PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Grand Theft Auto: Liberty City Stories


  • Testbericht
  • Screenshots (16)
  • News & Videos (29)
  • User (1129)
  • Spiel Kaufen
Grand Theft Auto: Liberty City Stories Review vom 04.12.2005

Grand Theft Auto! Nur drei kleine Wörter, ein einziger Begriff, der auf gut deutsch "schwerer Autodiebstahl" bedeutet, hat aus RockstarGames eine Legende gemacht. Grand Theft Auto ist mehr als nur ein Spiel. Für manche ist es die Offenbarung aller Videospiele, für die anderen eine gewaltverherrlichende, kindermanipulierende Einstiegsdroge ins Verbrechermilieu.

Grand Theft Auto ist eines der Spiele, die einem fast uneingeschränkte Freiheit lassen zu tun was man will, wo man will und mit welchen Waffen man will. Waren die 2D Teile anfangs nur Geheimtipps, stieg mit der Zeit die Popularität der Spiele mit "Der Pate - Thematik" an und erste Erfolge konnten auf das Konto der Erfinder verbucht werden. Im Jahr 2001 platzte dann die Bombe. Die Revolution im Bereich Videospiele hatte einen Namen: GTA 3!

Noch nie hatte das Auge eine solch komplexe, wie auch reale Spielwelt vernommen. Eine lebendige Stadt voller Gewalt, Sünde und Versuchung ließ aus Liberty City mehr als nur eine Pixelmetropole avancieren. GTA ist Kult! Nach namhaften und noch erfolgreicheren Fortsetzungen ist nun auch der wohl schickste Handheld, seit es die geliebte Keksdose gibt, am Start. GTA Liberty City Stories kehrt zu seinen Wurzeln zurück und ist für viele der PSP-Kaufgrund schlechthin.

Die Erwartungen sprengen jeden Horizont und RockstarGames versprach eine Menge. Ob das erste portable GTA der neuen Generation gemeinsam mit seinen Konsolero-Vorbildern im Bad des spielerischen Ruhmes genüsslich plätscheln kann, oder ein gehyptes Mainstreamprodukt ist, das in den Straßen von Liberty City in einer Sackgasse landet und elendig verkommt, erfahrt ihr im langersehnten, ultimativen PSP.de Test!

Ich verwette meine handpolierte Beretta, dass mindestens 90% aller Videospieler das Gangsterepos kennen bzw. schon einmal gespielt haben. Und so müsste eigentlich jeder wissen, dass hinter dem Kartell aus Drogen, Prostitution und anderen "Vorlieben" eine atmosphärische Geschichte steht, die gespickt mit tiefgründigen Charakteren den wahren Stil eines GTAs ausmacht.

Liberty City Stories, spielt zwar geographisch gesehen in der selben Stadt wie Teil 3, die Geschehnisse jedoch finden 3 Jahre früher statt. Im Jahr 1998 kehrt Tony Cipriani, nachdem er nach einer "unorthodoxen Mission" eine Auszeit nehmen musste, zu seinem Mentor und Boss Don Salvatore Leone, der dem organisierten Verbrechen eine neue Bedeutung verleiht, nach Liberty City zurück. Doch die Dinge entwickeln sich anders, als es Toni sich vorgestellt hatte. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Dennoch sei soviel gesagt: euer Abenteuer führt euch durch die tiefsten Abgründe menschlicher Gelüste, korrupter Politik und der "wahren" Bedeutung der Menschenrechte.

Euer guter, oder schlechter (wie man es sieht) Ruf eilt euch natürlich voraus und so müsst ihr euch entweder den Respekt der Stadt zurückverdienen, oder aber euer Image verteidigen. Verschiedene Personen erteilen euch Aufträge, die ihr zu ihrer Zufriedenheit erfüllen müsst, damit diese euch finanziell nicht im Stich lassen. Die Aufträge sind abwechslungsreich und witzig zugleich. Sei es, dass eure Mutter Auftragskiller auf euch hetzt, oder ihr bewaffnet mit einer Fotokamera, nach einem Metzger in Babykleidern forscht.

