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No Heroes Allowed


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No Heroes Allowed Review vom 28.10.2010

Oberschurken haben es nicht leicht. Nicht nur werden sie ständig von Helden gejagt, nein. Kaum hat man mal ein Spiel, in dem der Erzbösewicht die Hauptrolle beansprucht, kann er für nicht einmal zwei Teile in Folge den Namen behalten. Overlord Badman begann seine Karriere in „Holy Invasion of Privacy, Badman!“, musste dann auf „What Did I Do To Deserve This, My Lord?!“ umsatteln, nur um mit dem dritten Auftritt wieder den Titel wechseln zu müssen. Wobei der Meister der Unterwelt behauptet, das alles sei lediglich gut geplante Tarnung, um nichts ahnende Helden zu verwirren... Mit „No Heroes Allowed“, dem dritten Badman-Spiel, liefern der enigmatische Overlord und der neue Publisher Sony jedenfalls eine klare Ansage. Ob das einzigartige Strategiespiel auch beim dritten Mal noch begeistern kann, soll unser Testbericht klären.

Klein ist die Welt, wie? Nein, nicht wirklich.
Badman hat es geschafft: Die Welt gehört ihm! Denkt er zumindest. Eines Tages jedoch findet der Bösewicht einen Schalter, den er nach kurzer Beratschlagung mit dem Gott der Zerstörung – also euch, dem Spieler – trotz aller Warnhinweise betätigt. Die Kamera zoomt heraus und wir merken: Badmans Welteroberungs-Tour ist noch lange nicht vorbei! Sein Spielplatz ist nur ein kleines Eiland im Vergleich zu der riesigen Landmasse, die noch von Menschen und Helden bewohnt wird! Das lässt der dämonische Herr natürlich nicht auf sich sitzen und beauftragt euch damit, Kerker zu errichten, sie mit Monstern zu füllen und aufdringliches Menschenvolk zu vertreiben.

Wie schon in den Vorgängern ist jeder Level der Kampagne in einzelne Abschnitte eingeteilt. Zu Beginn bekommt ihr erst einmal Zeit, euren Dungeon aufzubauen. Steine werden geschwind aus dem Weg geräumt, so lange man über Buddelpower verfügt und aus nährstoffreichen Böden entspringen diverse Kreaturen. Anfangs werdet ihr ausschließlich Schleimmoose heraufbeschwören können, die Nährstoffe in eurem Kerker transportieren. Nicht unwichtig, da Blöcke mit reichlich Nährwert stärkere Monster zu Tage bringen. Als zweite Ressource gibt es noch Mana, das wiederum von Geistern transportiert wird. Nach einiger Zeit – oder alternativ auf eure Bitte – taucht eine Gruppe Helden auf, die Badman entführen möchte. Nun gilt es, den Herrscher des Kerkers gut zu verstecken und die heroische Gruppe durch ein irre führendes Dungeon-Layout und mächtige Kreaturen auszuschalten.

Des Overlords neue Horde
All das kennt man bereits aus den beiden Vorgängern. Was bringt der dritte Anlauf nun an neuen Ideen mit? Nun, einerseits einen ganzen Satz Wasserlebewesen. Bestimmte Blöcke beherbergen nämlich eine nicht unerhebliche Menge H2O, die stets nach unten herabfließt. Stößt das Wasser auf das Ende eines Tunnels, entstehen neue Kreaturen aus angrenzenden Mana- und Nährstoffblöcken. Nicht unwichtig, da ihr nur so an Wasserlilien herankommt. Diese magischen Pflanzen sorgen dafür, dass euer Dungeon-IQ steigt – eure Kreaturen sich also ein wenig intelligenter und zielstrebiger verhalten. Auch eure treue Spitzhacke bekommt ein Upgrade spendiert. Im Laufe der Kampagne könnt ihr euch nämlich neue Buddelwerkzeuge aneignen, die jeweils mit eigenen Fähigkeiten daherkommen. So lässt die Standard-Hacke im Austausch gegen entsprechend viel Buddelpower den Kerker erzittern, während das Wasserwerkzeug neue Nassflächen generiert. Besonders erfreulich für weniger frustresistene Spieler dürfte allerdings der neue, justierbare Schwierigkeitsgrad sein. In drei Stufen – von „n00b“ bis „l33t“ – könnt ihr bestimmen, wie hart das Spiel mit euch ins Gericht gehen soll.

