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Everybody's Tennis


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Everybody's Tennis Review vom 20.07.2010

Passend zum hitzigen Sommerwetter in Deutschland veröffentlicht Sony einen weiteren Titel seiner Everybody’s-Serie. Dieses Mal geht es allerdings nicht wie die letzten beiden Male auf den Golfplatz, sondern auf den Tennis-Court. Everybody’s Tennis stellt allerdings wieder eine Portierung dar, denn das Spiel erschien bereits Anno 2007 auf der Playstation 2. Die Konkurrenz auf der PSP ist groß – Genrekönig Virtua Tennis: World Tour hat vorgemacht, wie eine ordentliche Tennis-Umsetzung auf dem Sony-Handheld auszusehen hat. Wir haben uns den ambitionierten Titel der japanischen Entwickler von Clap Hanz einmal näher angeschaut und sagen euch, ob sich hinter der Knuddel-Optik ein ernstzunehmender Sport-Titel verbirgt.

Wie es in Sony-eigenen PSP-Spielen mittlerweile schon fast Gewohnheit geworden ist, habt ihr auch in Everybody’s Tennis die Möglichkeit einen Teil der Spiel-Daten auf den PSP-Speicher zu installieren – dies gilt natürlich nur für die UMD-Variante des Spiels. Nachdem etwa 470 MB installiert wurden, verkürzen sich die Ladezeiten deutlich. Auch die UMD rotiert fortan nicht mehr so häufig, was sich somit auch auf die Akkuleistung auswirken dürfte.

Knuddel-Karriere?
Im Gegensatz zu so manch Konkurrenten im Tennis-Genre verfügt Everybody’s Tennis über eine ausgedehnte Karriere - auch wenn die Story dabei nicht viel mehr als nettes Beiwerk darstellt und man sich so manches Mal durch ewig lange Dialoge klicken muss. Meist gilt es sich hier mit leichten Gegnern die Zeit zu vertreiben, bis man am Ende einen Boss-Gegner besiegen darf. Vor allem letztere haben es im späteren Spielverlauf durchaus in sich, die anderen Gegner sind oftmals nicht mehr als ei kurzer Zeitvertreib – der Schwierigkeitsgrad kommt also sehr langsam in Schwung und dürfte vor allem Profis zu Beginn unterfordern.

Dieser Umstand hat aber auch durchaus seine Vorteile: Durch jeden Sieg und auch die Art des Sieges bekommt ihr Punkte für euren Charakter. Dabei gibt es mehrere Faktoren, welche die Höhe der Punkte beeinflussen. So sorgt beispielsweise die Treue zum ausgewählten Charakter oder gar die Dominanz in einem Spiel für zusätzliche Bonus-Punkte. Mit jeder neu erklommenen Entwicklungsstufe erlernt der eigene Charakter dann automatisch neue Fähigkeiten (z.B. Aufschläge) – eine manuelle Verteilung in verschiedene Skills gibt es also nicht. Ebenfalls haben käuflich erworbene Gegenstände Auswirkungen auf das Können eures Charakters und auch die Schlägerwahl kann das Ergebnis beeinflussen.

Im Shop tauchen nach und nach neue Gegenstände auf und so habt ihr die Möglichkeit schier unerschöpfliche Varianten im Aussehen zu kreieren. Neben kleineren Accessoires bietet der Shop vor allem die verschiedensten Kleidungsarten, welche so manches Mal wenig an den Tennis-Sport erinnern. Insgesamt werden hier über 450 Gegenstände geboten und haben wie bereits erwähnt nicht nur Auswirkungen auf das Aussehen eures Charakters, sondern vor allem auf die Fähigkeiten. Wer anfangs zudem die Dateninstallation auf der PSP durchgeführt hat, darf vor allem auch im Shop mit deutlich kürzeren Ladezeiten rechnen.

Gameplay nicht zu unterschätzen
Wer glaubt, dass die Entwickler das Spiel hinsichtlich des Gameplays vollkommen anspruchslos gestaltet haben, der irrt. Gerade im späteren Spielverlauf der Karriere bzw. dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade im normalen Spiel, werdet ihr pausenlos gefordert. Letztlich gilt es aber immer darum mit einer der verschiedenen Schlagarten den Ball richtig zu positionieren – hier kommt es aber auch auf die Spielart des Gegners an. Handelt es sich um einen Spieler, der ständig am Netz steht, eignen sich vor allem „Lobs“, die den Ball gekonnt in einen hinteren Bereich des Feldes landen lassen. Hält sich der gegnerische Spieler aber ständig an der Grundlinie auf, müsst ihr natürlich erst einmal kurze Bälle spielen, damit der Gegner seine Position verlassen muss und so Schwachstellen offenbart. Ihr könnt eure Spielfigur dabei übrigens entweder mit dem Steuerkreuz oder Analog-Nub steuern – unserer Meinung bietet sich für ein flüssigeres Spielgeschehen vor allem letztere Variante am besten an.

