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Persona 3 Portable


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Persona 3 Portable Review vom 22.09.2010

Die dunkle Stunde beginnt, jedoch bisher noch immer nicht in Deutschland. Bereits seit dem 6. Juli ist das Spiel Persona 3 Portable in Amerika erwerbbar und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass es der Titel nach Europa schafft – und das, obwohl die PS2-Vorlagen hierzulange erschienen sind. Und selbst wenn ein Releasedatum für Europa bekannt gegeben wird, ist immernoch zu befürchten, dass es, genau wie Shin Megami Tensei: Persona zuvor auch, nicht in Deutschland käuflich ist. Hat Atlus eine gute Entscheidung damit getroffen das Spiel nicht in Europa zu veröffentlichen oder ist Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable eine weitere mobile Rollenspielperle, die wir Europäer leider nur über den Import erwerben können? Wir haben uns auf das Dach und in den Keller der wohl größten Schule der Welt begeben, um diese Frage zu beantworten.

Die Dark Hour: Der Horror aller Meteorologen
In der Welt von Persona 3 hat der Tag nicht nur 24 Stunden. Während des Übergangs von einem Tag zum anderen gibt es eine weitere Stunde, die Dark Hour, von der die meisten Menschen nicht einmal etwas mitbekommen. Nur Menschen mit einer besonderen Gabe sind in der Lage, diese besondere Zeitspanne, in der alle elektronischen Geräte ausfallen und die Welt still steht, mitzuerleben. Jedoch ist dies mit Gefahren verbunden. In dieser Stunde sind nämlich die Shadows unterwegs, gegen die normale Menschen allerdings keine Chance haben. Nur Personen, die das Potential besitzen ihre Persona, ihr zweites Ich zu benutzen, können sie besiegen. Und der namenlose Hauptcharakter ist eine dieser Personen, die sich zusammenschließen um die Quelle der Shadows zu vernichten – Tartarus. Und ganz nebenbei muss er den Alltag eines High-School-Schülers überstehen.

Ramen essen mit Freunden, für die Schule lernen und die Welt retten. Ein ganz normaler Alltag
Das Spiel ist in zwei große Teile aufgeteilt. Der Tag mit verschiedenen Tageszeiten und die Dark Hour. Und am Tag erwarten einem unzählige Tätigkeiten, denen man alle nachgehen muss oder kann. Pflicht ist es, da es sich beim Hauptcharakter um einen Schüler handelt, jeden Tag zur Schule zu gehen und zu lernen. Diese Zeit wird manchmal übersprungen, wenn dies jedoch nicht der Fall ist, kann es schonmal passieren, dass der Lehrer eine Frage stellt, auf die man antworten muss. Wählt man die falsche Antwort ist es wie im echten Leben und nichts passiert. Wählt man jedoch die richtige, so steigert sich der Charme des Hauptcharakters. Und Charme ist nicht der einzige Wert, der gesteigert werden kann. Neben diesem, gilt es zusätzlich die Intelligenz und den Mut auf höhere Stufen zu bringen. Dies ist mit diversen Freizeitaktivitäten möglich wie Karaoke singen oder bestimme Spiele spielen. Sind diese Charaktaristika auf einem höherem Level stehen einem neue Tätigkeiten und Gesprächspartner zur Verfügung. Denn der Alltag eines High-School-Schülers besteht schließlich nicht nur aus Schule.

