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K-On! Ho-Kago Live


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K-On! Ho-Kago Live Review vom 17.10.2010

„Chatting Now / Gachi de kashimashi Never Ending Girls' Talks / Shuugyou chaimu made matenai / chikoku wa shite mo soutai wa No No No! / seiippai Study After School“. Zurzeit feiert in Japan die Anime-Umsetzung des Yonkoma-Mangas „K-On!“ riesige Erfolge, umfasst zwei Staffeln und wird demnächst sogar mit einem Kinofilm abgerundet. Da sich die Vorlage um eine Highschool-Band dreht, sind auch allerlei Soundtrack-CDs zu haben. Und was darf in all dem Medienrummel natürlich auch nicht fehlen? Klar, dass passende Videospiel zu Lizenz! Dieser Aufgabe hat sich Sega angenommen und kürzlich „K-On! Ho-Kago Live“ veröffentlicht – vorerst exklusiv für den japanischen Markt. Ist das Musikspiel der Vorlage gerecht geworden? Wir haben uns die Importversion angeschaut und verraten euch, ob sich die Bandteilnahme lohnt.

Tee, Kuchen und vielleicht auch ein wenig Musik
„K-On!“ ist ein Epos. Ein Epos, bei dem eine fünfköpfige Gruppe von High-School-Mädchen auf der Suche nach der perfekten Melodie unzählige Abenteuer bestreitet, sich mit ungeahnten Gefahren auseinandersetzen muss und gewisse Redakteure zum Abschluss solche Geschichten wie die in diesem Satz ausdenken. Nein, eine wirklich großartig präsente Handlung hat „Ho-Kago Live“ nicht – ganz getreu der Serienvorlage. Im Grunde genommen kommen die fünf Mädels nur zusammen, um in ihrem Club als Band Ho-Kago Tea Time ihr musikalisches Talent zu pflegen. Euch erwarten im Spiel hin und wieder kleine Dialoge zwischen den Gruppenmitgliedern, vielleicht auch mal der ein oder andere Ausflug an einen Ort außerhalb der Schule, doch diese sind praktisch belanglos. Der Kern ist und bleibt das Musizieren.

Statt euch grob irgendeinem Karrieremodus zu unterwerfen, besteht der einzige Sinn im Hauptmodus das simple Abschließen der Songs. Habt ihr alle verfügbaren Lieder geschafft, werden so lange neue freigelegt, bis die Tracklist 19 Stücke umfasst. Doch ihr seid dabei nicht an ein einziges Instrument gefesselt. Schließlich besteht der Club aus fünf Mitgliedern mit verschiedenen Instrumenten, zwischen denen ihr vor dem eigentlichen Auftritt frei wählen dürft. Als Lead-Gitarristin ist die verspielte Yui Hirasawa eure Wahl. Wer sich hingegen eher der Rhythmus-Gitarre zuwenden möchte, muss die etwas jüngere Azusa Nakano auswählen. Die energiegeladene Ritsu Tainaka bedient die Drums, die schüchterne und vernünftige Mio Akiyama die Bass-Gitarre. Die letzte im Bunde ist Tsumugi Kotobuki am Keyboard.

Die Kunst flinken Fingerspiels
Habt ihr eure Wahl getroffen, geht es auch sogleich ans Werk. Nach klassischem Musikspiel-Muster erscheinen am unteren Bildrand die Tasten, die ihr zu drücken habt, sobald der gnadenlos voranschreitende Marker sie passiert. Verpasst ihr die Eingabe, gibt euer Instrument ein unsanftes Geräusch von sich und eure Tonspur verstummt. Ferner zerstört ihr damit eure Treffer-Kombo, die für den Highscore-Aufbau essentiell ist. Wer gute Wertungen für seine Performance kassieren möchte, sollte seine Augen also nicht von der Notenzeile abwenden. Das kann sowieso ziemlich nach hinten losgehen, denn wenn auch „Ho-Kago Live“ sehr tolerant bezüglich der vom Spieler verschuldeten Patzer ist: Hagelt es zu viele verfehlte Noten, droht ein unschönes Game Over.

