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Cladun: This is an RPG


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Cladun: This is an RPG Review vom 13.01.2011

Inzwischen hat sich Nippon Ichi Software mit großartigen Spielen wie der Disgaea-Reihe mit ihren meist enormen Umfang und den beiden Prinny-Spielen, die zwar sehr herausfordernd, aber unglaublich spaßig sind, einen recht großen Namen in der Spielegeschichte gemacht. Aber nur, weil ein paar Franchises gut funktionieren, ruhen sich die Entwickler noch lange nicht aus! Mit ihrem Titel Cladun: This is an RPG! machen sie einen großen Schritt, in ein bisher von ihnen unbekanntes Gebiet und erklären der Grammatik den Krieg – zumindest mit dem Titel. So handelt es sich bei Cladun um einen waschechten Action-RPG Dungeon-Crawler. Und wenn man auf vorherige Experimente wie Zettai Hero Project: Unlosing Ranger vs. Darkdeath Evilman schaut, sind die Erwartungen an diesem Spiel natürlich dementsprechend hoch. Ob es NIS es gelungen ist, ein weiteres RPG zu entwickeln, das hunderte von Spielstunden verschlingen kann, erfahrt ihr in unserem Test!

Auf der Suche nach dem ultimativen Irgendetwas.
Einer Legende nach gibt es einen Ort, an dem der ultimative Schatz versteckt liegt. Diese Legende spricht von Arcanus Cella. Und wo eine solche Legende existiert, gibt es natürlich auch Menschen, die dieser hinterher jagen. So tun das auch Pudding und ihr Bodyguard Souma. Und zufälligerweise schaffen sie es sogar, das legendäre Arcanus Cella zu finden. Den erhofften Schatz jedoch nicht, dafür aber ein vorlautes Mädchen mit dem Namen Despina, das nur ungerne aus dem Haus geht und die Nähe anderer Menschen lieber meidet. Gerade weil sie die Nähe so verabscheut, zeigt sie den beiden zufälligen Passanten auch gleich, wo der Ausgang ist, durch den sie jederzeit gehen können, wenn sie wollten. Aber dieser mysteriöse Ort verbirgt noch mehr Geheimnisse, als es Anfangs den Anschein hat: Unzählige Dungeons warten darauf erforscht zu werden und der magische Zirkel verspricht denen Macht, die ihn richtig einzusetzen wissen. Aber eins nach dem Anderen, fangen wir erst einmal mit dem Hauptteil des Spiels an: Den Dungeons!

Schnell! Schneller! Noch schneller! Yay, neuer Rekord!
Die Dungeons, die den Großteil der Spielzeit in Anspruch nehmen, sind kleine Abschnitte, die eigentlich nur ein einziges Ziel haben: Man muss das Ende erreichen – und das möglichst schnell. Jeder einzelne Kerker hat nämlich von Anfang an seine eigene Bestzeit, die man versuchen kann zu schlagen. Schafft man dies, bekommt man Ruhmpunkte dazugeschrieben. Wir kommen aber später noch einmal darauf zurück. In den Dungeons kann man sich in einer dreidimensionalen Umgebung fortbewegen und trifft dabei natürlich auf etliche Monster, die einem das Durchqueren nicht ganz so einfach machen wollen. Um ihnen entgegen zu wirken kann man sich auf den normalen Schlag einer Waffe verlassen, oder aber auch auf spezielle Fertigkeiten und Zauber zurückgreifen. Diese benötigen zwar einige SP, die man innerhalb das Dungeons nicht regenerieren kann, sind dafür aber sehr praktisch und eine gute Methode, um schnell durch die verzweigten Gänge zu kommen. Sollte ein Angriff des Gegners jedoch nicht mehr vermeidbar sein und kann man diesem auch nicht mehr rechtzeitig ausweichen, ist es immernoch möglich zu blocken. Dadurch erhöht sich die eigene Verteidigung sehr stark und man erleidet zumindest keinen fatalen Schaden.

