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Fullmetal Alchemist: Brotherhood


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Fullmetal Alchemist: Brotherhood Review vom 05.07.2010

Zwar haben es die beiden Brüder Edward und Alphonse Elric hierzulande noch nicht ins Free-TV geschafft, dennoch erfreut sich die Serie um den kleinwüchsigen Staatsalchemisten und seinen, an eine Rüstung gebundenen, Bruder auch hier großer Beliebtheit, sodass es beinahe nur eine Frage der Zeit war, bis der erste PSP-Ableger seinen Weg zu uns findet. Fullmetal Alchemist: Brotherhood heißt der Titel, der auf der Handlung des gleichnamigen Animes basiert und auf das beliebte Beat’em’Up –Genre setzt. Doch kann das westliche PSP-Debut des so genannten Fullmetal-Alchemisten wirklich überzeugen oder handelt es sich hierbei lediglich um einen weiteren Lizenz-Titel, der ausschließlich eingefleischte Fans an den Bildschirm zu locken vermag? Nach dem Prinzip des äquivalenten Tausches, welches ja immerhin eines der grundlegenden Gesetze der Alchemie ist, muss für einen Gegenstand schließlich etwas von gleichem Wert geboten werden. Der Frage, ob das Spiel also wirklich sein Geld wert ist oder ob dieses Gesetz unberücksichtigt blieb, sind wir nach einer kurzen Transmutation unserer PSP nachgegangen.

Wer die Gesetze der Alchemie bricht, muss mit harten Strafen rechnen...
Das durften die beiden Brüder Ed und Al bereits sehr früh erfahren, als sie versuchten ihre Mutter mithilfe von Alchemie wieder ins Leben zurück zu holen. Erhalten hatten sie lediglich eine nicht lebensfähige Kreatur, die nicht im geringsten an ihre Mutter erinnerte, zahlen mussten sie dafür jedoch einen unverhältnismäßig hohen Preis: Während Ed mit dem Verlust eines Beines noch relativ gut davon kam, verlor sein jüngerer Bruder gleich seinen ganzen Körper. Um zu verhindern das Al gänzlich stirbt, opferte Ed noch einen Arm, um die Seele seines Bruders an eine Rüstung binden zu können. Nachdem Ed hoch moderne Prothesen, so genannte „Auto-Mails“ erhielt, um sich zumindest wieder bewegen zu können, schwuren sich die beiden Brüder nicht eher zu ruhen, bis ihre Körper wiederhergestellt sind. Mit diesem Ziel beginnt das Abenteuer der beiden Alchemisten...

Haben wir das Spiel nun gestartet, erwartet uns ein recht übersichtliches Menü, welches uns ermöglicht uns gleich der Story zu widmen oder erst einmal ein paar Kämpfe allein bzw. mit Freunden via Ad-hoc zu bestreiten. Natürlich fehlt auch hier kein Optionsmodus und selbst ein Galeriemodus, in welchem wir unsere freigeschalteten Extras und Boni betrachten können, ist vorhanden. Haben wir uns nun für den Storymodus entschieden, werden wir sofort mit einem japanischen Kommentar zur Auswahl eines Protagonisten geleitet. Zu Beginn ist es lediglich möglich zwischen den beiden Elric Brüdern zu wählen, im späteren Verlauf ist es jedoch auch möglich die Story aus der Sicht weiterer Charaktere wie Roy Mustang, Riza Hawkeye, Scar und sogar einigen Homunculi. Haben wir uns nun also für einen Charakter entschieden, können wir uns sofort ins Abenteuer stürzen oder zunächst ein Tutorial bestreiten.

Nachdem wir nun also den Storymodus gestartet haben, finden wir uns auf einer Karte von Amestris, dem Land indem die Handlung spielt, wieder und können eine Mission auswählen. Haben wir diese abgeschlossen, schalten wir nach und nach weitere Haupt und auch Nebenmissionen frei. Der Inhalt einer solchen Mission umfasst jedoch eigentlich nur das bloße Bestreiten eines Kampfes, sodass man lediglich von Kampf zu Kampf zieht, was nach einiger Zeit eine gewisse Monotonie hervorrufen kann. Und auch die Zwischensequenzen vor und nach den Kämpfen stellen einen wichtigen Kritikpunkt dar, denn wir bekommen hier zwar nette Dialoge mit leicht animierten Charakteren geboten, teilweise sogar mit japanischer Sprachausgabe, jedoch dürfte es Spielern, die nicht so sehr vertraut mit der Serie sind schwer fallen der Handlung zu folgen. Denn einige Ereignisse werden einfach ausgelassen und denjenigen, denen die Charakterzüge der Protagonisten nicht so bekannt sind, kann so manch eine Unterhaltung nur schwer nachvollziehbar erscheinen.

Kommen wir nun jedoch zum wichtigsten Teil des Spiels, den Kämpfen, schließlich handelt es sich hierbei um ein Beat’em’Up. Zunächst erwartet uns hier kein gewöhnliches Kampfsystem, sondern eines, das auf Partnerkämpfe setzt. Das heißt, dass wir nahezu immer mit 3 oder sogar 4 Kämpfern in einer Arena zu Gange sind und uns die Vorteile eines Teams zu Nutze machen können, indem wir Teamangriffe starten oder den Partner einfach unterstützen, doch erst einmal zu den Grundlagen des Kampfsystems: Wie in nahezu jedem Beat’em’Up gibt es stärkere und schwächere Angriffe, Verteidigungsmöglichkeiten und natürlich einige „Special-Moves“ in diesem Fall meist Alchemie. Zudem gibt es nach Auffüllen einer bestimmten Leiste die Möglichkeit eines Team Angriffs, welcher jedoch ein wenig Geschick im Umgang mit den Aktionstasten erfordert. Dies alles lässt sich auch recht gut umsetzen, sodass es, bis auf einen nicht unwichtigen Aspekt, eine größtenteils solide Steuerung der Kämpfer ermöglicht. Das große Manko ist jedoch der Einsatz des Control-Sticks, welcher seinen Job zwar recht gut erledigt, nur unglücklicherweise gar keinen hat und wir uns also mit dem Analog-Pad zufrieden geben müssen. Dadurch verliert die Steuerung nämlich ein bisschen an Genauigkeit, da es ja schließlich keine zwei-, sondern dreidimensionale Kämpfe und Arenen sind. Ansonsten ist das Kampfsystem sehr gelungen, da es somit nicht nur eine bloße Anime-Umsetzung , sondern auch ein ungewöhnliches Konzept hinsichtlich der Gefechte bietet.

Auch das Abschließen der Kämpfe ist hier gut gelöst worden, da man egal ob Sieg oder Niederlage Erfahrungsunkte erhält und ein Levelanstieg meist nicht viele Kämpfe auf sich warten lässt. Zudem können wir selbst entscheiden, welche Attribute angehoben werden sollen, indem wir Punkte, die wir beim Levelanstieg erhalten, sammeln und dann verteilen. Außerdem erhalten wir somit nach und nach mehr Kostüme und Stimmen für unsere Helden, mit denen wir sie ausrüsten können und nach dem erfolgreichen Beenden einer Story, können wir uns im Galeriemodus einige Ausschnitte der selbigen erneut ansehen, sodass es mehr als genug freischaltbares Material zu entdecken gibt und in dieser Hinsicht nicht allzu schnell Langeweile aufkommen dürfte.

Gameplay:
Fullmetal Alchemist: Brotherhood bietet zwar keine Beat'em Up-Action à la Tekken oder anderen namhaften Prügelspielen, gerade weil die Steuerung eben einen großen Manko aufweist, dennoch kann es mit einer ansonsten soliden Steuerung und einer gelungenen Atmosphäre, die gerade Fans der Serie begeistern dürfte, für mehr als nur ein paar gute Stunden vor dem Handheld sorgen.

Grafik:
Grafisch kann der Titel zwar nicht mit Titeln wie Crisis Core: Final Fantasy mithalten, dennoch wird hier der Charme der Serie recht gut wiedergespiegelt, sodass man es beispielsweise mit besseren Naruto-Titeln vergleichen könnte und der Titel sich keineswegs hinsichtlich der Grafik verstecken müsste.

Sound:
Ohrwurmgefahr besteht hier auf jeden Fall nicht, dennoch unterstreicht die Spielmusik, die Atmosphäre recht gut, sodass hier vielleicht nur in Sachen Abwechslung einige Abstriche gemacht werden können, da manche Tracks einfach zu oft gespielt werden. Einen großen Pluspunkt hat das Spiel jedoch auch hier zu bieten, denn Anime-Fans werden das Phänomen kennen, dass deutsche oder auch englische Synchronstimmen nahezu nie an den Charme des Originals herankommen, sodass hier einfach die Originalstimmen beibehalten wurden.

Features und Besonderheiten:
Zwar bietet der Titel nicht gerade ein unglaublich großes Angebot an Protagonisten und Arenen, allerdings wären viel mehr Charaktere auch kaum vorstellbar gewesen, da sonst womöglich sehr unbekannte Charaktere hätten verwendet werden müssen, dafür entschädigt der Titel mit einer Fülle an Kostümen und ähnlichen Boni.




Fazit:

Das westliche PSP-Debüt des kleinwüchsigen Staatsalchemisten braucht sich in keinster Weise hinter den meisten anderen Anime-Umsetzungen verstecken, da es einfach ein ordentliches Gameplay sowie eine nette Atmosphäre, die den Charme der Serie gut einfangen kann, beinhaltet. Allerdings muss das Spiel auch einige Abstriche verzeichnen, denn wer die Serie nicht kennt, wird Schwierigkeiten haben der Serie zu folgen und auch das große Manko der Steuerung stellen große Kritikpunkte dar. Letzten Endes handelt es sich bei „Fullmetal Alchemist: Brotherhood“ zwar nicht um einen schlechten Lizenz-Titel, sondern um eine durchaus gelungene Anime-Umsetzung, dennoch dürfte das Spiel eher Liebhaber der Serie begeistern, sodass „Nichtkenner“ eher zu anderen Titeln greifen oder sich zunächst den Anime ansehen sollten.

Versucht gerade Dosensuppe in Pizza zu transmutieren: Patrick Heiner für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Namco Bandai für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars




GAMEPLAY
7 von 10
Trotz unbenutztem Control Stick durchaus in Ordnung.
GRAFIK
7 von 10
keine Augenweide, dennoch gelungenes Einfangen der Atmosphäre des Animes.
SOUND
7 von 10
Japanische Synchronstimmen und recht atmosphärische Spielmusik.
FEATURES
8 von 10
Kostüme und ähnliche Boni warten nur darauf freigeschaltet zu werden.
MULTIPLAYER
8 von 10
Für bis zu vier Spieler vorhanden (Ad-Hoc).
GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Dank moderater Ladezeiten auch unterwegs gut zu gebrauchen. "







Details
Spielname:
Fullmetal Alchemist: Brotherhood

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Namco Bandai

Genre:
Fighting

Release:
11.05.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler (Ad-Hoc)

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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