Doch nicht nur neue Gameplay-Elemente beherbergt „No Heroes Allowed“. Abseits der Story könnt ihr eure im Training erworbenen Fähigkeiten im Dungeon-a-Day-Modus auf die Probe stellen. Hier werden euch entweder in 10 Stufen Aufgaben gestellt, die es innerhalb eines Zeitlimits zu lösen gilt, oder ihr schlagt euch so lange durch die Missionen durch, bis ihr eine vergeigt. Ebenfalls neu an Bord ist ein kooperativer Zweispieler-Modus. Hierbei wird die Kerkerfläche unter den beiden Spielern aufgeteilt, für die erfolgreiche Schlacht gegen die Helden-Horden muss man also gut planen und zusammenarbeiten – auch, weil es zwei Overlords zu verteidigen gilt. Allerdings benötigt euer Spielpartner ein eigenes Exemplar von „No Heroes Allowed“ und muss mit euch im selben Raum sein. Weder Game Sharing noch der Infrastruktur-Modus werden unterstützt.

Technisch nichts neues im Dungeon
Trotz des „3D“ im japanischen Titel – welches übrigens für „3 Dungeons“ steht – hat der dritte Teil der Badman-Saga, wenn überhaupt, nur ein minimales Grafik-Update spendiert bekommen. Nach wie vor erstrahlt das skurrile Strategiespiel in seiner pixeligen 16-Bit-Pracht und lässt trotzdem nichts an Charme vermissen. Dafür sind die kleinen Kreaturen eures Kerkers einfach zu liebevoll animiert worden. Auch auf musikalischer Ebene lassen sich kaum Änderungen ausmachen. „No Heroes Allowed“ definiert sich hauptsächlich über die neuen Inhalte. Auch auf eine deutsche Übersetzung hat Sony leider verzichtet. So bleiben die vielen humorvollen Dialoge und der nach wie vor schlichtweg grandiose Almanach Zockern ohne Englischkenntnisse verschlossen.



Fazit:

„Womit habe ich das nur verdient?!“, jammert Badman während ein neuer Schub Helden den Dungeon betrifft. Dabei sind wir es doch eigentlich, die die ganze wortwörtliche Drecksarbeit erledigen, eine Nahrungskette intakt halten und dafür Sorge tragen müssen, dass die Menschen auch wirklich draußen bleiben. Und doch macht diese Schufterei unheimlich viel Spaß. „No Heroes Allowed“ ist, wie auch die beiden Vorgänger, kein Spiel für Jedermann. Dank des neuen Einsteiger-Schwierigkeitsgrads können Neulinge allerdings endlich auch schneller Erfolge feiern, sodass vielleicht auch bei denen irgendwann der Funke überspringt und sie sich gnadenlos in das Strategiespiel hineinfressen. Denn wer mit „No Heroes Allowed“ einmal warm geworden ist und sich mit dem komplexen, wenngleich nicht immer 100%ig fairen, Mechaniken dahinter auseinandergesetzt hat, ist für einige Zeit an seine PSP gefesselt.

Bremst erst recht nicht für Helden: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.




GAMEPLAY
9 von 10
Die Lernkurve ist steil, doch der Lohn für die Mühen dafür umso süßer.
GRAFIK
7 von 10
Charmant ist der Retro-Look, ohne Zweifel. Doch etwas mehr Pepp hätte nicht geschadet.
SOUND
6 von 10
Nette Melodien, die man allerdings bereits zu genüge kennt.
FEATURES
8 von 10
Mit der Kampagne, den Herausforderungen und dem Koop-Modus ist man einige Zeit beschäftigt.
MULTIPLAYER
8 von 10
Kooperatives Buddeln für bis zu zwei Götter der Zerstörung. Wunderbar!
GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Dank Quicksave-Option können nun auch unterwegs knappe Kerkerpläne besser umgesetzt werden."







Details
Spielname:
No Heroes Allowed

Publisher:
Sony

Developer:
Acquire

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
nicht bekannt

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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