Am Nachmittag ist es einem möglich, jede menge Sachen zu erledigen. Dies geschieht mittels einer Übersichtskarte des Areals in dem man sich gerade befindet und man kann auswählen, wo man hingehen möchte oder mit wem oder was man interagieren will. So ist es einem möglich im örtlichen Einkauszentrum einzukaufen – seien es nun Waffen für die nächtlichen Kämpfe, Heilungs-Items oder diverses anderes Zeug, dass einem in irgendeiner Art und Weise behilflich sein könnte. Wenn einem danach ist, kann man auch ins Kino gehen um wiederrum einen der drei Charakterwerte zu verbessern. Oder man kann sich auch mit Freunden treffen, was im Verlauf der Geschichte zu einer der wichtigsten Tätigkeiten wird. Durch die Schließung von Freundschaften eröffnen sich nämlich so genannte "Social Links", die in der Persona Fusion eine wichtige Rolle spielen, zu der wir später kommen werden. Je häufiger man sich mit seinen Freunden trifft, desto stärker wird auch das Band der Freundschaft. Hat man sich nun nach eigenem Belieben den Nachmittag vertrieben, so geht es zum Abend über, an dem wichtigen Entscheidungen getroffen werden müssen. Am Abend kann man sich nämlich überlegen, ob man Tartarus erkunden möchte oder sich doch lieber mit den angenehmeren Möglichkeiten des Lebens amüsieren will. Entscheidet man sich für die Erkundung von Tartarus, geht das Spiel zum zweiten großen Abschnitt über. Der Dark Hour.

Düstere Stunden in der dunklen Dark Hour
Nachdem man sich für seine Gruppenmitglieder entschieden hat, kann es auch schon los gehen. Im Gegensatz zu den Aktivitäten, denen man am Tage nachgeht, kann man sich in Tartarus in einer 3D-Umgebung bewegen, die sich sehen lassen kann. Das Ziel ist es immer, auf die nächste Etage zu kommen. Und das klingt einfacher, als es ist, denn die Gänge von Tartarus verändern sich von Tag zu Tag, was dem Dungeon Crawler noch einen Mystery Dungeon Effekt gibt. Bei den Erkundungstouren im Nest der Shadows trifft man natürlich auch dieselbigen und muss diese bekämpfen. Dies geschieht in gewohnter J-RPG Manier. Das heißt: Jeder Kämpfer darf nacheinander angreifen. Zu Beginn ist der Kampf so eingestellt, dass man nur die Handlungen des Hauptcharakters bestimmen kann, während die Teamkollegen selbst agieren. Ist man jedoch der Meinung, dass sie alles falsch machen, kann man ihnen auch direkte Kommandos geben. Und dies ist auch empfehlenswert, denn eine gute Taktik ist wichtig. Jeder Gegner hat nämlich seine Stärken und Schwächen, welche ausgenutzt werden sollten. Trifft man einen Feind an seinem schwachen Punkt oder trifft man ihn mit einem kritischen Treffer, so fällt dieser hin. Ob dies mit den Fähigkeiten eurer Persona geschieht oder durch einen normalen Angriff macht keinen Unterschied. Wenn alle Kontrahenten auf dem Boden sind kann man eine All-Out Attack ausführen, welcher enormen Schaden bei allen Gegner anrichtet. Allerdings ist es auch hierbei notwendig zu überlegen, ob es nicht vielleicht sicherer ist, wenn der Gegner liegen bleibt. In diesen Fall muss dieser eine Runde aussetzen.

Hat man es nun geschafft, die Shadows zu besiegen, winken, wie es für ein Rollenspiel üblich ist, Erfahrungspunkte, Items und gegebenfalls Geld oder neue Personas. Die neuen Personas können im Velvet Room fusioniert werden um wiederrum neue, stärkere Personas zu erschaffen. Dieser blaue Raum hat jedoch noch andere, wichtige Zwecke: Man kann bereits erschaffene Personas, die man nicht mehr besitzt wieder kaufen und es ist einem möglich Missionen anzunehmen. Die Missionen haben ein breites Spektrum an Aufgaben, resultieren aber meist darin, dass man einfach weiter durch Tartarus gehen muss. Obwohl die Dark Hour eigentlich nur auf eine Stunde beschränkt ist, kann man solange in Tartarus bleiben, wie es einem beliebt. Da aber das nach einer Weile sehr einseitig wird sollte man den Turm auch wieder verlassen. Hat man seine Streifzüge ein wenig zu stark in die Länge gezogen kann es auch passieren, dass die Charaktere Müde werden, was ihre Status-Werte stark senkt.

