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Phantom Brave: The Hermuda Triangle


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Phantom Brave: The Hermuda Triangle Review vom 04.04.2011

Wer den Namen Nippon Ichi bzw. die Abkürzung NIS hört oder liest, denkt in der Regel unweigerlich an eines von zwei Dingen: Seltsame Pinguine, die ihre Sätze mit einem „Dood“ beenden, und „Disgaea“. Doch auch wenn die Truppe für die Netherworld Saga defnitiv am besten bekannt ist, verbirgt sich im Firmenkeller noch die ein oder andere weitere Geschichte. So zum Beispiel „Phantom Brave“, das ursprünglich auf der PS2 nach dem ersten „Disgaea“ erschien und nun mit seinem zweiten Remake auf die PSP gewandert ist. „Phantom Brave: The Hermuda Triangle“ ist zwar auch ein Strategie-RPG, geht die Dinge jedoch etwas anders an als der Genre-Kollege aus dem eigenen Hause. Ob's trotzdem Spaß macht, verraten wir euch in unserem Test.

Zwischen Leben und Tod: Das Phantom
Die Handlung von „Phantom Brave“ gibt sich überraschend dramatisch – gerade, wenn man an die sonstigen Spiele aus dem Hause NIS denkt. Ihr steuert Ash, der nach einer gefährlichen Mission, die seinen zwei Begleitern das Leben kostete, zu einem Phantom wurde. Phantome sind praktisch sowas wie Geister in der Welt von „Phantom Brave“: Nicht wirklich tot, aber lebendig sind sie auch nicht gerade und für Otto-Normal-Sterbliche unsichtbar. Um den letzten Wunsch seiner gefallenen Gefährten zu erfüllen, passt Ash auf ein Mädchen namens Marona auf. Das Mädchen ist eine der wenigen Personen, die Phantome sehen und mit ihnen reden kann – und deswegen auch als „Besessene“ vom Rest der Welt gehasst wird. Das wird weniger humorvoll dargestellt als man vermuten könnte. Gerade zu Beginn reibt euch das Spiel die miserable Situation geradezu ins Gesicht und erweckt tiefstes Mitleid für das Kind.

Allerdings gibt es noch Hoffnung. Denn trotz aller Vorurteile wenden sich seltsamerweise einige Dörfler von verschiedenen Inseln an Marona, damit diese als Quasi-Söldnerin gefähliche Jobs erledigt. Durch diese wird die insgesamt 20 Episoden umfassende Story weitergesponnen. Für euch bedeutet das: Strategische Rundengefechte mit Marona und ihren Geisterkumpanen. Doch die wollen zuerst einmal beschworen werden. Dies geschieht auf der Heimatinsel, wo ihr bis zu 50 Personen und Objekte unterbringen könnt. Dabei solltet ihr auch beachten, dass manche nebst ihrer oder anstelle einer Kämpferrolle auch noch andere Tätigkeiten übernehmen. Wer seine tapferen Helden nach einem anstrengenden Gefecht Gesund pflegen lassen möchte, braucht eine Heilerin auf der Insel. Dies sollte also bei euren Bevölkerungsplänen mit in Betracht gezogen werden.

Geisterbeschwörung auf Velmire-Art
Das Kampfgeschehen von „Phantom Brave“ läuft ein klein wenig anders ab als bei anderen Strategie-RPGs – auch aus dem Hause NIS. Als einzige menschliche Person der Gruppe steht Marona zu Beginn eines jeden Gefechts nämlich mutterseelenallein auf dem Feld. Allerdings ist das Mädchen an und für sich ziemlich schwach, also braucht sie die Unterstützung ihrer Phantom-Armee. Um diese aufs Feld zu beordern, müsst ihr die zusätzlichen Einheiten während des Zuges von Marona an in der Gegend herumstehende Objekte binden. Dabei können etwa Bäume, Büsche oder Steine als Bindungspunkte dienen.

Die Wahl der beschworenen Einheit sollte dabei auch gut an den Gegenstand angepasst sein, da eure Phantome je nach Objekt verschiedene Statistik-Boni erhalten. Bindet ihr zum Beispiel einen Krieger an einen Stein, wird er zwar langsamer, kann dafür aber kräftiger austeilen und einstecken. Manche Dinge verleihen sogar anderen gewisse Boni wie ein zusätzliches Angriffs-Plus. Nicht selten profitiert gerade die Gegenseite auf einigen Karten von diesen Nettigkeiten, die sich nur durch Zerstörung des Quellobjektes ausschalten lassen. Hin und wieder könnt und solltet ihr diese Support-Boni jedoch auch zu eurem Vorteil nutzen.

Bei der Beschwörung eurer Armee solltet ihr ebenfalls beachten, dass keine Einheit ewig auf dem Feld bleibt. Nach einigen Zügen verschwinden sie nämlich sang- und klanglos und können für den Rest des Gefechts nicht mehr herangezogen werden. Wer also einfach drauf losbeschwört, riskiert im weiteren Schlachtverlauf, ohne Verstärkungen darzustehen.

