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Metal Gear Solid: Peace Walker


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Metal Gear Solid: Peace Walker Review vom 21.06.2010

Nachdem Konami nun schon mehrere Anläufe unternommen hatte, auf der PSP ganz eigene Ausrichtungen der Metal Gear-Reihe zu erproben, schafft es mit Metal Gear Solid: Peace Walker nun der erste „richtige“ Ableger auf die PSP. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass man sich dieses Mal auf die Stärken der Reihe besinnen wollte – dies wurde auch bei der Entwicklung deutlich: Das Team war genauso groß wie beim PS3-Teil MGS 4 und ursprünglich sollte das Spiel als offizieller fünfter MGS-Teil erscheinen. Doch was hat Hideo Kojima mit seinem Team letztlich erreicht? Schafft es das Spiel endlich auch an die Genialität der Konsolenteile anzuknüpfen oder muss sich das Spiel wieder einmal den Vorwurf eines missglückten PSP-Ablegers gefallen lassen? In unserem Review erfahrt ihr die Antwort!

Back to the 1970s
Die Geschichte von Metal Gear Solid: Peace Walker spielt im Jahr 1974 in Zentralamerika und ihr übernehmt die Kontrolle des legendären Naked Snake (Big Boss), jenem Helden, der die Welt einst vor einem Atomkrieg bewahrte. Snake hat seinem Vaterland den Rücken zugekehrt und „eine Armee ohne Regierung“ in Süd-Amerika aufgebaut. Er wird von Vertretern der Vereinigung „Eine Nation ohne Militär“ beauftragt, verdächtige Aktivitäten in Costa Rica zu untersuchen. Das friedliche Land ist trotz aller Wirrnisse des Kalten Krieges ein Hort der Stabilität inmitten der konfliktreichen Region geblieben – doch der Frieden ist brüchig. Natürlich ist es wie bei jedem Metal Gear Solid-Ableger durchaus ratsam, die vorherigen Teile bereits gespielt zu haben – es tauchen viele bekannte Charaktere im Spielverlauf auf und außerdem gibt es immer wieder Verweise auf die bisherigen Erlebnisse der Protagonisten. Aber auch ohne jegliche Erfahrungen mit der Reihe sollten die Zusammenhänge mühelos verfolgt werden können. Die Zwischensequenzen wurden dabei meist in der bekannten Comic-Grafik gehalten, welche die Atmosphäre sehr gut einfängt und in einigen Situationen dank Quick-Time-Events sogar ein Eingreifen ermöglicht.

Die Lokalisierung erfolgte wieder einmal nur in schriftlicher Form: Ihr habt also komplett eingedeutschte Menüs und bekommt in den Zwischensequenzen jeweils Untertitel spendiert. Angesichts der ausgezeichneten Leistungen der englischen Synchronsprecher ist dieser Umstand aber zu verschmerzen. Bevor ihr aber ins Spielgeschehen eintauchen könnt, ist eine optionale Dateninstallation ratsam: Dabei werden entweder 320 MB oder 880 MB auf euren PSP-Speicher gescheffelt, was den Vorteil mit sich bringt, dass zum einen die Funksprüche mit Sound unterlegt werden und zum anderen auch die Ladezeiten spürbar kürzer ausfallen. Dieser Prozess sollte nicht mehr als zehn bis 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Überladene Steuerung?
Wer bereits die Demo-Version von Metal Gear Solid: Peace Walker spielen konnte, dem werden die ersten Spielminuten sofort vertraut sein: In einem kurzen Tutorial werden die wichtigsten Steuerungsmechanismen vorgestellt, was aber einige Eingewöhnungszeit benötigt. Man muss den Entwicklern zugestehen, dass sie wirklich versucht haben, das Optimum aus den Möglichkeiten der PSP herauszuholen: Man erlaubt euch, einen von drei Steuerungstypen zu wählen, welche sich „Shooter“, „Action“ und „Jäger“ nennen. Alle Varianten eignen sich zwar zur Bewältigung des Spielablaufs, allerdings ist keine davon sonderlich komfortabel – dies liegt natürlich am fehlenden zweiten Analog-Stick der PSP. Vor allem in hektischen Situationen stoßen die steuerungstechnischen Möglichkeiten an ihre Grenzen – wenn man im Eifer des (sich nicht immer zu verhindernden) Gefechts die Kamera manuell nachjustieren muss, ist es oftmals schon zu spät. Wer allerdings überlegt vorgeht und die Steuerung verinnerlicht, der wird zurecht kommen – vor allem das optionale Auto-Aiming hilft hierbei ungemein.

