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Invizimals


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Invizimals Review vom 15.02.2010

Innovative Spielkonzepte sind auf der PSP leider noch nicht allzu häufig vertreten – allerdings haben Spiele wie Patapon, LocoRoco, Crush oder auch Echochrome gezeigt, dass auch auf dem Sony Handheld etwas „Neues“ verwirklicht werden kann. Unser aktueller Testkandidat Invizimals setzt auch auf neue Spielelemente – zumindest auf der PSP. Das Spiel ist nämlich deswegen so außergewöhnlich, weil es ausschließlich über die bekannte Go! Cam funktioniert und zudem ein Feature bietet, welches bisher noch nicht allzu oft in Spielen vorkam: Augmented Reality („Erweiterte Realität“). Diese virtuelle Realität suggeriert durch den Einsatz der Kamera, dass sich die so genannten Invizimals (ähnlich den Pokémon) in der direkten Umgebung befinden – allerdings kann man sie nur über den PSP-Bildschirm sehen. Wir haben uns den Titel mit diesem eigenwilligen Spielkonzept einmal näher angeschaut und sagen euch, ob sich eine Anschaffung lohnt.

123 Kreaturen sollt ihr sein
Bereits auf der Gamescom hatten wir die Gelegenheit einen ersten Eindruck von dem PSP-Spiel zu bekommen. Lead-Designer Daniel Sanchez-Crespo von Entwickelr Novarama stellte uns damals den Titel persönlich vor. Wie z.B. auch der PS3-Titel The Eye of Judgment setzt das PSP-Spiel auf Hilfsmittel, welche die Invizimals auf der PSP sichtbar machen. Im Falle unseres Testkandidaten sind es aber nicht mehrere Karten, sondern lediglich eine. Allerdings ist es nicht so, dass man diese Karte irgendwo hinlegt und dann die Kreaturen erscheinen – nein, man muss erst via Scan-Modus mit seiner PSP durch die Gegend laufen und darauf warten, dass eines der insgesamt 123 Invizimals erscheint. Die Kamera reagiert auf Farben und Helligkeit, um die Tierchen zu finden. Schlägt der Scanner Alarm, muss man theorretisch auf die zuvor erkannte Position die mitgelieferte Karte legen. Schon erscheint das Invizimal und es gilt, das Tier zu fangen. Das geschieht über eines von ca. 30 Minispielen. Theoretisch hört sich dieses Prinzip auch recht spannend an, allerdings zeigt die Praxis doch Schwächen.

Man kann sich nach einer gewissen Zeit ganz einfach merken, auf welche Farben die Kamera reagiert und sich Gegenstände mit diesem Farbton aussuchen, auf welche die Go! Cam jedes Mal reagiert. Ein weiteres Manko entpuppt sich beim Aufstellen der Falle: Man wird nämlich aufgefordert die Falle (sprich die mitgelieferte Pappkarte) dorthin zu legen, wo man das Invizimal ausfindig gemacht hat – allerdings ist es egal, wohin ihr nach dem Alarm im Scan-Modus eure Falle legt, denn das Prozedere läuft dann immer gleich ab. Zuerst muss in einem Quick-Time Event zum richtigen Zeitpunkt dreimal eine Taste gedrückt werden, damit das Tierchen identifiziert werden kann. Erst danach ergibt sich, welches der bereits erwähnten 30 Minispielchen genutzt werden muss, um das Invizimal einzufangen. Dabei haben sich die Entwickler wirkliche interessante Dinge einfallen lassen, die in den meisten Fällen auch wirklich gelungen sind. Sei es einfach mit der Flachen Hand auf das jeweilige Invizimal draufzuhauen oder es ganz in Shooter-Manier mit der PSP zu beschießen – diese abwechslungsreichen Spiele sorgen für kurzweiligen Spielspaß.

Wurde das Invizimal gefangen, können dann z.B. Fotos gemacht werden und so an einen Freund gesendet werden. Die Tierchen können aber auch in Kämpfen gegen CPU- oder menschlich gesteuerte Gegner eingesetzt werden – besiegt man den Kontrahenten, hat man auch schon ein Invizimal mehr auf dem Konto und kann auch dieses wieder für Kämpfe einsetzen. Allerdings kann das eigene Tier nach Niederlage ebenfalls an den Gegner verloren werden. In den Kämpfen können die Invizimals durch Skills unterstützt werden. Diese Extra-Fähigkeiten machen aus den Kämpfen ein Erlebnis, denn wie eingangs bereits erwähnt, muss man hier aktiv den Tieren durch Schütteln, Pusten oder Schreien helfen. Das äußert sich dann beispielsweise darin, dass beim Gadget „Erdbeben“ die PSP geschüttelt werden muss und so der Kontrahent Schaden erleidet. Das PSP-Spiel bietet übrigens neben einem Ad-Hoc Modus auch einen Infrastruktur-Modus – in beiden Modi kann man seine gesammelten Tiere auch tauschen.

Darüber hinaus bietet das Spiel auch einen umfangreichen Story-Modus, welcher sogar ganze 90 Minuten Video-Sequenzen mit echten Schauspielern enthält. Allerdings ist der inhaltliche Anspruch dieser Geschichte eher gering und zeigt deutlich, dass sich das Spiel vor allem an das jüngere Publikum richtet. Der Ingenieur Keni aus Sonys japanischer Hardware-Entwicklung steht dabei fest an eurer Seite. Der Auftrag besteht letztlich darin, die neu entdeckten, nur mit der PSP sichtbaren Invizimals einzufangen und zu verhindern, dass ein fieser Terrorist die kleinen Tierchen für seine Zwecke einsetzt. Der Storyverlauf wirkt allerdings etwas arg aufgesetzt und auch die deutschen Synchronsprecher machen keinen sonderlich motivierten Eindruck.

Ein Blick auf die ungewöhnliche Technik
In erster Linie kann man hinsichtlich der grafischen Leistung erst einmal nur die Invizimals selbst bewerten – die zahlreichen Kreaturen wurden alle in einem saubereren 3D-Stil gehalten und weisen auch allesamt diverse Details auf. Viel wichtiger bei unserem Testkandidaten ist allerdings der Einsatz der PSP-Kamera. Dieser funktioniert auch insgesamt ganz gut und kann grundsätzlich überzeugen: Bei ausreichenden Lichtverhältnissen ist ein uneingeschränktes Spielvergnügen möglich und so ist es anfangs schon beeindruckend, wie die kleinen Biester vor der PSP sogar einen realistischen Schattenwurf auf die unmittelbare Umgebung abgeben. Allerdings leidet das Prinzip auch unter kleinen Schwächen: So dürft ihr mit der PSP Kamera nicht zu nah an die Invizimals rangehen und auch ein zu spitzer Winkel lässt die Tierchen aus dem Bild „ploppen“. Im normalen Spielverlauf kann es auch passieren, dass die dargestellten Invizimals zu flackern bzw. blinken beginnen – generell sind dies aber Ausnahmen.

Hinsichtlich des Sounds liefern die Entwickler eine solide Leistung ab. Das Spielgeschehen wird meist mit flotter Musik hinterlegt und auch die Geräusche der Invizimals selber sind annehmbar. Lediglich die deutschen Synchronsprecher können wie bereits erwähnt keine überzeugende Leistung abliefern – aber bei den Dialogen auch kein Wunder. Die Steuerung wurde von den Entwicklern in den Kämpfen in Echtzeit gehalten: Dies bedeutet, dass euer Invizimals entweder angreift oder doch lieber auf Verteidigung setzt. Dies entscheidet sich an der im oberen Bildschirmrand gehaltenen Anzeige für eure Ausdauer. Jede Aktion zieht dieser Anzeige nämlich je nach Stärke etwas ab und ist sie erschöpft, müsst ihr erst warten bevor ihr eine neue Aktion ausführen könnt. Dies ist dann natürlich eine gute Gelegenheit für den Gegner, eine verheerende Attacke zu starten – Timing ist also ein wichtiger Faktor. Während eines Kampfes ist es zudem euer Job, mit der PSP Kamera herumschwirrende Blasen anzuvisieren, welche im Shop für Extra-Attacken sowie Energie- und Ausdauerpakete investiert werden können. Wie bereits erwähnt, lassen sich durch verschiedene Gesten mächtige Attacken, wie z.B. ein Erdbeben erwerben.

Fazit:
Die Entwickler haben mit dem Spiel Invizimals ein interessantes neues Feature auf die PSP gebracht. Endlich wird die bisher so vernachlässigte PSP-Kamera von einem Spiel hinreichend unterstützt und das Ergebnis ist für den Anfang auch gar nicht mal so schlecht: Bewusst wird auf bewährte Elemente der Pokémon-Reihe zurückgegriffen und mit dem beeindruckenden Feature der „Augmented Reality“ verknüpft. Leider ist die Umsetzung noch nicht ganz fehlerlos: Gute Lichtverhältnisse, ein optimaler Winkel und eine ruhige Hand sind Voraussetzungen für ein uneingeschränktes Spielerlebnis – und auch dann kommt es zu gelegentlichen Bugs. Dennoch vermag das Spiel mit seinem neuartigen Einsatz der Kamera für eine gewisse Zeit zu motivieren und auch die Umsetzung der Kämpfe ist gut an die Möglichkeiten der PSP angepasst worden. Hoffen wir mal, dass Invizimals nicht das letzte Spiel seiner Art war – vor allem muss gewährleistet werden, dass auch die Käufer eine PSPgo den Titel spielen können. Denn bisher ist der versprochene Adapter für die Kamera nicht erschienen. Hier muss unbedingt nachgebessert werden.

Hat immer noch nicht alle Tierchen gefangen: Jakob Koch für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
etwas langwierige Kämpfe, Anspruch nur bedingt vorhanden
GRAFIK
8 von 10
einmaliger Einsatz der PSP Kamera, trotz kleiner Bugs beeindruckend
SOUND
7 von 10
flotte Hintergrundmusik, deutsche Synchronsprecher wirken wenig überzeugend
FEATURES
7 von 10
Zahlreiche Invizimals, diverse Minispielchen, ordentliche Kampagne
MULTIPLAYER
8 von 10
Adhoc- und Infrastructure-Modus ermöglichen Kämpfe und Handel
GESAMT-
WERTUNG:
76%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"PSP und Kamera sollten lieber zu Hause verwendet werden"







Details
Spielname:
Invizimals

Publisher:
Sony

Developer:
Novarama

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
25.11.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler Adhoc oder Infrastructure (Kampf und Handel)

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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