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TRON: Evolution


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TRON: Evolution Review vom 21.01.2011

Seid gegrüßt, Programme! Es ist schon ziemlich lange her, seit wir uns das letzte Mal auf dem Raster gesehen haben, oder? Ältere Semester werden sich mit Sicherheit noch an den Kult-Klassiker „Tron“ aus dem Hause Disney erinnern, der damals dank der CGI-Effekte seiner Zeit ein wenig voraus war. Die heutige Generation dürfte vielleicht über „Tron 2.0“ für PC, Xbox und GBA oder „Kingdom Hearts 2“ für die PS2 etwas von der Lizenz gehört haben, spätestens jedoch nun mit dem kommenden Kinofilm „Tron: Legacy“. Und wie es sich gehört, feuert Disney auch ein passendes Lizenzspiel auf den Markt. „Tron: Evolution“ erzählt allerdings nicht die Geschichte des Films nach, sondern ist zeitlich zwischen den beiden Kinostreifen angesiedelt. Ob das Programm etwas taugt? Wir haben es auf Bit und Byte geprüft.

Wer braucht schon Story? Wir haben ein Turnier!
Wir schreiben das Jahr 1985. Der Programmierer Kevin Flynn sitzt gerade vor seinem PC und stellt das Sicherheitsprogramm und legendären Computerhelden Tron auf die Probe. Er soll Zugangsgenehmigungen beschaffen und an einem Lichtrad-Rennen teilnehmen. Doch Flynn macht dies nicht ohne Hintergedanken. Auf diese Weise macht er Tron mit einem neuen Programm bekannt, das von ihm ausgebildet werden soll... Zumindest, bevor sämtliche Handlung komplett abgepfiffen und stattdessen ein netzweites Turnier abgehalten wird. Dort soll Beta – euere Figur und Trons oben erwähnter neuer Lehrling – sein Können in verschiedenen Spielen beweisen und zeigen, ob er Heldenformat hat.

Wer „Tron: Evolution“ wegen der Handlung spielt, ist hier an der falschen Adresse. Mehr Story als das im ersten Absatz erwähnte gibt es nämlich nicht. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Sammlung von insgesamt vier verschiedenen Spieltypen, die jeweils noch einmal in verschiedenen Varianten daherkommen. Die große Einzelspieler-Kampagne verbindet alle Disziplinen lediglich über ein drei Qualifikationsrunden langes Turnier und gibt euch die Möglichkeit, neue Kostüme oder Bauteile für euren Avatar bzw. eure Fahrzeuge freizuschalten.

Lizenz zum Lichtrad-Rennen
Bei den vier Grund-Spielvarianten handelt es sich um „Labyrinth“, „Deaktivierer“, „Panzer“ und natürlich „Lichtrad“ und jeder Modus spielt sich immerhin schon mal grundverschieden. In den „Labyrinth“-Spielen seid ihr zu Fuß unterwegs und versucht entweder, einen kleinen Parcours hinter euch zu bringen oder euch im Deathmatch gegen andere Programme zu behaupten. Dabei könnt ihr sowohl auf Nahkampf-Kombinationen als auch auf geschickte Diskuswürfe zurückgreifen. Wesentlich mächtiger geht es bei den „Panzer“-Runden zur Sache. Am Steuer eines eben solchen Kampfgeräts müsst ihr dann entweder eure Gegenspieler so oft wie möglich ins Nirvana ballern oder in einem „King of the Hill“-ähnlichem Modus bestimmte Positionen auf der Karte für einen gewissen Zeitraum halten. Die Kontrolle der Panzer erweist sich jedoch als etwas gewöhnungsbedürftig, da ihr das Kriegsgerät mit den Richtungstasten durch die Gegend jagt und mit den Schultertasten eure Kanone ausrichten müsst.

Wesentlich simpler gestaltet ist da schon der Flug mit den so genannten Deaktivierern. Diese mächtigen Gerätschaften leiten euch durch einen kleinen Rail-Shooter-Abschnitt, bei dem ihr lediglich sämtliche Feinde rechtzeitig vom Bild fegen müsst, bevor sie euch zuviel Schaden zufügen. Und zu guter Letzt wäre da das Aushängeschild der „Tron“-Marke: Die Lichträder! Diese haben gleich drei Spielmodi spendiert bekommen: Zuallererst das klassische Lichtrad-Rasterspiel, bei dem das Fahrzeug innerhalb der Arena nur in 90°-Winkeln die Fahrtrichtung ändern kann, sowie eine morderne Variante, bei der man frei herumfahren kann. In beiden Disziplinen müsst ihr eure Kontrahenten mit den Spuren ausschalten, die euer Lichtrad hinter sich herzieht. Stellt euch einfach den Handy-Klassiker „Snake“ als Multiplayer-Spiel vor. Die dritte Option – das Rennen – bedarf hingegen wohl kaum einer Erläuterung. In drei Runden versucht ihr, mit Hilfe von Power-Ups und geschickt genutzten Turbos, die Ziellinie als erster zu überqueren.

