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Lumines


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Lumines Review vom 01.09.2006

Edel, graziös und doch mit viel Power. Diese Beschreibung trifft nicht nur auf Sony’s neuen Handheld zu, sondern auch auf einen eher unscheinbaren Launchtitel aus dem Hause Ubisoft. Warum das Puzzlespiel Lumines das Potential hat einer der ganz großen Starttitel zu sein, erfahrt ihr in unserem Test.

Wir begeben uns mal auf eine kleine phantasievolle Zeitreise in das Jahr 1989. Denn zu dieser Zeit erschien ein kleiner grauer Kasten, der oftmals liebevoll „Keksdose" genannt wurde. Die Rede ist vom klassischen Game Boy mit grün-schwarzem LCD-Display. Tetris und Game Boy wurden damals benutzt wie ein paar Schuhe, denn das kleine Modul wurde als kostenlose Beigabe dem Ur-Nintendo-Handheld mitgegeben. Das Puzzlespiel welches ein enormes Suchtpotential beherbergt, gilt heute noch als eines der wichtigsten Videospiele überhaupt. Ein Spielprinzip mit dem Motto: „Genial einfach, einfach genial!“. Denn damals war es noch egal ob man die Pixel an einer Hand abzählen konnte.

Q-Entertainment hat sich wohl auch an diese Anfangzeiten des Game Boys zurückerinnert und wollte zum Start der Playstation Portable ein ähnlich fesselndes und elementares Spiel erschaffen. Und um eines vorweg zu nehmen, dies ist ihnen auch gelungen. Der Vater des Spiels, Tetsuya Mizuguschi (unter anderem verantwortlich für REZ, Sega Rally und Space Channel 5) hat es geschafft ein neuartiges Spielkonzept den Fähigkeiten der PSP so anzupassen, dass man gefesselt davor sitzt und einfach nur den nächsten Highscore knacken möchte.

Doch um dies zu verstehen, sollten wir euch erst ein wenig vom Spielprinzip selbst erklären:

In einem Interview erzählte uns Q-Entertainment, dass die wichtigsten Aspekte des Spiels auf Licht und Musik basieren. Der Spieler muss im Takt von diversen Musikstücken aller Genres wie Rock-, Techno- oder Popmusik möglichst viele gleichfarbige Quadrate bilden und auflösen.

Wie bei jedem Puzzlespiel stellt sich nun auch bei Lumines die Frage: „wie funktioniert denn das mit dem Quadrate auflösen?!“

Vom oberen Ende des Bildschirmrandes fallen in vier Teile segmentierte Quadrate in das Spielfeld. Jedes der vier Quadratteile kann hierbei eine von zwei Farben besitzen. Je nachdem welcher aktuelle Skin (sprich Umgebungsstyle) vorherrscht, können die Seiten unterschiedliche Farbe und Struktur haben. Standardmäßig sind sie gelb und weiß. Durch Drücken der Aktionstasten können Ihr die Quadrate jetzt im - oder gegen den Uhrzeigersinn drehen, doch sie bleiben, anders als bei Tetris, immer quadratisch angeordnet. Nun gilt es also so viele gleichfarbige quadratische Segmente geschickt neben- und übereinander zu platzieren, um daraus ein komplett einfarbiges Quadrat zu basteln. Dieses wird jetzt automatisch markiert und anschließend aufgelöst. Aber erst dann, wenn der Zeitbalken, der sich als dünne senkrechte Linie von links nach rechts durch den Bildschirm bewegt, an dem fertigen Viereck vorbei fährt.

Bevor der Balken jedoch am Viereck angekommen ist, kann man versuchen noch mehr gleichfarbige Teile anzubauen, um so eine größere gleichfarbige Fläche (eine Kombo) zu erreichen. Sobald man beispielsweise noch zwei nebeneinander liegende Steine in derselben Farbe dran gehängt hat, zählt der Kasten schon zwei Punkte, statt nur einen.