Dies kann vor allem auf dem höheren der beiden Schwierigkeitsgrade schnell mal näher rücken. Auch wenn der Titel über gerade mal zwei Härtestufen verfügt, weiß er zu Beginn noch freundlich an das Gameplay heranzuführen, nur um im letzten Viertel noch einmal alles von euch zu fordern. Erfreulich ist ebenfalls, dass die Wahl eures Charakters und damit Instruments sich nicht nur auf die von euch produzierten Töne auswirkt: Jedes Mädchen pflegt einen etwas anderen Spielstil. Die Gitarristinnen ähneln sich hierbei noch ziemlich und nutzen jeweils zwei Richtungs- und zwei Aktionstasten für ihre Parts. Die Drums werden primär über Kreuz, Quadrat, Dreieck und Kreis bedient, wohingegen das Keyboard das komplette Steuer- und Tastenkreuz für sich beansprucht. Wer also glaubt, er könne sofort mit den Drums auf höherer Stufe anfangen, weil er sich als fähiger Lead-Gitarrist bewiesen hat, dürfte auf eine kleine Überraschung gefasst sein. Spaß macht die Musiziererei aber in jedem Fall.

Genug gearbeitet, wo bleibt mein Kuchen?
Mit gelungenen Auftritten schaltet ihr einen stetig größeren Anteil des Gegenstands-Katalogs von „K-On! Ho-Kago Live“ frei. Darunter befinden sich praktische Dinge, wie zum Beispiel während der Auftritte nutzbare Nahrungsmittel. So könnt ihr etwa bei schwierigen Stellen eine Automatik-Funktion nutzen, die für eine kurze Zeitspanne das musikalische Ruder übernimmt. Es gibt aber auch reichlich Dekorationsgegenstände, sowohl für den Musikraum der Schule als auch für die Mädchen selbst. Ein Großteil der vielfältigen Kleidungsstücke aus der Anime-Vorlage hat es mit auf die UMD geschafft und lässt euch freie Hand beim Einkleiden der Gruppe – vorausgesetzt, ihr erfüllt die Freischaltbedingungen. Abseits vom Verbessern eurer Punktzahlen stellt die Vervollständigung des Item-Kataloges die wohl einzige Herausforderung für zielorientierte Spieler dar.

Doch warum soll man es bei den vorgefertigten Musikvideos belassen? Mit reichlich Zeit und Geduld kann man nämlich auch selbst Clips erstellen – alles mithilfe von verschiedenen Kamerawinkeln, Posen, den freigeschalteten Stimm-Schnipseln, Hintergründen und Grafiken. In dem übersichtlichen, wenngleich recht umfangreichen Editor könnt ihr alles bis ins kleinste Detail einstellen. Allerdings eignen sich eure Kreationen höchstens für gesellige Karaoke-Runden. Zwar werden dann die Songtexte auf dem Bildschirm eingeblendet, der Gesang bleibt jedoch aus. Aber nicht nur Karaoke steht für den Mehrspieler-Teil offen: Bis zu vier weitere Musiker können mit euch zusammen auftreten, wobei dann jeder einen Part des Songs übernimmt. Leider verfügt „Ho-Kago Live“ über keinerlei Game-Sharing-Funktionen. Jeder Teilnehmer benötigt ein eigenes Exemplar des Spiels.

