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Disgaea Infinite


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Disgaea Infinite Review vom 24.12.2010

Wenn es etwas gibt, woran sich militante „Disgaea“-Liebhaber festklammern, dann ist es die liebgewonnene Gruppe aus dem ersten Spiel „Hour of Darkness“ bzw. „Afternoon of Darkness“. Es scheint, als müsse sich jede neue Anti-Helden-Truppe erneut an Flonne, Etna, Laharl und Anhang messen. Kein Wunder, dass die altgedienten Unterweltler nicht nur gerne Gastauftritte in späteren Spielen für sich beanspruchen, sondern sich die Spin-Off-Titel im „Disgaea“-Universum ebenfalls auf sie beziehen. So zum Beispiel auch „Disgaea Infinite“, ein neues Experiment aus dem Hause Nippon Ichi Software. Ob es geglückt ist? Natürlich, dood! Warum fragst du, dood?

Prinny, der Seelen-Nomade
Es war einmal in der finsteren Netherworld, im Schloss des Overlords Laharl... Die Prinny-Einheit des Hauses wurde von Laharl damit beauftragt, nach der neuesten Errungenschaft der Beauty Queen Vasallin Etna zu suchen: Ein ungemein köstlicher wie auch extrem limitierter Pudding! Doch ein Prinny hatte keine Lust auf diese Suche und beschloss stattdessen, des Chefs königliche Unordnung zu bekämpfen. Dabei stolperte die pinguinartige Kreatur über eine mysteriöse Taschenuhr... Und wird für seine Faulheit flugs von Laharl im hohen Bogen aus dem Schloss katapultiert. Damit nicht genug: Wenig später findet im Schloss des Overlords eine Explosion statt. Wutentbrannt brüllt Laharl: „ANSCHLAG! JEMAND HAT EIN ATTENTAT AUF MICH VERÜBT!!!“ Als Schuldige identifiziert er die Prinny-Einheit, verdächtigt sie der Verschwörung. Und als Konsequenz werden ihnen sämtliche Gehälter gestrichen.

Zu viel ist dies für unseren Protagonisten, der am liebsten die Zeit zurückdrehen und den Angriff verhindern möchte. Doch, oh Wunder! Die Taschenuhr, die er zuvor gefunden hatte, beginnt mit ihm zu sprechen! Sie reißt die Seele des Vogels aus dem Körper heraus und schickt sie zurück zu dem Zeitpunkt, bevor Laharl den Prinny nach draußen katapultierte. Mit seinen neu gewonnenen Fähigkeiten muss nun die wandernde Prinny-Seele alles daran setzen, ihr Gehalt zu retten. Oh, und Laharl natürlich auch. Dood.

Ein Abenteuer zum Mitlesen
Wer sich wundert, warum wir bei der Story so weit ausholen: Aufgrund eines drastischen Genre-Wechsels spielt die Handlung von „Disgaea Infinite“ eine noch zentralere Rolle als bei den Strategie-RPGs aus dem selben Universum – bei dem Titel handelt es sich nämlich um eine Visual Novel. Das heißt, anstelle der Horden von Gegnern im vierstelligen Level-Bereich erwartet euch eine geballte Ladung Dialoge, die ihr über euch ergehen lassen müsst. Das bedeutet natürlich nicht, dass ihr lediglich zum Zuschauer verdammt seid, dood!

Genau deswegen nämlich schwirrt der Prinny nun als Seele im Raum herum. Das Dasein als körperloses Wesen hat den Vorteil, dass man ohne weiteres sich an andere Personen ranheften kann. Da der Protagonist sich unpraktischerweise nicht frei bewegen kann, sondern an die Leute in seiner Umgebung gebunden ist, kommt er nur so im Schloss herum. Dabei bekommt der Prinny auch den ein oder anderen Gedanken der besessenen Figur mit – und kann auch ein klein wenig Schindluder mit den Denkprozessen treiben.

Let's do the Pudding Dance!
Um zu verhindern, dass Laharl explodiert, müsst ihr nämlich nicht nur herausfinden, wie es zu diesem Anschlag gekommen ist, sondern ihn selbstredend auch verhindern. Doch wie, als geistige Inkarnation eines sündenbefleckten Pinguins? Per Mind Control, dood! An bestimmten Stellen der Dialoge könnt ihr ins Geschehen eingreifen und den Figuren Sachen in den Mund legen, die sie sonst nie sagen würden. So wird Etna schnell mehr als Freundlich zu Captain Gordon, Defender of Earth oder Laharl wirft sich in die... Kurven der Technikerin Jennifer. Viele der Reaktionen sind prinzipiell nur zum Ausprobieren und Schlapplachen da. Herauszufinden, wann ihr wo welche Person auf welche Art manipulieren müsst, ist die Herausforderung von „Disgaea Infinite“.

