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Phantasy Star Portable 2


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Phantasy Star Portable 2 Review vom 09.10.2010

Wer heutzutage den Titel „Phantasy Star“ liest, verbindet ihn mit Online-Abenteuern, der Jagd nach seltenen Gegenständen und einer mal mehr, mal weniger prominenten Rahmenhandlung. Ältere Semester werden sich vielleicht auch noch an die bockschweren klassischen RPGs für Segas ältere Konsolen erinnern. Jedenfalls ist die Reihe bereits seit einiger Zeit im Dienst und wirft auch heute noch neue Titel ab. „Phantasy Star Portable 2“ soll an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen und bügelt dabei hoffentlich auch einige große Kritikpunkte aus, unter denen der Handheld-Erstling leiden musste. Wir haben uns erneut durch das Gurhal-System gekämpft und verraten euch, ob der zweite Teil den Vorgänger überflügeln kann.

Drei Jahre später – noch immer keine Ruhe in Sicht
„Phantasy Star Portable 2“ schließt ans bisherige Ende der „Phantasy Star Universe“-Subserie an: Drei Jahre sind seit den Ereignissen von „Ambitions of the Illuminus“ ins Land gezogen, die Seed-Plage ist endgültig unter Kontrolle und alles scheint friedlich. Bei einer Expedition jedoch macht ihr mit einer Begleiterin namens Emilia schnell Bekanntschaft mit einigen böswilligen und in einem Fall sogar geradezu tödlichen Kreaturen. Frisch verarztet erwacht euer Charakter an Bord der Little-Wing-Zentrale Clad 6, die euch auch sogleich als neues Mitglied der Söldnertruppe willkommen heißt. Von da an bestreitet ihr gemeinsam mit Emilia diverse Aufträge, die euch auf die Spuren eines mysteriösen Mannes in Schwarz und die finsteren Auslöschungspläne einer alten Zivilisation führen.

Die 10 Kapitel umfassende Handlung soll den Singleplayer bei Stange halten, dürfte aber nur vergleichsweise Kurzzeitig an den Handheld fesseln. Und obwohl die Story auch mit einigen interessanten Wendungen auffährt und sogar mit verschiedenen Enden zum erneuten Durchspielen anregt, ist sie bei weitem kein Glanzstück im Kosmos der RPGs. Doch wie schon in einigen vergangenen Episoden macht „Phantasy Star Portable 2“ dieses kleine Manko durch sein mehr als solides Gameplay wieder wett.

Das tägliche Brot eines Little-Wing-Mitglieds
Zu Beginn dürft ihr euch erst einmal nach klassischer RPG-Manier einen Charakter erstellen. Zur Auswahl stehen die vier aus dem ersten „Portable“-Teil bekannten Rassen: Die ausgeglichenen Human, die magiebegabten Newman, die als CAST bekannten Androidenwesen und die etwas wilderen Beast. Habt ihr euer Aussehen festgelegt, welches sich übrigens mit Ausnahme von Kleidung und Frisur im Nachhinein nicht mehr ändern lässt, geht es noch weiter zur Klassenwahl. Zu Beginn stehen euch die bereits bekannten Hunter-, Ranger- und Force-Klassen zur Auswahl, ebenso wie einen Neuzugang: Der ausgeglichene Vanguard-Job. Mit der Auswahl der Klasse legt ihr weiter eure Charakterwerte fest, das selbe gilt für die Waffen, mit denen ihr euren Schützling ausrüsten könnt. Doch keine Bange, sollte euch das Leben als zum Beispiel Ranger nicht gefallen: An Bord der Clad 6 könnt ihr ohne großen Aufwand eure Ausrichtung ändern.