Ob absurd, grotesk, oder einfach nur brutal - jede Todsünde wird hier mindestens ein duzend Mal verbildlicht. Und da wir schon beim brutalen und grotesken angelangt sind. GTA ist und bleibt nichts für Zartbesaitete und schwache Mägen. Die amerikanische Originalversion geizte weder mit Blut, noch mit abgetrennten Körperteilen. Mit einer Katana durch die Straßen zu irren und Leuten den Schädel vom Hals zu trennen, als wäre man geradewegs einer psychiatrischen Anstalt entsprungen gehört hier zur Tagesordnung. Dem europäischen Gemüt werden rollende Köpfe und sprudelnde Blutfontänen verschont. Aufmerksame Spieler werden sogar mit Anspielungen auf Nekrophilie und Kannibalismus "belohnt". Trotz der Kürzung etwaiger Inhalte hat die USK das Spiel zu Recht mit "ab 16" eingestuft.

Während eurer fragwürdigen Karriere erledigt ihr massig Aufträge, zieht Hunderte von Feinden aus dem Verkehr und auch der ein oder andere (Anm. der Red.: Untertreibung des Jahrtausends) Zivilist muss an sein unseliges Ende glauben.

Gameplay:
Die Steuerung gestaltet sich sinnvoll belegt und einsteigerfreundlicher, als dies auf den ersten Blick scheint. Zwar kann man zwischen 3 verschiedenen Steuerungsvariationen wählen, ist die erste für Freunde des schwarzen Knubbels die beste Wahl. Feuer unterm Hintern macht ihr Toni entweder mit dem Steuerkreuz, oder mit dem Analog-Stick. Die Aktionstasten sind auf Schießen, Rennen, Springen und das Einsteigen in ein mobiles Gefährt ausgelegt.

Die größten Befürchtungen hatte man in Sachen Anvisierung von bösen Buben und denen, die sich einem in den Weg stellen. RockstarGames baut hier zu 100% auf Autoaiming, das mit dem rechten Trigger in Gang gesetzt wird. Mit dem Steuerkreuz kann man dann zwischen verschiedenen "Opfern" wählen. In den meisten Fällen geht die Rechnung auch auf, sind jedoch eine Schar von Kriminellen um einen gesäht und ein armer unschuldiger Greis läuft vorbei, zielt das Aiming automatisch auf ihn, da er am nähesten steht und somit theoretisch die größte Gefahr darstellt. Ein kleines Manko, das hin und wieder eine schwere Mission unheilvoll enden lässt.

Grafik:
Was haben wir gestaunt, als die ersten Screenshots und Videos auftauchten. Die Kinnlade befand sich irgendwo zwischen den Schuhen und der Sabber floss in Strömen. Doch wir bei PortableGaming sind für unsere scharfen und knackigen Rezensionen bekannt, berüchtigt und gefürchtet. Deshalb lassen wir an dieser Stelle das Honigschmieren in Richtung genialer Weitsicht, tolle Spielermodelle und dem ganzen anderen positiven "Schmarn" sein und gehen gleich ans Eingemachte: die Kritik!

Traditionell hat jedes GTA in der dreidimensionalen Version mit PopUps zu kämpfen gehabt. GTA LCS bildet auch auf der PSP keine Ausnahme und so kommt es öfters vor, dass Zivilisten von einer auf die andere Sekunde apparieren, dass selbst Harry Potter und David Copperfield vor Neid erblassen.
Ein anderes Unding ist die merkwürdige Framerate, die zwar stabil ist und Ruckler unbemerkt bleiben, aber dennoch alles irgendwie langsam scheint und kein zufriedenstellendes Geschwindigkeitsgefühl aufkommt - selbst auf den geliebten Zweirädern nicht.

Sound:
Die akustische Berieselung lässt bei GTA LCS eigentlich keine Wünsche offen. Jeder Musikgeschmack wird mit dem passenden Radiosender gedeckt und lässt im metallicroten Sportflitzer die passende Stimmung aufkommen. Ein tolles Feature, das jedoch nicht konsequent genug ausgearbeitet wurde, ist die Möglichkeit eigene Musikstücke in das Spiel zu integrieren. Zwar ist die Methode nur in Kombination mit einem PC und dem passenden Programm realisierbar, setzt der Musikuntermalung dennoch die Krone auf.

