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God of War: Ghost of Sparta


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God of War: Ghost of Sparta Review vom 30.11.2010

Anfang des Monats ist in Amerika und Europa der zweite PSP-Ableger des beliebten God of War-Franchises erschienen. Nach Chains of Olympus hat Ready At Dawn nun zusätzlich God of War: Ghost of Sparta veröffentlicht und versucht damit, die Fehler des Vorgängers auszumerzen, obwohl das Spiel in unserem Test trotzdem eine ausgezeichnete Bewertung erhielt. Unter Anderem wurden dabei die sehr kurze Spielzeit und der allgemein kurze Umfang des Spiels bemängelt. Schafft es Ghost of Sparta diese kleinen Mängel wieder gerade zu Rücken und vielleicht sogar in den vorher guten Aspekten noch einen drauf zu setzen oder zerbricht der Titel an der unglaublich schweren Last, die ihm die Vorgänger auf die Schultern gelegt haben? Wir haben die Vergangeheit des frisch gebackenen Kriegsgottes weiter beleuchtet, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Kratos²
Nachdem der Protagonist Kratos im ersten God of War-Spiel Ares mächtig eingeheizt und sogar ungebracht hat, ist er nun der neue Kriegsgott. Doch sein Alltag als Gott findet ein jähes Ende, als er eine Vision aus seiner Vergangeheit bekommt, was selbst für einen Menschen der zum Gott geworden ist ungewöhnlich ist. Dieser Vision will er nun nachgehen und macht sich deshalb auf zum Tempel von Poseidon, den er in eben dieser gesehen hat. Aber schon der Weg dorthin fällt ihm nicht gerade leicht, denn eine ganze Horde von Ausgeburten der Hölle, der griechischen Hölle, macht ihm das Leben schwer. Warum? Gute Frage. Außer der Tatsache, dass sich Kratos gerne mit Göttern anlegt gibt es nämlich keinen Grund dafür, dass er davon abgehalten wird, seiner Vision nachzugehen. Kriegsgott der er ist, weiß sich Kratos allerdings zu wehren und findet schon bald heraus, dass sein tot geglaubter Bruder am leben ist. Zumindest ist er dies noch, also macht sich der Geist Spartas auf den gefährlichen Weg, ihn zu retten.

God of Quicktime-Events: Yes, he's Spartan
Kommen wir gleich mal zum Hauptaugenmerk des Titels: Die Kämpfe. Ein wahrer Kriegsgott und Spartaner weiß sich natürlich zu verteidigen und dies geschieht in Kratos' Fall am meisten mit Hilfe seiner treuen Klingen, Athenes Klingen. Bei diesen handelt es sich nicht um normale Schwerter, sondern um Klingen, die an Ketten befestigt sind und dadurch gewaltig an Reichweite gewinnen. Die Anzahl an Kombos, die mit diesen ausführbar ist, ist anfangs gering, lässt sich allerdings durch gewonnene Orbs erhöhen. Diese Orbs bekommt man, indem man Monster niedermetzelt oder auch durch Schatztruhen, die man auf den Weg durch die Straßen Griechenlands findet. Aber ein Spartaner verlässt sich nicht nur auf eine Waffe. Neben seinen Klingen erlangt der Kriegsgott im Verlauf des Spiels auch an magische Gegenstände, mit denen er den Gegnerscharen einheizen kann. Jedoch kostet das Benutzen dieser Gegenstände einen gewissen Anteil der Magieleiste. Auch die magischen Artefakte lassen sich mit roten Orbs aufwerten. Und wo wir gerade beim Einheizen waren: Hier kommt zusätzlich eine neue Fähigkeit ins Spiel. Diese ist Theras Fluch und mit dieser kann Kratos seine Klingen für kurze Zeit auf Knopfdruck mit Feuer verstärken. Hiermit lässt sich größerer Schaden anrichten oder die Panzerung mancher Gegner durchbrechen. Benutzt man den Fluch eine Weile lang nicht, lädt er sich automatisch wieder auf.