Steht eure Spielfigur, dürft ihr euch in den Einrichtungen der Little Wing auf euren Einsatz vorbereiten. Der übersichtliche Komplex enthält alles, was ihr für den Abenteurer-Alltag braucht: Diverse Shops, ein Café, eure Unterkunft – die ihr auch mit allerlei Gegenständen dekorieren dürft – und natürlich den Zugang zu eurem Schiff und damit auch den zahlreichen Aufträgen des Spiels. Diese selbst sind noch einmal unterteilt in vier verschiedene Kategorien: Story-Missionen treiben die Handlung voran, freie Missionen schicken euch mit einem simplen Auftrag durch ein monsterverseuchtes Gebiet, taktische Missionen verlangen etwas mehr Geschick bei ihren Aufgaben ab und Handels-Missionen lassen euch Wertgegenstände tauschen. Habt ihr euch für euren Auftrag entschieden, geht es ab in die Schlacht.

Gemeinsam sind wir stark
Wer bereits mit den Titeln der „Phantasy Star Universe“-Saga vertraut ist, wird sich sofort heimisch fühlen. Die Steuerung ist größtenteils aus dem ersten „Phantasy Star Portable“ übernommen worden, weist aber doch ein paar kleine, wenngleich alles andere als unwichtige Änderungen auf. So verfügt euer Charakter nun über die Fähigkeit, per X-Knopf einen Hechtsprung durchzuführen. Und solltet ihr trotz Ausweichrolle einem Angriff nicht entkommen können, so dürft ihr nun mit Zweihandwaffen oder mit einem ausgerüsteten Schild per R-Tastenbefehl eine Verteidigungshaltung einnehmen. Auch der Select-Button findet neue Verwendung: Während die Ego-Perspektive, die ihr zum genaueren Zielen mit Fernwaffen und zum Absuchen bestimmter Gebiete nutzen könnt, nun auf eine Kombination von L und dem Steuerkreuz verschoben wurde, lassen sich per Select im Singleplayer K.I.-Anweisungen und im Multiplayer Chat-Befehle aufrufen. Abgesehen von diesen Details laufen die Fights aber nach gewohntem Muster ab: Auf der Suche nach eurem Quest-Ziel bekämpft ihr Gegner durch geschickten Einsatz eures Waffenarsenals, sammelt Schlüsselkarten ein und behauptet euch in der Regel am Ende gegen einen kleinen Bossgegner.

Natürlich kann der ewig gleiche Trott alleine schon mal etwas langweilig werden. Deswegen verfügt „Phantasy Star Portable 2“, wie auch schon der Vorgänger, über einen Multiplayer-Modus. Anders als beim Erstling hat sich Sega allerdings ein Herz gefasst und einen bisher schmerzlich vermissten Online-Modus mit ins Spiel geschmuggelt. Solltet ihr also lokal keine Vierergruppe zusammentrommeln können, habt ihr nun die Möglichkeit, online nach Mitstreitern zu suchen. Im Mehrspielermodus stehen euch zusätzlich zu den offenen und taktischen Missionen auch noch Herausforderungs- und Kampf-Aufträge zur Verfügung, die für ein wenig mehr Abwechslung sorgen. Zum Testzeitpunkt hatten wir im Infrastruktur-Modus zwar hin und wieder mit Lags zu kämpfen, spielspaßbremsend haben sich diese aber nicht ausgewirkt. Denn ein paar Kameraden aus Fleisch und Blut sind so oder so besser als die immer noch grausame K.I. der computergesteuerten Gefährten im Solo-Modus. Die Online-Komponente des Spiels kommt übrigens komplett ohne monatliche Gebühren aus. Dafür wird jedoch eine Little-Wing-Lizenz notwendig, die ihr mit eurem PSN-Konto verbinden müsst. Diese bekommt ihr mit jedem Neuexemplar des Spiels kostenfrei dazu.

