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Puzzle Chronicles


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Puzzle Chronicles Review vom 14.03.2010

Titel wie Dissidia: Final Fantasy haben es bereits bewiesen: Die Fusion zweier sich eigentlich fremden Genregattungen kann durchaus mehr als erfolgreich gelingen. Und auch der Developer Infinite Interactive scheint dies erkannt zu haben als er mit Puzzle Quest: Challenge of the Warlords einen gekonnten Mix aus Puzzle- und Rollenspielelementen auf den Markt brachte. Seit jeher wurde dann an dieser unerwartet beliebten Rezeptur herumexperimentiert, jedoch ohne nennenswerte Erfolge, denn kein weiterer Puzzle- Titel konnte so sehr überzeugen, wie ihr Vorbild es tat. Mit Puzzle Chronicles wird nun das nächste Testobjekt auf den Handheld-Sektor losgelassen, doch ist es überhaupt in der Lage dem wohl erfolgreichsten Puzzle- Titel aus dem Hause Infinite Interactive das Wasser zu reichen oder wurde wieder einmal an den falschen Stellen der Rezeptur experimentiert? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir uns für euch in die Kunst der Steinchenschieberei einweihen lassen.

Sklaverei!
In der Welt von Puzzle Chronicles scheint die Sklaverei noch an der Tagesordnung zu liegen und der Menschenhandel ein Wirtschaftszweig wie jeder andere zu sein. Da kann es dann auch mal vorkommen, dass gleich ein ganzes Dorf zu unfreiwilligen Bediensteten rekrutiert wird. So auch die Heimat unseres Helden, welche vom Kaiser überfallen und ausgebeutet wurde. Glücklicherweise wird unser Protagonist relativ früh von der Zauberin Morgana freigekauft, um sich somit an dem Kaiser rächen und sein Volk befreien zu können. Sicherlich dürfte sich nun der Ein oder Andere fragen, wie teuflisch ein Kaiser sein muss, um seine eigenen Untertanen zu Sklaven zu machen. Nun die Antwort hierauf ist relativ simpel, denn unser Kaiser ist kein gewöhnlicher Kaiser, sondern vielmehr ein Dämon, wie sich im Laufe der Story herausstellt. Und auch wieso die Zauberin Morgana so interessiert an der Vernichtung desselbigen und damit derart hilfsbereit gegenüber unserem nun heimatlosen Helden ist, erfahrt ihr im weiteren Spielverlauf.

Doch bevor ihr euch nun zur Rettung eures Dorfes aufmachen dürft müsst ihr euch durch die Grundlagen des Steinchenschiebens kämpfen. Habt ihr dies erledigt, kann das eigentliche Abenteuer beginnen: Durch 17 verschiedene Dörfer, Städte, Ortschaften, Inseln oder sonstige Areale verschlägt es euch nämlich auf der Suche nach eurem Volk. Dabei gilt es immer dem goldenen Fragezeichen zu folgen, was auf Dauer recht monoton und langweilig sein mag, da keinerlei Rätselspaß aufkommt. Dafür finden sich nahezu überall diverse Sidequests die nur auf ihre Lösung warten, allerdings wird euch auch hier auf der Karte gezeigt, wie und wo ihr diese zu bearbeiten habt. Zudem nehmen diese Nebenaufgaben nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch und lassen sich auch nicht wiederholen, sodass ihr wieder relativ schnell dazu gezwungen seid dem Verlauf der Hauptstory zu folgen. Diese setzt sich jedoch eigentlich nur, wie bereits erwähnt, aus dem Folgen goldener Fragezeichen und den meist damit verbundenen Kämpfen zusammen.

