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Harry Potter und der Feuerkelch


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Harry Potter und der Feuerkelch Review vom 06.12.2006

Das Jahr 2005 gehört eindeutig zu einem der glorreichsten für kleine und große Harry Potter Fans. Nicht nur, dass im Juli diesen Jahres nach der langen Warterei der sechste Band des Zaubereiepos kam und die deutsche Übersetzung ab Oktober den Eulen keine ruhige Minute ließ, bis auch die letzten ihr Exemplar hatten. Auch nicht, dass die Emotionen in der spannenden Handlung vom Halblutprinzen bis zum Überlaufen brodelten und die Gerüchteküche und Theorien im Nachhinein ihr Non-Plus-Ultra erreichten .

Harry Potter und der Feuerkelch kam nach schier unendlicher Wartezeit endlich in die deutschen Filmpaläste, Schauburgen und Cinema-Paradiese. Schon nach der ersten Woche hatte das Spektakel rund um das Trimagische Turnier und die Rückkehr von dem, der nicht genannt werden darf, phänomenale 400 Millionen Dollar eingespielt. Da hatte wohl nicht nur der gute Ruf, sondern auch Merlin höchstpersönlich seine Fiinger im Spiel.

Natürlich gibt’s passend zum Film eine Versoftung aus dem Hause Electronic Arts. Wir haben für euch den Zauberstab der Moderne (auch PSP genannt) gezückt, sind auf den Besen gestiegen (altertümlich für die bequeme Couch) und flogen für euch durch Hogwarts, das Turnier und das entscheidende Aufeinandertreffen von Gut und Böse.

Auf der Verpackung von Electronic Arts neustem Streich glänzen die Film-Figuren von Harry, Ron und Hermine. Gerade in der Lizenz glänzt das Spiel am hellsten, denn neben den realitätsnahen Spielermodellen, überzeugt vor allem die akustische Untermalung des Spielgeschehens.
Sowohl während den Zwischensequenzen, als auch im Spiel selbst ertönen die deutschen Synchronsprecher aller Charaktere und auch Rufus Beck, der die Hörbücher vertont hat, erzählt im Videospielabenteuer die Handlung anhand von Standbildern, die gepaart mit Effekten eine tolle Stimmung aufkommen lassen.

Das Spiel lehnt sich zur Freude der Fans sehr nah an die Filmvorlage an und so beginnt ihr euer Abenteuer auf der Quidditch-Weltmeisterschaft, die nach einem turbulenten Spiel von Lord Voldemorts Todessern gestürmt und vollkommen ruiniert wird. Schon nach einer kurzen Einleitung seid ihr im Geschehen und findet euch auf der Flucht vor den Todessern wieder.

Mr. Weasley, der euch in die Steuerung einführt, weist auf eure Fähigkeiten hin und zeigt, wann und wie ihr welchen Zauber benutzen sollt. Das Abenteuer bestreitet ihr, bis auf die drei Aufgaben des Turniers und das Finale, immer zu dritt, wobei immer nur ein Charakter unter eurer Kontrolle ist. In diesem System offenbart sich ein tolles Feature, dass dem Spiel viel Spielspaß beschert, aber auch seine Tücken hat. Viele Hindernisse, die euch im Laufe eures Abenteuer in den Weg gestellt werden, könnt ihr nur im Team überwinden.
Ein Beispiel gefällig? Ihr lauft durch den düsteren, von Ungeheuern heimgesuchten Verbotenen Wald und am Fortschritt hindert euch ein riesiger Felsbrocken. Wingardium Leviosa! Schon schießt ein leuchtender Strahl aus eurem Zauberstab, doch der Fels rührt sich kein Stück. Eure zwei Mitstreiter versammeln sich neben euch und führen denselben Zauber aus. Erst jetzt erhebt sich der Brocken gen Himmel und mit einem gekonnten Schwung mittels Analog-Nubs fliegt der Fels aus dem Weg. In eurem voranschreitenden Abenteuer erwarten euch zig solcher Schiebe- und Zauberrätsel, die für Fans zwar wirklich sehr spaßig sind, für Nichtmagier jedoch schnell eintönig werden.

Doch auch der Sammeltrieb wird bei dem Feuerkelch bedient. Im jeweiligen Level findet ihr neben zahlreichen Bertie-Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen, die ihr für Attributkarten ausgeben könnt, sowie für Trimagische Schilde und andere Gegenstände aus dem Hogwarts-Universum. Der Spielverlauf folgt stramm der Filmvorlage und so dauert es nicht lange, bis die ersten trimagischen Aufgaben bevorstehen. Auf dem Besen fliegt ihr durch die Ländereien von Hogwarts auf der Flucht vor einem Drachen, um diesem letztendlich ein goldenes Ei zu entwenden. Später folgt eine Unterwassertour durch den heimischen See und eine Konfrontation mit Meermenschen und schlussendlich noch das riesige Labyrinth, das euch zum Finale befördert. Die drei Aufgaben des Trimagischen Turniers unterscheiden sich in der Hinsicht, dass hier nicht mehr aus einer isometrischen Ansicht gespielt wird, sondern man die Kamera hinter Harry positioniert hat und somit ein flüssiges und rasantes Erlebnis in der Luft und im Nass präsentiert bekommt.

