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Tom Clancy's Ghost Recon Predator


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Tom Clancy's Ghost Recon Predator Review vom 14.10.2010

Was haben die PSP-Spiele Asphalt: Urban GT 2, Crash: Mind Over Mutant und Street Riders mit unserem aktuellen Testkandidaten Tom Clancy's Ghost Recon Predator gemeinsam? All’ diese Titel stammen von Entwickler „Virtuos Games“, die somit also schon mit den technischen Besonderheiten der PSP vertraut sein müssten. Doch Shooter stellen auf dem Sony-Handheld bekanntlich eine besondere Herausforderung dar – nur sehr wenige Vertreter dieses Genres können überzeugen und allzu viele haben gezeigt, wie ein gutes Spielkonzept durch eine verkorkste Steuerung zu Nichte gemacht werden kann. Bereits im Jahr 2007 schaffte es Tom Clancy’s Ghost Recon Advanced Warfighter 2 auf die PSP, konnte aber nur mäßige Kritiken einfahren. Ob sich unser aktueller Testkandidat in die Reihe der mäßigen Shooter einreiht oder doch zu den besseren Genre-Vertretern gehört, erfahrt ihr in unserem Review.

Keine Experimente
In der Vergangenheit schafften es immer wieder Ableger bekannter Serien auf die PSP – Ubisoft will uns immer wieder davon überzeugen, wie sehr man das Spielprinzip für den Handheld optimiert hat. Dass dies nicht funktionierte, haben Vertreter wie das bereits angesprochene Advanced Warfighter 2 aber auch Rainbow Six: Las Vegas gezeigt. Auch das im letzten Jahr veröffentlichte Assassin's Creed: Bloodlines hatte mit Schwächen in der Umsetzung zu kämpfen. Doch wie sieht es bei unserem aktuellen Testkandidaten aus? Auf den ersten Blick ziemlich ähnlich. Ghost Recon Predator setzt vor allem auf die Faktoren, die die Reihe zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Als Spieler findet ihr euch in einem passenden Szenario wieder: Man wird in den Dschungel von Sri Lanka geschickt, wo man 72 Stunden Zeit hat, um den Weg für eine Invasionsstreitmacht der USA zu sichern. Während sich ein offener Konflikt mit Pakistan abzeichnet, wird enthüllt, dass man gegen den falschen Feind kämpft. Fortan muss man also dafür sorgen, dass Amerika nicht in einen unberechenbaren Krieg gerät.

Im Spiel stehen euch insgesamt drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Gerade Genre-Neulinge sollten sich zu Beginn nicht zu viel zumuten – mehr dazu später. Zu Beginn fällt sofort auf, dass Ubisoft zwar auf eine Lokalisierung der Menüs gesetzt hat, die Zwischensequenzen allerdings lediglich mit Untertiteln versehen wurden. Hier erwarten euch also englische Sprecher, die ihren Job aber recht gut erledigen. Dafür sind die Sequenzen nichts weiter als animierte Standbilder. Ob dieses Stilmittel bewusst genutzt wurde oder die Entwickler sich so eine Menge Arbeit ersparen wollten? Wir wissen es nicht. Die Geschichte rund um die „Ghosts“ in Sri Lanka wird aber auch so nachvollziehbar vorangetrieben – dennoch fällt gerade das Missions-Briefing sehr textlastig aus.

Nur im Team seid ihr… schwach
Ähnlich wie das Konkurrenzprodukt Socom: Fireteam Bravo 3 setzt Ghost Recon Predator auf teambasierte Missionen. Mit zwei weiteren KI-gesteuerten Mitstreitern macht ihr euch also auf, um den fiesen Rebellen das Handwerk zu legen – was sich in der Theorie aber recht spannend anhört, gerät in der Praxis zu einer Ansammlung von Frustmomenten. Ihr befehligt eure Teamkameraden mittels standardisierter Kommandos, wie z.B. in Deckung gehen oder Angriff – auch die Möglichkeit, dass sich die CPU-Kameraden nur zur Wehr setzen, wenn sie selbst angegriffen werden gibt es. Man merkt im Laufe des Spiels allerdings deutlich, wie wenig das eigene Team in bestimmten Situationen voraus denkt und dann von gegnerischen Soldaten entdeckt wird. Die dann folgende Aufmerksamkeit anderer Gegner ist dann nicht selten das Todesurteil für das gesamte Team.