Der Kniff besteht darin mit recht wenigen Steinen möglichst große Kombos zu bauen, immer im Kampf gegen den Zeitbalken, der alles wieder auflöst. Hier kommt der Clou des Zeitbalkens: dieser bewegt sich im Rhythmus der Musik, die im Hintergrund läuft und sich während des Puzzelns zusammen mit den Oberflächen und Farben ändern kann. Je nachdem wie schnell oder langsam ein Musikstück ist, hat man mal mehr mal weniger Zeit vor dem nächsten Durchlauf des Zeitbalkens.

Verloren hat man das Spiel, wie beim Klassiker Tetris, wenn man durch ungeschicktes Stapeln seinen Turm über die obere Begrenzung treibt.

Aber das war noch nicht alles. Lumines bietet auch noch Sondersteine an, die hier und da vom Himmel fallen. Diese erkennt man daran, dass in einem Segment des Quadrats ein kleiner Diamant sichtbar ist. Diese Steine eliminieren, wenn man sie in einem gleichfarbigen Viereck auflöst, alle anderen gleichfarbigen Steine, die mit ihnen zusammenhängen. Diese Kette gibt beim Auflösen zwar nur einen Punkt, doch fallen so alle übrigen Steine der anderen Farbe aufeinander. Wenn man die Sondersteine geschickt einsetzt kann man dadurch eine riesige Kombo schaffen und den Sieg nach Punkten eindeutig für sich entscheiden.

Grafik:
Bunt, popig, stylisch - so oder so ähnlich könnte man das Spektakel auf dem großen PSP-Screen beschreiben. Lösen sich die Steine auf, so wird man von glitzernden Lichteffekten geblendet. Die verschiedenen Hintergründe sorgen nicht nur für Abwechslung, sondern sollen den Spieler im späteren Verlauf auch gezielt ablenken. Lumines zeigt, dass Puzzlespiele nicht zwingend langweilig und zweckmäßig aussehen müssen. Durch das Spiel von Farbe und Form haben die Entwickler ein ganz eigenes Flair erschaffen, welches mal sehr atmosphärisch und mal sehr aktiongeladen rüber kommt.

Sound:
Wenn man sich an die Zeiten von Tetris zurück erinnert, mit gerade mal drei verschiedenen Hintergrundmelodien, die nichts weiteres waren als Piepstöne, dann sieht man, dass sich in den letzten 16 Jahren einiges getan. Lumines bietet Hintergrundmusik vom feinsten. Das Puzzlespiel ist so abgestimmt auf die Musik und die Sounds, dass man selbst beim Steine verlegen im Rhythmus baut. Wie schon genannt, werden zahlreiche Musikgenres verwendet, die für sich immer ein ganz eigenes Spielgefühl erzeugen.

Was man am so oft gepriesenen "Sound"-Spiel jedoch ganz klar bemängeln muss, sind die mit der Zeit wirklich nervtötenden Sampels und Soundeffekte. Diese sollen die Aktionen des Spielers akustisch betonen, gehen einem jedoch bei besonders ruhiger Musik, im VS CPU Mode, bei dem es auf Konzentration ankommt, oder bei längerem Spiel ganz schön auf den Kecks. Jeder der schonmal mit einem Anfänger Donkey Konga gespielt hat, der das "Laiser"-Sample benutzt hat, wird wissen wovon hier die Rede ist.

Features und Besonderheiten:
Lumines weißt außerdem noch viele verschiedene Spielmodi auf, die für lang anhaltenden Spielspaß sorgen. Man kann das Game im Multiplayer spielen und so gegen zwei Freunde via WIFI antreten.
Aber auch alleine bietet Lumines Abwechslung. Hier kann man sich entscheiden, ob man in den vier verschiedenen Zeitmodi einen Rekord nach dem anderen aufstellt oder doch lieber in "Herausforderung" die diversen Level frei spielt. Natürlich gibt es auch hier einen Highscore.