Freiheit! Freiheit für die Einheit!
Auch das eigentliche Bewegen eurer Leute unterscheidet sich ein wenig vom gewöhnlichen Strategie-RPG. Bei „Phantom Brave“ gibt es nämlich kein Raster, anhand dessen ihr eure Figuren bewegt. Stattdessen können sie innerhalb eines gewissen Radius' pro Zug frei im Raum herumlaufen – vorausgesetzt natürlich, das Areal lässt dies auch zu. Dieses System erweist sich allerdings eher als suboptimal: Nicht selten müsst ihr eure Bewegungen unzählige Male korrigieren, weil ein unvorhergesehenes Gefälle oder leichte Falschpositionierung eure Einheit außerhalb der notwendigen Angriffsreichweite abstellt. Bis ihr euch wirklich mit dem Kampfsystem angefreundet habt, kann schon einige Zeit ins Land gehen.

Auch bei der Charakterentwicklung gibt sich das Spiel vergleichsweise simpel – zumindest oberflächlich. Jedes Phantom kann mit genau einem Objekt ausgerüstet werden, das nicht nur seine Werte beeinflusst, sondern auch über die verfügbaren Aktionen bestimmt. Der Kniff dabei ist jedoch, dass sämtliche Gegenstände im Spielverlauf Mana sammeln. Besagtes Mana könnt ihr entweder zum direkten Verbessern der Waffe – etwa durch einen simplen Waffenlevelaufstieg oder das Hinzufügen neuer Fähigkeiten – oder zur Verstärkung bei einer Objekt-Fusion verwenden könnt. Und sollte es euch nach einem zusätzlichen Punkt zum Levelgrinding dürsten, bietet euch auch „Phantom Brave“ zufallsgenerierte Dungeons. Anstelle von Items kämpft ihr euch hier allerdings durch Titel, die ihr später auch euren Objekten zur Attributverstärkung verleihen könnt.

Altbackene Aufmachung und reichlich Umfang
Optisch gibt sich das Spiel – typisch für NIS – eher altbacken. In den Zwischensequenzen von „Phantom Brave“ fällt dies jedoch etwas negativer auf als bei Vergleichstiteln aus dem selben Hause. Diese werden nämlich mit eben jenen etwas pixelig wirkenden Sprites abgespielt – schicke Charakterporträts gibt es nicht. Dieses Manko wird aber durch die schmucken Animationen wieder wettgemacht, die den Figuren Leben einhauchen. Immerhin weiß der Soundtrack noch immer zu gefallen und lesefaule Naturen dürfen sich mal wieder auf umfangreiche Sprachausgabe freuen, wahlweise in englischer oder japanischer Sprache. Englisch-Kenntnisse sind übrigens zwingend für dieses Spiel notwendig. Auch dieses Remake hat nämlich keine deutsche Übersetzung erfahren.



Fazit:

„Phantom Brave: The Hermuda Triangle“ hat, ohne Frage, seine Schwächen. Dass die Optik zwar charmant, aber bei weitem nicht auf der Höhe der Zeit ist, ist man ja von NIS gewohnt. Und die Rundengefechte können ohne das feste Raster schon mal schnell zu Geduldsproben ausarten, wenn eine Figur aufgrund irgendeiner Terrain-Besonderheit einfach nicht dort stehen bleibt, wo sie soll. Doch wenn man sich erst einmal in das ungewöhnliche Kampfsystem hineingefuchst und sich der ernsthafteren Storyline gegenüber geöffnet hat, zeigt sich auch hier ein spaßiges Strategie-Rollenspiel mit einer Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten und kleinen, versteckten Boni sowie Herausforderungen. Wer nach einem weiteren zeitintensiven Spiel sucht, in dem man sich verlieren kann, oder auf das Genre steht, kann das „Phantom Brave“-Remake besten Gewissens zu seiner Sammlung hinzufügen.

Nachwuchs-Phantombeschwörer: Tjark Michael Wewetzer für Playstation Portable.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes.




GAMEPLAY
7 von 10
Das Kampfsystem ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht ganz perfekt.
GRAFIK
6 von 10
Gelungene Sprite-Animationen, allgemein aber trotzdem eher rückständig.
SOUND
8 von 10
Der Soundtrack des Spiels ist durchweg gelungen. Auch die Sprachausgabe geht in Ordnung.
FEATURES
9 von 10
Ein umfangreiches Abenteuer, Bonus-Szenarien und zusätzliche Charaktere... Es gibt viel zu entdecken!
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"Die zeitintensiven Schlachten eignen sich nicht ganz für die schnelle Runde unterwegs."







Details
Spielname:
Phantom Brave: The Hermuda Triangle

Publisher:
NIS

Developer:
NIS

Genre:
Rollenspiel

Release:
09.03.2011 (erschienen)

Multiplayer:
nicht bekannt

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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