Wie aus den anderen Teilen der Reihe bekannt ist, bleibt es meist euch überlassen, wie ihr einen Gegner ausschaltet. Wollt ihr euren Widersacher nur ins Reich der Träume schicken, reicht ein gezielter Schuss mit der Betäubungspistole aus – doch gerade in den späteren Missionen ist dies gar nicht mehr so einfach, da die Gegner dann auch Helme tragen, um an ihrer empfindlichsten Stelle, dem Kopf, nicht mehr so verwundbar zu sein. Dann bietet es sich an, auf die Nahkampfmöglichkeiten zurückzugreifen: Dieses erlauben euch, euren Gegner beispielsweise von hinten zu überwältigen und danach mit einem gekonnten Schulterwurf ebenfalls zu betäuben. Auch bei mehreren Gegnern auf einmal ist dies möglich, da dann das System automatisch die verschiedenen Gegner anvisiert und mit einfachem Tastendruck ins Reich der Träume schickt. Anders wäre es wohl aufgrund der beschränkten Steuerungsmöglichkeiten der PSP ein sicheres Todesurteil für euer Alter Ego.

Das Bewegungsrepertoire hat sich im Vergleich zu den bisherigen Spielen etwas verändert: Snake kann sich nun nämlich nicht mehr im Liegen fortbewegen. In dieser Position kann er also nur Verharren und so den Blicken der Gegner im optimalen Falle entgehen – lediglich in aufrechter bzw. gebückter Haltung ist die Fortbewegung möglich. Eine weitere Änderung ist im Umgang mit den Gegnern vorgenommen worden: Die ausgeknockten Widersacher lassen sich nun nämlich nicht mehr wegtragen. Man kann sie lediglich mit dem so genannten „Fulton Recovery System“ in die eigene Basis verfrachten. Diese im ersten Moment sehr befremdliche Form der Gegnerbeseitigung lässt den Feind via Fallschirm in den Himmel schnellen… dies passiert übrigens auch in geschlossenen Räumen, was natürlich hinsichtlich Realitätsgrad einiges einbüßen lässt. Die Entwickler haben sich für diese Variante sicherlich aufgrund der Bedürfnisse von PSP-Spielern entschieden, da so ein schnellerer Spielfluss gewährleistet wird – ob man damit allerdings der Serie insgesamt gerecht wird, ist durchaus fragwürdig.

Monster Hunter Freedom als Vorbild
Wie auch in Capcoms beliebter PSP-Reihe sind die einzelnen Missionen in kleinere Levelabschnitte unterteilt, was euch zu Beginn jedes Abschnitts durch eine Übersichtskarte verdeutlicht wird. In den einzelnen Abschnitten tummeln sich meist allerhand Gegner, die entweder von euch beseitigt oder auch umgangen werden können. Oftmals ist es schlauer, die Laufwege der gegnerischen Einheiten genau einzustudieren und dann zu handeln, als einfach drauf loszupreschen. Da der Schwierigkeitsgrad in den Levels nicht einstellbar, sondern vorgegeben ist, macht sich vor allem das fehlende Check-Point-System bemerkbar. Segnet ihr das Zeitliche kurz vor Abschluss der Mission, muss diese komplett wiederholt werden. In einigen Einsätzen kommt hier schon der ein oder andere Frustmoment auf – gerade für PSP-Spieler hätte sich eine regelmäßige Zwischenspeicherung während der Missionen angeboten. Stattdessen setzen die Entwickler auf Auto-Saves nach den Einsätzen.

Snake verfügt natürlich auch wieder über ein großes Waffenarsenal, wie z.B. Pistole, MG, Scharfschützengewähr oder auch Granaten. Für den Nahkampf können aber auch die Fäuste und Stromschocker eingesetzt werden – somit ist es euch überlassen, ob ihr den Gegner schlafen schicken oder ihnen für immer das virtuelle Lebenslicht ausblasen wollt. Dies richtet sich meist aber auch nach der jeweiligen Situation. Neben den normalen Kampagnen-Missionen haben es auch allerhand optionale Nebenmissionen in das Spiel geschafft. Hier gilt es dann beispielsweise Dokumente oder Verletzte zu bergen, Objekte zu sprengen oder auch einfach alle Feinde zu eliminieren. Die Kampagnen- und Nebenmissionen führen euch zwar durch allerhand unterschiedliche Gebiete, allerdings kommt es nicht selten vor, dass Sektoren mehrmals besucht werden. Es befinden sich dann trotzdem neue Gegner in diesem Gebiet, obwohl man zuvor möglicherweise alle beseitigt hatte. Die KI der virtuellen Widersacher handelt zwar immer vorausschaubar, stellt aber dennoch eine gewisse Herausforderung dar. Negativ fällt aber das baldige Verschwinden von eliminierten Gegnern auf.

