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White Knight Chronicles: Origins


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White Knight Chronicles: Origins Review vom 10.06.2011

Die PSP-Ära scheint so langsam ihr Ende zu finden, die PSVita ist angekündigt, es erscheinen immer weniger Spiele für Sonys (noch) aktuellen Handheld und die Konkurrenz hat ebenfalls schon einen Nachfolger zu ihrer portablen Konsole auf dem Markt. Mit dem heute erschienenen White Knight Chronicles: Origins steht uns nun einer der letzten großen Titel für Sonys portable Playstation ins Haus, doch stellt sich hier natürlich die Frage, ist Sonys Rollenspiel ein würdiger Titel für die letzten Tage der Plattform, oder spart man das Geld lieber für die nächste Handheld-Generation an? Wir haben Schild und Schwert ergriffen um euch diese Frage mit unserem Test zu beantworten.

White Knight Chronicles: Origins stellt ein Prequel zu dem 2010 erschienen PS3-Rollenspiel White Knight Chronicles 1 dar, und ist ganze 10.000 Jahre vor dem großen Vorbild angesiedelt. Wer den ersten Teil der Serie bereits gespielt hat weiß, zu dieser Zeit fand der große Dogma-Krieg statt, in der die Incorrupti geschaffen, und das yshrenianische Reich zurückgeschlagen wurde. Diese Incorrupti sind riesige Ritter, zu denen auch der namensgebende White Knight gehört. Anders als in dem ersten Teil der Serie, übernehmt ihr hier allerdings nicht die Rolle über ebendiesen, sondern das genaue Gegenteil. Die Incorrupti sind hier Werkzeuge des bösen yshrenianischen Reiches, und ihr zieht im Verlauf des Spieles mehr als nur einmal gegen sie in die Schlacht. Eine Tradition des quasi-Vorgängers ist allerdings einbehalten worden, so erstellt ihr gleich zu Beginn des Spieles einen eigenen Avatar, den ihr über den gesamten Spielverlauf weg steuert.

Habt ihr euer eigenes Alter-Ego erstellt und das Abenteuer gestartet, überschlagen sich auch schon die Ereignisse. Eure Heimatstadt Xarmgard wird zerstört, ihr werdet von dem haushohen White Knight niedergeschlagen und erwacht inmitten eines Banditen-Angriffs an Bord des Zuges des sogenannten Mobilteams, dem ihr euch auch kurz darauf anschließt. Und damit hätten wir auch schon die Ausgangssituation des Abenteuers und den Brennpunkt des Spieles: Das Söldner-Leben. So besteht das Mobilteam aus einer Gruppe Söldner, die mit ihrem Zug, welcher gleichzeitig deren Hauptquartier darstellt, durch das Land zieht und Aufträge für den Meistbietenden ausführt. Dementsprechen sieht auch euer Alltag in White Knight Chronicles: Origins aus, entweder befindet ihr euch in eurer Basis in der ihr Shoppen, mit Teamkameraden plaudern, Waffen verbessern, neue Waggons für den Zug kaufen, und viele weitere Dinge tun könnt, oder ihr seid unterwegs auf einer Mission. Diese Missionen sind unterteilt in Feld-Quests und Team-Quests. Erstere stellen eure Primärquests dar, die ihr erledigen müsst um in der Story vorran zu schreiten. Diese sind hier in die einzelnen Kapitel des Spieles aufgeteilt, welche für gewöhnlich 10 Missionen enthalten von denen ihr einen Großteil schaffen müsst um weiter zu kommen. Die Team-Quests sind Missionen die ihr von euren Teamkameraden bekommt, welche sich euch nach regelmäßig nach abgeschlossenen Quests anschließen möchten. Freigeschaltet werden diese Charakter bezogenen Missionen durch verschiedene Faktoren, wie dem Überreichen von speziellen Geschenken, wie sehr sie euch mögen oder das Passieren von speziellen Punkten in der Story. Abgesehen von den obligatorischen Erfahrungspunkten und Geld, welches ihr für das Abschließen von Quests erhaltet, haben diese Aufgaben allerdings noch einen weiteren SInn. So lehren euch eure Teammitglieder nach getaner Arbeit für gewöhnlich neue Fertigkeiten, die ihr euch dann mit verdienten FP (Fertigkeitspunkten) freischalten könnt. Davon gibt es etliche, unterteilt in die verschiedenen Waffenkategorien und Magien. Und hier kommt auch gleich eine der größten Stärken des Titels ins Spiel: Der Umfang und die Customisierung.