Der Herausforderungsmodus hat seinen Namen zu Recht, je besser man wird, desto schwieriger werden die Levels. Während am Anfang die stylischen Hintergründe nur schick aussehen, werden sie in den späteren Leveln gezielt dazu eingesetzt den Spieler vom aktuellen Spielgeschehen abzulenken. Natürlich wechselt auch die Musik von Level zu Level, denn hier ist die PSP ja ganz groß und demnach kriegt man auch bei Lumines ordentlich was auf die Ohren. Egal ob Pop, Rock oder Technomusik.

In den Zeitmodi werden die Levels nicht gewechselt, hier geht es lediglich darum so viele Blöcke wie möglich aufzulösen, wobei Kombos natürlich, wie im ganzen Spiel extra zählen.

Für Leute die gerne teilen, gibt es die Möglichkeit verschiedene Charaktere zu speichern. In den Optionen des Games kann für jeden Spieler, der die PSP benutzt ein neuer Charakter mit lustigen Bildchen und eigenem Namen erstellt werden, der später auch in der Highscoreliste zu sehen ist. Das Benutzerprofil bleibt so lange eingeloggt, bis man in den Optionen wieder den Charakter wechselt. So können auch mehrere Freunde an nur einem Modul herausfinden, wer der bessere Knobler ist.

Im VS CPU Modus tritt man, wie bei klassischen Prügelspielen, gegen eine Abfolge von diversen Computergegenern an. Hierbei ist das Spielfeld zu beginn in der Mitte geteilt. Für jeden Zeitbalkendurchlauf in dem man mehr Quadrate abgebaut hat als sein Gegner, rutscht die Trennlinie ein Feld weiter nach rechts und drängt so den Gegner in die eigene Hälfte. Dieses "Tauziehen-rückwärts" macht auch im Multiplayer-Duell einen heiden Spaß. Gewinnt man Gegen einen CPU Gegner so erhält man quasi als Kriegsbeute dessen Skin und Figur.

Last but not least gibt es auch noch den „Puzzlemodus". Hier bekommt man auf der rechten Bildschirmseite eine geometrische Figur gezeigt, die es dann in einer Farbe nachzupuzzeln gilt. Leichter gesagt als getan, ist dieser Modus mit der kernigste auf der PSP.

Die einzelnen Spielmodi sind in sich jedoch immer gleich und motivieren vor allem durch den steigenden Schwierigkeitsgrad. Gerade im VS CPU Mode kann es aber auch ganz schön frustrierend sein, wenn man sich jedes Mal aufs neue an 5 Gegnern vorbeipuzzeln muss, um dann doch wieder auf einer bestimmten Stufe zu scheitern.

Fazit:
Mit Lumines erscheint das Tetris-Spiel des neuen Jahrtausends. Was damals für den Game Boy das elementare Klötzchenspiel zum Lauch war, ist heute das actionlastige Puzzlespiel rund um Licht und Musik aus dem Hause Ubisoft. Natürlich muss einem dieses Genre liegen, doch wer nur ansatzweise ein Steinchendreher und Puzzler ist, wird um diesen Titel nicht herum kommen. Was hier geboten wird ist ein wahres Feuerwerk für die Sinne und gehört unser Meinung nach zu der Gruppe der besten Launch-Titel.

Kevin Jensen und Stefanie Mohr für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Fesselndes Gameplay mit suchtgefahr
GRAFIK
6 von 10
Feuerwerk mit vielen Lichteffekten
SOUND
9 von 10
Musikalisch gelungen, mit der Zeit nervige Samples
FEATURES
6 von 10
Freispielbare Charaktere, Skins und viele Spielmodi.
MULTIPLAYER
7 von 10
Heiße Kopf- an Kopfrennen.
GESAMT-
WERTUNG:
86%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Ideales Spiel für zwischendruch."







Details
Spielname:
Lumines

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Q Entertainment

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
01.09.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-2

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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