Im Spiel offenbart die KI allerdings so manches Mal ihre Aussetzer: Nicht selten kullert die gelbe Filzkugel in einem gemächlichen Tempo am gegnerischen Spieler vorbei, ohne dass dieser Anstalten macht, noch an den Ball zu kommen. Auch stellen sich die Gegner teilweise so zum Ball, dass sie direkt getroffen werden und der Punkt somit an euch geht. Anfängern bieten die Entwickler zusätzliche Anzeigen, wie z.B. den Ort, wo der Ball aufschlägt. So kann der eigene Charakter rechtzeitig an der entsprechenden Stelle positioniert werden – wollt ihr aber auf die Hilfen verzichten, lassen sich diese aber auch ausschalten. Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben neben den bereits erwähnten Gegenständen aus dem Shop aber auch die unterschiedlichen Platzarten: Aufprall und Spieltempo des Balls werden durch den Untergrund durchaus beeinflusst.

Farbenfrohe Optik mit einem Schönheitsfehler

Sicherlich eines der markantesten Merkmale der Everybody’s-Titel dürfte die bunte Knuddel-Optik sein. Schon die Golf-Teile haben aber gezeigt, dass die Optik durchaus zu gefallen mag – natürlich spielt hier der eigene Geschmack eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die asiatische Herkunft des Spiels wird durch die Charaktere schnell deutlich und auch sonst erinnert vieles an fernöstliche Länder. Die Grafik bietet dabei unzählige Details und man merkt deutlich wie viel Herzblut die Entwickler in die Gestaltung der Tennisplätze und Charaktere gesteckt haben. Das Spielgeschehen läuft dabei zudem durchweg flüssig ab und auch die Ladezeiten halten sich vor allem nach durchgeführter Dateninstallation in angenehmen Grenzen.

Was uns aber durchaus negativ in Erinnerung bleibt, ist das aggressive Einbinden eines deutschen Sportartikelherstellers. Vor allem außerhalb des Platzes wird man im Verlauf der Karriere ständig mit den Logos konfrontiert und natürlich stellt sich die Frage, ob dies der Serie dienlich ist. Wenn nämlich Kamera-Einstellungen in den kurzen Sequenzen so gewählt werden, damit das Logo des Herstellers besonders gut im Bild ist, sorgt dies unserer Meinung nach für Abzüge in der B-Note.

Die soundtechnische Umsetzung passt sich jedoch im positiven Sinne der grafischen Präsentation nahtlos an. Neben entsprechenden Musikstücken sorgen die Umgebungsgeräusche für eine angenehme Atmosphäre auf und um den Platz. Leider wurde auf die Integrierung von Stimmen weitestgehend verzichtet und so tönen maximal kurze Sprüche in englischer Sprache aus den PSP-Lautsprechern. Dafür hat Sony aber das komplette Spiel lokalisiert, was also neben eingedeutschten Menüs auch die Dialoge in deutschen Texten erscheinen lässt.




Fazit:

Entwickler Clap Hanz bringt mit Everybody’s Tennis einen würdigen Genre-Vertreter auf die PSP. Zwar bietet das Spiel neben der Karriere und dem Mehrspielermodus nur wenige Spielmöglichkeiten, dennoch kann man sich einige Zeit mit dem Spiel beschäftigen. Dies liegt vor allem am gelungenen Gameplay, welches zwar zu Beginn recht anspruchslos erscheint, später aber auch Profis durchaus fordern dürfte. Auch die farbenfrohe Knuddel-Optik sorgt mit ihren unzähligen Details und der sauberen technischen Präsentation für Pluspunkte – Kritik muss sich Sony hier lediglich für das misslungene Product Placement gefallen lassen. Wenn ihr also nach unzähligen Runden Virtua Tennis etwas Abwechslung sucht, dann können wir euch Everybody’s Tennis wärmstens empfehlen, denn hinter der niedlichen Aufmachung versteckt sich ein motivierender und durchaus anspruchsvoller Tennis-Titel.

Übt noch ein wenig die flachen Aufschläge: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars




GAMEPLAY
8 von 10
Ob Einzel oder Doppel: Dank drei Schwierigkeitsgraden werden Anfänger und Profis gleichermaßen gefordert.
GRAFIK
8 von 10
Bunte Knuddel-Optik mit fernöstlichem Charm. Logos eines deutschen Sportartikelherstellers sorgen für faden Beigeschmack.
SOUND
8 von 10
Atmosphärische Spielmusik und Ungebungsgeräusche, aber keine Stimmen.
FEATURES
7 von 10
Abseits der Karriere hätten durchaus mehr Spielvarianten drin sein können, dennoch solider Umfang.
MULTIPLAYER
9 von 10
Ob Ad-Hoc, Game-Sharing oder Ad-Hoc-Party (PS3): Hier wird einiges geboten.
GESAMT-
WERTUNG:
83%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Kurze Matches, helle Optik und fixe Ladezeiten"







Details
Spielname:
Everybody's Tennis

Publisher:
Sony

Developer:
Clap Hanz

Genre:
Sport

Release:
15.06.2010 (erschienen)

Multiplayer:
bis zu vier Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (43)

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