Fröhliche Musikstücke und zuckersüße Optik
Was von vornherein auffällt und angesichts der Lizenz auch zu erwarten ist, ist die äußerst bunte Grafik, die auf Realismus getrimmte Augen gnadenlos wegbrennt. Das merkt man besonders während der Songs, denn Entwickler Sega hat sich nicht einfach damit begnügt, einen Alibi-Hintergrund für alle Tracks zu erstellen, der lediglich grob die Gruppe zeigt und ansonsten nicht viel für's Auge bietet. Wie bereits angeklungen gibt es zu jedem Lied ein eigenes Musikvideo in Spielgrafik, das euch durch die Notenfolgen begleitet. Dadurch gewinnt „Ho-Kago Live“ einiges an Leben. Allerdings zeigt das Spiel auch auf wunderbare Art und Weise, warum gewisse Konkurrenztitel auf aufwändige Hintergründe verzichten. Hin und wieder raubt euch das Farbspektakel nämlich den Blick auf das Wesentliche: Den Marker für die Tasteneingaben. Eine lange Notenkombo aufgrund von Ablenkung durch das Video zu versauen ist keine schöne Sache.

Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt aber bei einem Musikspiel natürlich die Auswahl an Melodien. Die 19 Stücke des Titels wurden allesamt aus der ersten Staffel des Animes zusammengetragen und umfassen so ziemlich alle Character und Insert Songs sowie natürlich Ending und Opening der Vorlage – eine gehörige Ladung J-Pop für einen Abend. Bei allen Liedern handelt es sich auch um die Originalversionen, wenngleich ein klein wenig gekürzt. Freunde der „K-On!“-Serie kommen also voll auf ihre Kosten. Zumindest wenn sie bereit sind, sich durch nahezu vollständig japanische Menüs zu klicken. Hier und da finden sich zwar ein paar englische Begriffe, doch an den meisten Stellen wird man von japanischen Schriftzeichen begrüßt. Das macht gerade das Vervollständigen der Sammlung etwas schwierig, da sämtliche Freischaltbedingungen natürlich ebenfalls auf Japanisch verfasst sind. Und vielleicht übersieht man dann auch zu Beginn die Option zur Ladezeiten-verkürzenden Dateninstallation, die rund 440 MB auf eurem Memory Stick beansprucht.



Fazit:

Primär richtet sich „K-On! Ho-Kago Live“ natürlich an die Fans des Animes um die High-School-Band Ho-Kago Tea Time. Diese dürfen auch besten Gewissens zuschlagen, denn der Titel weiß zu überzeugen. Es ist zwar ein wenig enttäuschend, dass lediglich Songs aus der ersten Staffel auf der UMD vertreten sind, doch mit den 19 Tracks ist man nichtsdestotrotz gut bedient. Die Sprecher aus der Vorlage und kurzen Dialoge mit Figuren im Chibi-Stil tun ihr übriges. Doch auch noch nicht mit der Serie vertraute Leute dürfen durchaus einen Blick riskieren. Solltet ihr euch nicht an dem Farbreichtum oder der von J-Pop beherrschten Songliste stören, findet ihr hier ein beschauliches wenngleich auf höherer Stufe nicht zu unterschätzend forderndes Musikspiel.

Entwickelt verborgene Keyboard-Talente: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de




GAMEPLAY
8 von 10
Anfangs einfach, später hart – so, wie es sich für ein ordentliches Musikspiel gehört.
GRAFIK
8 von 10
Gelungene Animationen und ansehnliche Videos hauchen den Charakteren gekonnt Leben ein.
SOUND
9 von 10
19 Songs aus der ersten Staffel sind vertreten. Für Serien-Fans ein gefundenes Fressen.
FEATURES
7 von 10
Wir haben nette Kleinigkeiten wie den Videoeditor, aber auch eher nutzloses Zeug wie die Uhr. Die Musik ist und bleibt der Mittelpunkt.
MULTIPLAYER
8 von 10
Bis zu fünf Musiker können sich an der Performance beteiligen – eigenes Exemplar des Spiels vorausgesetzt.
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Ideal für Zwischendurch: Ein Song ist schnell geladen und ebenso schnell gespielt. "







Details
Spielname:
K-On! Ho-Kago Live

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
16.03.2010 (erschienen)

Multiplayer:
2-5 Spieler (adhoc)

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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