Puzzelt um euer Leben
Ja, ihr habt richtig gelesen: Bei Puzzle Chronicles müsst ihr im wahrsten Sinne des Wortes um euer Leben puzzeln, denn genau hier kommt der größte Puzzleanteil des Titels zum Einsatz. Auf einem durch eine Leiste geteiltem Feld gilt es seine in Dreier Ketten erscheinenden Steinchen horizontal vorteilhaft anzuordnen. Dabei gibt es fünf verschiedene Sorten und vier Farben dieser Klötzchen, welche auch unterschiedliche Auswirkungen haben können. Zunächst einmal wären da die ganz gewöhnlichen Quadrate, die eigentlich keine besondere Funktion oder Wirkung haben. Dann gibt es noch die Zorn-Perlen, welche mittels gefärbten Totenschädeln symbolisiert werden. Diese erzeugen bei ihrer Zerstörung Zorn und solltet ihr erst einmal fünf davon ins Klötzchen-Nirwana geschickt haben, vollführt unser Held einen Angriff mit dem er die Spielfeldtrennende Leiste um ein Stück in Richtung des Gegners schiebt und somit seinen Handlungsspielraum weiter einschränkt. Um aber überhaupt einige Steinchen zerstören zu können, benötigt ihr Perlen, die laut Handbuch sich kreuzenden Schwertern ähneln sollen, jedoch vielmehr an Multiplikationszeichen, wie man sie aus dem Taschenrechner kennt, erinnern. Wie dem auch sei ermöglichen es diese gleichfarbige Steinchen zu zerstören. So genannte Joker-Perlen stellen die vierte Steinchenart dar. Diese Perlen passen sich nämlich ihrem Umfeld an. Werden beispielsweise vier gleichfarbige Steinchen, mit Ausnahme der auflösenden, im Quadrat angeordnet so verschmelzen sie zu einem größeren Steinchen, das bei seiner Zerstörung eine besondere Wirkung entfaltet. Um solche riesen Klötzchen erschaffen zu können, können nämlich auch Joker-Perlen verwendet werden, die einfach die notwendige Farbe beim Verschmelzen annehmen. Die letzte Steinchengattung im Bunde sind die Multiplikator-Perlen, doch zu denen später mehr. Habt ihr nun euch erst einmal mit den Grundlagen des puzzeln vertraut gemacht, geht das Spielen relativ schnell von der Hand, da die Steuerung auch recht einfach gehalten ist. Mit den Richtungstasten lassen sich die dreier Ketten verschieben und mit den Tasten der anderen PSP-Hälfte lassen sich diese drehen sowie fallen oder auch die Kriegsbestie in gewissem Maße steuern.

Apropos Kriegsbestie: Zu Beginn der Geschichte müsst ihr einen Hund befreien, der euch von diesem Augenblick an in euren Kämpfen unterstützt. Dies tut er indem er zwar nicht direkt ins Kampfgeschehen eingreift, euch dafür aber mit Statusveränderungen, wie einem größeren Schaden oder Schutz, zur Seite steht. Verständlicherweise kann er dies nicht ständig und vollkommen zufällig tun. Aus diesem Grund übernehmt ihr diese Aufgabe für ihn, indem ihr nämlich Steinchen zerstört füllen sich links im Bild einige Anzeigen auf.Zerstört ihr Multiplikator-Perlen füllen sich diese schneller auf. Sind diese gefüllt müsst ihr nur die entsprechende Anzeige mithilfe der Schultertasten auswählen und mit der Dreieckstaste aktivieren. Dabei hängt die Stärke der gewählten Aktion lediglich vom Level der Kriegsbestie ab, welches ihr in einem der zahlreichen Minispiele erhöhen könnt.

Selbstverständlich lässt sich nicht nur eure Kriegsbestie trainieren, sondern auch die Attribute unseres Helden, wenn euch die Fähigkeitssteigerungen des normalen Levelanstiegs nicht genügen. Auch dies ist in Form eines Minispiels möglich. Des Weiteren könnt ihr durch solche Minispiele einiges erreichen, vom Fertigen eines Gegenstandes bis hin zum Suchen eines Schatzes sind nämlich diverse Spielchen vertreten.

Wer jedoch keine Lust hat ständig etwas tun zu müssen, um unseren verwaisten Dorfbewohner besser auf die bevorstehenden Kämpfe vorzubereiten, der kann in einem der vielen Shops für eine bessere Ausrüstung sorgen. Hier kann einem jedoch schnell der Spaß am Bekleiden des Helden vergehen, denn bei jedem Wechsel des Ausrüstungs-Bildschirms müsst ihr eine ca.2-5 Sekunden lange Pause in Kauf nehmen. Und wenn wir schon gerade bei Pausen sind: Eine Dateninstallation hätte dem Titel wirklich nicht schaden können, denn ständig dürft ihr den Ladebildschirm bestaunen, sei es beim Laden eines Kampfes oder beim Laden des Bildschirmes der euch mitteilt, das ihr zu einem Kampf herausgefordert wurdet. Zwar halten sich die Ladezeiten im Einzelnen in Grenzen, summiert ergeben sie jedoch einen nicht außer Acht zu lassenden Kritikpunkt. Da hilft selbst ein bedienerfreundliches Menü, welches ein Verirren nur schwer möglich macht, nicht weiter.

