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WWE All Stars


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WWE All Stars Review vom 28.04.2011

Muskelbepackte, massige Körper. Tiefe Stimmen. Testosteron bis zum Anschlag. Gleißendes, blitzendes Licht und laute Musik. Nein, wir reden nicht vom Stadtfest in deiner Nähe sondern vom US-Volkssport Nr. 1, welcher Sportfanatiker sowie Couchpotatos gleichermaßen schon über viele, viele Jahre hinweg fesselt. Die Rede ist vom Wrestling. Längst schon hat dieses Spektakel natürlich auch die virtuelle Realität erreicht, weshalb Wrestling, wenn auch im TV eher abseits des Mainstreams und der Primetime zu sehen, nach wie vor in aller Munde, nein, in aller Händen ist. Dass THQ das Genre mittlerweile dominiert, sollte spätestens seit der WWE Smackdown vs. Raw Reihe kein Geheimnis mehr sein. Mit dem erst kürzlich erschienenen WWE All Stars vereinen die Entwickler Vergangenheit mit der Neuzeit und lässt Legenden gegen die amtierenden Superstars antreten. Ob das Spiel hält, was es verspricht, oder ob - Wrestling-typisch - alles mehr Schein als Sein ist, erfahrt ihr in unserem Test!

Zugegeben, es war schwer sich Wrestling Mitte der 90er Jahre auch in Deutschland zu entziehen. RTL2 brachte die WWF (heute WWE) ins deutsche Fernsehen, die Spielwarenläden und Kioske füllten sich mit Sammelkarten, offiziellen Fan-Magazinen sowie Panini-Alben samt Stickern. Der Schulhof teilte sich in das WCW und WWF Lager und Poster von Bret „The Hitman“ Hart, The Undertaker, Shawn Micheals und wie sie nicht alle hießen, zierten die heimischen Wände des Kinderzimmers. Auch gelegentliche Rangeleien waren harmloser und fanden eher Abseits des Schulhofs statt, nämlich auf der Mattscheibe. Man könnte fast meinen, früher war alles besser. Bevor wir nun aber in Tränen der Nostalgie ertrinken und noch total vom Thema abweichen, wollen wir lieber auf den Punkt kommen, der sich WWE All Stars nennt. Ob nun früher wirklich alles besser war, oder THQ's Youngstar die alten Genre-Vertreter auf die Matte schickt, wollen wir nun einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Man kann von Wrestling halten, was man will, jedoch sollte man auf der einen Seite nie vergessen, dass das medial-zelebrierte Wrestling-Format nur wenig mit dem ernsthaft betriebenen Wettkampf gemein hat und zum anderen, dass es sich so oder so nicht um einen großen Akt der Gewalt, sondern in erster Linie um Sport handelt. Sport, verpackt in eine große, pompöse Show, wenn es nach der WWE geht. Und was erwartet man von solch einer Show? Unterhaltung! Und die verpackt THQ primär in drei auswählbaren Spielmodi: Path of the Champions, Fantasy Warfare und den klassische Exhibition-Modus. Während zuletzt genannter Modus von je her Bestandteil vergangener Wrestling-Games war, möchten wir das Augenmerk unserer Leser auf den Weg der Champions sowie den Phantasie-Krieg lenken, da beide Modi vom Spieltitel geprägt sind.

Im Fantasy Warfare Modus können wir, wie eingangs bereits erwähnt, Vergangenheit mit der Gegenwart verschmelzen lassen und so alte Legenden aus WWF/WCW Zeiten gegen die Allstars der WWE-Ära antreten lassen. Beschränkt sich dieses Event zunächst auf nur einen Kampf (Ultimate Warrior vs. Sheamus), gilt es durch siegreiche Matches über ein Dutzend weitere Kämpfe freizuschalten. Positiv fällt hierbei auf, dass jeder Kampf zunächst mit originalen Videoaufnahmen der jeweiligen Kontrahenten eingeleitet wird. So kommen Wrestlingfans der alten Garde sowie neu hinzugekommene Fans beiderseits auf ihre Kosten.

Während Fantasy Warfare solide, jedoch recht monoton im Ablauf daherkommt, gestaltet sich Path of the Champions schon abwechslungsreicher. Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, begebt ihr euch auf jeweils einen von drei Pfaden um am Ende den geforderten Champion in einem Match gegenüber zu stehen. In alter Manier müsst ihr euch natürlich erst einmal beweisen und bestreitet jeweils neun Kämpfe, bevor ihr gegen Größen wie den Undertaker antreten dürft. Die Matches beschränken sich dabei jedoch nicht nur auf simple 1 vs. 1 Duelle, sondern bestechen durch Abwechslung. So müsst ihr euch bspw. gegen drei Wrestler gleichzeitig zur Wehr setzen oder ein Käfig-Match erfolgreich meistern. Beide Varianten lassen sich übrigens, neben einem 2 vs. 2- sowie Extrem-Rules Match separat im Exhibition-Modus anspielen. Neben den Single-Player Elementen bietet WWE All Stars einen Ad hoc Modus, über den ihr jegliche Matchvarianten gegen bis zu drei menschliche Mitspieler bestreiten könnt. Oben drauf gibt´s von Haus aus einen Editor, in dem ihr eigene Wrestler samt auswählbaren Fähigkeiten kreieren oder ein Alter Ego erstellen könnt.