Die Soundeffekte und ausgezeichnete Sprachausgabe verleihen GTA LCS den stilistischen Mafiosi-Flair und lassen die ganze Geschichte unglaublich "cooool" erscheinen.

Ein Pferdefuß hat sich aber auch im Sound eingeschlichen. Jedes Mal, wenn man in ein Auto einsteigt und die prägnante Musik einsetzen sollte, gibt es eine Verzögerung von 1-2 Sekunden, die in einem Stillstand des Spielflusses resultiert.

Features und Besonderheiten:
Eigentlich könnte ich hier einfach nur: "Es ist ein vollwertiges GTA!" schreiben und jeder wüsste sofort, was einen bei dem 1,3gb großen Werk erwartet. Für diejenigen, die es dennoch schriftlich haben wollen, gibt es einen kurzen Einblick, da das volle Ausmaß an Möglichkeiten die Zeilen wie C4-Sprengstoff dem Erdboden gleich machen würde.

Über 70 Hauptmissionen, zahlreiche "Freizeitjobs", wie Polizist, Feuerwehrmann, Fremdenführer und Pizzalieferant lassen auf eine Langzeitmotivation schließen, die selbst einem Spiel wie Fire Emblem gewachsen ist. Zahlreiche Vehikel und Motorräder stehen wie im Kaufhaus bereit zur Probefahrt und folgender Demolition. Waffen, dessen Anzahl selbst die National Rifle Association beeindrucken würde, lassen Tränen des Glückes fließen. Wir könnten ewig weitermachen, beenden aber unsere Exkursion durch die Features mit dem oft zitierten und wissenschaftlich belegten Sprichwort: "Probieren geht über Studieren!"

Multiplayer:
Neben der umfangreichen Einzelspielerkampagne gibt es ganze sieben Mehrspielermodi, die für bis zu sechs Spieler ausgelegt sind. Ob ein gewöhnliches DeatchMatch, Capture the Flag mit Limousinen, oder eine Schnitzeljagd auf den "Staatsfeind Nr.1" - für jeden Geschmack wird etwas geboten und der Multiplayer erweist sich nach exzessivem Spielen durchaus als partytauglich.




Fazit:
Ohne überheblich klingen zu wollen, ziehe ich meinen Hut, meine Beretta und mein Samuraischwert vor den werten Herren von RockstarGames. GTA Liberty City Stories hat zwar leistungstechnische Mängel und schon nach circa drei Stunden in Liberty City geht der Akku in die Knie, eins jedoch lässt über all dies hinwegsehen. Wir haben wahrlich ein GTA vor uns, das genauso gut auf einer PS2 erscheinen könnte. Sowohl die packende Atmosphäre und das Flair, als auch die Freiheit alles zu tun, wurde auf der PlaystationPortable gekonnt umgesetzt und großartig adaptiert. Grand Theft Auto ist das, auf was viele von uns gewartet haben; Liberty City Stories ist ein wahrer Systemseller und Pflichtkauf für alle PSP-Besitzer.

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Take2 für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Trotz kleinerer Kniffe sehr gelungen.
GRAFIK
9 von 10
Ohne PopUps- und Framerateproblemen hätten wir den Champion.
SOUND
10 von 10
Qualität trifft auf Quantität - eine siegreiche Fusion!
FEATURES
10 von 10
Ein vollwertiges Grand Theft Auto für unterwegs.
MULTIPLAYER
9 von 10
Partytauglicher Multiplayer für bis zu 6 Spieler.
GESAMT-
WERTUNG:
90%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Angenehme Ladezeiten, doch zu hoher Stromverbrauch für unterwegs."







Details
Spielname:
Grand Theft Auto: Liberty City Stories

Publisher:
Rockstar Games

Developer:
Rockstar Games

Genre:
Sonstiges

Release:
02.12.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop