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Michael Jackson: The Experience


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Michael Jackson: The Experience Review vom 14.01.2011

Elvis Presley "der King", Madonna "Queen of Pop", Dieter Bohlen "Pop-Titan" - unterschiedliche Personen und Größen, welche alle samt eins verbindet: Die Musik. Die einen machen ihre Sache gut bis sehr gut, der andere, nun ja... Eine Person, ein Titel, wenn nicht gar der präsenteste der 80er/90er Jahre darf hierbei jedoch keinesfalls ungenannt bleiben! - Der King of Pop, Michael Jackson. Hielt er zu Lebzeiten Einzug auf dem Sega Mega Drive, kehrt der mittlerweile verstorbene Künstler nun in digitaler Form neben Wii, XBox 360, PS3, DS auch auf die PSP zurück. Ob Michael Jackson - The Experience nur die Kassen klingeln lassen soll, oder ob es sich wirklich um eine Erfahrung handelt, lest ihr in unserem Test.

Kaum ein anderes Genre prägte die vergangenen Jahre wohl derartige, wie Musikspiele. Gab es im Laufe der Videospielgeschichte vereinzelt immer wieder experimentelle Versuche dieser Art - man denke nur an "Dance Dance Revolution" (Arcarde-Automat, mittlerweile Multiplattform) oder "Samba de Amigo!" (Dreamcast) - gelang dem Genre wohl spätestens mit Sing Star der Durchbruch, was den Weg für Spiele wie Guitar Hero, Rock Band und DJ Hero ebnete. Hauptsächlich interaktiv, vielseitig und musikalisch, zogen und ziehen diese Vertreter auch Spieler in ihren Bann, die zuvor nichts mit herkömmlichem Gaming zu tun hatten.

Musik um durch den Tag zu kommen
Das Musikspiele auch auf portablen Konsolen funktionieren können, bewiesen diverse Guitar Hero Ableger für den Nintendo DS, auch wenn sie immer im Schatten der "großen Brüder" stehen werden. Während man bei genannten DS-Ablegern zu Gunsten der Steuerung auf das Guitar Grip und den Touchpen umsteigt, kommt Michael Jackson - The Experience ohne zusätzliche Hardware aus. Daher gewinnen wir Kontrolle über das Geschehen, in dem wir auf die uns zur Verfügung stehenden Tasten zurück greifen. Das Prinzip ist nicht neu, jedoch zeigen bspw. Spiele wie Patapon was für einen Suchtfaktor dieses simpel erscheinenden Spielprinzip doch mit sich bringen kann. Aus diesem Grund waren wir gespannt, wie Ubisoft das Konzept umsetzt.

Von Erwartungen und Abwechslung...
Michael Jackson - The Experience bringt 17 ausgewählte Songs mit sich und verfügt damit über eine Trackanzahl, die das Pensum einer herkömmlichen CD mittlerweile um eine Hand voll Anspielpunkte übertrifft. Hits wie Billy Jean, Bad und Black or White dürfen hierbei natürlich nicht fehlen. Zu Beginn jedoch stehen zunächst erst einmal drei Tracks zur Auswahl. Another Part of Me, Rock with You und Thriller. Diese Songs bilden zusammen ein "Set" - Weitere Sets mit mehr Songs gilt es freizuspielen. Zudem steht jeder Song in drei Schwierigkeitsstufen zur Auswahl - Das es sich dabei um "Leicht", "Mittel" und "Schwer" handelt, dürfte kaum erwähnenswert sein.

Um zunächst ein Gefühl für das Spiel zu bekommen, haben wir Another Part of Me in der leichtesten Version gewählt. Nach kurzer Ladezeit startete das Lied und ein animierter Michael Jackson erschien hinter einem, mehr oder weniger zweckentsprechenden Setting und begann zu tanzen. Sobald das Drumset einsetzte, sahen wir auch schon Tasten vom Bildschirmrand auf uns zukommen, welche es zum richtigen Zeitpunkt zu drücken gilt. Die Abwechslung dabei war eher dürftig, da es sich nur auf die Kreis- sowie die linke Richtungstaste des D-Pads beschränkte. Dadurch meisterten wir den ersten Song mit gewisser Leichtigkeit und einer entsprechend hohen Punktzahl. Da wir uns nach dieser Erfahrung zu größerem berufen fühlten, übersprangen wir "Mittel" und widmeten uns Another Part of Me erneut, dieses Mal jedoch auf schwerster Stufe. Ernüchterung tat sich auf, als wir - eben auch auf vermeintlich schwierigster Stufe - wieder nur mit der Kreis- und Links-Taste konfrontiert wurden. Dieses Mal zwar mit mehr geforderten Einsatz, jedoch auf einem gleich-monotonem Level. An dieser Monotonie änderte weder - und wie sollte es anders sein - die mittlere Schwierigkeitsstufe etwas, noch die anderen Songs. Was hat man sich dabei nur gedacht?

Einen Funken Abwechslung bescheren ab und an Drehmomente, in dem es darum geht, schnellstmöglich die L- und R-Taste der PSP zu drücken, um so Michael um sich selbst zu drehen, Punkte zu sammeln und die Szenerie zu beleuchten. Dies liest sich jedoch spannender, als es im Endeffekt ist oder aussieht. Das Setting variiert von Song zu Song zwischen einer Hand voll Hintergründen, welche meist 2D gehalten und nicht animiert sind. Zudem gibt es ab und an sogenannte Showtimes, die man dazu nutzen kann, die Tanzeinlagen von Herrn Jackson zu bewundern, da keinerlei Tastendruck verlangt wird. Das Ganze sieht, wie auch die anderen Bewegungen seinerseits nicht schlecht aus, jedoch wirkt alles ein wenig Emotions- sowie Kraftlos, wobei man doch gerade dies mit Michael Jackson zu seiner Topzeit verbindet.

... hin zu Punkten, Münzen und Kronen
Was also macht den Reiz aus? Was bewegt den Spieler dazu, sich zu sagen "Ach komm, noch einen Song und dann mach ich Schluss für heute", nur um die eigene Vernunft zu beruhigen, sich selbst jedoch zu belügen?

Wie oben schon erwähnt, gilt es Punkte zu erspielen, indem man zur richtigen Zeit die richtige Taste drückt oder gedrückt hält. Für kurze Zeit ist es möglich, durch eine längere Kombo doppelte Punkte zu kassieren, indem man durch geschickte Reaktion den eingeblendeten Energiestern füllt um durch diesen einen Energieschub zu bekommen, welcher wie eine Art temporärer Buff funktioniert. Leider gibt es jedoch keine unterschiedlichen Wertungen für das korrekte Drücken einer Taste zum richtigen Zeitpunkt, weshalb nicht zwischen perfektem, gutem oder mäßigem Timing unterschieden wird, sondern nur zwischen "richtig" oder "falsch" gesetztem Tastendruck.

Als Anreiz, um aus jedem Song das Beste zu holen, gibt es für jeden Titel Münzen und Kronen freizuschalten. Dies erreicht man durch das Erspielen festgelegter Punkte-Meilensteine eines Songs, wobei es für jeden Song jeweils fünf Münzen und eine Krone pro gewählten Schwierigkeitsgrad gibt. Durch besagte Münzen und Kronen kann man sich Objekte bzw. Hintergrundinformationen zu Michael Jackson, seinen Videoclips oder Konzerten erspielen, welche man im Hauptmenü einsehen kann. In wie fern dies den Spieler jedoch lockt, das Maximum aus dem Spiel zu holen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Der King (of Pop) lebt...
... und das wird er wohl für immer in den Herzen seiner Fans. Dem Anschein nach nicht durch die PSP Fassung von Michael Jackson - The Experience, dafür aber umso mehr durch seine Musik. Als PlayStationPortable-Redakteure wollen wir uns nicht anmaßen auch nur einen Funken Kritik an den Werken von Herrn Jackson zu lassen. Man möge von ihm halten, was man will, jedoch sollte wohl fast jeder die Größe seiner Musik erkennen, denn genau die ist der bedeutende Plus-Punkt des Spiels. Wenn es auch nur 17 seiner bekanntesten und erfolgreichsten Lieder ins Spiel geschafft haben, tut das dem Ganzen aber kein Abbruch, da seine Titel wohl zu keiner Zeit altmodisch oder gar langweilig werden.



Fazit:

Die Erfahrung, die wir mitnahmen, hinterließ Enttäuschung. Man kann sich gut vorstellen, dass das Spiel auf der Wii, mit PlayStation Move oder auch Kinect für die XBox 360 funktionieren kann, da man als Spieler einfach mehr gefordert wird und aktiv ins Geschehen eingreifen kann. Das ist bei einem Spiel, welches den Künstler Michael Jackson thematisiert, mehr als angebracht und gerechtfertigt - auf der PlayStation Portable jedoch scheitert das Konzept aufgrund von Monotonie und Einschränkungen. Warum man das portable Konzept jedoch noch in sich selbst dezimiert, da man primär nur auf zwei Tasten zurückgreift, ist für uns nicht ersichtlich und fast schon Verschwendung von Möglichkeiten. Von daher: Für wirklich extreme Jackson-Fans, die nur eine PSP ihr eigen nennen im Ansatz vielleicht eine Erfahrung. Ansonsten sollten Interessierte wohl lieber einen Blick auf die Wii, PS3 oder XBox 360 Ableger werfen.

Wird Michael Jackson immer als Idol seiner Kindheit in Erinnerung behalten. Sascha Mäder für PlayStationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
2 von 10
Auf Dauer Monoton wie Fließbandarbeit.
GRAFIK
3 von 10
Ein etwas lustloser Michael Jackson tanzt vor kargem Hintergrund, welcher so gut wie keine Highlights bietet.
SOUND
10 von 10
17 der erfolgreichsten Lieder von Michael Jackson.
FEATURES
3 von 10
Freispielbarer Content als Anreiz, welcher leider nur kurze Zeit begeistert.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht verfügbar
GESAMT-
WERTUNG:
45%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Spielzeiten der Lieder von etwa drei Minuten und kurze Ladezeiten"







Details
Spielname:
Michael Jackson: The Experience

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
01.12.2010 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht verfügbar

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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