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The Eye of Judgment Legends


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The Eye of Judgment Legends Review vom 07.04.2010

Im Jahr 2007 ist für die Playstation 3 ein Kartenspiel erschienen, welches es in der Form noch nicht auf die Heimkonsolen geschafft hatte. Bei The Eye of Judgement wurde nämlich nicht mit virtuellen Karten gespielt. Stattdessen bekam man eine zusätzliche Kamera, die die echten Karten erkannte und auf dem Fernseher zusätzlich Animationen hinzufügte. Diese Innovation der Kartenspiele hatte sich allerdings nicht besonders gut verkauft und Sony hat schon nach kurzer Zeit aufgehört neue Karten für das Spiel zu entwickeln. Ohne neue Karten kann sich ein Kartenspiel nicht lange halten, weswegen es inzwischen ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Bei dem PSP-exklusiven Ableger The Eye of Judgement: Legends verzichtet Sony auf die Neuerung der PS3-Version und machte daraus wieder ein rein virtuelles Kartenspiel. Retten diese Änderungen das neue Kartenspiel oder wird es weiter im Schatten von Yu-Gi-Oh und Co stehen? Wir haben unzählige Monster in die Schlacht geschickt um dies herauszufinden.

Von Beschwörern, Fabelwesen und Biolithen
Die Story von The Eye of Judgement: Legends knüpft nach der von dem PS3-Vorgänger an. Nachdem der Biolithenfürst verbannt wurde, kehrt dieser zurück und richtet Chaos und Zerstörung auf der Erde an, die davor nur eine kurze Zeit in Frieden leben konnte. Damit das Chaos perfekt ist befinden sich bei den meisten Stämmen noch Verräter der jeweiligen Nation, die dem Biolithenfürsten noch immer untergeben sind und alles für seine erneute Herrschaft über das Land tun würden. Gott billigt dies jedoch nicht und schickt den auserwählten Beschwörer, der mit der Macht seine eigene Armee an Monster zu beschwören das Land wieder den Frieden bringen soll. Die Rolle dieses Auserwählten übernehmen wir und versuchen so die maschinenlastige Übermacht der Biolithen zu stürtzen. Bevor wir uns in wilde Kartengetümmel stürzen können brauchen wir aber erst einmal überhaupt welche. Freundlicherweise bekommen wir genauso eines am Anfang spendiert, damit wir nach und nach die Nationen wieder vereinen und dem Biolithenfürsten einen Strich durch die Rechnung machen können.

Es ist Zeit für ein Duell! ...Nein, Moment.
Und genau jetzt kommen die Karten auch ins Spiel. Treffen wir auf einen Widersacher wird der Kampf mit dem „Kartenspiel“ ausgetragen. Es wird auf einem Areal von 3 x 3 Feldern ausgetragen und der Gewinner ist derjenige, der es als erster schafft fünf von seinen eigenen Monstern auf diesen Feldern zu platzieren. Ganz im Sinne einer üblichen Kartenspiels wird der Kampf abwechselnd ausgetragen. Am Anfang des „Kampfes“ zieht jeder Spieler 5 Karten von seinem Stapel. Derjenige, der am Zug ist bekommt zwei Mana in sein Manapool zugeschrieben. Und dies ist wichtig, denn ohne Mana ist es unmöglich Monster zu beschwören. Verschiedene Monster brauchen dabei auch eine unterschiedliche Anzahl an Mana, wobei schwache Monster meistens wenig brauchen und starke Kreaturen manchmal schon fast lächerlich hohe Kosten haben, dafür aber in einem Duell entscheidend sein können. Beim Platzieren der Kreaturen sollte man allerdings nicht unachtsam sein, denn nicht jedes Feld hat die gleichen Bedingungen. Jedes Feld auf dem Areal gehört zu einem der fünf Elemente. Diese sind Wald, Feuer, Wasser, Erde und Biolith. Es ist entscheidend, auf welchem Feld die Kreaturen platziert werden, da sie den entscheidenden Vor- oder Nachteil bringen können. Werden sie auf einem Feld desselben Elements platziert erhalten die Geschöpfe nämlich zwei zusätzliche Lebenspunkte. Dies kann besonders für schwache Kreaturen nützlich sein, damit sie nicht sofort nach einem Angriff des Gegners vernichtet werden. Werden sie allerdings auf ein Feld des gegensätzlichen Elements platziert verliert die Kreatur Lebenspunkte und kann im schlimmsten Fall dadurch sogar besiegt werden. Wird eine Kreatur besiegt, egal auf welche Weise, wird sie vom Spielfeld entfernt und der Eigentümer des Monsters bekommt ein Mana zugeschrieben. Kreaturen des Elements Biolith bilden jedoch eine Ausnahme dieser Regel. Diese erhalten weder Bonus, noch Malus für die Felder.