Aber die Monster sind nicht die einzigen Hindernisse, die es innerhalb des Levels zu überwinden gilt. Denn die Verließe sind zudem nur so von Fallen vermint. Diese haben viele verschiedene Formen und können einem schneller ausschalten, als man vielleicht reagieren kann – wenn man nicht vorher schon auf sie achtet. Jedoch lassen sie sich immer nur sehen, wenn man in ihrer nähe ist und besonders bei dem Versuch, schnell durch die Dungeons zu kommen, sollte man aufpassen. Denn sie können einem nicht nur Schaden anrichten, indem Pfeile verschiedenen Formats auf den Charakter geschoßen werden, sondern auch einschläfern oder verlangsamen. Aber Fallen haben nicht nur negative Effekt. Es gibt nämlich noch Heilfallen, die einen, wie der Name bereits verrät, heilen. Außerdem sind die Monster des Dungeons nicht immun gegen die Effekte der Fallen. Das heißt, dass man auch ganz einfach eine Falle absichtlich auslösen kann, mit dem Hintergedanken, einen Gegner zu treffen. Jedoch ist dies besonders in den späteren Dungeons sehr schwer, da es in diesen meist unzählige Fallen auf einem Haufen gibt, sodass es schwer wird diese noch irgendwie zu koordinieren. In so einem Fall ist es jedoch auch möglich zu rennen und zu rutschen. Während des Rutschens ist man nämlich immun gegenüber der Effekte der ausgelösen Fallen. Jedoch kann man nicht ewig rutschen und sollte man dann auch noch beim Rennen von irgendetwas getroffen werden, erleidet man enormen Schaden. Währends des schnellen Laufens halbiert sich nämlich die Verteidigung des Charakters.

Du kommst da hin, du da... Und du deckst mich von hinten!
Hat man es allerdings geschafft, durch einen Dungeon zu kommen winken Erfahrungspunkte für die geschlagenen Monster und die auf dem Weg eingesammelten Münzen werden dem Konto hinzugefügt. Die Erfahrungspunkte erhält dabei jeder Charakter, der im Dungeon aktiv war – soll heißen: im gerade benutzen magischen Zirkel mit enthalten war. Der Zirkel ist zudem das Hauptobjekt, wenn es darum geht, die Werte der Charaktere zu steigern. In diesem lassen sich nämlich Aurüstungsgegenstände anlegen, die man entweder im Dungeon findet oder im örtlichen Geschäft für ein paar Münzen erwerben kann und der magische Zirkel selbst verwalten. Jede Charakterklasse besitzt dabei ihre eigenen und können je Typ bis zu acht weitere Charaktere neben dem Hauptcharakter beherbergen. Die um den Hauptcharakter verteilten Charaktere dienen dabei im Dungeon als Schutzschild. Sie nehmen allerdings nur den Schaden auf sich, in der Richtung sie auch aufgestellt worden sind. Außerdem können im magischen Zirkel Artefakte platziert werden, sollte sich ein Nebencharakter auf einem bestimmten Platz befinden. Im Tausch gegen Mana lassen sich diese dann anbringen, die die Statuswerte des Hauptcharakter noch weiter verstärken. Beim Aufleveln der verschiedenen Personen ist es auch wichtig, ob sie gerade als Haupt- oder als Nebencharakter tätig sind. Steigen sie nämlich als Nebencharakter ein Level, so erhöhen sich eher die Statistik-Werte, die für den Hauptcharakter wichtig sind und umgekehrt. Man sollte also früh planen, welche Figuren später als Haupt- und welche als Nebencharakter fungieren sollen, um das Beste aus ihnen heraus zu holen.

Ein weiterer großer Aspekt des Spiels, ist die eigene Charaktererstellung. Zwar schließen sich im Verlauf der Story immer mehr Personen dem magischen Zirkel an, aber vielleicht ist man mit diesen ja nicht ganz zufrieden. Dafür kann man sich einen eigenen erstellen. Für diesen kann man dann den Namen, die Klasse, den Bossgegner und sogar das komplette Aussehen einstellen. Außerdem befindet sich in Arcanus Cella noch de so genannte Ran-Geon. Hierbei handelt es sich um einen komplett zufällig generierten Dungeon mit 99 Ebenen. Im Gegensatz zu den Story-Dungeons verschlingt der Ran-Geon wesentlich mehr Zeit, da die normalen Dungeons immer nur eine Ebene besitzen. Beim Vorranschreiten im Ran-Geon ist es wichtig, was für Treppen benutzt werden. Es gibt fünf verschiedene Arten, die bestimmen in welcher Geschwindigkeit die Stufe der Gegner und die Drop-Chance von Items steigt oder auch sinkt.

Gameplay:
Bei Cladun handelt es sich um einen Dungeon Crawler, der seinen Namen nicht wörtlicher hätte nehmen können. Man wandert von einem Dungeon in den nächsten und versucht nach und nach immer bessere Bestzeiten zu erreichen oder weiter im Ran-Geon zu kommen. Für den alten, grafischen Look des Spiels, spielt es sich außerordentlich flüssig, obwohl die Steuerung manchmal auch ein wenig klobig erscheint. Auf lange Ladezeiten hat man verzichtet und in das System des magischen Zirkels hat man sich nach ein bisschen Ausprobieren schnell herein gefuchst.

