Enix ganze Arbeit geleistet den Soundtrack immer an das Spielgeschehen anzupassen. Ebenfalls gelungen ist die englische Sprachausgabe des Titels, die an fast allen Stellen des Spiels glaubwürdig rüberkommen und gut vertont sind. Nur einige wenige Charaktere fallen etwas aus der Reihe und klingen etwas zu aufgesetzt.

Features und Besonderheiten:
Square-Enix hat hier versucht sich von den üblichen Third-Person-Shootern auf der PSP abzuheben, dies ist allerdings nicht komplett geglückt. Das Gameplay wird zwar durch das interessante Overdive-Feature und die Möglichkeit seine Ausrüstung und Charakterwerte zu bestimmen aufgelockert, aber leider verkommt das Spiel abgesehen davon zu sehr zu einer Baller-Orgie. Desweiteren gibt es im Spiel abseits der Story nicht viel zu tun, was den Wiederspiel-Wert deutlich schmälert. Einen Multiplayer-Modus gibt es darüber hinaus ebenfalls nicht, dieser hätte zugegebenermaßen aber weder in das Gameplay, noch in das Thema des Spieles gepasst.



Fazit:

Lange Zeit haben die Fans auf einen dritten Teil der Parasite Eve gewartet, aber The 3rd Birthday wird leider nicht alle von ihnen zufrieden stellen. Dafür mangelt es dem Spiel zu sehr an Gameplay-Tiefe abseits der Schusswechsel und die Spielzeit ist mit ihren 5-8 Stunden zu kurz. Dafür kann der Titel mit seiner cleveren, wenn auch sehr komplizierten Story, sowie der technischen Aufmachung glänzen. Wer also ein Spiel sucht, welches eine Geschichte zum Mitdenken und Mitfiebern bietet, liegt hier genau richtig. Wer allerdings einen Shooter sucht, der einen einfachen Einstieg und ausgefeiltes Gameplay bietet, sollte sich eher nach einem anderen Titel umsehen.

Kann auch ohne De Lorian durch die Zeit springen: Hans Weiler für Playstationportable.de

Vielen Dank an Square-Enix für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.




GAMEPLAY
7 von 10
Neben den Schusswechseln wird trotz Overdive-Feature kaum Abwechslung geboten.
GRAFIK
9 von 10
Hier kann das Spiel punkten: Schicke Umgebungsgrafik und Sequenzen mit viel Blut.
SOUND
9 von 10
Dynamische Songs und gelungene englische Sprachausgabe sorgen für Pluspunkte.
FEATURES
7 von 10
Leider ist das Spiel zu kurz ausgefallen - nach 5-8 Stunden sieht man bereits die Credits.
MULTIPLAYER
0 von 10
leider nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"Meist dunkle Umgebungsgrafik sorgt für Frust im Bus"







Details
Spielname:
The 3rd Birthday

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
01.04.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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