Beginnen wir mit der Basis eures Charakters, ihr könnt euch hier für verschiedene Waffen und Rüstungstypen entscheiden. Egal ob ihr mit Schwert und Schild an der Front steht, mit dem Bogen aus der Ferne agiert, mit dem riesigen Zweihänder eine Schneise durch die Feindesreihen schlagt oder doch lieber mit Feuerbällen und anderen Zaubern um euch werft - ihr habt vollkommene Entscheidungsfreiheit wie ihr euren Charakter spielt und wie ihr ihn ausrüstet. So haben sämtliche Waffen und Rüstungen natürlich vor und Nachteile, nehmt ihr ein dickes Schwert in beide Hände, fehlt euch natürlich der Verteidigungs-Boost eines Schildes aber habt dafür einen höheren Angriffswert, rüstet ihr euch mit einem Bogen aus, verteilt ihr zwar weniger Schaden, befindet euch aber für gewöhnlich auch außerhalb der Reichweite eurer Feinde. Bei der Rüstung verhält es sich ähnlich, lieber die schwere Panzerung mit hohem Verteidigungswert, oder doch lieber die magische Robe die zwar weniger schützt, aber dafür eine höhere Resistenz gegen Elementar-Magie bietet? Die Vielfalt an Ausrüstung kommt hier zwar nicht an Titel wie Monster Hunter heran, gibt euch aber genug Werkzeuge zur Hand um euren Charakter so zu gestalten wie ihr möchtet.

Doch was nützt die beste Ausrüstung der Welt, wenn die Kämpfe in denen man sie trägt keinen Spaß machen? Ein Problem, welches in White Knight Chronicles: Origins glücklicherweise nicht auftritt. Sobald ihr in eine Mission startet, bewegt ihr euch mit einer Party aus drei weiteren Charakteren frei durch die Areale und kämpft euch durch Horden von Monstern und feindlichen Soldaten. Das Kampfsystem findet hierbei in Echtzeit statt, und lässt die fragwürdige Mischung aus Rundenbasierten und Echtzeit-Kämpfen des großen Vorbildes hinter sich. Während der Analognub der PSP zum Steuern eures Charakters eingesetzt wird, wählt ihr mit dem Steuerkreuz aus einer stets sichtbaren Liste am unteren Bildschirmrand aus, welche Fähigkeit ihr gerade einsetzen möchtet. Hier habt ihr bis zu drei Reihen à fünf Fertigkeiten zur Verfügung, welche ihr euch nach Belieben mit etlichen Zaubern und Angriffen belegen könnt. Per Druck auf die X-Taste führt ihr dann die gewählte Aktion aus, während ihr mit der Quadrat-Taste Angriffe eurer Feinde blocken, und mit der Dreieck-Taste das Menü des Spiels aufruft. Das Kampfsystem steuert sich sehr dynamisch und ermöglicht es euch auch während der Kämpfe flink zwischen euren Fertigkeiten hin und her zu wechseln und diese gezielt einzusetzen. Desweiteren gibt es im portablen Ableger der Serie ebenfalls die Möglichkeit sich zu verwandeln, wenn auch diesmal nicht in die Incorrupti wie den White Knight selbst. So können sich sämtliche Charaktere in einen sogenannten Optimus verwandeln, welche quasi kleinere Fassungen der gigantischen Ritter sind. Gerade während den Bosskämpfen ist dieses Feature sehr praktisch, da ihr hier auch Team-Angriffe ausüben könnt, die verheerenden Schaden an euren Gegnern anrichten. Dazu müsst ihr nur euren Aktionsbalken komplett aufladen und den entsprechenden Menüpunkt auswählen. Schlagt ihr euch in dem darauf folgenden Quick-Time-Event gut, könnt ihr mit ansehen wie euer Trupp einen gigantischen Laser auf die Feinde abschießt, einen Hurricane heraufbeschwört oder mit flammenden Angriffen zuschlägt.