Grafik:
Es ist nichts neues, dass NIS ungerne mit dem Zahn der Zeit geht und lieber auf charmante 8-bit Optik setzt. Mit Cladun haben sie aber noch einmal einen drauf gesetzt, indem man schon fast den Eindruck erhält, dass man die Pixel zählen könnte. Im Falle der Charaktersprites kann man es sogar wirklich. Dennoch hat dies einen gewissen Charme und trotz der veralteten Grafik hat sie durch die so flüssige Umsetzungen einen modernen Touch bekommen, der nicht zu verkennen ist. Außerdem zeigen die Entwickler mit ihren Angriffs-Effekten wieder einmal, dass sie wirklich schöne Effekte nicht verlernt haben.

Sound:
Es ist eine Sache, eine Vielfalt von schönen und passenden Musikstücken zu komponieren. Eine ganz andere Sache, sie auch noch in zwei verschiedenen Versionen anzubieten. Denn nicht nur, dass die Musik frisch klingt und es eine so große Auswahl gibt, dass sie einem bei den vielen Dungeons nicht auf die Nerven geht. Wenn man möchte kann man sie sogar in 8-bit umstellen, um die Täuschung eines Retro-Spiels perfekt zu machen.

Features und Besonderheiten:
Ein weiter Punkt für NIS in diesem Punkt. Es gibt unzählige Dungeons, die es zu entdecken gibt. Zudem noch der Ran-Geon, der mit jedem erneuten Betreten ein paar Neurungen bringt und so schnell nicht langweilig wird. Außerdem gibt es noch das neue und recht komplexe System des magischen Zirkels, mit dem man, bei richtiger Anwendung, aus den eigenen Charakteren schnell richtige Kraftpakete basteln kann. Nicht zu vergessen die Möglichkeit, sich selbst ein paar Figuren zu erstellen und dabei ihr gesamtes Gesicht eigenhändig zu generieren. Last but not least bietet Cladun auch noch einen Multiplayer-Modus, bei dem man entweder gegeneinader oder kooparativ durch die freigeschalteten Dungeons kriechen kann. Einziges Manko ist jedoch die geringe Waffenartenanzahl, mit nur drei verschiedenen Waffentypen und die etwas kleine Anzahl von fünf auswählbaren Klassen.



Fazit:

Wieder einmal zeigt Nippon Ich, wie viel Inhalt man in ein Spiel einbringen kann – und das ohne viel Platz zu verbrauchen. Mit gerade einmal 184 MB ist Cladun: This is an RPG! nun wirklich nicht groß, bietet dafür aber so einiges. Nicht nur, dass der Einzelspieler-Modus im späteren Spielverlauf sehr fordernd ist und an sich bereits sehr spaßig ist, man kann das Ganze auch noch mit einem Freund zocken. Zudem bringt der magische Zirkel einen wirklich frischen Wind in das triste Dasein eines Rollenspiel-Helden. Den Humor des Spiel darf man natürlich auch nicht vergessen, der zwar ein wenig subtiler geworden ist, aber noch immer gut anschlägt. Wer also nichts gegen viele kleine Dungeons hat und gerne ein wenig kreativ zu Gange ist, darf sich Cladun nicht entgehen lassen. Kann man sich mit diesem System jedoch nicht anfreunden oder sucht man ein Rollenspiel mit viel Storytiefe, sollte der Griff vielleicht doch lieber ein anderes Spiel treffen.

Kennt eindeutig zu wenig Synonyme für das Wort "Dungeon": Denis Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Nippon Ichi Software für die freundliche Bereitsstellung des Rezensioncodes.




GAMEPLAY
8 von 10
Flüssiges Gameplay mit etwas klobiger Steuerung.
GRAFIK
7 von 10
Der typische Grafikstil von Nippon Ichi, jetzt zum Selbstpixeln.
SOUND
10 von 10
Außerordentlich schöne Musikstücke, sowohl in modern, als auch in 8-bit-Variante.
FEATURES
8 von 10
Viele Dungeons, viele Charaktere, wenige Klassen und Waffentypen.
MULTIPLAYER
8 von 10
Mit mehreren Spielern machen die Abenteuer gleich noch mehr Spaß.
GESAMT-
WERTUNG:
83%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Kurze Dungeons ermöglichen immer eine schnelle Runde!"







Details
Spielname:
Cladun: This is an RPG

Publisher:
NIS

Developer:
NIS

Genre:
Rollenspiel

Release:
08.12.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler Koop möglich

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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