Wie es in Ares' Fall schon gezeigt wurde, werden jedoch selbst Kriegsgötter angegriffen. Und das nicht zu wenig. Aber der Geist Spartas hat seinen Titel nicht geschenkt bekommen und hat auch die nötigen Fahigkeiten, um diese Angriffe zu parieren. Zum Einen kann er einfach Blocken, aber es ist auch möglich einen perfekten Block auszuführen, indem man im richtigen Moment abwehrt. Durch diesen wird der Angreifer leicht zurückgedrängt und so hat man genug Zeit um zu kontern. Projektile, die auf Kratos abgefeuert werden können hiermit zusätzlich auf den Gegner zurückgeworfen werden. Und schafft man es nicht zu Blocken, kann man zumindest noch versuchen eine schnelle Ausweichrolle auszuführen, um einen fatalen Angriff zu entgehen.

Sachen, die nicht geblockt werden können gibt es allerdings auch, weshalb das Ausweichen in solchen Fällen Pflicht ist. Schafft man dies nicht, wird man meist in ein Quicktime-Event gezogen, damit man den Angriff dennoch möglichst unbeschadet überstehen kann. Und hat man es mit einer wirklich großen Horde an Kontrahenten zu tun, kann es schonmal passieren, dass man gar nicht mehr aus den Quicktime-Events rauskommt. Der sonst flüssige Kampffluss wird dadurch oft unnötig unterbrochen. Und diese Events dienen nicht nur zur Abwehr, sondern auch oft als Finisher für Bosse. Diese stören den Spielfluss allerdings weniger und bieten sogar meistens eine unglaubliche Show an Effekten und spektakulären Angriffskombinationen.

Laaaaang, läääääääänger...
Aber ein Ableger der God of War-Reihe besteht nicht nur aus den fantastischen Kämpfen, sondern auch aus den kleinen Platformer-Passagen, die dazwischen liegen. Und hier zeigt sich, wofür der Kriegsgott auf jeden Fall nicht geschaffen ist. Diese Abschnitte werden durch langsames Hangeln oder Klettern unnötig in die Länge gezogen und da erhofft man sich, dass der Prinz von Persien mal vorbeikommt und Kratos als kleines Taxi dient. Meist bewegt sich der muskolöse Spartaner dabei nämlich so langsam, dass man das D-Pad am liebsten mit Tesafilm in eine Richtung fixieren möchte, damit man sich kurz ein Sandwich machen kann. Oder einen unschuldigen Atlanter, um ein wenig beim Thema zu bleiben. Zudem kommt noch das ein oder andere Rätsel. Bei diesen handelt es sich allerdings entweder um Dinge, die man ohnehin einfach gemacht hätte oder vollkommen abstrakte Sachen, auf die man nur durch belangloses Herumprobieren kommt. Oder gar nicht. Tipps zur Lösung der Rätsel gibt einem das Spiel nicht.

Gameplay:
God of War: Ghost of Sparta bietet ein flüssiges Kampfsystem, dass es selbst Anfängern einfach macht spektakuläre Kombos auf das Schlachtfeld zu Zaubern. Was jedoch auch daran liegen kann, dass es nicht allzu viele Kombos gibt. Die vielen Quicktime-Events, die so ziemlich jeder zweite Gegner auslösen kann, stören ein wenig im ganzen Tumult des Kampfes und selbst erfahrene Spieler werden Probleme haben diesen auszuweichen. Außerdem haben einige Gegner eine wirklich lächerlich große Menge an Leben, sodass es schonmal möglich ist, dass man über 200 Treffer am Gegner landen muss, bevor dieser in die Knie geht. Positiv fällt allerdings auf, dass das Spiel selbst bei einem Effektfeuerwerk im Hintergrund und der Action im Vordergrund nie zu ruckeln anfängt und sich die Ladezeiten, zumindest bei der PSN-Version, auf ein Minimum reduzieren.Viele Speicherpunkte erleichtern zudem das schnelle Spielen zwischendurch.

Grafik:
Ready at Dawn hat mit Chains of Olympus bereits bewiesen, was für eine außergewöhnliche Grafik sie aus dem kleinen Handheld von Sony herauskitzeln können. Bei Ghost of Sparta legen sie sogar noch eine ganze Schippe drauf: Die Charaktermodelle und Umgebungen sehen traumhaft aus und bieten eine wahre Augenweide für jeden Grafikliebhaber. Die Quicktime-Events zeigen zudem, wie effektvoll Spiele auf der PSP sein können, ohne in die Knie zu gehen oder so stark zu ruckeln, dass sie unspielbar werden. Das einzige, was man vermissen könne wären ein paar mehr Farben, denn Grau in in Braun in Dunkelrot in Dunkelblau findet nicht unbedingt jeder schön. Dennoch gibt es kaum Spiele, die so detailreich sind, wie Ghost of Sparta. Und der Fehler, dass das Spiel einfriert, denn wir bereits bei unserem Preview feststellen mussten, wurde leider nicht behoben. Es passiert allerdings nicht sehr häufig.