Mother Base und Co-Op-Missionen
Wer den vorherigen PSP-Ableger Metal Gear Solid: Portable Ops gespielt hat, wird das Rekrutierungs-Feature bereits kennen. In den Missionen habt ihr die Möglichkeit via „Fulton Recovery System“ sämtliches Personal für eure Basis (im Spiel „Mother Base“ genannt) zu rekrutieren. Dieses setzt ihr dann in verschiedenen Bereichen ein, um eure Einsätze zu erleichtern – so unterhaltet ihr beispielsweise eine technische Abteilung, um neue Waffen und technische Gadgets zu entwickeln. Die medizinische Abteilung kümmert sich um die baldige Genesung der Verletzten während die Kantine für die nötige Verpflegung sicherstellt – das wiederum sorgt für die nötige Moral in der Truppe.

Eine der großen Stärken des neuesten PSP-Teils ist die Integrierung von Co-Op-Missionen. Ein Großteil der Missionen darf nämlich mit bis zu drei weiteren Freunden gemeinsam bewältigt werden – allerdings nur offline, also via ad-hoc-Verbindung. Gerade im späteren Spielverlauf ist ein gemeinsames Vorangehen durchaus sinnvoll – der Schwierigkeitsgrad zieht dann nämlich deutlich an. Dies gilt auch für die Bossgegner, da diese in Metal Gear Solid: Peace Walker nicht gerade einfach gehalten sind. Das Spiel erlaubt euch aber auch mit bis zu sechs Spielern z.B. in Deathmatch- oder Team-Deathmatch-Matches anzutreten.

Technik auf höchstem Niveau
Die Entwickler haben es geschafft, Metal Gear Solid: Peace Walker zu einem der schönsten Titel für die PSP zu machen. In jeder Missionen begegnen euch unzählige Details, die sogar mit der spielinternen Kamera festgehalten werden können – die Bilder landen dann im XMB-Menü eurer PSP. Sämtliche Schauplätze wurden mit viel Liebe zum Detail kreiert und erinnern dank dem Dschungel-Setting oftmals an Metal Gear Solid 3: Snake Eater. Nicht selten besucht ihr auch weitläufige Gebiete, die eine herrliche Aussicht ermöglichen und kurzzeitig vergessen lassen, dass man das Spiel auf der technisch „schwächeren“ Playstation spielt. Dabei fallen dann auch die seltenen Clipping-Fehler nicht weiter ins Gewicht. Die Ladezeiten sind dank des bereits erwähnten Installations-Feature übrigens im erträglichen Rahmen gehalten.

Hinsichtlich der soundtechnischen Präsentation gibt sich das Spiel ebenfalls keine Blöße: Vor allem der Soundtrack des Spiels ist mehr als gelungen und nicht umsonst veröffentlicht Konami diesen als gesonderten CD-Release – ihr könnt einige Stücke allerdings auch auf dem spielinternen Sony-Walkman hören. Wie bereits erwähnt, sind die Stimmen in englischer Sprache gehalten, was angesichts der hervorragenden Leistung aber nicht weiter schlimm ist – eine deutsche Synchronisation wäre hier wohl nicht herangekommen.



Fazit:

Wenn ihr bisher noch gezweifelt habt, ob die Entwickler dieses Mal ein vollwertiges MGS auf die PSP gebracht haben, dann kann hiermit Entwarnung gegeben werden: Das Spiel rockt! Allein der Umfang ist für Handheld-Verhältnisse unglaublich - wer wirklich alles erforschen will und sämtliche Missionen mit Höchstwertungen abschließen möchte, der wird sich locker 25 bis 30 Stunden mit dem Spiel vergnügen können. Dank neuen Elementen wie der Mother Base oder dem Co-Op-Feature werden sicherlich auch alte Hasen der Serie gerne zur PSP-Variante greifen. Größte Schwachstelle ist und bleibt allerdings die Steuerung, die auch im aktuellen PSP-Teil nicht optimal ausfällt – mit Kompromissbereitschaft sowie einiger Eingewöhnungszeit ist diese aber auch annehmbar.

Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars




GAMEPLAY
8 von 10
Vielfältige Möglichkeiten zur Erfüllung der Missionen, dafür leider harkelige Steuerung
GRAFIK
10 von 10
Technische Meisterleistung samt vielen Details und toller Atmosphäre
SOUND
9 von 10
Großartige Leistung der englischen Synchronsprecher, gelungener Soundtrack
FEATURES
10 von 10
Massig Umfang samt hohem Wiederspielwert, die Mother Base als strategisches Element
MULTIPLAYER
9 von 10
Coop-Missionen und Versus Kämpfe – leider nur offline möglich
GESAMT-
WERTUNG:
90%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Vor allem die kurzen Nebenmissionen sind für unterwegs geeignet"







Details
Spielname:
Metal Gear Solid: Peace Walker

Publisher:
Konami

Developer:
Kojima Productions

Genre:
Action Adventure

Release:
17.06.2010 (erschienen)

Multiplayer:
4 Spieler Coop, 6 Spieler Versus

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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