Das ist leider auch der größte Schwachpunkt des Spiels. Im Grunde genommen kann das Spiel auf zirka 15 verschiedene Arten und Weisen enden: Einmal mit einem Game Over, sofern ihr das, was zu verhindern war, nicht verhindern konntet. In dem Fall werdet ihr zu Beginn des letzten „Checkpoints“ abgesetzt und beginnt von dort erneut – behaltet aber sämtliche gesammelten Hinweise und erhaltet sogar hin und wieder einen kleinen Tipp für den Spielfortschritt. Einen weitaus größeren Teil der Zeit frisst jedoch das Erreichen der insgesamt 14 verschiedenen Enden der Visual Novel.

Um alles zu sehen, ist aber auch ziemlich viel Trial & Error nötig. Nicht immer ist ganz voraussehbar, wann ihr zu welchem Zeitpunkt wen wie manipulieren könnt und wohin euch das führt. Theoretisch habt ihr im Menü stets eine Zeitleiste zur Verfügung, die euch Überblick verschaffen soll, doch wirklich übersichtlicher wird die ganze Geschichte dadurch nicht. Je nachdem, wie gewandt ihr durch die Visual Novel schreitet, fällt auch die Spielzeit aus. Man kann bereits nach einer halben Stunde ein (zugegeben, mehr als schlechtes, wenngleich unheimlich lustiges) Ende erreichen. Wer auf alle Endsequenzen aus ist, kann aber gut und gerne fünf bis zehn Stunden verbringen. Nur der Wiederspielwert bleibt auf der Strecke – auf dem Weg zu diesem Ziel werdet ihr wahrscheinlich die ganzen Szenen so häufig sehen, dass sie euch zum Halse raushängen. Unabhängig davon, wie sehr ihr noch beim ersten Mal vor Lachen am Boden gelegen habt.

Eine simple Präsentation für ein simples Spiel
Optisch reißt „Disgaea Infinite“ definitiv keine Bäume aus. Die Dialoge werden von 2D-Porträts erzählt, wie man sie schon aus „Hour/Afternoon of Darkness“ kennt. Man hat den Bildern nur hin und wieder kleine Animationen spendiert. In Kombination mit der gelungenen englischen und japanischen Sprachausgabe lassen sie die Charaktere dennoch äußerst lebendig wirken. Und während die Hintergründe trotz 3D-Gestaltung eher simpel wirken, sind es doch gerade die kleinen 2D-Animationen bei bestimmten Aktionen – etwa, wenn Laharl Flonne bei der Suche nach einem Lieferjungen helfen möchte und dabei einen Raum im „The Legend of Zelda“-Stil untersucht – die stets positiv auffallen, unabhängig von ihrer geringen optischen Qualität.



Fazit:

Wer hier ein episches Abenteuer mit den liebgewonnenen Figuren aus dem ersten „Disgaea“ erwartet... Der dürfte angesichts der Kürze doch etwas enttäuscht nach Hause gehen. „Disgaea Infinite“ leidet leider trotz der 14 erspielbaren Enden unter seiner Kürze und den häufigen Wiederholungen auf der Jagd nach eben jeden Endsequenzen. Das ist gerade deswegen schade, weil die Visual Novel trotz allem äußerst humorvoll und charmant geworden ist. Gerade Fans der Charaktere aus der „Disgaea“-Reihe werden hier voll auf ihre Kosten kommen, wenn ihr per Gedankenkontrolle eine Figur völlig entgegen ihrer Persönlichkeit handeln lasst. Doch obwohl das Spiel bereits zum reduzierten Preis im PSN-Store zu haben ist, können wir keine 100%ige Empfehlung ausschreiben. Wer sich damit abfinden kann, dass „Disgaea Infinite“ eine kürzere Angelegenheit ist und einfach Lust auf den absurd-albernen Humor hat, könnte noch zufrieden mit dem Titel werden. Alle anderen sollten lieber bei den Strategie-Rollenspielen bleiben.

Will den Pudding-Tanz tanzen, dood! Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes.




GAMEPLAY
5 von 10
Typisch Visual Novel: Eingreifen könnt ihr nur an bestimmten Stellen.
GRAFIK
7 von 10
Typisch Nippon Ichi: Gelungene Charakterporträts mit altbackener Grafik.
SOUND
8 von 10
Typisch Netherworld: Altbekannte „Disgaea“-Songs im Hintergrund und gelungene Sprachausgabe für die Helden
FEATURES
7 von 10
Untypisch für Disgaea: „Infinite“ ist alles andere als umfangreich. Dafür aber mordslustig.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden, dood!
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [10 /10]
"Typisch Buch: Man kann jederzeit ein Lesezeichen setzen."







Details
Spielname:
Disgaea Infinite

Publisher:
NIS

Developer:
NIS

Genre:
Sonstiges

Release:
01.12.2010 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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