Gameplay:
Die Steuerung ist zwar recht simpel, jedoch schadet dies dem puzzeln in keinster Weise. Im Gegenteil: Es erleichtert es sogar ungemein, sodass in Punkto Steuerung lediglich bei der Navigation durch die einzelnen Gebiete Abstriche gemacht werden müssen, da sie hier teilweise ein wenig zickig ist. Der Schwierigkeitsgrad ist zudem ein wenig anspruchsvoller als man zunächst von einem einfachen Puzzlegame erwarten würde, allerdings tut auch dies dem Spielspaß keinen Abbruch. Einen großen Kritikpunkt bildet jedoch der Rollenspielanteil, da dieser merklich zu kurz gekommen ist: Eine herkömmliche Story von der Stange, die eher belustigend als eindrucksvoll ist, was durch den Konami-Translation-Bonus nochmals verstärkt wird, spricht hier Bände. Auch die absolute Lösungsvorgabe schadet den RPG-Elementen deutlich, denn wie soll eine ohnehin schon langweilige Story noch vor den Handheld fesseln, wenn es für den weiteren Spielverlauf vollkommen unnötig ist ihr aufmerksam zu folgen? Letzten Endes schafft es nur der Puzzle-Part des Titels dem Spieler einige Stunden Spielspaß zu bescheren, da dieser durchaus überzeugen kann und es vermag ihn in seinen Bann zu ziehen.

Grafik:
Technisch ähnelt die Grafik der PSP-Version stark der der DS-Variante und das, obwohl die PSP in diesem Sektor ein größeres Potential besitzt. Eine wahre Augenweide bekommt ihr hier nämlich nicht zu sehen: Kantige Charaktergestaltung, Rüstungen, die zwei, drei Nummern zu groß sein dürften und eine Landschaftsgestaltung, die eher zweckmäßig daherkommt. Dementsprechend sehen auch die Laufwege unseres Helden auf der Karte aus, welche nämlich vollkommen umständlich und damit auch unverständlich wirken. Zudem ist der Grafikstil generell eine Frage des Geschmacks, da die Comic-Figuren definitiv nicht jedermanns Sache sein dürften.

Sound:
Weder störend noch sonderlich berauschend ist die Spielmusik von Puzzle Chronicles, da sie sich in Kämpfen zwar manchmal an die jeweilige Situation anpasst, ansonsten jedoch eher in den Hintergrund tritt. Die Soundeffekte scheinen allerdings zufällig ausgewählt und platziert zu sein, denn an manchen Stellen wirken sie überflüssig und an anderen Stellen fehlt einfach etwas, sodass auch hier einige Abstriche gemacht werden müssen.

Features und Besonderheiten:
Diverse Minispiele sowie ein Multiplayermodus lockern den Puzzle-Alltag ein wenig auf und sorgen für ein bisschen Abwechslung. Der Umfang der Story hingegen mag zwar auf den ersten Blick größer wirken, bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dieser jedoch als nicht ganz so groß. Alles in Allem bietet der Titel jedoch einige Möglichkeiten für eine längere Spieldauer.

Fazit:
Anscheinend haben die Leute von Infinte Interactive noch immer nicht herausgefunden, welche Zutaten unabdinglich für den Puzzle-Erfolg sind, denn Puzzle Chronicles kommt definitiv nicht an Puzzle Quest: Challenge of the Warlords heran und auch als Rollenspiel kann der Titel nicht wirklich überzeugen. Dafür bietet das neueste Testobjekt des Developers eine Menge Spielspaß für Puzzlefreunde, denn sieht man mal über einige Schwächen des Spiels hinweg, vermag er es durchaus über mehrere Stunden vor den Handheld zu fesseln. Wer sich also einen gekonnten Mix aus Puzzle- und Rollenspielelementen erhofft, sollte lieber über diesen Titel hinwegsehen, wer jedoch ein Fan des Puzzlegenres ist und über die genannten Schwächen hinwegsehen kann darf ruhig einen Blick riskieren.

Fragt sich, ob man Kämpfe auch mit Würfeln anstelle von Puzzlen bestreiten könnte: Patrick Heiner für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
8 von 10
Von den RPG-Elementen abgesehen durchaus überzeugend
GRAFIK
5 von 10
Für PSP-Verhältnisse eher schlecht als recht
SOUND
7 von 10
Spielmusik und Soundeffekte liegen im Durschnitt
FEATURES
7 von 10
Der Spielumfang geht durchaus in Ordnung
MULTIPLAYER
5 von 10
Lediglich Adhoc-Modus vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Trotz nervender Ladepausen für ein Minispiel zwischendurch ganz gut zu gebrauchen"







Details
Spielname:
Puzzle Chronicles

Publisher:
Konami

Developer:
Infinite Interactive

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
01.02.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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