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Metal Slug XX


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Metal Slug XX Review vom 01.07.2010

Das Arcadekonzept ist ein schier endloser Münzschlucker mit nur einem Zweck: Der Highscore muss geknackt werden. Denn Ikonen des Zockerhades sind nur jene, die ihre Initialen in den Top-Rängen der wild-blinkenden Maschinen platziert haben. Was im Nippon-Staat und Land der unbegrenzten Möglichkeiten heute noch gang und geben ist, war in Deutschland ein eher unbeachteter Trend. Hier und da sieht man eine kleine Arcade-Maschine aus den 90ern an Flughäfen, Szene-Bars oder Einkaufszentren, doch die breite Masse hat eher weniger Kontakt zu den Videospielautomaten. So kam es auch nie dazu, dass diese Randerscheinung wirklich aufblühte, während in den besagten Nationen solche Zockernächte zum Alltag gehören, beispielsweise anstatt seinen Abend auf der Bowlingbahn oder mit einem Maß Bier in der Hand zu verbringen. Lightguns, Lenkräder oder ganz einfach den klassischen Joystick in die Hand genommen, kann die Jagd nach dem Highscore beginnen. Und ein klassiker aus diesem Genre ist neben Donkey Kong und Street Fighter natürlich auch die Metal Slug Saga.

Die Arcadehalle ist tot, es lebe die Arcadehalle!
Mit der Metal Slug Anthology erschienen gleich sieben Vertreter der Serie auf einer UMD und machten aus der kleinen PSP ein wirkliches Ballerfest. Da bleibt die Frage: „Kann das aktuelle Metal Slug XX mit nur einer neuen Fassung da mithalten, oder wird es schlichtweg über den Haufen geballert?“ Wir haben unsere Waffen gezückt, das UMD-Laufwerk mit Eurostücken beworfen und wollten schauen, ob Metal Slug XX mehr Sexappeal hat als seine vorherige Ballersammlung.

Als im Jahre 1996 die 3D-Ära nach und nach eingeläutet wurde und Mario schon in Polygonwelten nach seiner Prinzessin trachtete, dachte sich SNK, dass man auch noch in der klassischen 2D-Welt seinen Spaß haben kann. Aus animierten Rastergrafiken, die noch mit Handarbeit erschaffen wurden, entstand das erste „Gun-and-Run“-Spiel seiner Art und machte sich in den Spielhallen breit. Kurz zusammengefasst sieht Metal Slug wie folgt aus: Münze rein, Waffe gezückt, auf alles Ballern was nicht niet- und nagelfest ist, versuchen am Leben zu bleiben. Egal ob das Spiel nun als Arcade Version erschien, später auf dem SNK Handheld Neo Geo oder den Konsolen, das Grundprinzip war immer dasselbe. Ein fieberhaftes Action-Szenario mit smarten Charakteren, ansehnlichen Animationen und einen gut ausbalancierten Hauch von Humor.

Nachdem vor rund 10 Jahren die Deluxversion des zweiten Teils von Metal Slug erneut auf den Markt geworfen wurde, gab es danach nicht viel neues zu sehen. Es gab eine breite Remake-Welle, doch es wurde stiller. Jetzt rund eine Dekade nach Metal Slug X folgt Metal Slug XX und soll mit neuen Inhalten das klassische Konzept aufblühen lassen. Wer Metal Slug 7 für den Nitnendo DS kennt, wird aber wissen was Sache ist, denn es handelt sich dabei um nahezu das gleiche Spiel. Auch Xbox Live Arcade wurde schon mit Metal Slug XX beglückt.

Sag mal, wo krieg ich 'n hier was zum Ballern?
Also Hauptmission ausgewählt, geht es nach der Charakterwahl direkt über ins Kampfgeschehen. Hat man sich für Männlein oder Weiblein entschieden (6 an der Zahl stehen zur Verfügung), steigt man direkt ein in die schillernd-animierte Welt des Knuddelkrieges. Und auch Metal Slug XX präsentiert sich als klassischer Shoot ’em Up Sidescroller. So wird man den Protagonisten von links nach rechts durch die 7 Level begleiten und auf alles Ballern was nicht niet- und nagelfest ist. Wer keinen schnellen Daumen hat, wird hier alt aussehen, beim wahrlosen Buttongesmashe, oder er ist clever genug um den Autofeuermodus zu aktivieren. 


Wie schon immer bei Metal Slug ist die Story eher beiläufig: Der Wiederaufbau des stark zerstörten Hauptquartiers der Regular Army und der umliegenden Stadt ging erstaunlich schnell. Es war kaum zu bemerken, dass hier schon hitzige Gefechte stattfanden. Doch kaum hatte sich die Welt an den Frieden gewöhnt tauchten neue Bilder vom Geheimdienst auf. Morden Soldaten treiben erneut ihr Unwesen. Jemand muss sie aufhalten und wer könnte nicht besser geeignet sein als Macro, Tarma, Eri, Fio, Ralf und Clark? Und die Ballerorgie geht weiter...

Wie immer kann man während seiner Hatz durch die Gegnerhorden verschiedenste Waffen und Items einsammeln. Von Maschinengewehren über Raketenwerfer bis hin zu ferngesteuerten Explosivautos und Laserwaffen ist alles mit von der Partie. Wenn es einmal richtig hart auf hart kommt, steht meist schon ein Slug bereit, ein mächtiger Panzer mit eine Feuerrate, die seinesgleichen sucht. In Metal Slug XX gibt es insgesamt 6 Gefährte: Den klassichen Metal Slug-Panzer, der Slug-Schienenwagen, den Slugnoid, die Slug-Rüstung, den Straußen-Slug und den gigantischen Slug Gigantus. Man kämpft sich also mit allen Mitteln durch die Gegnerhorden ohne Rücksicht auf Verluste.