Soviel zum Umfang. Doch wie spielt sich das Ganze? Schnell wird klar, dass WWE Allstars nicht sonderlich viel Wert auf Realismus legt,- sondern das ganze Geschehen eher arcardelastig und übertrieben inszeniert. Dass dies jedoch kein Minuspunkt sein muss, sondern sehr gut funktionieren kann, haben schon vorangegangene Spiele wie Legends of Wrestlemania oder gar - wenn wir mal noch viel weiter in der Zeit zurück gehen - WWF In Your House gezeigt. So erwarten den Spieler Moves, welche physikalischen Gesetzten scheinbar trotzen, aufgepumpte Figuren, die auch nach dem zehnten heftigen Schlag ins Gesicht nicht umfallen sowie sphärische Untermalungen von Spezialangriffen.

Die Steuerung gestaltet sich dabei umfangreicher, als man zu Beginn vielleicht denken mag. Wir allerdings hätten uns eine Art Tutorial oder Trainingsmodus gewünscht, um einen besseren Einstieg in die Matches zu finden. THQ setzt jedoch auf kleine Einblendungen während des Spiels, die grundlegende Spielzüge oder Angriffe kurz erklären. Zudem kann man im Pause Menü, wie aus vielerlei Beat'n'Up´s bereits bekannt, eine Liste mit Moves/Attacken einsehen. Für Dynamik sorgen die verschiedenen Charakteristiken bzw. die damit verbundenen Wrestlingstile der insgesamt 30 Protagonisten, welche spürbar und ausgeglichen in den Auseinandersetzungen zu deren Vor- bzw. Nachteil ausgenutzt werden können. Fraglich bleibt jedoch, was Moves und Stile bringen, wenn diese bei Gebrauch nicht immer richtig funktionieren. Das Handling der einzelnen Figuren ist teilweise unpräzise, die Kollisionsabfrage nicht immer ganz nachvollziehbar und zusätzlich lassen Clipping-Fehler alles auch noch optisch ein wenig unbeholfen aussehen. Dieser Eindruck wird durch matschige, detailarme Settings und auf das Nötigste reduzierte Wrestlingstars untermauert. Akustisch hingegen glänzt der Titel zwar durch originale US-Stimmen der auftretenden Figuren und Kommentatoren, jedoch erinnern Schlag- und Ringgeräusche teilweise eher an die 8-Bit Ära - nur gänzlich ohne deren Charme..

Das Gameplay gestaltet sich für ein Spiel mit Arcardecharakter träge. Was der Geduld und dem Spaß jedoch definitiv den Rest gibt, sind Ladezeiten jenseits von gut und böse. So vergehen zwischen der Charakterauswahl und dem bevorstehenden Match alleine zwei Minuten an reinen Ladezeiten, wobei zwischendurch noch Einspieler wie Stadionvorstellung und Einmarsch der Akteure inszeniert werden, wodurch man ohne weiteres auf drei Minuten Wartezeit kommt. Das Problem hierbei ist in erster Linie, dass jeder der Einspieler für sich geladen wird. Man kann diese zwar wegdrücken, jedoch nicht - wie es wünschenswert wäre - im Optionsmenü deaktivieren. Unserer Meinung nach, gerade für einen portablen Ableger, nicht tragbar.

Fazit:
Man muss wohl schon hartgesottener Wrestling-Fan sein, damit man WWE All Stars auch über längere Zeit etwas abgewinnen kann. Der Umfang ist - vor allem in Hinsicht auf vergangene Wrestling-Games - mit seinen drei, sich eher gleichenden Modi eher bescheiden. Scheint anfangs alles noch in einem recht umfangreichen Licht, muss man sich bereits nach kurzer Zeit eingestehen, dass dieser Eindruck leider getäuscht hat, die Möglichkeiten klein gehalten wurden und die Abwechslung eher oberflächlicher Natur ist. Daran können auch freispielbare Wrestler-Outfits nicht mehr viel ändern. Verpackt in einer technisch schlechten Präsentation besticht THQ´s PSP-Vertreter von WWE All Stars insbesondere durch eins: Viel heiße Luft, nicht viel dahinter. So gesehen war früher auf jeden Fall eins besser: Die Entwickler nahmen sich noch Zeit für (portable) Umsetzungen und hauchten diesen mit viel Leidenschaft und Hingabe eine eigene, kleine Persönlichkeit ein.

Fühlt sich schwach und untrainiert. Sascha Mäder für PlayStationPortable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



GAMEPLAY
4 von 10
Teils unpräzise Steuerung trifft auf etwas müdes Gameplay
GRAFIK
3 von 10
Clipping-Fehler, teilweise falsche Kollisionsabfrage, technisch schwache Präsentation
SOUND
5 von 10
Hier besticht originale Sprachausgabe, gegenüber dem sonst eher 'leblosen' Sound
FEATURES
5 von 10
Geringer Umfang, nahezu keine Langzeitmotivation. Dafür sehenswerte Videos - egal ob original oder gerendert
MULTIPLAYER
7 von 10
Das Highlight eines jeden Wrestlingspiels und das für bis zu vier Spieler
GESAMT-
WERTUNG:
45%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Bei Ladezeiten von rund 3 Minuten sollte die Busfahrt schon etwas länger dauern"







Details
Spielname:
WWE All Stars

Publisher:
THQ

Developer:
THQ San Diego

Genre:
Sport

Release:
01.04.2011 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler adhoc

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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