Nach dem ersten Zug darf der Gegner dasselbe machen und, da inzwischen schon ein Wesen auf dem Feld ist, angreifen. Jedes Monster hat dabei eine andere Angriffsstärke und einen anderen Bereich, in dem es angreifen kann. Außerdem haben manche Kreaturen noch Schwachpunkte oder bestimmte Felder, bei denen sie kontern können. All dies ist zu beachten, wenn man eine Kreatur des Gegners angreifen möchte. Dadurch kommt ein starker strategischer Charakter des Spiels zum Vorschein. Neben den regulären Werten haben viele Monster zudem noch spezielle Fertigkeiten, die dem Kampf noch weiteren Schwung verleihen können. Sowas könnte sein, dass das Monster immer von der Rückseite des Gegners angreift, oder dass die beiden kämpfenden Kreaturen, sollte die angegriffene überleben, die Plätze tauschen. Monster sind allerdings noch nicht alles, was man mit Mana aktivieren kann. Damit man den Sieg sein eigen nennen kann ist es häufiger auch praktisch die verschiedenen Zaubersprüche zu benutzen. Der geschickte Einsatz von diesen Karten kann das Geschehen komplett umkrempeln. Manche können die eigenen Einheiten heilen und sie somit wieder zu einem längeren Leben auf dem Schlachtfeld verhelfen und andere können sogar die Felder umdrehen. Jedes Feld auf dem 3 x 3 Areal hat nämlich zwei Seiten und wenn es umgedreht wird könnte der Vorteil, den die darauf befindliche Kreatur bekommen hat verschwinden. Und die ganzen Monster, die sich auf dem Feld befinden und dort rumstehen sind auch nicht alle zum einmaligen Einsatz gedacht. Bezahlt man eine für jede Kreatur spezifische Menge an Mana ist es möglich diese zu drehen oder sie abermals angreifen zu lassen. Jedoch muss jeder gut abwägen, ob es praktisch ist ein sich bereits auf dem Feld befindendes Monster angreifen zu lassen oder ein zusätzliches auf ein anderes Feld zu beschwören. Man darf nicht vergessen, dass derjenige siegt, der fünf von neun Feldern mit seinen Monstern besetzt hat.

Zug um Zug geht es dann so weiter, bis sich ein Gewinner hervorgetan hat. Wenn man gewinnt, erhält man Gold und zudem noch Karten, um seinen Stapel zu verbessern. Denn im Laufe des Spiels ist es wichtig, das eigene Deck immer wieder zu verändern und zu verbessern, damit es mit den laufend stärker werdenden Gegner mithalten kann. Das Besiegen eines Gegners ist allerdings nicht die einzige Möglichkeit um neue Karten zu erhalten. Auf den Weg die Welt zu retten kann man nämlich noch einen Stopp beim Kartenshop einlegen. Dort kann man verschiedenen Karten direkt kaufen um sein Deck zu verbessern. Das Austauschen der Karten und die Suche nach der richtigen fallen dabei recht einfach, wobei das lediglich daran liegt, dass es nicht so viele Karten gibt. Neben dem Shop steht einem außerdem noch die Bibliothek zur Verfügung. Und diese Bibliothek ist wirklich gigantisch. Jede gesammelte Karte ist hier verzeichnet und man kann sich viele Geschichten von dem Land, das man versucht zu retten, durchlesen. Des Weiteren kann man, sollte einen die Lust auf einen Kampf richtig drängen, sich in die Kampfarena begeben und dort gegen einen beliebigen Gegner kämpfen, gegen den man zuvor schon in der Story angetreten ist. Sollte einem auch mal den Drang spüren sich mit potenziell intelligenteren Gegner zu bekriegen, ist dies ebenfalls möglich. Dies kann, wie üblich, via Ad-Hoc passieren oder aber auch über das Internet. Hierbei wird einfach ein zufälliger Gegner ausgesucht, der sich ebenfalls gerade auf der Suche nach einem Kontrahenten befindet. Außerdem finden von Zeit zu Zeit noch besondere Events statt, in denen es besondere Beschränkungen von Elementen oder Rarität der Karten gibt. Und Turniere werden ebenfalls online veranstaltet, wobei im Spiel selbst nichts über die genauen Daten dieser steht.