Gameplay:
Die Steuerung fällt sehr simpel und einsteigerfreundlich aus. Gesteuert wird entweder mit dem Analog-Nub, oder dem Steuerkreuz. Die Aktionstasten sind auf die verschiedenen Zauber verteilt, die vom Spiel selbst je nach Situation ausgewählt werden. Euch stehen nur die Art und nicht der spezifische Zauber zur Verfügung. Steht ihr also vor einem Strauch, könnt ihr kein persönliches Feuerwerk veranstalten, sondern nur die Knospen sprießen lassen.
Hier wird deutlich, dass das Spiel an eine jüngere Generation gerichtet ist und die älteren Fans keine echte Freiheit bzw. Experimentiermöglichkeit haben.

Ist die Steuerung recht simpel gestaltet und ohne Probleme zu meistern, präsentiert sich die KI der zwei Anhängsel deutlich schwächer. Durch die abhängige Interaktion zwischen Computerintelligenz und Spieler kommt die KI oftmals nicht mit oder reagiert zu langsam. Öfters wird man erleben, wie die blitzgescheite Hermine zum Beispiel in einen brennenden Busch rennt und unter Geschrei qualvoll von uns scheidet, um sich dann wieder wie ein Phönix aus der Asche in neuem Glanze und voller Macht zu erheben. Desöfteren kommt es auch vor, dass die zwei KI-gesteuerten Helden viel zu lange brauchen, um zu realisieren, dass man als Spieler dringend ihre Hilfe bräuchte, um mal wieder einen Brand zu löschen, oder einem Monster den Atem zu nehmen.

Grafik:
Technisch ist das Spiel auf höherem PSP-Niveau. Tolle Charaktermodelle, die ihren Vorbildern sehr ähnlich sehen und geschmeidige Animationen, die tolles Kinofeeling auf die Beine stellen. Besonderes Lob verdienen auch die detaillierten und schön gestalteten Level, die an Abwechslungsreichtum kaum Wünsche offen lassen. Da es sich bei der PSP-Version fast um eine 1 zu 1 Umsetzung der Konsolenspiele handelt, sieht alles annähernd gleich aus und PSP Spieler müssen auf nichts verzichten, das PS2 Besitzern und Co. geboten wird.

Ein Problem bleibt dennoch. Da in jedem Bereich die Kamera fest fixiert ist, kann es öfters zu Übersichtsproblemen kommen. Nicht selten verschwindet das Team hinter einer Wand und man ist ratlos, in welche Richtung man nun gehen soll. Blinde Kuh meets Harry Potter! So oder ähnlich könnte man es am besten beschreiben.

Sound:
Schon am Anfang des Reviews wurde erwähnt, dass Harry Potter und der Feuerkelch im Musikalischen nichts hat anbrennen lassen. Klangvolle und melodische Kompositionen, eine atmosphärische Sprachausgabe und knackige Soundeffekte unterstreichen das Spielgeschehen und tragen einen großen Teil zum Spaß bei. "Kopfhörer rein und genießen" heißt die Devise. Durch die extravagante Lizenz hat sich die Versoftung ein großes Stück vom grandiosen Soundtrack-Kuchen abgeschnitten.

Features und Besonderheiten:
Typisch für eine Filmumsetzung ist auch dieser Titel sehr kurz ausgefallen. Nach gut 5 Stunden sieht man den Abspann. Um alle Extras zu sammeln und das Spiel zu 100% zu komplettieren, braucht man ungefähr noch 1-2 Stunden. Neben den Storymissionen gibt es viele Minispiele, die durchaus für Kurzweil sorgen können. Für Freunde des geselligen Spielens gibt es einen Multiplayer für mehrere UMDs, als auch eine Gamesharing-Funktion, die es euch ermöglicht, die zahlreichen Minispiele gemeinsam auszuprobieren.

Fazit:
Harry Potter und der Feuerkelch erweist sich weder als großer Überraschungshit, aber auch nicht als lizensierter Müll. Eher wird einem gute Action-Adventure Kost geboten, die für Fans eine perfekte Möglichkeit darstellt, die Filmhandlung persönlich nachzuspielen. Nicht-Fans werden zwar höchstwahrscheinlich sowieso nicht zugreifen. Dennoch ist Harry Potter und der Feuerkelch, mangels Konkurrenz, die Referenz in Sachen Action-Adventures auf der PSP.

Paul Schütz (Juste Belmont) für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Simple Steuerung, aber KI-Probleme.
GRAFIK
8 von 10
Tolle Grafik mit unvorteilhafter Kameraperspektive.
SOUND
9 von 10
Die Lizenz zahlt sich aus!
FEATURES
6 von 10
Kurzes Abenteuer für Fans.
MULTIPLAYER
6 von 10
Nichts Besonderes, aber Gamesharing.
GESAMT-
WERTUNG:
75%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Erträgliche Ladezeiten, aber zu düster für Exkursionen im Freien."







Details
Spielname:
Harry Potter und der Feuerkelch

Publisher:
EA

Developer:
Electronic Arts UK

Genre:
Action Adventure

Release:
11.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-3 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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