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Prince of Persia: Die vergessene Zeit


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Prince of Persia: Die vergessene Zeit Review vom 23.06.2010

Es war einmal ein Prinz ohne Namen... Er bestritt unzählige Abenteuer, die in ferner Zukunft so bekannt wurden, dass man lose darauf basierend einen großen Hollywood-Streifen produzierte. Dieser sollte im deutschsprachigen Raum den Titel „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ tragen. Doch diejenigen, die den Prinzen in der Zukunft ursprünglich zu dem Ruhm verholfen hatten, wollten nicht leer ausgehen. Und so schrieb der kanadische Zweig einer französischen Firma namens Ubisoft über eine Geschichte, die nach den „Sands of Time“, aber noch vor den bereits in Videospielform erzählten Abenteuern des „Warrior Within“ spielten. Um darauf aufmerksam zu machen, dass man diese kleine Anekdote in den Chroniken des Prinzen bisher übersah, wurde das fertige Produkt „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ getauft – oder „Prince of Persia: The Forgotten Sands“, wie es überall mit Ausnahme der Verpackung und dem Handbuch zu sehen ist. Warum wurde der Untertitel dann übersetzt? Darüber wissen wir nichts. Aber das ist auch gar nicht der Kern unserer Erzählung. Setzt euch, denn wir werden euch verraten, ob „Die vergessene Zeit“ es wert war, ausgebuddelt zu werden, oder ob wir sie wirklich vergessen sollten.

Die Mächte der Zeit gegen den zornerfüllten Geist des Feuers
Erstaunlich an diesem Multiplattform-Titel ist, dass auf so ziemlich jedem System eine vollkommen eigene Geschichte um den namenlosen Prinzen aus Persien erzählt wird – mit Ausnahme der HD-Konsolen, die sich eine Variante teilen müssen. Dementsprechend müsst ihr in der PSP-Fassung von „Die vergessene Zeit“ auch nicht Malik, dem Bruder des Prinzen, zur Hilfe eilen, sondern trefft auf Helem, den Zeitgeist der Gegenwart. Helem erzählt euch, dass der rachsüchtige Feuergeist Ahihud aus Angst vor einer Prophezeiung, die sein Ableben vorhersagt, sämtliche Mitglieder verschiedener Königsfamilien gnadenlos abschlachtet. Klarer Fall, dass der ebenfalls blaublütige Bursche sich da nicht zweimal um Hilfe bitten lässt – schließlich steht hierbei auch sein Leben auf dem Spiel.

Besagtes Spiel zieht sich über insgesamt 17 Level, in die drei kurze Bossgeplänkel eingestreut worden sind. Das verrät gleich zu Beginn die als Renderbild getarnte Levelauswahl. Dementsprechend linear kämpft ihr euch auch durch die eigentlichen Spielabschnitte: Anders als die PSP-Ports von „Warrior Within“ und „The Two Thrones“ präsentiert sich „Die vergessene Zeit“ als reinrassiger 2D-Plattformer im 3D-Gewand – quasi ein Mix aus der guten, alten Prä-“Prince of Persia 3D“-Zeit und den optischen Eigenheiten der moderneren Fassungen. Dabei gilt es selbstverständlich, die zahlreichen Fallen und Hindernisse der Areale geschickt zu überwinden und hin und wieder mal ein kleines Tänzchen mit einer Hand voll Gegnern zu überstehen.

Die 1001 Leben des Prinzen ohne Namen
Die Kämpfe zählen dabei noch zu den anspruchsloseren Aufgaben, die euch hier erwartet. Hin und wieder werdet ihr auf eurer Reise durch Sandbarrieren in einem kleinen Gebiet eingeschlossen und maximal zwei bis drei Gegner bitten zum Gefecht. Per Vierecks-Taste kommt ihr dieser Bitte nach, gebt Kombo-Angriffe zum Besten oder werft vielleicht auch mal hin und wieder einen Widersacher auf einen anderen. Wenn ihr im Spielverlauf jedoch fleißig Elixire sammelt – grell gelb leuchtende Kugeln, die überall in den Leveln verstreut liegen – könnt ihr eurem Kampfrepertoire einige neue Tricks hinzufügen. Etwa der praktische Auflade-Angriff, der besonders bei gepanzerten Feinden Wunder wirkt. Doch trotz aller Techniken erledigt ihr bis zum Schluss nahezu alle Gefechte nach einem strikten, recht eintönigen Schema – von den Rätseln in Bosskampf-Form mal abgesehen. Der Kampf ist definitiv nicht die Stärke des Prinzen.

Dafür aber umso mehr die Akrobatik. Nach wie vor ist der persische Adelssohn sehr agil und meistert die zahlreichen Hindernisse und Fallen mit Bravour. Vorausgesetzt, der Spieler lässt ihn dabei nicht hängen. Die Steuerung dabei ist recht simpel: Mit dem Steuerkreuz wird der Prinz auf der zweidimensionalen Ebene gelenkt, per X lasst ihr in hüpfen und mit einem Druck auf Kreis setzt er zum Purzelbaum an. Doch was wäre ein modernes „Prince of Persia“ ohne Spezialfähigkeiten, mit denen der Anspruch der Geschicklichkeitsabschnitte noch gesteigert wird? Sicherlich nicht komplett, denn so finden auf den Schultertasten eine Beschleunigungs- und Verlangsamungs-Fähigkeit platz. Mit diesen kann der Prinz sich jedoch nicht selbst beeinflussen, sondern entweder Feinde oder – was entschieden häufiger vorkommt – Objekte in der Umgebung. So könnt ihr etwa per Verlangsamung einen Sandfluss erstarren lassen, um ihn anschließend als Schwungstange oder Plattform zu verwenden. Die Beschleunigungsfähigkeit wiederum erlaubt euch, etwa einen Sandstrahl derartig zu verstärken, dass er Gegenstände verschieben und Wände einreißen kann, oder über eine (im gefrorenen Zustand sogar mobile!) Sandfontäne den Prinzen hoch in die Luft zu schleudern. Doch natürlich könnt ihr nicht nur Sand beeinflussen: Auch die diversen Fallen der Areale sind anfällig auf eure Manipulationsfähigkeiten. Und nur durch geschickten Einsatz könnt ihr dafür Sorge tragen, dass der Thronfolger am Ende des Tages nicht als Zierobjekt im Speerteppich landet.