Gameplay:
Die Steuerung des Spiels ist keine besondere Herausforderung. Alles lässt sich einfach und durchaus flüssig bedienen. Bei dem einen oder anderen Bedienelement könnte man sich allerdings fragen, was Sony dabei nur gedacht hat, zum Beispiel wenn man sich einen schnellen Überblick über das Feld machen möchte. Die Kämpfe werden allerdings nur sehr selten durch kurze Ladepausen gestört, welche kaum auffallen. Es fehlt allerdings ein wenig die Freiheit, die man bei andere Spielen hat, da man nur stur von Punkt zu Punkt zu Punkt der Story laufen kann.

Grafik:
Für ein Kartenspiel ist die Grafik bei diesem Titel recht gut gelungen. Die Monster sind alle, wenn sie auf dem Feld sind, sehr schön dargestellt. Andere Charaktere fehlen dafür leider völlig und alle Storyszenen werden in Standbildern erzählt. Da hätte man sich mehr einfallen lassen können.

Sound:
Hier kann man leider nicht viel von dem Titel erwarten. Der Sound ist oft einigermaßen passend, kann allerdings oft nicht wirklich überzeugen. In epischen Momenten, die bei Standbildern leider schwer darstellbar sind, wäre sie passend.

Features und Besonderheiten:
Man mag es anfangs nicht wirklich glauben, aber The Eye of Judgement: Legends bietet einen wirklich großen Umfang. Es gibt nicht nur die Hauptstory, sondern auch ein paar Nebenzweige, die man ab und an einschlagen kann. Mit 333 Karten ist der Umfang für den PSP-Teil auch nicht gerade klein geraten. Damit kann es sich zwar noch lange nicht mit älteren Kartenspielen messen, aber für den Anfang ist es ein passender Umfang. Außerdem liefert Sony nach und nach ein paar Erweiterungspacks, die noch für zusätzlichen Kartennachschub sorgen. Zudem hat der Titel mit der Online-Funktion eine Möglichkeit, die bisher andere Spiele oft vermissen lassen.

Fazit:
Das Auslassen der Kamerafunktion hat The Eye of Judgement: Legends keinesfalls ruiniert. Sony hat mit diesem Titel ein durchaus überzeugendes, neues Kartenspiel auf die Beine gestellt. Die Story ist sehr schön mit zu verfolgen, wenn auch in Standbildern. Auf Dauer kann es allerdings passieren, dass die Kämpfe etwas langweilig werden, da sie lange nicht die Geschwindigkeit aufweisen, die ein gutes Kartenspiel ausmacht. Ein paar Animationen sind zwar manchmal schön anzusehen, aber sie stören, wenn sie zu lang sind und man sie nicht abschalten kann. Wer aber mal gerne etwas Neues ausprobieren möchte und sich mit den Regeln anfreunden kann, sollte sich dieses Spiel ruhig mal ansehen und besonders die Tatsache, dass man einfach mal online gehen kann und sich mit einem anderen menschlichen Spieler bekriegen kann, macht es sehr lohnenswert. Hoffen wir, dass Sony hier nicht so schnell aufgibt, wie bei dem PS3-Vorgänger.

Sucht sich gleich das nächste Opfer im WWW: Denis Wewetzer für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
Etwas langsam, aber simpel und kaum Ladezeiten
GRAFIK
7 von 10
Recht schöne Kampfgestaltung aber leider nur Standbilder als Szenen
SOUND
7 von 10
Etwas zu episch für Standbilder, aber ansonsten passend
FEATURES
8 von 10
Recht umfangreich für einen PSP-Teil und Online-Nachschub kommt hoffentlich
MULTIPLAYER
10 von 10
Endlich eine Online-Funktion für ein Kartenspiel, darauf hat man gewartet
GESAMT-
WERTUNG:
75%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Wenn es etwas schneller gehen würde, wäre es perfekt für einen Kampf zwischendurch"







Details
Spielname:
The Eye of Judgment Legends

Publisher:
Sony

Developer:
Sony Studios Japan

Genre:
Strategie

Release:
02.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler (auch Online)

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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