Leider gibt es hier ein großes Manko, welches die Möglichkeiten an Taktik in der Spielweise eures Charakters eher zu einem Kann als zu einem Muss macht: Der Schwierigkeitsgrad des Titels. Bereits ein großer Kritikpunkt am großen Vorbild für die PS3, ist auch der PSP-Ableger der Serie viel zu leicht geraten. Wieso sich ein großes Reportoire an Zaubern und Kontern für jede Situation bereitlegen, wenn es im Grunde reicht in jedem Kampf durch permamentes Spammen eures Standard-Angriffes und einiger stärkerer Angriffe, die Feinde in die Knie zu zwingen? Zwar macht das Kampfsystem durch seine vielen Möglichkeiten und das relativ flotte Tempo trotzdem Spaß, allerdings werdet ihr hier nur selten wirklich gefordert werden. Ein weiteres Manko des Titels sind die Missionen selbst, durch die ihr euch primär kämpft. So wird hier oft nur Genre-Standardkost geboten: "Töte 10 Feinde X", "Besiege Boss Y" oder "Finde Item Z" locken heute keinen Spieler mehr hinterm Ofen hervor. Zum Glück bietet das Spiel viele verschiedene Areale in denen ihr zum Einsatz kommt, egal ob Wälder, saftige Wiesen, zerstörte Städte, finstere Höhlen oder zerklüftete Canyons, Abwechslung wird hier genug geboten.

Ein weiteres Manko des Titels ist darüberhinaus der Storyverlauf eures Abenteuers. Für gewöhnlich startet und endet jedes Kapitel mit ein oder zwei storyrelevanten Missionen, dazwischen kämpft ihr euch immer solange durch Quests, bis die finalen Quests des Kapitels verfügbar sind. Glücklicherweise könnt ihr aber jederzeit Missionen aus bereits absolvierten Kapiteln noch abschließen, was Spieler mit dem Drang zum Komplettieren erfreuen dürfte. Die Story selbst verrichtet einen soliden Dienst, versteckt sich aber zu oft hinter den einfallslosen Missionen, und gerät dadurch zu weit in den Hintergrund. Was euch letztendlich bei der Stange halten wird ist also keine bewegende Story mit tollen Charakteren, sondern der Trieb sämtliche Quests zu erledigen, seine Ausrüstung zu verbessern und alle Teile des Kontinents zu sehen.

Da das Questen nur mit den stummen computergesteuerten Charakteren aber auf die Dauer zu langweilig wird, bietet White Knight Chronicles ein Feature, welches in vielen PSP viel zu sehr vernachlässigt wurde: Einen Online-Multiplayer für bis zu vier Leuten. So könnt ihr euch jederzeit online weitere Mitstreiter suchen, und mit ihnen zusammen Quests erledigen oder euch durch vorgefertigte Sprachfetzen unterhalten. Den Fortschritt den ihr hier macht, wird natürlich komplett auf euren Spielstand der Kampagne angerechnet, da der Multiplayer-Aspekt des Titels nicht getrennt stattfindet. Eins sei euch hier allerdings gesagt, für den Multiplayer müsst ihr euch eine Lizenz registrieren, für die ein Code dem Spiel beiliegt. Zwar kann man sich diesen Lizenz-Code für knapp 10€ im PSN kaufen, aber all jene die einen Gebraucht-Kauf in Erwägung ziehen, seien hier vorgewarnt. Insgesamt merkt man dem Titel aber leider sehr an, dass er vor allem unter dem Multiplayer-Aspekt konzipiert wurde. So haltet ihr euch für gewöhnlich entweder in dem Zug auf und verwaltet euren Charakter, oder befindet euch auf Quests und kämpft euch durch die nicht enden wollenden Monsterhorden. Ein Konzept was im Multiplayer gut funktioniert, aber im Singleplayer nicht alle Rollenspiel-Fans, die Wert auf bewegende Storys und außergewöhnliche Charaktere legen, begeistern kann.

Gameplay:
Der Titel kann hier in erster Linie mit seinem eingängigen Kampfsystem, und den vielen Möglichkeiten die sich dem Spieler in der Charakterentwicklung und Spielweise glänzen. Leider ist der Schwierigkeitsgrad sehr niedrig gehalten, und insgesamt scheint das Hauptaugenmerk von White Knight Chronicles: Origins eher auf dem Multiplayer-Modus zu liegen. Kann man bis zu drei Freunde auftreiben, die mit einem zusammen in die Schlacht ziehen, hat man hier aber lange Zeit etwas zu tun.