Mit etwas Glück könnt ihr aber darauf hoffen, dass die gegnerischen Soldaten selbst ihren Job vernachlässigen – die Entwickler geben euch in vielen Arealen die Möglichkeit auf ein Feuergefecht zu verzichten und an den Widersachern vorbeizuschleichen. In diesen Situationen gilt es dann die Routen der Wachsoldaten zu verfolgen und dann im geeigneten Moment zu einem vermeintlich sicheren Ort vorzurücken – verharrt man dort und beobachtet wie die Wache eigentlich gefährlich nahe auf einen zukommt, ist es schon verwunderlich, wenn sie auch auf drei Meter Entfernung nicht bemerkt, dass da schwerbewaffnete Soldaten knien oder liegen. Auch die im späteren Spielverlauf verfügbare Drohne wird von feindlichen Einheiten nicht bemerkt, auch wenn Aussehen und Geräusche des technischen Helfers etwas anderes vermuten lassen würden.

Auf Kriegsfuß mit der Steuerung
Wie bereits angesprochen wurde, ist die Steuerung in einem derartigen Shooter von enormer Wichtigkeit. Die Entwickler haben sich bei Ghost Recon Predator „leider“ nicht an etablierten Vorbildern wie Syphon Filter oder Resistance: Retribution orientiert, sondern setzen auf ihr ganz eigenes Steuerungsschema: Ihr navigiert den Protagonisten mit dem Analog-Nub durch das Geschehen – dabei könnt ihr allerdings nur mit dem Druck af die X-Taste in den Zielmodus wechseln und so einen Gegner anvisieren. Mit gedrückter linker Schulteraste haben euch die Entwickler die Möglichkeit eingeräumt, dass sich euer Soldat seitwärts bewegen kann. Gerade Anfänger im Shooter-Genre werden wohl nicht nur in den ersten Feuergefechten den virtuellen Tod sterben. Sobald im Spielgeschehen Hektik aufkommt, versagt die Steuerung ihren Dienst – denkt man nun, dass die KI-Kameraden hier eine große Hilfe darstellen, hat man sich getäuscht: Nicht selten passiert es, dass der eigene Kamerad getroffen am Boden liegt und auf medizinische Unterstützung wartet. Leider ist diese Phase fiel zu kurz geraten und schon nach wenigen Sekunden löst sich euer Teammitglied in Luft auf.

Der Blick auf Grafik und Sound offenbart im Falle von Ghost Recon Predator sowohl Licht als auch Schatten. Generell kann sogar von einer recht passablen Grafik gesprochen werden, die zwar nicht mit sonderlich vielen Details daherkommt, die Atmosphäre dennoch recht gut einfängt. Dafür gibt es in diesem Bereich Abzüge beispielsweise bei der Darstellung der Innenräume oder der Objekte, welche oftmals sehr eckig ausfallen. Auch die Animationen der Personen sehen alles andere als flüssig aus – vieles erinnert ganz einfach an den „Vorgänger“ aus dem Jahre 2007. Hinsichtlich des Sounds macht das Spiel dafür nicht viel falsch: Werdet ihr in ein Feuergefecht verwickelt, passt sich die musikalische Untermalung automatisch dem Geschehen an. Auch die englischen Synchronsprecher erlauben sich keine Patzer und verrichten ihren Job entsprechend gut.



Fazit:

Wir stellen uns auch bei Ghost Recon Predator wieder einmal die Frage, ob sich die Entwickler einen Gefallen getan haben, das Spiel auf die PSP zu bringen. Auch wenn es mit dem Team-Feature einen neuen Ansatz im Vergleich zum Quasi-Vorgänger von 2007 gibt, fällt der Rest doch mehr oder weniger durchschnittlich aus. Der Titel kränkelt an zu vielen Dingen, sodass wohl nur wirkliche Fans der Reihe zugreifen werden – vor allem die Steuerung ist selbst für PSP-Verhältnisse suboptimal ausgefallen und kann bei weitem nicht mit Genre-Größen wie „Resistance“ oder „Syphon Filter“ mithalten. Hinzu kommen die haarsträubenden KI-Schwächen sowohl bei den eigenen Teamkameraden als auch bei den Gegnern. Das Spiel hätte genauso gut vor vier oder fünf Jahren erscheinen können – die Unterschiede zu damaligen Shootern sind kaum zu erkennen.

Ist zurück aus Sri Lanka: Jakob Koch für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
5 von 10
Vermurkste Steuerung, schwache KI - hier wäre mehr drin gewesen
GRAFIK
6 von 10
Passable Außenwelten, dafür schwache Innenräume und Animationen
SOUND
8 von 10
Dynamische Musik passt sich dem Gameplay an, passable englische Sprecher
FEATURES
7 von 10
Ordentliche Kampagne samt mehreren Lösungswegen, optionale Erfolge
MULTIPLAYER
8 von 10
Mit zwei weiteren Spielern im KO-OP Modus - leider nur adhoc
GESAMT-
WERTUNG:
68%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Das schnelle Gameplay benötigt keine Couch"







Details
Spielname:
Tom Clancy's Ghost Recon Predator

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Virtuos Games

Genre:
Shooter

Release:
28.05.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2-3 Spieler (adhoc)

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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