Bei all den Widrigkeiten sei auch gesagt, dass „Die vergessene Zeit“ unter einem etwas unausgegorenen Schwierigkeitsgrad leidet. Generell bewegt sich das Abenteuer auf einer fordernden, aber fairen Route. Zwar könnt ihr bei Fehlern nicht die Zeit zurückdrehen, doch die Checkpoints beim Ableben – in der Regel der letzte Ruhemoment vor eurem Tod – sind größtenteils fair und zahlreich verteilt. Erst, wenn ihr eine festgelegte und im Spielverlauf erweiterbare Anzahl von Versuchen verspielt habt, setzt euch das Spiel am letztbesuchten der wesentlich selteneren Regenerations-Brunnen ab. In den seltenen, dafür aber recht längeren und ziemlich kniffligen Punkten, wo die Checkpoints wesentlich weiter auseinander liegen, kann es jedoch schon mal zu heftigen Frustmomenten kommen. In diesen Situtationen kämpft ihr nämlich in der Regel mit einem ziemlich straffen Zeitlimit in Form eines herannahenden Hindernisses, das nur wenig Spielraum für Fehler lässt. Wer allerdings viel vom optional freischaltbaren Bonus-Content sehen möchte (Bildergalerien oder Musikstücke aus dem Spiel), der muss sich durch möglichst zügiges und fehlerfreies Abschließen der Level Juwelen verdienen. Für Perfektionisten sicherlich ein kleiner Anreiz zu einer zweiten Runde. Und wer auch über die PS3-Fassung von „Die vergessene Zeit“ verfügt, kann damit auch ein paar kleine Boni freischalten.

Des Prinzen neuer Look und Stimme
Im technischen Bereich liefert das neue PSP-„Prince of Persia“ durchaus ansehnliche 3D-Umgebungen ab – vor allem die Ausflüge in die ätherische Welt wissen durch ihre leuchtenden Blautöne zu gefallen und erinnern positiv an die gleichermaßen gearteten Abschnitte im 2008er-HD-Serienableger. Die Animationen des Protagonisten wirken ebenfalls überzeugend und flüssig. Nur die Renderszenen, die hin und wieder die Story ein wenig vorantragen, hätten ein klein wenig mehr Pepp vertragen können. Selbiges gilt für die deutsche Sprachausgabe, die zwar verträglich, aber nicht wirklich optimal ist. Und warum Ubisoft keinen der beiden vorangegangenen Sprecher des Prinzen aus der „Sands of Time“-Trilogie an Bord geholt hat und er sich stattdessen eine neue Stimme leihen musste, ist uns auch ein Rätsel – gerade wenn man bedenkt, dass man mit Yuri Lowenthal zumindest in der englischen Fassung den alten Sprecher für das neue Abenteuer bekommen hat. Wenigstens weiß die musikalische Abteilung mit ihren atmosphärischen Klängen noch zu überzeugen.



Fazit:

Die PSP-Fassung von „Prince of Persia: Die vergessene Zeit“ bietet ein recht gelungenes Abenteuer um den namenlosen Prinzen, das leider unter den eintönigen Gefechten und dem schwankenden Schwierigkeitsgrad leidet. Es gibt Zeiten, da kommt es einem so vor, als wolle das Spiel den Spieler mit aller Gewalt brechen – nur um sich danach mit einem kinderleichten Abschnitt wieder mit ihm zu versöhnen. Und die Bosse gehören in der Regel zu diesen leichten Abschnitten, sobald man ihre leicht durchschaubaren Muster begriffen hat. Darüber hinaus ist die Spielzeit mit gerade mal vier bis sechs Stunden doch recht mager. Doch wer sich an einem dennoch unterhaltsamen Jump'n Run mit teils teuflisch kniffligen Geschicklichkeitspassagen erfreuen kann und nichts auf dem Level der Heimkonsolen-Varianten erwartet, der kann sich über einen soliden und spaßigen Ausflug mit dem persischen Prinzen freuen.

Nimmt noch einmal Anlauf und stürzt in die ewig tiefe Grube: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
7 von 10
Haarige Sprungpassagen, öde Kämpfe und ein wackeliger Härtegrad machen die Erfahrung aus.
GRAFIK
8 von 10
Ansehnliche und atmosphärische Umgebungen wollen vom geschmeidig animierten Prinzen erkundet werden.
SOUND
7 von 10
Die deutsche Sprachausgabe hat ihre Macken, die Musik jedoch passt.
FEATURES
7 von 10
Nach etwa fünf Stunden im Hauptspiel bleibt nur noch ein wenig Bonusmaterial zum Freischalten übrig.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
77%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Die meisten Level sind theoretisch recht kurz – wenn ihr auch fehlerfrei spielt."







Details
Spielname:
Prince of Persia: Die vergessene Zeit

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft Montreal

Genre:
Action Adventure

Release:
20.04.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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