Grafik:
Von der technischen Seite her, macht das neue Rollenspiel aus dem Hause Sony eine mehr als solide Figur. Die Effekte während den Kämpfen sind gut gelungen, und die Umgebungsgrafik vermittelt ein gutes Gefühl für die jeweiligen Gebiete. Lediglich die Gesichter der Charaktere könnten zumindest etwas besser animiert sein, da man so oft das Gefühl hat, hier nur gefühlslose Statisten vor sich zu haben.

Sound:
Hier kann der Titel voll punkten. Der Soundtrack besteht aus einigen sehr schönen Melodien, und gerade die Kämpfe sind musikalisch immer klasse unterlegt. Nur die Soundeffekte fallen etwas ab, irgendwann geht das immer gleiche "Ah!" und "Heiha!" der Charaktere während den Kämpfen, doch etwas auf die Nerven. Sprachausgabe gibt es darüber hinaus nur in einigen wenigen Sequenzen - wenn sie allerdings mal auftritt, ist sie stets gut umgesetzt. Ein wenig mehr an gesprochenen Dialogen, hätten dem Titel dementsprechend nicht geschadet.

Features und Besonderheiten:
Auf ihre späten Tage bekommt die PSP hier noch ein echtes Umfang-Monster geboten. So könnt ihr etliche Stunden damit verbringen Quests abzuschließen, neue Teammitglieder anzuwerben, neue Fertigkeiten freizuschalten, eure Waffen zu verbessern - oder all dies gemeinsam mit bis zu drei Freunden online zu tun. Zwar hält die Story kaum bei der Stange, aber die vielen Möglichkeiten die ihr habt euren Charakter zu gestalten, laden stets zum Experimentieren ein und bieten euch genug Abwechslung während des Quest-Alltags. Ein Merkmal welches man den Entwicklern wirklich zu Gunsten halten muss, ist dass das Spiel komplett übersetzt ist. Sämtliche Bildschirmtexte sind in Deutsch gehalten, nur die Sprachausgabe ist in Englisch, was allerdings kein Beinbruch ist, da diese kaum auftritt.



Fazit:

Eins vorneweg, wer ein episches Rollenspiel mit einer großartigen Story und sympatischen Charakteren sucht, wird hier nicht fündig werden. White Knight Chronicles: Origins ist ein technisch sehr ausgewogener Titel, der euch in erster Linie mit seinem Gameplay und dem tollen Online-Multiplayer begeistern wird. Nur wenige Rollenspiele auf der PSP bieten euch so viele Möglichkeiten wie ihr euren Charakter entwickeln könnt. Leider ist das Abenteuer etwas zu einfach ausgefallen, weshalb alte Genre-Hasen nur selten Probleme haben dürften im Spiel voran zu schreiten; was das Spiel im gleichen Maße aber auch für Genre-Neulinge interessant macht. Wenn ihr also ein sehr einsteigerfreundliches Rollenspiel sucht, was euch aber trotzdem viel Freiraum in der Charaktergestaltung lässt und mit einem tollen Online-Multiplayer aufwarten kann, liegt ihr hier genau richtig.

Summt "Go-Go-Power Rangers!" vor sich hin während er sich in seinen Optimus verwandelt: Hans Weiler für Playstationportable.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
7 von 10
Viel zu niedriger Schwierigkeitsgrad, aber ausgefeiltes Kampfystem.
GRAFIK
8 von 10
Stimmige Umgebungen und hübsche Effekte.
SOUND
9 von 10
Ein toller Soundtrack mit Ohrwurm-Potential.
FEATURES
9 von 10
Eine Menge an Quests und Ausrüstung, hier seid ihr lange beschäftigt.
MULTIPLAYER
10 von 10
Zusammen mit drei Freunden Quests bewältigen - hier stimmt alles.
GESAMT-
WERTUNG:
85%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Kurze Missionen laden auch zum Spielen unterwegs ein."







Details
Spielname:
White Knight Chronicles: Origins

Publisher:
Sony

Developer:
Matrix Corp.

Genre:
Rollenspiel

Release:
10.06.2011 (erschienen)

Multiplayer:
4-Spieler Koop

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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