Wo der Drache durch die Wand geht
Stichwort künstliche Intelligenz: Wie schon erwähnt ist sie auch in dieser Runde alles andere als das Gelbe vom Ei. Zwar könnt ihr euren Kameraden generelle Befehle erteilen, dass hindert sie jedoch nicht daran, an allen möglichen und unmöglichen Ecken und Kanten hängenzubleiben. Wenigstens kann man nun verhindern, dass die Gruppe selbstmörderisch mit Nahkampfwaffen auf einen Drachen einhackt, der sie aus der Luft heraus mit Feuer eindeckt. Und wo wir schon mal bei Drachen sind: Auch die sonstige technische Präsentation lässt einen mit gemischten Gefühlen zurück. Zwar sehen die Umgebungen abwechslungsreich – wenn auch teils sehr bekannt, wenn man mit anderen Titeln der Reihe vertraut ist – aus, doch noch immer ploppen Teile der Umgebung in etwas weiterer Ferne einfach so ins Bild, manche Wände und Zäune lassen einen etwas weiter, als sie es sollten und in einem Fall hatte sich ein Bossgegner gedacht, er könne sich einfach mal in der Arena-Mauer verstecken. Zum Glück war er noch angreifbar, das Bild blieb jedoch unschön.

Die Darstellung der Handlung hat auch an einer Stelle ein wenig einbüßen müssen. Auf der erfreulichen Seite gibt es nun wesentlich mehr Zwischensequenzen als im ersten „Phantasy Star Portable“. Dafür sind die immer noch häufigen – und auch nach wie vor komplett englischen – Standbild-Dialoge ihrer gelegentlichen Sprachausgabe beraubt worden. Wenigstens wissen die Melodien des Spiels immer noch, den Spieler weiter durch das Gurhal-System zu treiben. Für UMD-Besitzer empfiehlt es sich übrigens, die gerade mal 164MB große Dateninstallation vorzunehmen. Zwar halten sich auch so die Ladepausen weitestgehend in Grenzen, aber schließlich können diese Spielunterbrechungen nie kurz genug sein.



Fazit:

Na also, es geht ja doch! Wo beim Vorgänger gerade noch das Fehlen jeglicher Online-Funktionen richtig geschmerzt hat, macht „Phantasy Star Portable 2“ vieles wieder gut, wenn nicht sogar noch besser. Das Kampfsystem wurde um neue Funktionen ergänzt, bei denen man sich fragt, wie man nur so lange ohne sie auskam, man hat wieder eine richtige Lobby anstelle eines glorifizierten Menüs außerhalb von Aufträgen und endlich kann man wieder mit weit entfernten „Phantasy Star“-Fans gemeinsam auf Item-Jagd gehen. Zwar ist der Titel immer noch ausbaufähig, gerade was die Handlung und den Singleplayer-Modus allgemein betrifft, doch für diejenigen, die mit dem ersten Teil enttäuscht waren oder ein kurzweiliges RPG für gesellige Runden in Online-Vierergruppen suchen, ist „Phantasy Star Portable 2“ definitiv einen Blick wert. Lediglich pure Solo-Abenteurer müssen mit einer kleinen Enttäuschung rechnen.

Als Hunter im Auftrag von Little Wing unterwegs: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
8 von 10
Flüssige Action-RPG-Schlachten, die durch einige neue Moves noch einen Tick verbessert wurden.
GRAFIK
7 von 10
Die alte Engine macht zwar noch einiges her, zeigt aber auch Alterserscheinungen.
SOUND
7 von 10
Nette Melodien begleiten euch bei euren Ausflügen, doch warum fehlt die Sprachausgabe bei den Standbild-Dialogen?
FEATURES
8 von 10
Die Story mag kurz sein, doch abseits der linearen Pfade gibt es zahlreiche Abenteuer und Items.
MULTIPLAYER
9 von 10
Endlich wieder online! Zu viert macht die Hatz gleich mehr Spaß.
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Kurze Missionen, knappe Ladepausen – doch für den Multiplayer muss man stationär sein."







Details
Spielname:
Phantasy Star Portable 2

Publisher:
Sega

Developer:
Alfa System

Genre:
Rollenspiel

Release:
01.01.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler adhoc / online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (37)

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