Sound:
Die Entwickler haben sich anscheinend viel mehr auf die Grafik konzentriert, als auf die Soundkulisse. Die meiste Zeit hört man gerade mal ein oder zwei Songs im Hintergrund dudeln oder vielleicht leicht veränderte Stücke für die passenden Sequenzen. Zwar sind diese episch und passen auch sehr gut in die Szenen, allerdings vermisst man hier dennoch die Vielfalt.

Features und Besonderheiten:
Eine Krankheit haben viele God of War-Titel: Der Umfang des Spiels ist meist nicht sehr groß. Dies trifft auch für Ghost of Sparta zu, sodass man den Abspann nach bereits fünf Stunden sehen kann – wenn man ungeübt ist. Dafür bietet das Spiel vier Schwierigkeitsgrade, die von Anfänger bis zu Profi die Wünsche und Herausforderungen jedes Spielerherzens erfüllen. Außerdem bietet das Spiel selbst nach dem Abschluss noch ein paar Neuheiten. Zum gibt es die Kampfarena, in der man unter selbst bestimmten Gegebenheiten gegen die gewünschten Monster kämpfen und somit seine Fähigkeiten gegen diese Gegner verbessern kann. Zudem gibt es einige Herausforderungen, die es teilweise auch wirklich in sich haben. Des Weiteren kann man, im Austausch gegen Orbs, Konzept-Arts und Videos im Tempel des Zeus freischalten. Dadurch baut der neueste God of War-Ableger mehr Langzeitmotivation auf, als es die Vorgänger getan haben. Allerdings fehlt einem die Abwechslung im Kampf, da es gerade einmal zwei Waffen und drei magische Artefakte gibt, mit denen man seine Feinde vermöbeln kann. Hier hätte man sich etwas mehr Abwechslung gewünscht.



Fazit:

Obwohl ich von Anfang an dagegen war, dieses Spiel zu reviewen, hat es zumindest bewiesen, dass es nicht ohne Grund tausende Fans hat. Eine atemberaubende Szenerie und ein Storytelling, das zwar etwas mager, dafür aber auf episch ist, haben mich dessen überzeugt. Auch das sehr flüssige Gameplay spricht klar für das Spiel. Allerdings stören die Massen an Quicktime-Events und die Platformer-Passagen zwischen den Kämpfen. Ohne diese würde zwar nicht mehr viel vom Spiel übrig bleiben, dafür aber der beste und spaßigste Teil. Dies zeigt die Kampfarena, in der man einfach mal einen Haufen Monster erledigen darf. Alles in Allem darf sich kein God of War-Fan dieses Spiel entgehen lassen und auch Spieler, die Action-Spiele mögen haben keinen Grund beim Kauf zu zögern. Wer allerdings ein längeres Abenteuer sucht, sollte lieber nochmal überlegen, ob God of War: Ghost of Sparta wirklich das Richtige für ihn ist.

Ist anscheinend ein, in ein Quicktime-Event gefangener, Spartaner: Denis Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitsstellung des Rezensionscodes.




GAMEPLAY
9 von 10
Flüssige, schnelle Kämpfe, leichte Steuerung aber leider wenig Abwechslung.
GRAFIK
10 von 10
Absolut traumhafte und detailreiche Schauplätze, die nur ein wenig an bunter Farbe vermissen lassen.
SOUND
7 von 10
Wenige, dafür epische und passende Stücke unterstützen die Atmosphäre.
FEATURES
6 von 10
Leider bietet der Titel nur eine kurze Story und ansonsten wenig Abwechslungsreiches.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
87%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Gut platzierte Speicherpunkte und vor allem die Kampfarena erlauben es, kurz mal in die Rolle des wütenden Spartaners zu schlüpfen."







Details
Spielname:
God of War: Ghost of Sparta

Publisher:
Sony

Developer:
Ready At Dawn / Sony Santa Monica Studio

Genre:
Action Adventure

Release:
01.11.2010 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

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