Technisch toll, spielerisch verbesserungsfähig
Das klingt soweit ja alles nicht übel. Leider mangelt es „Tron: Evolution“ insgesamt jedoch eindeutig an Umfang. Für jede der Spielvarianten stehen euch gerade mal drei bis fünf Maps zur Verfügung. Bei den Parcours-Einlagen vermiesen einem gelegentlich schlechte Kamera-Winkel den Plattformer-Spaß – und da Checkpoints rar gesät sowie sämtliche kleinen Zwischensequenzen nicht überspringbar sind, kann die ständige Wiederholung der selben Abschnitte auf Dauer etwas frustrieren. Ein besonderer Fall sind auch die neuen Lichtrad-Disziplinen: Während die Rennen unter einer K.I. leiden, die wie Kaugummi an euch kleben bleibt, sind die Deathmatches unter den Bikes mit freier Lenkung schlichtweg zu unberechenbar, als dass man großartig gezielt vorgehen könnte. Dennoch können die chaotischen Partien durchaus Spaß machen – wenn man denn Mitspieler aus Fleisch und Blut in seiner Nähe hat, die auch über ein Exemplar des Spiels verfügen. Online-Modi oder gar eine Game-Sharing-Option glänzen durch Abwesenheit. Bedauernswert, wo doch der Fokus hier eindeutig im kompetetiven Teil liegt.

Doch wo es an Umfang mangelt, hat man zumindest an der Technik nicht gegeizt. Der Look der Filmvorlage ist hervorragend auf die PSP umgesetzt worden, lediglich gelegentliches Tearing trübt den sonst gelungenen optischen Eindruck. Für die Ohren hält die UMD und der PSN-Download einen ordentlichen Techno-Soundtrack bereit, der auch Stücke aus dem Soundtrack von „Tron: Legacy“ bereithält. Auch die deutschen Sprecher in den wenigen Zwischensequenzen des Spiels klingen überzeugend. Schade nur, dass man nicht mehr von ihnen hat.



Fazit:

Wer nach einer Einzelspieler-Erfahrung sucht, braucht sich „Tron: Evolution“ gar nicht erst anschauen. Dafür ist einfach zu wenig an dem Spiel dran. Im Multiplayer-Modus hingegen kann schon mehr Spielspaß aufkommen – doch dazu müsst ihr erst einmal andere Leute mit einem eigenen Exemplar in eurer Umgebung finden können. Schade, denn gerade die Lichtrad-Modi machen durchaus Laune, trotz ihrer Mängel. Außerdem haben sich die Entwickler zumindest auf technischer Ebene redlich Mühe gegeben. Insgesamt jedoch bietet „Tron: Evolution“ nicht genug, um auf Dauer unterhalten zu können. Für mehr als ein nettes Spielchen für zwischendurch reicht es leider nicht.

Sucht in seiner Umgebung nach Mitspielern: Tjark Michael Wewetzer für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Disney Interactive Studios für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.




GAMEPLAY
7 von 10
Eine nette Minispielsammlung, die jedoch mit ein paar Mängeln zu kämpfen hat.
GRAFIK
9 von 10
Gelungene Umsetzung des Film-Looks.
SOUND
8 von 10
Stimmige Techno-Melodien begleiten euch bei den Turnier-Spielen.
FEATURES
4 von 10
Nichts für Singleplayer – der Turnier-Modus und die K.I.-Duelle unterhalten nur kurzweilig.
MULTIPLAYER
7 von 10
Bis zu vier Leute können sich an allen Disziplinen versuchen. Prinzipiell toll, nur fehlt Game Sharing und ein Infrastruktur-Modus.
GESAMT-
WERTUNG:
61%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Für schnelle Runden zwischendurch eignet sich das Spiel recht gut."







Details
Spielname:
TRON: Evolution

Publisher:
Disney

Developer:
Disney

Genre:
Action Adventure

Release:
21.01.2011 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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