Gameplay:
Am Tag ist das Gameplay sehr einfach gestrickt, da es hier einfach nur nötig ist, sich durch die verschiedenen Karten zu navigieren. Bewegt man sich jedoch durch die Etagen von Tartarus sollte man schon aufpassen, wo man hintritt. Und besonders die Kämpfe haben hier ein taktisches Element. Passt man eine Runde lang nicht auf, kann es schon fast das Aus heißen. Das einzige was hier stört, sind die Ladezeiten nach den Kämpfen. Zwar kann man diese mit der Dateninstallation verringern, wer dies jedoch nicht macht muss schon ein wenig warten, was den Spielfluss leider stört.

Grafik:
Die Orte in den Tagesabschnitten sind lediglich mit Standbildern ausgestattet und Sequenzen, die in den PS2-Vorlagen noch in 3D gezeigt wurden, werden nun ebenfalls in Standbildern dargestellt. Dafür kann sich die Grafik in Tartarus wirklich sehen lassen, obwohl man sie nicht mit Grafik-Perlen wie God of War oder Kingdom Hearts vergleichen kann. Die Effekte im Kampf sind dafür bei manchen Angriffen wahrlich atemberaubend.

Sound:
Es ist leider sehr selten geworden, dass ein Spiel heutzutage einen sehr vielfältigen Soundtrack aufweist. Zumindest, wenn es um Handheld-Spiele geht. Aber P3P ist hier eine dieser wenigen Spiele. Eine so große Vielfalt an Songs und Melodien gibt es nur selten und sie unterstreicht jede Atmosphäre des Spiels einfach perfekt.

Features und Besonderheiten:
Das Spiel bietet unzählige Möglichkeiten, wie man sich die Zeit vertreiben kann. Ob es nun ein Besuch im Kino ist, Essen gehen mit Freunden, Karaoke singen, Videospiele spielen oder was es sonst noch im Alltag gibt ist, einem wird bei dieser Vielfalt nie langweilig. Zudem kommt noch, dass es hunderte an Personas gibt, die man sammeln kann. Dadurch entsteht schon fast ein Sammelfieber, wie es sonst nur von Pokémon bekannt ist. Im Gegensatz zu den PS2-Spielen bietet P3P auch einige Neuerungen. Die größte ist die, dass man nun als Mädchen spielen kann, was die Story und Social Links verändert. Und das nicht zu wenig. Außerdem hat man die Auswahl aus fünf Schwierigkeitsgraden, welche von Anfänger bis Vollprofi alles abdecken.



Fazit:

Atlus zeigt mit Shin Megami Tensei: Persona 3 Portable gut, wie eine vorerst verrückt klingende Idee funktionieren kann. Die Mischung aus Dungeon-Crawler und Schul-Simulation ergibt ein liebevoll gestaltetes RPG mit unglaublich fesselnder Story. Dies macht es wirklich schade, dass das Spiel in Deutschland nicht erhältlich ist, aber ein Import lohnt sich. Denn in dieses unscheinbare Spiel kann man unzählige Spielstunden investieren, während man versucht einen guten Terminplan zusammenzustellen, um alles zu erreichen, was man sich vorgenommen hat. Auf Dauer ist dieses Konzept zwar etwas langatmig, aber Rollenspielfreunde kommen an diesem Spiel einfach nicht vorbei, sollten sie eine Möglichkeit haben, es zu bekommen.

Stolzer Besitzer von insgesamt drei Persona 3-Versionen: Denis Wewetzer für PlaystationPortable.de




GAMEPLAY
8 von 10
J-RPG mit strategischen Elementen, jedoch ohne Dateninstallation zu lange Ladezeiten
GRAFIK
7 von 10
Leider ohne Zwischensequenzen, dafür detaillierte Standbilder und moderater Grafik in Tartarus
SOUND
10 von 10
Große Vielfalt, die perfekt zu jeder Situation passt
FEATURES
9 von 10
Es gibt fast nichts, was man nicht machen kann.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
87%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Ein kurzer Tripp in Tartarus oder schnell was mit Freunden unternehmen ist durch viele Speicherpunkte möglich"







Details
Spielname:
Persona 3 Portable

Publisher:
Atlus

Developer:
Atlus

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.07.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (26)

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