Skrupel sollte man beileibe nicht haben, denn ein gegnerischer Treffer reicht aus, dass der Protagonist ins Gras beißt. Vorsicht ist geboten und während seines Feldzugs müssen zudem noch die zahlreichen Kriegsgefangenen befreit werden. Der Haken an der Geschichte ist jedoch, dass man die Geiseln nur befreien kann, wenn man ein Level ohne Lebensverlust übersteht und das obwohl am Ende einer Mission, immer ein mächtiger Endboss auf einen wartet. 


Mit sieben Leveln bietet Metal Slug XX zwar mehr als ein übliches Slug-Spiel, doch geübte Spieler werden in weniger als einer Stunde den Credits-Bildschirm scrollen sehen. An dieser Stelle muss erneut erwähnt werden, dass es sich um eine Arcade-Umsetzung handelt und das Spiel darauf wartet immer wieder durchgezockt zu werden, um den Highscore zu knacken. Hier und da gibt es versteckte Goodies zum Freispielen, damit der geneigte Ballerfreund auch Anregung findet weiterzuzocken. Der Wiederspielbarkeitswert ist zwar hoch und man ertappt sich immer wieder dabei eine spontane Ballerrunde zu beginnen, aber dennoch bekommt man im Vergleich zur Metal Slug Anthology einfach zu wenig geboten. Grobe Abzüge in der B-Note.

Gameplay:
Es muss nicht immer 3D sein und Metal Slug XX zeigt auch, dass liebevolle 2D-Welten adrett aussehen können. Das eigentliche Spielprinzip ist ein klassischer Vertreter des „Gun & Run“-Genres und wer schon an Probotector (Contra) oder Turrican Gefallen fand wird auch hier seinen Spaß haben. Die Steuerung ist simpel, einfach einsteigen, loslaufen und ballern.


Grafik:
In Sachen Grafik bietet Metal Slug XX eine sehr liebevoll gestaltete 2D-Optik. Handgezeichnete Rastergrafiken waren bei Metal Slug schon immer das A und O. Viele kleine Details gepaart mit bissigem Humor laden immer wieder zum Schmunzeln ein. Um man wird sich nach dem Durchspielen fragen: „Auf wie viele Möglichkeiten können eigentlich Gegenstände explodieren?“



Sound:
Knackige Musik und das ständige Dröhnen von Maschinengewehrgeprassel sind aus Metal Slug nicht wegzudenken. So sollte man sich schnell an die die monotonen Ballergeräusche gewöhnen oder zum Lautstärkeregler greifen, um Personen in der näheren Umgebung vor Frustration zu schützen.



Features und Besonderheiten:

Metal Slug XX bietet neben einem Storymodus auch ein Kampftraining, indem alle Level bis aufs kleinste Detail einstudiert werden können, um so seinen Highscore zu sichern. Wer keinen Lust auf den Einzelspielermodus hat, kann auch einen Freund mit PSP und selbigen Spiel einladen, um in Koop-Modus um die Wette zu ballern. Doch einen großen Haken hat der Silberling rund um Metal Slug XX. Verglichen mit seiner Spielesammlung ist einfach zu wenig Inhalt auf die UMD gepresst worden. 45 Minuten Storymodus sind einfach etwas spärlich, um als eigenständiges Spiel zum Vollpreis angeboten zu werden.



Fazit:

Metal Slug XX reiht sich in die Serie ein, die den großen Stempel tragen: „Nur für Fans!“. Zwar macht das Spiel nicht wirklich etwas falsch und gehört in der Saga der Metal Slug-Titeln zur oberen Liga, kann aber im Schatten von Metal Slug Anthology nicht wirklich punkten. Zudem kann man das Spiel schon als Xbox Live-Titel günstig ergattern oder kennt es schon, wenn man im Besitz des DS-Spiels „Metal Slug 7“ ist. Die Zielgruppe ist somit relativ überschaubar, aber wer dennoch nicht nein sagt, über die kurze Spieldauer hinwegsieht und gerne wild umherballert, der wird seine typische Packung Metal Slug bekommen. Natürlich mit entsprechendem Humor und Spielwitz. Neulinge, die nun interessiert sind, sollten dennoch lieber zum 7er-Pack auf einer UMD greifen, denn in Sachen Umfang und Preis-/Leistung wird man so schnell nicht wieder an die Metal Slug Serie herankommen.



Hat nach 41,4 Minuten das Ende von Metal Slug XX erreicht: Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Namco Bandai für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.




GAMEPLAY
7 von 10
Leider zu kurze Ballerorgie
GRAFIK
8 von 10
2D-Rastergrafiken für Detailverliebte
SOUND
6 von 10
Monotone Ballergeräusche mit knackiger Musik
FEATURES
4 von 10
Die Überbewaffnung in diesem Sektor fehlt
MULTIPLAYER
7 von 10
Kooperative Mehrspielerschlachten
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Es ist schon so kurz, dass man es auf der Busfahrt durchzocken kann."







Details
Spielname:
Metal Slug XX

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
SNK Playmore

Genre:
Action Adventure

Release:
22.06.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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